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Handangetriebene Schreibmaschine mit geräuschschwachem Abdruck Um
bei Schreibmaschinen einem. möglichst geräuschlosen Typenabdruck zu erreichen, ist
es erforderlich, den Schlag des Typenträgers in Druck umzuwandeln. Die Schwierigkeit
ist hierbei darin zu sehen, daß es auf diese Weise nur schwer gelingt, die erforderliche
Geschwindigkeit der Typenbewegung zu erreichen, da der geräuschschwache Druck natürlich
verhältnismäßig langsam erfolgen muß. Zum. Zwecke der Umwandlung des Schlages in
Druck muß der Typenträger so geführt werden, da.ß er sich zuerst mit möglichst großer
Geschwindigkeit der Walze nähert, während in unmittelbarer Walzennähe die Bewegung
verhältnismäßig langsam *erden muß. Diamus ergibt sich der übelstand, daß der Rückweg
der Type ebenfalls mit langsamer Bewegung beginnt und demgemäß der Raum für die
nächstfolgende Type nicht früh genug freigegeben wird.
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Gemäß der Erfindung wird nun bei handangetriebenen Schreibmaschinen
die Umwandlung des Schlages in kräftigen Druck und die beschleunigte Rückführung
der Type in günstiger Weise :dadurch erreicht, daß die zum Abdruck der Type erforderliche
Kraft durch ein Schwungrad geliefert wird, welches sich hei einem Anschlag der zugehörige,,
Taste um einen zwischen i8o und 36o° liegenden Drehwinkel dreht und dabei vermöge
seiner Massenträgheit den durch .eine Verbindungsstange mit einer, Punkt seines
Umfanges gekuppelten Typenträger zunächst kniehebelartig gegen die Schreibwalve
drückt und ihn darauf, ohne daß es seine Drehrichtung ändert, in seine Ausgangsstellung
zurückführt, selbst aber aus seiner ersten in eine zweite Ruhestellung gelangt,
aus . der es sich beim nächsten Tastenamschkg in entgegengesetzter Richtung in die
:erste Ruhestellung zurückdreht, wobei es den Typenhebel in der gleichen Weise gegen
die Schreibwalze vor- und in seine Ausgangsstellung zurückbewegt.
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Dadurch, daß im Gegensatz zu fast allen bisher bekanntgewordenen Bauarten
der durch den Tastenhebel in Bewegung versetzte Maschinenteil - in diesem FalIe
Idas Schwungrad - nicht eine Hin- und Rückbewegung, sondern nur eine einsinnige
Bewegung ausführt, wird die stets eine gewisse zeitspannß beanspruchende Umkehr
der Bewegung vermieden, und der Rückgang der Type beginnt bereits mit einer ziemlich
hohen Geschwindigkeit. Dabei wirkt auch der Fortfall der Feder, die bei den üblichen
Bauarten die Type in die Ruhelage zurückzieht, kraftsparend.
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Es ist allerdings bereits eine Schreibmaschine bekanntgeworden, die
zum Antrieb der Type eine sich im gleichen Dxehsinne jeweils um 36o° drehende Kurbel
benutzt. Von dem bei anderen Bauarten verwendeten Antrieb durch Kniehebel unterscheidet
sich
der Antrieb durch eine Kurbel dadurch, daß hier kein Hin- und
Rückweg ausgeführt wind, sondern die Bewegungeinsinnig (erfolgt. Diese Einsinnigkeit,
welche die- Kurbiel mit dem Schwungrad gemein hat, wird beider bekannten Maschine
benötigt auf Grvind -der Verwendung eines Kraftantriebes. Da. ein Motor sich stets.
irr. gleichen Sinne .dreht,. ergab sich die Aufgabe, einen Antrieb- zu filiden,
bei dem ein Hinundhergang vermieden wird.
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Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung ium eine Masche mit
Handantrieb,, bei welcher das Schwungrad kraft seiner Massenträgheit beim Diurchschwingendurch
die Strecklage des Typenantriebes die für einen guten Abdruck erforderliche Kraft
liefert. Das Schwungrad bewegt sich auch nicht meiner vollen Drehung bis in seine
Ausgangsstellung weiter, sondern kommt vielmehr in einer zweiten. Ruhestellung zum
Stillstand, um sich im nächsten Schreibakt nunmehr entgegengesetzt zudrehen.
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Ferner verfolgt -die Einsiumigkeitder Bewegung bei der Erfindung den
Zweck, ein beschleunigtes Zurückführen der Type nach erfolgtem Abdruck zu gewährleisten,
damitein Aufeinanderschlagen der Typen bei schnellem Schreiben vermieden wird. Dies
wird. dadurch erreicht, daß der Rückgang bereits mit einer gewissen RadgescTi'windigkeit
einsetzt und die zeitraubende Umkehr der Bewegung vermieden wird. Bei einer Maschine
mit Kraftantrieb dagegen braucht diese Schwierigkeit kaum berücksichtigt zu werden,
da sich die Gesch'windig'keit der Typenbewegung beliebig steigern läßt: Aus dem
gleichen Grunde brauchte auch eine dritte Schwierigkeit bei der bekannten mit Kurbelantrieb
arbeitenden Bauart nicht beachtet zu werden. Solleine Type mehrmals hintereinander
abgedruckt werden, so muß dort erst das Erreichen der Ausgangsstellung abgewartet
werden. Für eine Masch.me :mit Kraftantrieb hat das wegen der hohen Geschwindigkeit
der Typenbewegung nicht viel. zu besagen; @es ist aber ein @entz scheidender Punkt
für die Gebranchsfähligkeit einer handangetriebenen 'Schreibmaschine. Aus diesem:
Grunde wurde die Anordnung der zwei Ruhelagen getroffien. Dadurch werden die beiden
Segmente des Dreh'ungskreises, der obere sowohl als auch der untere, gleichwertige
Arbeitssegnnente. Auch wenn die Type erst etwa die Hälfte ihres Rückweges zurückgelegt
hat, kann sie bereits aus dieser Stellung durch Tastendruck wieder zum Abdruck gebracht
werden.
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In -den Abbildungen ist ein Ausführungs, beispiel der Antrnehsvorrichtung
deiner einzelnen Buchstabentype von der Schreibtaste bis zur Type selbst in Seitenansicht
dargestellt. Abb.. i zeigt die erste Ruhestellung, Abb. 2 den Schreibakt und Abb-.3
die End-bzw. zweite Ruhiestellung.
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Durch Niederdrücken der Schreibtaste e wird das Schwungrad c in Drehung
versetzt. Die mit der Taste durch die Hebelübertragung fverbundene Zahnstange g,
die durch die Spange k und Rolle l mit dem Zahnrad h in fester, gleitender Verbindung
steht, und das Zahnrad h rollen dabei aufeinander ab, bis. die Drehung des Schwungrades
infolge Aufschlagens des Stiftes m2 (bzw. mi beim Ausgehen von der zweiten. Ruhestellung,
Abh.3) auf das Polstern zur Ruhe kommt. Eine nichtdargestellte schwache Feder, die
auf der anderen Seite des Schwungrades mit ihrem -einen Ende an der Lagerung des
Polsters und mit ihrem anderen Ende an einem auf der Verbindungslinie zwischen,
der Achse e1 des Schwungrades und dem Angriffspunkt der - Verbindungsstange d lieg>emden
Punkt -des Schwungrades befestigt ist, dient zum Festbalten des Rades in dieser
Ruhelage.
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Bei dem folgenden Anschlag der gleichen Taste erfolgt die Drehung
sodann im entgegengesetzten Sinne.
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Wie aus den. Zeichnungen ersichtlich, wird der um bl drehbare Typenträger
,b durch das sich drehende Schwungrad c Ferst schnell und dann, j e mehr sich die
Bewegung des Befestigungspunktes der Verbindungsstange d auf dem Radumfang der Verbindungslinie
zwischen dem Befestigungspunkt der Verbindungsstange mit dem Typenhebel und dem
Mittelpunkt des Schwungrades nähert, immer langsamer an die Papierwalze a herangeführt.
Die Abb. 2 zeigt -den Augenblick des Schreibens. Die Massenträgheit des sich drehenden
Rades reißt es. über die 'Streckstellung, in welcher der Typenabdruck erfolgt, hinüber
bis in die in Abb. 3 dargestellte zweite Ruhestellung, wobei der Typenträger in
seine Ausgangsstellung zurückgelangt.. Damit der Druck genau im rechten Winkel erfolgt
und die Type doch in: beiden Ruhestellungen die gleiche Lage einnimmt, ist der Typenträger,
wie aus den. Abbildungen ersichtlich, nahe seinem Drehpunkt abgebogen.