DE618369C - Verfahren zur Herstellung von Platten aus Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Platten aus Faserstoffen

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DE618369C
DE618369C DEK128719D DEK0128719D DE618369C DE 618369 C DE618369 C DE 618369C DE K128719 D DEK128719 D DE K128719D DE K0128719 D DEK0128719 D DE K0128719D DE 618369 C DE618369 C DE 618369C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Platten aus Faserstoffen Es ist bei der Herstellung von Faserstoffplatten nicht möglich, den letzten Rest von Feuchtigkeit aus den Faserstofi'platten durch Trocknung auszutreiben, wenn man hierfür nicht übermäßig viel Zeit und Kosten aufwenden will. Es besteht demnach ständig die Gefahr, daß sich diese Restfeuchtigkeit während der Pressung in Dampf umwandelt und das Gefüge der Faserstoffplatte lockert oder sie ganz zerstört.
  • Sollen Platten aus Faserstoffen, wie das insbesondere bei sog. Hartplatten, die als Sperrholzersatz dienen,. zutrifft, zur Glättung oder aus sonstigen Gründen einer heißen Pressung bei solchenTemperaturen, bei denen eine Dampfbildung möglich ist, unterworfen werden, so ist man nach den bekannten Verfahren gezwungen, ein- oder beiderseitig Siebe o. dgl. mit der Platte in die Presse einzubringen, um den Abzug des sich bildenden Dampfes zu ermöglichen. Bei Unterlassung .dieser Vorsichtsmaßregel würde der entstehende Dampfdruck das Gefüge der Faserstoffmasse lockern oder sogar diePlatte gänzlich zerstören.
  • Der Nachteil dieser Arbeitsweise liegt darin, daß man keine beiderseits glatten Platten herstellen kann, sondern .daß dieselben mindestens eine rauhe Seite haben.
  • Nach der vorliegenden Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß man die Platten vor dem Einbringen in die Presse auf die gleiche oder besser eine höhere Temperatur als die der Presse erwärmt, wobei praktisch eine Trocknung der Platte eintritt. Bringt man die Platten dann in die gleich warme oder kältere Presse ein, so kann auch die durch die Drucksteigerung entstehende Wärme keine Dampfbildung mehr verursachen.
  • Der Arbeitsgang sei an Hand eines Beispieles näher erläutert.
  • Die Platten werden nach beendigterTrocknung-gegebenenfalls noch weiter erhitzt, dann in !die ,gleich warme oder kältere Presse eingebracht und ohne Bei- oder Zwischenlagen gepreßt. Man erzielt eine beiderseitige Glättung ohne die Gefahr einer Dampfbildung während der Pressung mit ihren zerstörenden Folgen.
  • Besonderen Wert hat das Verfahren nach der Erfindung, wenn es sich um Platten mit Binde- und/oder Füllmitteln handelt, die zur Entfaltung ihrer Wirksamkeit auf ihre Fließtemperatur erwärmt werden müssen, wie z. B. Bitumen. Es ist bereits bekannt, derartige Platten, aus denen in einer Trockenvorrichtung der letzte Rest Wasser vertrieben worden ist, vor der Heißpressung derart hoch zu erhitzen, daß dasBindemittel zum Schmelzen gebracht wird. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Platten, nachdem sie mindestens auf die Fließtemperatur der Zusätze erwärmt worden sind, in eine Presse eingebracht und dort mittels Preßwerkzeügen gepreßt, deren Temperatur gleich der der zu pressenden Platte ist oder darunter liegt. Man erzielt dabei gleichzeitig mit dem Glätten ein Erstarren der Zusätze. Die Platte ist also nach dem Pressen vollkommen hart, ohne noch, wie sonst nötig, einer nachttäglichen Abkühlung ausgesetzt werden zumüssen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Platten aus Faserstoffen, wobei die Platten erst mehr oder weniger unvollständig getrocknet und dann heiß gepreßt werden, dadurch gekennzeichnet, -daß die Platten vor dem Einbringen in die Presse auf eine Temperatur gebracht werden, die gleich der der Preßwerkzeuge ist oder darüber liegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Platten mit einem Zusatz von Füll- und/oder Bindemitteln, die vor Fertigstellung der Platten durch Hitzeeinwirkung zum. Fließen gebracht -werden sollen, vor dem Pressen so weit erhitzt werden, -daß das Fließen der Zusätze erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten, die so weit erhitzt sind, daß die Zusätze zum Fließen gebracht sind, bei so niedriger-Temperatur gepreßt werden, daß beim Pressen gleichzeitig-ein Erstarren der Zusätze stattfindet.
DEK128719D 1933-01-22 1933-01-22 Verfahren zur Herstellung von Platten aus Faserstoffen Expired DE618369C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764851C (de) * 1939-06-24 1952-09-08 Oswald F Wyss Dr Verfahren zum Nachbehandeln vorgeformter, bindemittelhaltiger Koerper aus verfilzten Faserstoffen
DE884274C (de) * 1938-03-04 1953-07-27 Defibrator Ab Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE884274C (de) * 1938-03-04 1953-07-27 Defibrator Ab Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten
DE764851C (de) * 1939-06-24 1952-09-08 Oswald F Wyss Dr Verfahren zum Nachbehandeln vorgeformter, bindemittelhaltiger Koerper aus verfilzten Faserstoffen

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