DE619680C - Verfahren zum Fermentieren von Tabak - Google Patents

Verfahren zum Fermentieren von Tabak

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DE619680C
DE619680C DEB160324D DEB0160324D DE619680C DE 619680 C DE619680 C DE 619680C DE B160324 D DEB160324 D DE B160324D DE B0160324 D DEB0160324 D DE B0160324D DE 619680 C DE619680 C DE 619680C
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tobacco
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bale
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TABAKFORSCHUNGSINSTITUT fur D
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TABAKFORSCHUNGSINSTITUT fur D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/20Biochemical treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description

Die Fermentierung von Tabak wird im allgemeinen derart durchgeführt, daß die dachtrockenen oder künstlich getrockneten Tabake zu großen Haufen aufgeschichtet werden, in deren Innerm dann eine lebhafte Selbsterwärmung stattfindet. Die Haufen werden einigemal umgesetzt, um eine zu hohe Temperatursteigerung im Innern des Haufens zu verhindern und eine ausreichende Erwär-
'° mung auch der zuerst außenliegenden Teile durch Umlagerung in das Innere des Haufens zu gewährleisten.
Man hat auch den Tabak während des Fermentationsprozesses mit BeizfLüssigkeiten und
»5 Bakterienkulturen behandelt, indem man beispielsweise das Beizmittel und ebenso die Bakterienlösung als Flüssigkeitsnebel auf die Blätterschichten aufspritzte, die dabei zu einem Ballen aufgebaut wurden. War das aufgeschichtete Material zunächst mit Beize behandelt worden, so wurde es umgeschichtet und in gleicher Art mit Bakterienlösung behandelt. Auch bei diesem Verfahren handelt es sich demnach um die bekannte Fermentation in lose aufgebauten Gebilden.
Nach der Erfindung wird diese gewöhnliche Fermentation durch eine Preßballenfermentation ersetzt, welche im folgenden näher beschrieben wird.
Die dachtrockenen oder aus dem künstlichen Trockenraum kommenden Tabake werden sofort geballt und einer schwachen Pressung unterworfen, um eine entsprechende Dichte der Lagerung der Tabakblätter zu gewährleisten, so daß trotz des im Verhältnis zu dem gewöhnlichen Haufen geringen Umfanges eines Tabakballens doch eine gleichartige Selbsterwärmung auftritt.
Nach der Erfindung wird die Dichte der ■ Lagerung der Tabakblätter also durch den Grad der Pressung bestimmt und nicht, wie bei der früher üblichen Fermentation in haufenartigen Gebilden, durch die Höhe bzw. das Gewicht des Haufens. Man hat bei dem neuen Verfahren die Möglichkeit, die Dichte der Lagerung, die bekanntlich für die sich entwickelnde Temperatur und damit für den Verlauf des Fermentationsvorganges wichtig ist, durch den Grad der Pressung in gewünschtem Maße zu regulieren.
Eine normale Formgebung der Ballen ist beispielsweise 100 cm Länge und 70 cm Breite χ 50 cm Höhe bei einer Volumenverringerung von 50 bis 60 o/o. Als Formgebung für feine Tabake kann man anwenden: 100 cm Länge X 70 cm Breite X 30 cm Höhe; Volumenverringerung 40 bis 50 0/0. Als Formgebung für sehr feine Tabake ist zu empfehlen: 70 cm Länge X 50 cm Breite X 30 cm Höhe; Volumenverringerung etwa 3 ο o/o. Als Formgebung für allerfeinste Tabake kommt z.B. in Betracht: 50 cm Länge X 30 cm Breite X 25 cm Höhe; Volumenverringerung 250/0.
Die Preßballen werden zweckmäßig aufeinandergesetzt und die Temperatur der Ballen in geeigneter Weise kontrolliert. Durch Um* packen der Ballen, derart, daß man die äußeren Ballen nach innen versetzt, und umge-
kehrt, wird für einen Ausgleich der Temperaturen der verschiedenen Ballen gesorgt.
Es kann je nach der Beschaffenheit des Tabakgutes nötig werden, den einzelnen BaI-len selbst umzupacken, um eine gleichmäßige Durchfermentierung des ganzen Ballens zu gewährleisten. Erfindungsgemäß wird dieses Umpacken des einzelnen Ballens durch Zwischenlagen (Sperrzonen) vereinfacht. Man hat ίο bereits früher bei der Entnikotiiiisierung der Tabakblätter mit Säuren getränkte Zwischenlagen zur Verminderung der sich durch die Bakterienwirkung ergebenden Alkalität angewendet. Hierbei handelte es sich jedoch stets um naufenartige Gebilde, bei denen die Luft möglichst ungehinderten Zutritt zu den Blättern hatte, nicht aber um Preßballen, wie sie die Erfindung vorsieht.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen sche-• 20 matisch einige Ausführungsformen der Ballen nach der Erfindung. Abb. 1 zeigt einen Schnitt durch einen Tabakballen mit einer Zwischenlage i, welche den Tabakballen in zwei Zonen 2 und 3 teilt. Mit Hilfe dieser Zwischen-Sperrzone, welche aus irgendwelchem geeignet ten Material besteht, ist es viel einfacher als bisher, die zunächst in den wärmsten, innen-Hegenden Teilen der Zonen 2 und 3 befindlichen Lagen nach kälteren oberen oder unteren Teilen zu verlegen. Man braucht also nicht die einzelnen Tabakbüschel umzupacken, -sondern man kann die ganzen Zonen lagen-' weise umpacken und dadurch auf einfachste Weise die Verlegung der vorher im Balleninnern liegenden Schicht nach außen bewerkstelligen. . Die Sperrzonen können die ganze Breite des Tabakballens einnehmen oder auch wechselbare ' Innenzonen" oder Außenzonen (Rahmen) darstellen.
. Als äußere Umhüllung 4 der Ballen kann man "zweckmäßig wärmeisolierendes Material, wie Wachs- oder Pergamentpapier, verwen-' den; man kann auch die übliche Umhüllung des:. Ballens aus Sackleinwand wählen und eine wärmeisolierende Einlage, beispielsweise eine Torf zone, eine Strohmatte o. dgl., verwenden.
Wenn die Zwischenlagen nur zur Erleichterung des -Umpackens dienen sollen, können sie aus jedem geeigneten Material bestehen, ■welches das Aroma des Tabaks nicht irgendwie beeinträchtigt. Man kann diese Zwischenlagen aber auch noch zur Wärmeregulierung innerhalb des Tabakballens während der Fermentation benutzen. Bekanntlich erhitzt sich der Tabakballen in. der Mitte des Ballens am stärksten. Wenn man den Tabakballen in mehrere Zonen unterteilt, wie beispielsweise in'Abb. 2 dargestellt ist, kann man bei Verw'endung geeigneter Zwischenlagen hierdurch eine weitere Vereinheitlichung der Temperatur 1 innerhalb des. Tabakballens erzielen. Durch Einschaltung von Schichten 5 und 6, beispielsweise aus Zellstoffwatte, Gaze o. dgl., werden schmale Zwischensperrzonen geschaffen, in welchen eine Selbsterwärmung nicht stattfindet. Hierdurch wird einer zu großen Steigerung der Hitze im Innern des Ballens entgegengewirkt.
Man kann die Zwischenlagen mit aromatisehen Stoffen füllen und hierdurch das Fermentationsaroma erhöhen. Beispielsweise hat sich eine Füllung mit Steinkleeheu, mit Tonkabohnen oder mit ähnlichen aromatischen Früchten als förderlich für die Verbesserung des Fermentationsaromas erwiesen.
Die Preßballenfermentation hat im Gegensatz zu der gewöhnlichen Fermentation den Vorteil, daß man die Temperatur genauer und gleichmäßiger regeln kann, so daß das Verbrennen des Tabaks mit Sicherheit vermieden und eine gleichmäßige Durchfermentierung erreicht wird. Femer macht die Überwachung der Preßballenfermentation weniger Arbeit, da sowohl das Umsetzen der verschiedenen Ballen als auch das Umpacken der einzelnen. Schichten einfacher als das genaue Umlegen eines Haufens ist. Ein weiterer Vorteil der Preßballenfermentation besteht darin, daß man mittels dieses Verfahrens auch verhältnismäßig kleine Tabakmengen gleichmäßig durchfermentieren kann, während zur Durchführung der Fermentation der in Haufen liegenden Blätter stets größere Tabakmengen vorhanden sein müssen.
Die Temperaturkontrolle kann in üblicher Weise durch Einführen von Thermometern in die Ballen geschehen. Man hält zweckmäßigerweise bei Zigarrengut eine Temperatur von bis zu 6o°, bei Schneidegut eine Temperatur bis zu 45° und bei Zigarettengut eine Fermentationstemperatur von bis zu 400 C ein.
Will man die Ballen nur zwecks leichterer Handhabung in einzelne Zonen unterteilen, ohne eine Wärmedämpfung oder eine Verbesserung des Aromas zu erzielen, so genügen dünne Zwischenlagen, beispielsweise aus Pappe.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Fermentieren von Tabak, dadurch gekennzeichnet, daß die Fermentierung in Preßballen durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballen durch Zwischenlagen in mehrere Zonen unterteilt werden. ' iao
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischen-
lagen aus wärmeisolierenden Stoffen, z. B. Zellstoffwatte, Gaze oder ähnlichen Stoffen, bestehen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit aromatischen Stoffen gefüllte Zwischenlagen verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch Umhüllung der Ballen mit wärmeisplierendem Material.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEB160324D 1933-03-30 1933-03-30 Verfahren zum Fermentieren von Tabak Expired DE619680C (de)

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