DE619122C - Verfahren zur Gewaeltigung von Grubenbraenden und Bruehungen - Google Patents

Verfahren zur Gewaeltigung von Grubenbraenden und Bruehungen

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DE619122C
DE619122C DESCH103315D DESC103315D DE619122C DE 619122 C DE619122 C DE 619122C DE SCH103315 D DESCH103315 D DE SCH103315D DE SC103315 D DESC103315 D DE SC103315D DE 619122 C DE619122 C DE 619122C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F5/00Means or methods for preventing, binding, depositing, or removing dust; Preventing explosions or fires

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Fireproofing Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewältigung von Grubenbränden und Brühungen Grubenbrände und Brühungen sind bei fast allen Kohlenbergbauen an der Tagesordnung.
  • Zu ihrer Gewältigung verwendete man bisher vornehmlich Wasser oder eine sog. Trübe, NVasser und Flugasche, oder eine Kalk-Zement-Trübe bzw. bei Brühungen die Aufrichtung eines Aschebettes oder einer Feuermauer, hinter welcher bei zunehmender Temperatur j eweilig mit einer der obengenannten Trüben geschlämmt wird.
  • Bei bereits voll zum Ausbruch gekommenen starken Grubenbränden muß nicht selten ein Teil des Grubengebäudes abgeriegelt und zumeist wochenlang in diesem Zustande belassen werden, bis das Feuer erstickt ist.
  • Bei Tagebauen konnte man bisher durch kein geeignetes Mittel den verschiedenen Feuerherden dauernd beikommen; es wurde daher nur getrachtet, die Feuerherde durch Anwendung von Wasser oder Asche möglichst zu lokalisieren.
  • Daß- diese unzulänglichen Feuerbekämpfungsmethoden große Mühen, Gefahren und enorme Unkosten mit sich bringen, ist jedem Fachmann bekannt, zumal wegen der bleibenden Gefahr eines Wiederausbruches des Feuer eine ständige Wartung notwendig ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß Grubenbrände und 3rühungen in kürzester Zeit gelöscht werden können, wenn man den Feuerherd und seine nächste Umgebung mit Lösungen von Silicaten mit :oder ohne Beimengung nicht gasentwickelnder Mittel entsprechelid be. handelt.
  • Bei direkten Feuerherden wirkt die mit diesem Mittel angewendete Methode binnen kürzester Zeit, indem sich ein glasurartiger Überzug bildet, welcher jedweden Luftzutriu verhindert und das Feuer sofort ersticken läßt.
  • Bei beginnenden Bränden oder Brühungen wird, sobald die Unterlagen noch keine höheren Temperaturen angenommen haben. zunächst der in Brühung befindliche Teil mir einer Silicatschicht überzotigen und sofort mit einer Schicht mehr oder weniger pulverförmigen, unverbrennbaren; keine Gase entwickelnden Materials bestäubt zwecks Bildung einer rauhen Unterlage und hierauf nochmals mit Silicatlösung behandelt. _ Durch dieses Verfahren werden selbst die feinsten Risse und Luftwege der Unterlagen verstopft, verkieselt, so daß selbst auf fettigen oder teerigen Materialien eine luftdichte Abschlußschicht entsteht.
  • Das Verfahren findet seine Verwendung zur Bekämpfung von Bränden und Briihungen im Bergbau.
  • Bekannt ist bereits ein Verfahren zur Verhütung von Kohlenstaubetplosionen in Steinkohlenbergwerken durch Berieselung mit 'Wasser- laslösung, wodurch explosibler Kohlenstaub unschädlich gemacht wird. Ferner ist die Herstellung von Präparaten für Feuer-t> bekannt, die neben anderen feuererstickenden Substanzen auch Wasserglas ent. halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewältigung von Grubenbränden und Brühungen, dadurch gekennzeichnet, daß man den Brandherd oder die Brühung mit einem den Luftzutritt absperrenden, glasurartigen Überzug versieht, der mit wasserlöslichen Silicaten durch Aufspritzen oder Zerstäuben erzeugt wird. z. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den wasserlöslichen Silicaten unverbrennbare, die Abbindung fördernde Mittel zugesetzt werden. 3. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und @ z, dadurch gekennzeichnet, daß der Silicatüberzug sogleich mit pulverförmigen, unverbrennbaren Materialien bestäubt wird und hierauf .ein zweiter Silicatüberzug aufgetragen wird.
DESCH103315D 1933-11-27 1934-02-03 Verfahren zur Gewaeltigung von Grubenbraenden und Bruehungen Expired DE619122C (de)

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