DE618016C - Vorrichtung zum Schalten von Wechselgetrieben, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Vorrichtung zum Schalten von Wechselgetrieben, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16H61/00—Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing
- F16H61/02—Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing characterised by the signals used
- F16H61/0262—Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing characterised by the signals used the signals being hydraulic
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- F16H2708/00—Control devices for speed-changing geared mechanisms, e.g. specially adapted couplings for synchronising devices, devices to simplify control, control of auxiliary gearboxes
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung der Vorrichtung zum Schalten von
Wechselgetrieben in Kraftfahrzeugen gemäß dem Patent 603 035. Diese Vorrichtung besteht
aus der Vereinigung eines Gangwählergetriebes mit einem Stufensichaltwerk in der
Weise, daß der Gangwähler nur dann, eingestellt wird, wenn ein Gang außerhalb der
Reihe geschaltet werden soll, nach, dessen Einschaltung der Gangwähler selbsttätig
außer Wirkung kommt, also stuf enmäßig wet. tergeschaitet wird.
Gemäß der Erfindung kommt zum Verschieben
der Schaltstangen des Getriebes eine an sich, bekannte- Nockenwalze zur· Anwendung,
die nach, jedem Schaltvorgang sowohl
für den der Sternschaltung entsprechenden nächsten Gang selbsttätig sich einstellt als'
auch mittels eines Gangwählers sich drehen
läßt, um einen Gang außerhalb der stufenförmigen Schaltfolge einrücken zu können.
Der Gangwähler beeinflußt bei seiner Verstellung also nur jeweils für die nächste Schaltung
die Nockenwalze, die nach, der Schaltung
ohne weiteres wieder unter dem Einfluß der Stufenschaltung steht.
Die Zeichnung veranschaulicht 'eine Ausführungsform einer Vorrichtung.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung im eingebauten Zustande in einem Kraftwagen.
Fig. 2 ist der Grundriß hierzu.
- Fig. 3 ist. 'ein senkrechter Längsschnitt
durch ein Getriebe, auf das die Schalteinrichtung einwirkt.
Fig. 4 ist der horizontale Längsschnitt hier-
Fig. 5 zeigt den Querschnitt durch das Getriebe.,
Fig. 6 und 7 zeigen Vorderansicht und Schnitt der Einstell- und Anzeigeeinrichtung.
Fig. 8 ist ein senkrechter und
Fig. 9 ein horizontaler Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung.
Durch den Kolben in einem Unterdruckzylinder ι wird ein Rahmten 2 bewegt, der
Nocken 3 trägt, die auf die Schaltstangen 4: , einwirken. Die Schaltstangen 4 verstellen die
Kupplungen oder Zahnräder in dem Getriebe, so daß dieses dadurch umgeschaltet wird.
Der Unterdruckzylinder 1 kann durch den Kupplungsfußhebel 5 gesteuert werden, er
karm aber auch durch eine besondere Bewegung
des Gasfußhebels aus der Leerlauf stellung, wodurch, die Vergaserdrosaelkappe nicht
beeinflußt wird, gesteuert werden. Die Nok-
ken 3 sind auf einer Walze 6 angeordnet, die
z. B. durch seine biegsame WdIe 7 gedreht werden kann, so daß. die dem gewünschten
Gang entsprechenden Nocken den Schaltstangen
4 gegenüber eingestellt werden können. Diese Einstellung, d, h, Drehung der
Welle 7 erfolgt mittels einer Kurbel 8, die
am Schaltbrett 9 oder auf dem Lenkrad des Kraftfahrzeuges oder an einer anderen geeigneten
Stelle angebracht ist. Die Stellung der Kurbel zeigt auoh gleichzeitig den Getriebegang
an, der durch Bedienung· des Fußhebels, also z. B. des Kupplungsfußhebels eingerückt
wird. Es 'kann auch noch eine besondere Anzeigevorrichtung vorhanden sein, die den
Getriebegang anzeigt, der in .Tätigkeit ist.
Der Fußhebel S löst zunächst die Motorkupplung,
alsdann wird mittels des Gestänges 10 ein Drehschieber 11 verstellt, durch
den Unterdruck in den Zylinder 1 gelangt. Dier Unterdruck kommt in bekannter Weise
von der Motorsaugleitung. Der Kolben 12 ist durch ein Querstück 13 mit Stangen 14 verbunden,
die den Rahmen 2 tragen, der also auf diese Weise mittels des Kolbens nach rechts (Fig. 1 und 8) bewegt wird. Jn dem
Rahmen ist die Walzie 6 drehbar mittels Zapfen
15 gelagert. Oben trägt sie ein Kegelrad 16, das mit einem Kegelrad 17 in Eingriff
steht. Letzteres ist mit der biegsamen Welle 7 verbunden, die am anderen Ende an der Kurbel
8 befestigt ist. Die beiden Zapfen 15 sind durch zwei Stangen 18 verbunden, auf denen
eine Reihe von Nockenscheiben stecken. Es
sind im ganzen bei der dargestellten Auisführungsform
zwölf Nodkenscheiben vorhanden. Zwischen den einzelnen Nodkenscheibeinsiind
Abstandsringe 19 angeordnet. Die Hälfte der Nodkenscheiben tragen die Nocken 3, die dazu
bestimmt sind, auf die Schaltstangen 4 einzuwirken. Die Nocken 3 sind im Kreis so
versetzt zueinander angeordnet, daß fünf Stellungen vorhanden sind für: Leerlauf, ersten
Gang, zweiten Gang, dritten Gang und vierten Gang. Wenn mehr oder weniger Getriebegänge
vorhanden sind, ,ändert sich dementsprechend
die Anordnung der Nocken im Kreise. Neben jeder Scheibe 3, die einen Nocken trägt, ist eine Nockensicheibe 20 gelagert,
die auf 'einen Sperrstift 21 der Schaltstange einwirkt. Auch die Nocken dieser
Scheibe 20 sind so im Kreis angeordnet, daß die erforderlichen Verstellungen der Sperrstangen
21 beim Vorschub des Rahmens 2 erfolgen. Durdh Drehen der Kurbel 8 wird
die Walze 6 mit den Nodtaisdheiben 3 und so verstellt, daß die dem einzuiriidkenden
Getriebegang !entsprechenden Nocken 3 den Sdhaltstangen 4 gegenübergestellt werden.
Alsdann werden beim Vorschub des Rahmens 2 die Sdhaltstangen beeinflußt und die Sperrvorrichtungen 21 bewegt, die für den
einzurückenden Gerriebegang bewegt werden müssen. Es werden also Sdhaltstangen nach
rechts bewegt (Fig. 8), wobei die zugehörigen Klinken 22 die Schaltstangen in der
Rechtsstellung verriegeln, oder es werden mittels der Sperrstifte 21 die Klinken 22 der
in Rechtsstellung' befindlichen Sdhaltstangen ausgelöst, wodurch die unter Federdruck
stehenden Sdhaltstangen nach links verschoben werden.
Beim Zurückgehien des Kupplungsfußhebels 5 wird der Drehschieber 11 zurüdkbewegt,
so daß der Unterdruck abgesperrt ist «und der Zylinderraum mit der Außenluft in
Verbindung tritt. Nun kann die Feder hinter dem Kolben, unterstützt durch den atmosphärischen
Druck, den Rahmen 2 zurückbewiegen, wobei eine Klinke 23 die Walze 6 um
eine Teilung wejjterdreht, so daß nunmehr die Nocken 3 und 20 des nächsthöheren Getriebeganges
den Sehaltstangen 4 gegenüberstehen. Bei Bedienung des Zylinders 1 wird
also jetzt der nächsthöhere Getriebegang und nach dem direkten Gang der Leerlauf selbsttätig
eingerückt. Gleichzeitig mit der Walze 6 dreht sich auch die Kurbel 8, die durch ein
kleines Fenster 24 erkennen läßt, welche Stellung die Walze 6 hat. Durch Drehen der Kurbel 8 an dem Griff
25 kann auch die Walze 6 in jede gewünschte Stellung gebracht werden, die für
das Einrücken des gewünschten Getriebeganges notwendig ist.
Die Nodkenscheiben auf den Stangen 18 sind verschiebbar auf diesen gelagert. Sie
werden durch >eine Stange 26 fest zusammengehalten,
die durch einen Drahtzug 27 bewegt werden kann, der um den Zapfen 28 der
Kurbel.8 gelegt ist. Durch Drehen des mit dem Zapfen 28 verbundenen Knopfes 29 wird
also mittels des D<rähtzuges 27 die Stange
26 und damit die Reihe der Nodkenscheiben um ein gewisses Stück verschoben, so daß
nunmehr andere Nocken 30 und 31 den Stangen 4 und 21 gegenüberstehen. Gleichzeitig
hat ein Segment 32 das Fenster 24 vom Aussdhnitt33 des Kurbeüarmes, 8. wegbewegt und
ein Fenster 34 vor diesen Ausschnitt 33 ge- no bracht, so daß nunmehr eine andere Anzeige-"
scheibe sichtbar wird, die erkennen läßt, daß die Schaltung für den Rückwärtsgang eingestellt
ist. Dies© Nocken 30 und 31 verstellen nämlich die Schaltstangen 4 und die Sperrstangen
21 in der Weise, daß, wdle die Fig. 6
erkennen läßt, der Rückwärtsgang, der erste Gang, der Rückwärtsgang, der erste Gang,
der Leerlauf nacheinander sich selbsttätig einschalten. Es kann aber jederzeit diese Folge
der Schaltungen unterbrochen werden, so daß durch Zurückdrehen des Knopfes 29
wieder die übliche obenerwähnte Schaltfolge des ersten, des zweiten, des dritten und vierten
Ganges vorhanden ist.
Die oberste Scihaltstainge 4 beeinflußt z. B.
die Kupplung 3 5, die mittlere Schaltstange beeinflußt die Kupplung 3 6 und die Kupplung
37. Die untere Sdialtstange verstellt die
Kupplung 38 und mittels des Hebels 39 die Zahnräder 40 für den Rückwärtsgang. In
der- Linksstellung verbindet die Kupplung 3 8 die Zahnräder 41 und 42. In der Mittelstellung
läuft die Kupplung 38 im Leerlauf. In der Rechtsstellung der Kupplung 38 bleiben
die Zahnräder 41 und 42 auch voneinander getrennt, aber die Nase 43 an der Schaltgabel
44 für die Kupplung 38 nimmt den Hebel 39 nach rechts hin mit, wodurch der Rückwärtsgang eingerückt wird. Die untere
Schaltstange 4 hat also drei Stellungen. Wenn ihre Klinke 22 ausgelöst ist, steht die Schaltstange
in der Linksstellung. Ist die Klinke 22 in die Rast 45 eingerückt, dann steht die
Schaltstange in der Mittelstellung, aus der sie durch Bedienung der Sperrstange 21 mittels
der Feder 46 ausgelöst werden kann. Befindet sich die Schaltstange in Rechtsstellung,
dann greift die Klinke 22 hinter die Gehäusewandung 47. Beim Auslösen aus dieser
Stellung mittels der Stange 21 zum Rückgang in die mittlere Stellung legt sich der
entsprechende Nocken 3 so vor die Stange 4, daß diese nur in die mittlere Stellung zurückspringen
kann, sobald mittels der Feder 46 die Klinke 22 ausgelöst wird. Alsdann tritt die Klinke 22 mit ihrer unteren Nase 48 in
die Kröpfung der Feder 46, so daß die Klinke in die Rast 45 !einschnappen kann. Beim
Zurückgehen der Stange 21 weicht die Feder
46 nach unten hin aus und legt sich dann wieder mit ihrem freien Ende vor die Nase 48
der Klinke 22.
Die Nocken 3 und 20, 30 und 31 haben die entsprechenden Abmessungen, die für
die gewünschten Schaltbeweguiigen erforderlieh
sind. Der Knopf 25 ist frei drehbar vor
dem Knopf 29 angebracht, so daß beim Drehen der Kurbel der Knopf 25 festgehalten
werden kann. Soll hingegen der Drahtzug1 27 bewegt werden, dann wird über den Knopf 2 5
hinaus der Knopf 29 gefaßt und gedreht, wodurch die erwähnte Bewegung des Drahtzuges
27 erfolgt. Die biegsame Welle 7 kann aus zwei dicht aufeinaiidergewickelten Drahtschrauben
bestehen, die in gleicher Richtung gewunden sind. Dadurch wird ein genügend hoher Widerstand gegen Verdrehen
erzielt, so daß einerseits mittels der Kurbel 8 die Walze 6 und anderseits mittels der Walze 6
die Kurbel 8 sich drehen läßt. Die Drehbewegung kann aber auch durch ein geeignetes
Gestänge oder durch andere Mittel übertragen werden. D er Rahmen 2 kann auch durch andere Mittel bewegt werden, z. B.
durch einen Elektromagneten oder durch Druckluft, auch kann die Bewegung mechanisch
mittels eines Fußhebels erfolgen.
Zwischen Zylinder 1 und der Motorsaugleitung kann ein Unterdruckbehälter eingeschaltet
sein, der sich gegen die Saugleitung selbsttätig durch ein Rückschlagventil absperrt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Schalten von Wechseigetrieben, insbesondere für Kraftfahrzeuge, nach Patent 603 035 mittels einer drehbaren und verschiebbaren Nockenwalze, die zum Schalten des Getriebes senkrecht zu ihrer Achse bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen des wirksamen Nockens oder der Nocken (3) die Walze (6) nach jedem Schalthub beim Rückgang in die Ruhelage selbsttätig fortlaufend in der gleichen Richtung um einen Teil ihres Umfanges gedreht wird, der der Einteilung der Nocken auf dem Walzenumfang entspricht, und außerdem von Hand eingestellt werden kainn.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM121952D DE618016C (de) | 1932-12-01 | 1932-12-01 | Vorrichtung zum Schalten von Wechselgetrieben, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM121952D DE618016C (de) | 1932-12-01 | 1932-12-01 | Vorrichtung zum Schalten von Wechselgetrieben, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE618016C true DE618016C (de) | 1935-09-21 |
Family
ID=7329945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM121952D Expired DE618016C (de) | 1932-12-01 | 1932-12-01 | Vorrichtung zum Schalten von Wechselgetrieben, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE618016C (de) |
-
1932
- 1932-12-01 DE DEM121952D patent/DE618016C/de not_active Expired
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