DE617468C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren mit nach innen verdickten Enden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren mit nach innen verdickten Enden

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DE617468C
DE617468C DEM114992D DEM0114992D DE617468C DE 617468 C DE617468 C DE 617468C DE M114992 D DEM114992 D DE M114992D DE M0114992 D DEM0114992 D DE M0114992D DE 617468 C DE617468 C DE 617468C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B21/00Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren mit nach innen verdickten Enden Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Rohten mit nach innen verdickten Enden durch Auspilgern eines zylindrischen Hohlblockes auf einem abgesetzten Dorn bietet die richtige Formgebung der Rohre an der Übergangsstelle zwischen dem starkwandigen und dem dünneren Teil Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten werden durch, das Verfahren gemäß: der Erfindung beseitigt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß bei Beginn des Auswalzens des Überganges der Dorn im Dornhalter freigegeben wird, so daß er bei der weiteren Auswalzung des Überganges durch die Streckung des Werkstückes in der Streckrichtung, also entgegengesetzt der Walzrichtung, so lange mitgenommen wird, bis die Walzung des Überganges beendigt ist.
  • Bei der zur Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung ist der Dorn in dem Dornhalter verschiebbar angeordnet und wird durch ein entfernbares Sperrstück, das sich einerseits gegen die Wand des Dornhalters, andererseits gegen den Kopf des Dornes legt, zeitweise gegen Verschiebung gesichert.
  • Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung in den Abb. i bis 7 dargestellt.
  • Der in dem Dornhalter b verschiebbare Dorn a, der ein abgesetztes Ende a1 und einenkonischen Übergangsteil d= hat, kann in seiner äußersten linken Stellung durch ein gabelförmiges Sperrstück d (Abb. 3), das sich gegen den Kopf e der Dornstange stützt, an einer Bewegung im Dornhalter in der Streckrichtung verhindert werden (Abb. i bis 4).
  • Der Walzvorgang (vgl. die Abb. 8, 9, io der Zeichnung) ist folgender: Im Walzabschnitt I, bei dem .das Walzen des verdickten Rohrendes (Schwanzendes) erfolgt, ist der Dorn a durch die Haltegabel d starr mit dem Dornhalter b verbunden. Der Hohlblock c legt sich fest gegen den Dornhalter b an.
  • Die Walzrichtung ist durch die Umdrehung der Pilgerwalzen h bedingt und von den Pilgerwalzen aus auf den Dornhalter b zu gerichtet. Die Walzrichtung ist nicht gleichzusetzen der Streckrichtung. Letztere ist der Walzrichtung entgegengerichtet.
  • In dem Augenblick, wo die Pilgerwalzen den Hohlblock loslassen, bewegt .der Hohlblock sich, angetrieben durch irgendeine Kraftquelle, der Walze entgegen. Beim Zusammenprallen kneift das Maul der Pilgerwalze h eine kleine Materialwelle c' vom Hohlblock ab. Bei diesem Vorgang hat der Hohlblock dieselbe Bewegung wie die Walze angenommen. Die Walze übt auf den Hohlblock eine Rückschiebekraft aus, welche die Spannung des Vortreibemittels (Luft oder Feder) im Pilgerwagen hervorruft. Die Übertragung des Rückschiebedruckes erfolgt durch den Hohlblock c über den Dornhalter b auf die Treibstange b1.
  • Durch die besondere Form der Pilgerwalze h wird die Materialwelle cl entgegengesetzt zur Walzrichtung, also in Streckrichtung, gestreckt, wobei sie gleichzeitig auf den Dorn aufgebügelt wird.
  • Hierdurch entsteht zwischen Hohlblock und Dorn eine Reibungskraft, welche in Streckrichtung eine große Zugkraft im Dorn hervorruft. Dadurch, daß der Dornkopf e durch die Gabel d festgehalten wird, kann der Dorn dieser Zugkraft nicht folgen. Die ausgewalzte Materialwelle cl gleitet in Streckrichtung über die Dornoberfläche hinweg.
  • Im Walzabs.chnitt II erfolgt das Walzen des konischen Überganges.
  • Würde man hier die starre Verbindung zwischen Dorn a und Dornhalter b beibehalten, so würde nach dem, was über den ersten Walzabschnitt gesagt ist, das ausgewalzte Material über den festgekuppelten Dorn a sich hinwegschieben und dabei sich der konische Teil des Rohres vom konischen Dornteil lösen und einen Hohlraum m (Abb. zo) bilden. Durch den Preßdruck der Pilgerwalzen h würde das Material in diesen Hohlraum hineingepreßt werden und eine nicht erwünschte Materialwelle c2 bilden.
  • Die Erfindung bezweckt nun die Beseitigung dieses Übelstandes und Erzielung eines glatten Überganges.
  • Zu diesem Zweck wird, wenn der Walzvorgang bis nahe an den konischen Übergang gelangt ist, wenn: also der dickwandige Rohrteil f (Abb. 5) fertiggestellt ist, durch Wegnahme der Gabel d die starre Verbindung zwischen Dorn und Dornhalter gelöst. Der Dorn kann jetzt der auftretenden Zugkraft folgen. Durch die Reibung bilden Rohr und Dorn ein geschlossenes Ganzes. Es wandert also der Dorn durch die Reibung mit der Streckrichtung des Materials, wodurch die Entstehung des Hohlraumes an dem Übergang a° (Abb. 8) und hiermit auch die Bildung von Materialwellen vermieden wird. Das Material schmiegt sich eng an den konischen Dornteil an, ohne daß sich ein Hohlraum bildet.
  • Im Walzabschnitt III erfolgt das Walzen des dünnen Rohrteiles.
  • Das schrittweise Herauswandern des Dornes wird durch die Form des Dornhalters b begrenzt. Der Dorn kann sich also nur um die Streckei (Abb. 5) verschieben und lehnt sich dann fest mit seinem Kopf e gegen das Ende des Dornhalters b an (Abbi.7). Der Hohlblock c stützt sich gegen den Dornhalter b, und es treten wieder dieselben Verhältnisse wie bei Walzabschnitt I ein. Das verdickte Rohrende und der konische Übergangsteil g lösen sich vom Dorn.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: T. Verfahren zur Herstellung von Rohren mit nach innen verdickten Enden durch Pilgern über einem abgesetzten Dorn, dadurch gekennzeichnet, daß bei Beginn des Auswalzens des Überganges der Dorn im Dornhalter freigegeben wird, so daß er beim weiteren Auswalzen des Überganges durch das Strecken des Werkstückes Inder Streckrichtung so lange mitgenommen wird, bis das Walzen des Überganges: beendigt ist.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gel#r-,ennzeichnet, .daß der Dorn (a) in dem Dornhalter (b) verschiebbar angeordnet ist und durch ein entfernbares Sperrstück (d), das sich einerseits gegen die Wand des Dornhalters, andererseits gegen den Kopf (e) des Dornes (a) legt, zeitweise gegen Verschiebung gesichert wird.
DEM114992D 1931-04-21 1931-04-22 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren mit nach innen verdickten Enden Expired DE617468C (de)

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