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Liegestuhl zur Ausführung von Darmbädern Gegenstand des Hauptpatentes
6o8 056 ist ein verstellbarer, vorzugsweise gepolsterter Liegestuhl, insbesondere
zur Ausführung von Darmbädern, dessen Sitz ein abklappbarer oder verschiebbarer
Ablauftrichter derart vorgelagert ist, daß die von seiner Einlaßöffnung gebildete
Ebene in der Betriebsstellung stumpfwinkelig zur Sitz- bzw. Liegeebene des Stuhles
liegt. Ein vorzugsweise gepolsterter, allein zur Gesäßauflage dienender besonderer
Rahmen, gegen den erst der Ablauftrichter anstellbär ist, ist mit seinem unteren
Teil an die Vorderkante der Sitz-und zugleich Liegeebene anstehend und stumpfwinkelig
zu dieser anliegend an dem Stuhl befestigt.
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Obwohl bei diesem Aufbau des Liegestuhles der Ausführung von Darmbädern
hinsichtlich richtiger und bequemer Lagerung des Patienten und hinsichtlich der
Behandlung des Patienten während des Darmbades keine Schwierigkeiten entgegenstehen,
ist man doch hinsichtlich des Aufstellungsortes wegen der immerhin möglichen Geruchsbelästigung
in gewissem Sinne beschränkt. Eine Geruchsbelästigung ist zwar bereits sehr weitgehend
dadurch vermieden,. daß der gegen die Sitzebene anstehende Rahmen, gegen den sich
der Ablauftrichter legt, auch gegen die Gesäßpartie des auf dem Stuhl befindlichen
Patienten zur Anstellung kommt. Aber trotzdem: reicht diese Geruchsabdichtung noch
nicht aus, größere Freiheiten. in der Wahl des Aufstellungsortes zuzulassen.
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Zur Beseitigung dieses Mangels macht die Erfindung von einem Abluftgebläse
Gebrauch, wie es bereits ähnlich für gleichzeitig zur Vornahme von inneren Körperwaschungen
geeignete Dampfbadeeinrichtungen vorgeschlagen wurde. In der Nähe der Darmbadeeinrichtung
wird ein Gebläse angeordnet, dessen Saugseite nötigenfalls unter Zwischenschaltung
einer Saugleitung (beispielsweise Schlauch) an den Ablauftrichter oder einen mit
diesem in Verbindung stehenden Raum, wie Ablaufleitung, Sammelgefäß o. dgl., angeschlossen
ist. Die Druckseite des Gebläses wird am besten an eine Abluftleitung angeschlossen,
namentlich dann, wenn das Gebläse im gleichen Raum wie der Liegestuhl steht. Weil
nun aber insbesondere bei empfindlichen Patienten durch den vorn Gebläse hervorgerufenen
Luftzug unter Umständen ein den Patienten beunruhigendes Kältegefühl
entsteht,
das leicht- zu Störungen bei der Durchführung des Darmbades führen kann, wird nach
der Erfindung außer dem Entlüftungsgebläse ein weiteres, vorzugsweise als elektrische
Heißluftdusche ausgebildetes Gebläse vorgesehen, das zum Zuführen von Warmluft in
den Ablauftrichter oder in die Nähe des Patienten dient.
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Eine besonders einfache- Konstruktion ergibt sich, wenn man den zur
Gesäßauflage dienenden Rahmen als an das Warmluft= gebläse angeschlossene Warmluftleitung
ausbildet und mit vorzugsweise an den inneren Schmalseiten des Rahmens angebrachten
Austrittsöffnungen für die Warmluft versieht.
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Die Erfindung soll *an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert werden, das hinsichtlich der eigentlichen Stuhlkonstruktion weitgehend
mit dem Ausführungsbeispiel des' Hauptpatentes übereinstimmt.
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Der zweckmäßig aus Stahlrohren hergestellte Liegestuhl, der gegebenenfalls
auch zusammenklappbar ausgeführt sein kann, besitzt eine gegen; die Sitzebene i
anschließende verstellbare Rückenlehne 2. -An der Vorderkante des Sitzes i ist ein
etwa hufeisenförrniger Rahmen 3 derart befestigt, daß die von seiner Öffnung gebildete
Ebene stumpfwinkelig zur Sitz= bzw. Liegeebene liegt. Die Oberseite des Rahmens
ist zur besseren Geruchsabdichtung mit einem , Gummipolster oder einem anderen elastischen
Überzug versehen. q. ist ein an einem Rahmen mittels Haltebügel drehbar gelagerter
Ablauftrichter, der sieh :in der stark ausgezogen dargestellten Betriebsstellung
gegen den Rahmen 3 legt. Die abgeklgppte-Stellung des Trichters ist. strichliniert
angedeutet. Die Bewegungen des Trichters 4 nach einer oder beiden Richtungen können
durch Anschläge begrenzt sein. Auf die Haltebügel des Trichters wirken Federn oder
andere geeignete Rückzugskräfte ein. So- können beispielsweise die den Ablauftrichter
4 tragenden Bügel selbst federnd ausgebildet sein.
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Ebenso wie die Oberseite kann auch die dem Rand der Einlaßöffnung
des .Trichters zugekehrte Unterseite des Rahmens 3 mit einet" weichen abdichtenden
Umkleidung versehen sein.
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5 - ist eine von um die Achsen. 6 verstellbaren Schwenkarmen Z getragene
Bein- und lußstütze, die von einem axial verstellbaren Stützarm 8 unterfangen ist.
Die Schwenkarme 7 sitzen an Futterhülsen 9, die durch die Querstange "o miteinander
verbunden sind. Die Querstange io dient einmal mit der Mutter i i zum Feststellen
der Futterhülsen 9 an den Stangen 12 und das andere Mal als Unterstützungsträger
des Stütz-' armes 8, der dorrt mit Hilfe der Klemme 13 befestigt ist. Die Klemme
13 ist als lösbare Schraubenklemme ausgebildet. Der Stützarm 8 ist bei 1q, drehbar
an der Bein- und Fußstütze 5 befestigt. -Die Bein- und Fußstütze ist in horizontaler
Richtung auf den Längsstangen 12 verstell- und feststellbar und kann außerdem um
die Drehzapfen 6 durch entsprechende Verstellung des Stützarmes 8 eingestellt und
in die entsprechende Lage eingerichtet werden.
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Unter dem Sitz i des Liegestuhls ist ein kleiner Elektromotor 15 angebracht,
der z u": ei Ventilatoren 16, 17 antreibt. Die Saugseite des Ventilators 16 ist
über den Schlauch 18 an den Ablauftrichter¢ angeschlossen. 1g ist eine mit der Druckseite
des Ventilators @6 verbundene Abluftleitung, beispielsweise ein Gummischlauch; der
ins Freie führt. Damit der von dem Ventilator 16 im Trichter q. er-` zeugte Luftstrom
bei empfindlichen Patienten kein Kältegefühl hervorruft, bläst der Ventilator 17
über die Leitung 2o, in die ein nötigenfalls regelbarer Heizwiderstand eingebaut
ist, Warmluft in die Einlaßöfnung des Trichters 4.: Zu diesem Zweck ist der Rahmen
3 hohl ausgebildet, mit nach der Einlaßöffnung des Trichters 4 gerichteten Öffnungen
versehen und mit der Wärrnluftleitung 2o verbunden.
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Damit die Saugwirkung des Ventilators 16 durch den Ventilator 17 nicht
unwirksam gemacht wird, ist die Förderleistung des Ventilators 17 kleiner, zweckmäßig
etwa halb so groß, zu bemessen, als die Förderleistung des Ventilators 16. Ferner
können zur Regulierung der Luftmengen in die Zu- und Abluftleitungen der beiden
Ventilatoren Reguliervorrichtungen eingebaut werden.
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Schließlich sind an dem Stuhl zwei Seitenstützen 21 angebracht, an
denn eine- elastische Sehne in der Höhenrichtung verstellbar befestigt wird. Diese
Sehne dient als Unterstützungsträger der im Darmausgang eingesetzten Spülröhre.
Die Sehne, die Spülröhre und der dazugehörige Flüssigkeitsbehälter mit Verbindungsleitung
sowie die Polster, beispielsweise Gummikissen für die Lehne, den Sitz und die Bein-
und Fußstützen des Stuhles, sind in der Zeichnung der Einfachheit halber fortgelassen:
Auch kann der Ablauftrichter eine über die Einlauföffnung vorspringende, in der
Betriebsstellung unter den Sitz greifende Verlängerung haben, die eine Aüffang-
und Ablaufschale bildet. -