DE619785C - Maschine zum Pruefen von Schmiermitteln - Google Patents

Maschine zum Pruefen von Schmiermitteln

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DE619785C
DE619785C DET42241D DET0042241D DE619785C DE 619785 C DE619785 C DE 619785C DE T42241 D DET42241 D DE T42241D DE T0042241 D DET0042241 D DE T0042241D DE 619785 C DE619785 C DE 619785C
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Description

Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Prüfen der Schmierfähigkeit und der Schutzwirkung verschiedener Schmiermittel sowie der Reibungsziffer zwischen verschiedenen Werkstoffen, bei welcher gegen einen auswechselbaren, auf einer umlaufenden Welle angeordneten Ring Prüfklötze mittels eines Lasthebels angepreßt werden. Aus einer vergleichenden Beobachtung der Belastung bzw. der Ausschläge, bei denen z, B. ein Anfressen an den geschmierten Berührungsstellen zwischen Prüfring und -klotz eintritt, werden Rückschlüsse auf die Güte des Schmiermittels gezogen.
Es sind zahlreiche Maschinen zur Prüfung der Schmierfähigkeit von Schmiermitteln und der mehr oder weniger großen Abnutzungsfestigkeit von reibend gegeneinander arbeitenden Teilen bekannt. Teilweise sind diese
ao Vorrichtungen zwar einfach in der baulichen Gestaltung; sie sind aber dann nicht geeignet, genaue Feststellungen zu treffen. Das gilt beispielsweise für solche Einrichtungen, bei denen ein Prüfklotz mittels eines einfach um
»5 einen Festpunkt schwenkbaren Hebels gegen einen umlaufenden Ring durch ein einstellbares Gewicht angedrückt wird. Andererseits sind zahlreiche Prüfmaschinen bekannt, mit denen ein genaues Arbeiten möglich ist; diese Maschinen aber sind in Wahrheit Laboratoriumseinrichtungen, zu deren Bedienung wissenschaftlich geschultes Personal erforderlich ist.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Prüfmaschine zu schaffen, die die Ermittlung von Abnutzung, Widerstandsfähigkeit und Schmierfähigkeit von Schmiermitteln mit so einfachen Einrichtungen möglich macht, daß jeder Benutzer von-Maschinen und von Schmiermitteln imstände ist, die Untersuchungen mit ausreichender Genauigkeit vorzunehmen.
Zu diesem Zwecke wird: ein besonderes Lasthebelsystem für die Belastung des Prüfklotzes benutzt, und zwar wird gemäß der Erfindung ein doppelarmiger Lasthebel, der an einem Ende den Prüfklotz und am anderen eine Lastschale trägt, von der Schneide eines zweiten Schwenkhebels abgestützt, der selbst auf einer senkrecht unter der ersten Schneide liegenden Schneide am Gestell gelagert ist und der durch Gewichtsbelastung in eine waagerechte Lage gebracht werden kann. Dadurch, daß die Lagerschneiden für den Lasthjebel und den zweiten als Reibungshebel zu bezeichnenden Hebel in der gleichen senkrechten Ebene liegen, kann erreicht werden, daß das Auflegen von Gewichten auf den.
langen Arm des Lasthebels zur Erhöhung des Prüfdruckes:das Gleichgewicht des Reibungshebels nicht -verändert. Die Reibung zwischen den Prüfkörpern läßt sich dann einfach dadurch messen, daß man den langen Arm des Reibungshebels so stark belastet, daß er in die waagerechte Lage gelangt. ■
Weiter betrifft die Erfindung Einrichtungen zur Abstützung des Reibungshebels gegen das ib Gestell sowie zur Abstützung des Prüfklotzes J gegen den Lasthebel. \ ■ .' . ■ Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise eine Einrichtung gemäß der Erfindung, und zwar ist
iS Fig. ι eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Prüfmaschine, und zwar im Schnitt nach Linie i-i in Fig. 2,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt nach Linie 2-2 in Fig. i, ■
Fig. 3 eine Stirnansicht einer abgeänderten Form der Prüfmaschine, . ' .
Fig. 4 eine teilweise im Schnitt gehaltene ? Seitenansicht der Maschine nach Fig. 3,
Fig.·S eine im-größeren Maßstab gehaltene Teilansicht des Mittelteiles der Fig. 3, die die Teile zur Unterstützung des Prüfklotzes in Berührung mit dem Prüfring veranschaulicht, Fig.*6 ein senkrechter Schnitt nach Linie 6-6 in Fig. 5. .
Bei der Anordnung gemäß Fig. ι und 2 sind auf einer Grundplatte 2 Pfosten oder Ständer 1 angeordnet, die an den oberen . Enden Lagers für eine drehbare Welle4 tragen! Das eine Lager stützt das Ende der Welle ab, die über das andere' Lager heraus- . ragt und in einem gewissen Abstand, davon eine Riemenscheibe 5 trägt, um die ein von einer nicht dargestellten Kraftquelle getriebener Riemen 6 geschlungen ist. Das das Wellenende abstützende Lager besitzt einen Kegel 7 auf einem abgesetzten Zapfen 8, der sich mit dem stärkeren Ende gegen die Schultet 9 setzt. Zwischen dem Kegel 7 und :dem Laufkranz 10, der in einer 45. Bohrung 11 des Ständers befestigt ist,, die von einem Lagergehäuse 12 umschlossen wird, befindet sich ein Satz von Kegelrollen 13, die in einem Käfig 14 gelagert sind. Das Gehäuse wird abgeschlossen durch einen . Deckel 1 ^, der durch Bolzen 16 unter Zwischenfügung von Zwischenscheiben. 17 am· Gehäuse befestigt ist. Eine Ringrippe 18 der Deckelplatte hält den Laufkranz Io in seiner Lage, und die Verwendung von Zwischenscheiben verschiedener Dicke kann' eine genaue Einstellung des Lagers ermöglichen.. In einem Flansch ig innerhalb des Gehausefteiles 12. ist . eine Ringausspaf ung 20 vorhanden, in der eine öldichtung 21 angebracht ist. . Das· Lager auf dem anderen Ständer 1 zeigt '.eine genau entsprechende -Anordnung,-nur mit dem Unterschied, daß an der Außenwandung des Ständers durch Bolzen 25 ein abdeckender Ring 22 befestigt ist, der in einer Aussparung eine Abdichtung 23 trägt und mit einem Vorsprung 24 sich gegen das äußere Stirnende des Ringes 10 legt. Das obere Ende des Ständers 1 mit dem Gehäuse 12 ist waagerecht in Höhe der Wellenachse aufgeschnitten, so daß ein Deckelteil entsteht, der nach Lösen von Bolzen26 entfernt werden kann, wonach die Welle 4 leicht, herausgenommen werden kann.
Auf einem kegeligen Teil 27 der Welle zwischen den Ständern 1 sitzt ein Pxüfring 28, dessen dickeres Ende sich gegen einen zweiten Ring 29 stützt, der auf die Welle aufgeschraubt ist, so daß der Prüf ring auf der Welle festgespannt wird und damit umläuft. Da die Welle leicht aus den Lagern herausnehmbar ist, so ist offenbar ein Prüfring während einer Versuchsreihe leicht zu entfernen und durch einen anderen zu ersetzen. Zwischen den beiden Ständern unterhalb · des Prüfringes liegt ein einfacher Hebel 30, im folgenden als Prüfhebel bezeichnet, dessen Arme in einem bekannten Verhältnis zueinanderstehen. Der Prüfhebel ist drehbar auf einer Schneide 31 gelagert, die gerade innerhalb der Stirnkante der Ständer liegt und an der Oberseite eines Vorsprunges 32 gebildet ist, der von einem zweiten einfachen Hebel 33 vorspringt, der im folgenden Reibungsoder Wäaghebel genannt sei. Der Reibungshebel ist drehbar gelagert auf einem Klotz 34 mit einer Schneide 3 5, die genau unter der Schneide 31 liegt, welche den Prüfhebel stützt. Die Arme sind von solcher Länge und von solchem Gewicht, daß der Hebel normal in waagerechter Lage im Gleichgewicht ist. Zur Erzielung einer Universalwirkung ist der Klotz zur Abstützung des Reibungshebels an der Unterseite mit einer nach unten gerichteten Schneide 36 versehen, die parallel zu der Längsrichtung der Hebel verläuft und in einer flachen Nut 37 eines kleinen Stützklotzes 38 ruht, der auf dem Sockel 2 durch Kopfschrauben 39 befestigt ist. In einer Aussparung 40 an der Oberseite des Prüfhebels liegt ein Prüfklotz 41 so, daß er im wesentliehen in Linienberührung mit dem .Prüfring stellt. Der Klotz iiat vorzugsweise rechteckige Gestalt, kann aber auch nach Wunsch andere Form aufweisen. Der Prüfklotz wird in- seiner Lage durch einen Keil 42 in der Aussparung 40 gehalten, der neben dem Prüf 5 klotz eingesetzt wird. Der Prüfklotz kann durch Herausschlagen des Keiles leicht entfernt werden; selbstyerständlich hängt die Gestalt des Keiles vofPder Gestalt des verwendeten Prüfklotzes ab. - -
Nahe dem Ende der längeren Arme der
beiden Hebel sind nutartige Aussparungen 43 angebracht, in die sich hakenförmige Halter von nicht dargestellten Gewichtsschalen einlegen. Vorzugsweise ist der Reibungs- oder Waaghebel mit einem Zeiger 44 versehen, der auf einer Skala 45 spielt, um genau die waagerechte Stellung des Hebels erkennbar zu machen. Statt Zeiger und Skala können naturgemäß geeignete und bekannte Anzeigevorrichtungen, z. B. geeignete elektrische und optische Anzeigeeinrichtungen, Verwendung finden.
Dadurch, daß man bekannte und errechnete Gewichte auf das Ende des Prüf hebeis auflegt, kann ein beliebig gewünschter Druck auf den Prüfring ausgeübt werden, und durch das verwendete Hebelsystem kann die Reibung des Prüfringes, der relativ zum Prüfklotz umläuft, bestrebt sein, den Prüf klotz seitlich zu bewegen und dadurch eine Kraft auf die nachsoben ragende Schneide auszuüben; das resultierende Kraftmoment wird den Reibungshebel zu- schwenken suchen. Durch Auflegen von Gewichten auf das Wägeende des Reibungshebels wird dieser wieder in die waagerechte Lage zurückgeführt, und das Gewicht, das erforderlich ist, um den Hebel wieder in die Normalstellung zurückzuführen, ist zugleich das Gewicht, das erforderlich ist, um dem Reibungsmoment das Gleichgewicht zu halten.
Damit die Hebel nicht während der Prüfung unerwünschte Bewegungen ausführen, ist eine am Sockel 2 angebrachte Einstellschraube mit einem Anschlag 46 vorgesehen, der dem Lastende des Reibungshebels gegenüberliegt und ein Mittel bietet, um den Hebel in der normalen waagerechten Lage zu halten sowie gegen Schwingungen zu sichern, wenn die Reibungsmomente nicht durch Wiegung festgestellt werden sollen.
Über dem Prüfring und in Berührung damit befindet sieh ein Prüflager 47 mit ζ wei benachbarten Kegeln 48, deren schwächere Enden nach der Lagermitte zu gekehrt sind und die durch einen Abstandsring 49 getrennt gehalten werden. Die Kegel sitzen auf einer Welle 50, und zwar legt sich das dickere Ende des einen Kegels gegen einen Bundring 51 auf der Welle, das des anderen gegen einen auf der Welle verschraubbaren Ring 52, wodurch die beiden Kegel in ihrer Lage gehalten werden. Zu den Kegeln 48 gehören Laufkränze S3, die durch einen Ring 54 im Abstand gehalten werden, sowie Rollenkränze 55 in Käfigen 56. Die Welle 50 ragt zu beiden Seiten um ein Stück über die Stirnflächen der Lager hinaus und greift mit ihren- abgeflachten Enden in Schlitze 57 in zwei Waagbalken 58, die sich mit ihrer Oberseite gegen eine Schneide 59 an Tragwinkeln 60 legen, welche auf den Ständern 1 befestigt sind. Das * Gewicht der beiden-Waagbalken 58 und der Schlitzeingriff der Welle hält die Lager über dem Prüfring und in Anlage damit; an den Enden der Hebel 58 sind Kerben 61 vorge- ._ sehen, so daß Gewichte zur Belastung des Lagers aufgebracht werden können.
Über dem oberen' Ende des Prüflagers zwischen den beiden Waagbalken ist ein öleinlaßrohr 62" mit Ventil vorgesehen. Das Ende des Rohrs führt in einem Bögen bis in die Nähe der Berührungsstelle zwischen dem Klotz 41 und dem Ring 28. Eine Abzweigung 63 liegt unmittelbar über' dem Prüf lager und gestattet, es zu schmieren. Die Ständer 1 und die Welle 4 sind in einem abnehmbaren Gehäuse 64 untergebracht; dieses besitzt eine Öffnung 65 für das öleinlaßrohr, eine rechteckige öffnung 66 für die Hebel und eine Öffnung 67 für das rollentragende Ende der Welle 4. Durch die Grundplatte 2 führt eine Bohrung 68 als ölauslaß für das abtropfende öl. Das öl kann für Untersuchungszwecke zurückgehalten oder durch das Zuftihrungsrohr 62 von neuem zugeführt werden.
Die andere Ausführungsform der ölprüfmaschine nach Fig. 3 bis 6 besitzt einen aus einem Stück bestehenden Fuß 69 mit Sockelteil 70 für im wesentlichen flache, parallele Vorder- und Rückwände 71 und schräge Seitenwände 72. Oben auf dem Fuß 69 ist ein ölbehälter 73 angebracht. Ein Teil 74 des Fußsockels springt über die Vorderwand vor und besitzt eine rechteckige, als ölauffangschale dienende Aussparung 75. Im Fuß 69 ist eine waagerecht angeordnete Kammer 76 angebracht, in der die Prüf welle 4s gelagert ist, deren eines Ende über dem ölbehälter liegt. Wälzlager yy sind zwischen Welle 4° und Wandungen der Kammer 76 in der Nähe der Vorder- und Hinterwandung des Fußes angebracht. Jedes Lager 1J1J besteht aus einem Kegel 78 auf einem abgesetzten Teil 79 der Welle. Das stärkere Kegelende setzt sich gegen eine Schulter 80 der Welle. Zu dem Kegel 78 gehört ein Laufkranz 81, der in der Gehäuseöffnung liegt, und ein Satz von Kegelrollen 82 in einem Käfig 83. Der Durchmesser der Welle ist nach beiden Enden zu weiter tio abgesetzt, und auf diesen schwächeren Wellenteilen sitzen Abschlußringe 84 mit Ringflanschen 85, die sich gegen die stärkeren Enden der Laufkränze legen. Die Ringe sind am Fuß durch Bolzen 86 befestigt. Zwischen dem Innenumfang der Abschlußringe· und der Welle sind Dichtungen 87 angebracht.
Die Welle 4a ist nahe dem Vorderende bei 88 kegelig gestaltet zur Aufnahme des Prüfringes 28°. Ein auf die Welle aufgeschraubter Ring 89 liegt zwischen dem Lager 79 und dem kegeligen Wellenteil. Nach dem äußeren
61Ö7S5
Ende ist die Welle weiter abgesetzt, und auf diesen Teil ist ein Ring 29" aufgeschraubt, dee sich gegen das stärkere Ende des Prüfringes legt und ihn auf der Welle festspannt. In das Wellenende ist gemäß Fig. 6 ein Loch 90 kreisförmigen Querschnittes eingebohrt, und zwar so> daß es nahe dem Wellenende etwas abgesetzt ist, so daß eine Anschlagfläche 91 entsteht. Ein Stift 92 mit verstärktem Kopf 93 paßt in das Loch 90. Ein mit Gewinde versehenes Ende 94 an diesem Stift-greift in Muttergewinde einer Bohrung 95, die sich an das Loch 90 anschließt. Der • Durchmesser des Stiftes 92 ist nähe seiner Längsmitte verringert, so daß eine Anschlagfläche 96 entsteht, die sich - gegen die Fläche 91 der Bohrung 90 stützt. Auf dem Stift ist drehbar zwischen dem Kopf 93 und der Stirnfläche der Welle ein Ring 97 mit zwei gegen- - 20 überliegenden Flach- und Parallelseiten, 98 angeordnet. Weiter besitzt der Ring eine radiale, zur Schmiermittelleitung dienende Bohrung 99.
Vom Boden der Ölauffangschale 75 geht ein kleiner Fuß 100 mit einem eine Schneide tor bildenden Vorsprung aus, und zwar in der Nähe der-Vorderwand des Ständers. Ein ' kleiner Klotz 102 ist auf der Schneide gelagert, uridein Waaghebel 33° ist mit einem Quervorsprung an der Unterseite versehen, der eine Schneide 103 bildet,, die in einer Quernut ah der Oberseite des Klotzes 102 ruht und den Hebel-abstützt. An der Oberseite des Hebels 33° ragt ein Vorsprung empor, der eine Schneide 104 bildet, die parallel zur Schneide 103 verläuft und unmittelbar darüber liegt. Auf dieser Schneide 104 ruht der Prüfhebel 30° mit einer 'entsprechenden Quernut. :
Prüfhebel 30" und Gewichtshebel 33° arbeiten genau so wie die Hebel 30 und 33 der ersten Ausführungsform. Beide Hebel sind mit Kerben versehen, in die sich die haken-'förmigen Enden von Gewichtsauflagescheiben einhängen .lassen, genau so, wie es bei der ersten 'Ausführungsform geschildert ist (s. Fig. 3). Ein Anschlag 46°" dient zur Regelung der Stellung der Gewichtshebel. Bei dieser Ausführüngsform der Erfindung trägt aber der Prüf Hebel 30°, statt den Prüf klotzzu stützen, einen Hilfsstützklotz 105, der mittels einer Schneide 107 in eine entsprechende Pfanne eingreift und den Prüfklotz 41α so abstützt, daß er mit dem Prüf ring in Berührung gelangt. Der Prüfhebel 30a hat an der Oberseite eine Aussparung 106 nahe dem Ende des kürzeren Armes zur Aufnahme des Hilfsstützklotzes 105, und die Schneide 107 greift in eine Pfanne an der Oberseite des Hebelendes ein; die Schneide 107 verläuft parallel zur Drehachse der Welle 40. Der Stützklotz 105 besitzt an der Oberseite eine Aussparung 108 für den Prüf klotz 41°, der darin durch einen Keil o. dgl. in der gleichen Weise festgehalten wird wie der Prüfklotz 41 am Hebel 30 bei der ersten Ausführungsform.
An der Vorderfläche des Hilfsstützklotzes 105 befindet sich ein plattenförmiges, aufwärts ragendes und oben U-förmig gestaltetes Glied 109 mit Schenkeln no, die zu beiden Seiten der Welle 4° liegen und sich gegen Flachseiten des Ringes 97 legen, der lose auf der Welle 4" sitzt, so daß er sich nicht gegen den Stützteil drehen kann. Dadurch, daß man den Prüfklotz in dieser Weise abstützt, kann er sich offenbar seitlich gegen den Prüfring bewegen, so daß er über die ganze Kontaktlinie in Berührung damit bleibt, sich dabei aber radial gegen den Prüf ring bewegen kann, wenn sich der Prüfhetel während einer Prüfung ein wenig in der Längsrichtung verschiebt.
Vom ölbehälter geht ein waagerecht liegendes Rohr in mit Kniestück 112 aus; von diesem geht ein senkrecht verlaufendes Rohr
113 ab, das öl zu den zu prüfenden Teilen führt. Das Kniestück kann mit einem Hahn
114 zur Regelung des ölfLusses ausgestattet sein. Im Fuß des Gehäuses ist eine ölpumpe
115 mit Einlaßrohr 116 angeordnet, das vom Boden der ölauffangschale ausgeht, und mit einem Druckrohr 117, das zum oberen Ölbehälter führt. Somit kann die Pumpe öl aus der Auffangschale in den oberen Behälter zurückpumpen.
Das andere, nicht den Prüfring tragende Ende der Welle trägt eine Riemenscheibe 118, über die ein Riemen 119 läuft und den Antrieb einer nicht dargestellten Kraftquelle überträgt. Zwischen der Riemenscheibe 118 und dem benachbarten Wälzlager für die Welle befindet sich eine Schnurrolle 120 zum Antrieb einer auf der Pumpenweile 123 sitzenden Schnurrolle 122 mittels der Schnur 121.
Die Abstreiffähigkeit der verschiedenen Arten von Schmiermitteln kann nur durch die Prüfmaschine gemäß Fig. 1 und 2 geprüft werden. Das zu prüfende Schmiermittel wird durch die obere Abzweigung des Einlaßrohres ■> zugeführt, um das Prüflager, das mit dem oberen Teil des Prüfringes in Berührung ist, sehr gut zu schmieren. Die Welle wird dann für eine bestimmte Zeit in Umlauf gesetzt, und die Abnutzung der Lager, die durch Wägen und Messen bestimmt wird, bildet , eine Anzeige für die Abstreiffähigkeit des verwendeten Schmiermittels.
Beide Maschinen sind geeignet, die Gleitfähigkeit (bzw. Verminderung des Reibungs- · Widerstandes) des Schmiermittels zu prüfen,
und zur Feststellung der Güte des Mittels in dieser Richtung wird wie folgt verfahren:
Das zu prüfende Schmiermittel wird in den frei stehenden Teil zwischen Prüfklotz und Prüfring gebracht, und es wird eine bekannte Last auf das Ende des Prüfhebels aufgelegt, um den verlangten Druck am Prüfklotz zu erhalten. Dann wird die Welle in Umlauf gesetzt, und die Reibung des Prüfringes gegenüber dem Klotz erzeugt ein Moment, das bestrebt ist, das Ende des Reibungshebels anzuheben. Am Ende der Prüfzeit werden Gewichte auf das Ende des Reibungshebels aufgelegt, bis dieser gerade die waagerechte Stellung verläßt. Dieser Wert zusammen mit der Tiefe, um die der Prüfring sich in den Prüfklotz eingearbeitet hat (vorzugsweise mit einem empfindlichen Mikrometer gemessen), oder das Gewicht des Prüfklotzes vor und nach der Prüfung werden in Tabellenform aufgezeichnet.
Dadurch, daß- man den Prüfklotz als Vielflächner oder rund ausführt, kana man mit einem und demselben Klotz viele Versuche anstellen. ■ Wird die Reibungslast größer bei fortschreitendem Prüfvorgang, so ist das eine bestimmte Anzeige dafür, daß ein Schaben oder Anfressen eintritt. Die Rauheit des Prüfklotzes läßt sich entweder mit-dem unbewaffneten Auge, mit einem Mikroskop oder auch durch besondere, nicht Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtungen feststellen, die die Rauheit von Oberflächen zu prüfen gestatten. · .
Durch Verwendung eines einzigen Schmiermittels und verschiedener Arten von -Werkstoff für die Prüfklötze kann man bestimmte Werte erzielen, die Aufschlüsse über das Verhalten des betreffenden Materials geben.
Es lassen sich auch die Lasten, die auf das Ende des Prüfhebels aufgelegt werden, verändern, so daß man genau den Druck erzeugen kann, dem das Schmiermittel oder der zu prüfende Werkstoff in der Praxis ausgesetzt ist. Weiter kann man auch in sehr einfacher und bequemer Weise prüfen, welchen Schutz die verschiedenen Arten von Schmiermitteln gegen Anfressen geben, weil das Prüfstück bei einsetzender Rauheit oder Anfressen rasche Schwingungen des Prüfhebels herbeiführen wird, deren Größe und Unregelmäßigkeit genau angibt, in welchem Maße die Oberfläche des Prüfklotzes aufgerauht worden ist.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Prüfen der Schmierfähigkeit und der Schutzwirkung verschiedener Schmiermittel sowie der Reibungsziffer zwischen verschiedenen Werkstoffen, bei welcher gegen einen auswechselbaren, auf einer umlaufenden Welle angeordneten Ring Prüfklötze mittels eines Lasthebels angepreßt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der doppelarmige Lasthebel (30, 30°), der an einem Ende den Prüfklotz, an dem. anderen eine Lastschale trägt, auf einer Schneide (31, 104) eines zweiten Schwenkhebels (33, 33°) auf ruht, der auf einer senkrecht unter der ersten Schneide liegenden Sehneide (34, 103) am Gestell abgestützt ist und der durch Belastungsgewichte in eine waagerechte Lage gebracht werden kann.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den zweiten Hebel (33, 33s) abstützende Schneide mittels einer quer dazu angeordneten zweiten Schneide gegen die Grundplatte abger stützt ist.-
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Anschläge (46, 46°), die zur Wirkung kommen, wenn der zweite Hebel die waagerechte Lage erreicht hat.
4. Maschine nach Anspruch r oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfklotz auf dem ersten Hebel durch einen Halter abgestützt ist, der ihm gestattet, sich entsprechend der Außenfläche des Prüf ringes so einzustellen, daß eine gleichmäßige Anlage der zusammenwirkenden Flächen gesichert ist.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (105) für
- den Prüfklotz (41°)' durch ein daran befestigtes U- oder gabelförmiges Glied (109, no) geführt wird,, das zwei Abflachungen (98) an einem auf der Welle (4a) drehbaren Ring (97) umgreift.
Hierzu χ Blatt Zeichnungen
DET42241D 1932-03-12 1933-03-10 Maschine zum Pruefen von Schmiermitteln Expired DE619785C (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160217B (de) * 1954-12-24 1963-12-27 Christoph Willi Gehring Anwendung einer Maschine zur Pruefung von Schleif- und Honsteinen zur Pruefung von Schmier- und Kuehlmitteln

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FR750844A (fr) 1933-08-19
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