DE618708C - Verfahren zum Pressen von Fasermassen - Google Patents
Verfahren zum Pressen von FasermassenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C43/00—Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
- Verfahren zum Pressen von Fasermassen Die Erfindung bezieht sich auf ein Preßverfahren, welches die Herstellung von Preßgegenständen aus kunstharzgetränkten Geweben oder anderen Faserstoffen gestattet, insbesondere die Herstellung von Schicht-oder Wickelkörpern, ohne teure Formen zu benutzen, deren Teile der Gestalt des fertigen Preßteils genau angepaßt sind.
- Auf einem anderen Gebiet, z. B. bei der Reparatur von Gummischuhen, hat man schon die Herabsetzung der- Anzahl der notwendigen Formen dadurch bewirkt, daß zwischen Formenteilen Zwischenlageplatten eingeschaltet werden und ferner Leisten zur Verwendung kommen, die nach Art bekannter Formkerne beispielsweise aus Sand und Bindemittel hergestellt sind. Zwischen äußere Form und Kern -wird dann die Gummimasse eingefüllt und durch Erhitzen vulkanisiert.
- Das neue Verfahren gestattet, einen fertiggeformten Gegenstand aus Metall, Holz, Preßmassen oder anderen Baustoffen mit einer Oberflächenschicht von kunstharzgetränktem Papier oder Gewebe zu bedecken; ohne daß es notwendig ist, Preßformen zu benutzen, die der äußeren Oberfläche des gewünschten Gegenstandes genau entsprechen.
- Erfindungsgemäß wird ein gut wärmeleitendes oder feinkörniges pulverförmiges Mittel, z. B. Eisen- oder Stahlpulver, verwendet, dessen Körner zweckmäßig abgerundet und von solcher Größe sind, daß sie durch ein sog. 2o-Maschen-Sieb hindurchgehen. Diese Körnermasse soll im folgenden als Pulver bezeichnet werden. Sie dient dazu, einen gleichmäßigen Druck auf die Oberfläche des Preßstoffes auszuüben, den man in folgender Weise formt und preßt: Wenn man beispielsweise einen rechteckigen oder zylindrischen Stab oder eine Stange mit einer gleichmäßigen Schicht von kunstharzgetränktem Gewebe bedecken will, so wird der Stab bzw. die Stange mit dem Gewebe bewickelt. Das Gewebe ist zuvor mit einer Kunstharzlösung getränkt worden. Der bewickelte Stab wird dann mit einer Stanniol-Schicht bedeckt oder mit einer anderen Auflage, z. B. aus Kautschuk, versehen und das Ganze dann in das Innere eines Preßgehäuses eingebracht. Die inneren Abmessungen des Preßgehäuses sind nicht von besonderer Be. deutung. Zweckmäßig bleibt ein Zwischenraum von wenigstens 12 mm zwischen dem eingesetzten Gegenstand und dem Preßgehäuse. Dieser Zwischenraum wird teilweise vor dem Einsetzen des Gegenstandes und teilweise hinterher mit dem Metallpulver möglichst vollständig und dicht aufgefüllt. Dann wird ein Verschlußs_tück auf die Preßform aufgesetzt und das Ganze in eine beheizte Presse gebracht. Das Verschlußstück kann entweder einen beweglichen Preßstempel,enthalten, oder ein solcher beweglicher Stempel kann selbst als Verschluß dienen..
- Wenn. _ die Form und ihr Inhalt .durch Dampf öder auf andere Weise hinreichend erhitzt worden sind, so wird der Stempel unter Druck gesetzt und überträgt diesen Druck ähnlich dem hydraulischen Druck auf das Pulver, welches seinerseits den geschichteten Überzug auf den Stab preßt. So kann man einen praktisch gleichförmigen Druck über die gesamte Oberfläche des umwickelten Stabes wirken lassen, und das niit Kunstharz getränkte Gewebe wird gleichmäßig zusammengepreßt und bildet einen Preßüberzug, der nicht die Mängel dünner Überzüge und _geschichteten Auflagen aufweist, die man in den üblichen Preßformen unter Berührung des Preßteils und der Form herstellt. Eine besonders unangenehme Eigenschaft der auf die bekannte Weise hergestellten Auflagen ist ihre Beschaffenheit an den Stoßstellen der einzelnen Formhälften oder -teile, denn an diesen Stellen ist der aufgewickelte Überzug gewöhnlich in mechanischer Hinsicht und auch in Hinsicht auf sein übriges Verhalten ungenügend.
- Das neue Verfahren kann auch zur Herstellung vonHohlgefäßen, Becken, Kästen usw. dienen, die eine dünne Wand haben. In diesem Falle kann das als Druckmittel benutzte Pulver entweder an der Außenfläche .des Formlings. angeordnet werden, wobei dann das getränkte Papier oder Gewebe -um einen lentsprechend geformten Kern -herum :öder uni einen innenliegenden Vorformling angeordnet wird, -oder--es kann die Innenseite :einer ientsprechend gestalteten - Preßform mit kunstharzgetränktem Papier öder . Gewebe. :ausgelegt und..der dann verbleibende Hohlraum im Innern mit dem Pulverangefüllt werden, wobei wieder eine Zwischenschicht. aus Stanniol oder Gummi zwischen ,das Metallpulver und das Papier oder Gewebe gelegt -wird. .Auf diese Weise lassen.sich Hohlgefäße. von unregelmäßiger Gestalt pressen, welche man nach der :üblichen Preßweise mit innerhalb des Freßstückes liegenden-Formteilen nicht herstellen kann, weil dabei ziemlich große Öffnungen nötig sind, mit die- Innenteile- der Form oder_-Kernstücke herauszunehmen. Das Metallpulver hingegen kann leicht durch ziemlich enge öffnungen entfernt werden, und diese öffnungen müssen nur groß genug sein, um den Durchgang des Preßstempels zu ermöglichen, der dann den Druck auf das Pulver überträgt..
- Bei dem Verfahren muß das Pulver oder körnige Material nicht notwendigerweise von der oben angegebenen Beschaffenheit sein. Stählerne Schrotkügelchen sind besonders geeignet, weil sie infolge ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit die notwendige Wärmeübertragung gleichmäßig bewirken und weil ihre runde Gestalt ein ,gegenseitiges Gleiten und dadurch einen einfachen Druckausgleich ermöglicht. Man kann aber auch andere pulvereförmige oder körnige Stoffe benutzen.
- Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens ergibt sich in Fällen, in denen ein Teil eines langen Gegenstandes, z. B. eines Stabes, isoliert werden soll. In diesem Falle kann man eine offene Form benutzen, durch deren offenes Ende der umwickelte Teil eingeführt wird. In dieser Form wird dann lediglich der zu umpressende Teil unter Druck und Hitze behandelt.
- Gewöhnlich ist es notwendig; eine dünne Auflage zu benutzen, die zwischen das zu pressende Material und das zur Druckübertragung dienende Pulver gelegt wird, um das Anhaften oder :sonstige Beschädigungen des Freßteils zu verhindern. Bekannterweise dienen dünne Metallfolien oder -schichten, Stanniol, Aluminiumfolie-usw., auch Günxmischichten .diesem Zweck. Indessen kann man auch andere Stoffe, .selbst nicht schichtförmige, benutzen, z. B. Pulver, schuppenförmiges, Band-oder garnförmiges Material oder auch Gewebe.
Claims (1)
- PATZNT.ANßP9UCIi; Verfahren-- zum Pressen von. Fasernassen, die mit Dunstharz oder mit ähnlichen Bindemitteln, getränkt sind, in. Formen, dadurch gekennzeichnet,. daß der Preßdruck auf. die Masse mit Hilfe eines gut wärmeleitenden :pulverförmigen oder feinkörnigen Mittels, insbesondere von stählernen Schro*ugeln,.-übertragen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB618708X | 1932-05-06 |
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| DE618708C true DE618708C (de) | 1935-09-13 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA69410D Expired DE618708C (de) | 1932-05-06 | 1933-05-07 | Verfahren zum Pressen von Fasermassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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- 1933-05-07 DE DEA69410D patent/DE618708C/de not_active Expired
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