Adressendruckmaschine mit einer Auswählvorrichtung Die Erfindung bezieht
sich auf Adressendruckmaschinen mit selbsttätig im Abstand voneinander zugeführten
Druckplatten und mit einer Auswählvorrichtung, bei der die Lage der durch die Druckplattenmerkmale
eingestellten Abtastfinger mit den Merkmalen einer Musterkarte verglichen wird und
bei der entsprechend dem Ergebnis dieses Vergleiches ein von der Abfühlvorrichtung
eingestelltes Steuerglied das Abdrucken oder Überspringen der abgefühlten Druckplatte
bestimmt. Bei diesen bekannten Vorrichtungen ist es wichtig, daß die Druckplatte
während des ganzen Abfühlvorganges in völliger Ruhe verharrt, und zwar an einer
in bezug auf die Abtastorgane ganz genau festgelegten, für alle Druckplatten gleichen
Stelle des Druckplattenweges. Dies ist besonders für schnelllaufende, kraftangetriebene
Adressendruckmaschinen von Wichtigkeit, bei denen für den Abfühlvorgang nur kurze
Zeit zur Verfügung steht, und bei denen doch die zuweilen recht kleinen Druckplattenmerkmale
mit äußerster Genauigkeit abgefühlt werden müssen. Zum Festhalten der Druckplatten
zwischen ihren einzelnen Förderschritten dienen meist Klinken oder Anschläge, die
ein Verschieben der Druckplatte während des Abfühlvorganges verhindern sollen.
Die Druckplatten werden längs eines Förderweges in Druckstellung gebracht,
der in den Rahmenteilen 131 und 132 verläuft. Diese Rahmenteile sind etwa in der
Mitte der Maschine angeordnet. Die Vorrichtung -zum Fördern der Druckplatten D in
die unterhalb des nicht gezeigten Druckknopfes gelegene Abdruckstellung besteht
aus Förderstangen 136, die hin und her sowie auf und nieder beweglich sind und dabei
die Druckplatten schrittweise vorwärts tragen. Um die Druckplatten während der rückläufigen
Bewegungen der Förderstangen in ihrer Stellung festzuhalten, sind Sperrstangen 137
angebracht, die senkrecht auf und nieder beweglich sind. In bestimmten Abständen
sind in der Oberkante der Förderstangen 136 Ausschnitte 144 angebracht, und ähnliche
Ausschnitte 145 befinden sich auch in den Oberkanten der Sperrstangen 137. Von diesen
Ausschnitten werden die Druckplatten D umfaßt, wobei die Förderstangen den Druckplatten
ihre schrittweise Bewegung erteilen. Die Abdrucke werden während der Ruheperioden
zwischen den einzelnen Schrittbewegungen ausgeführt, und ebenso wird das Auswählen
mittels der Auswahlvorrichtung während entsprechender Ruhepausen vorgenommen: Solche
Auswahlvorrichtungen und ihre Wirkungsweisen sind an sich bekannt. Wesentlich für
die Erfindung ist die Lagerung der Auswahlvorrichtung an dem auf und nieder gehenden
Sperrorgan für die Druckplatten beispielsweise an den oben erwähnten Sperrstangen.
Die sich beim beschriebenen Ausführungsbeispiel daraus ergebende Anordnung ist folgende:
Die Maschine enthält einen von einem Bügel ii getragenen Block io sowie Backen 12,
die auf den Sperrstangen 137 mittels Schrauben 13 o. dgl. befestigt sind. Die Abfühlfinger
14 sind schwenkbar auf Stiften 18, i9 angebracht, die als'Querverbindungen zwischen
den Sperrstangen den Block in seiner ganzen Breite durchsetzen. Um den Abfühlfingern
eine sichere Führung innerhalb ihrer einzelnen Bewegungsebenen zu geben, ist der
Block io, wie in Fig. 2 mit gestrichelter Linie angedeutet ist, nach oben und in
Richtung auf@die Fingerenden zu etwas ausladend gestaltet, und die Finger spielen
innerhalb dieses ausladenden Teils in Führungsschlitzen des Blockes. Die Abfühlfinger
weisen in der Nähe der Teile, die die eigentliche Abfühlurig vornehmen (15), Einkerbungen
16 auf und außerdem in den nach vorn gerichteten Teilen der Finger Schlitze 17.
In diese Einkerbungen und Schlitze greifen die Stifte i8 und i9, und zwar der Stift
18 in die Einkerbungen 16 und der Stift i9 in die Schlitze 17. In dem Block io sind
Blattfedern 2o gelagert, die die Abfühlfinger 14 von der Unterseite aus nach oben
drücken. Die in den weiter oben genannten Führungsschlitzen ausgerichtet gehaltenen
Finger sind dabei um den Stift i9 schwenkbar, und ihre Verschwendung wird durch
den Stift 18 begrenzt. An den Fingern 14 sitzen Fortsätze 2i, die sich nach hinten
über die Hinterkante des Blockes io hinaus erstrecken, also aus den Führungsschlitzen
herausragen. Die Abfühlteile 15 der Finger 14 sind in der Querrichtung der Maschine
zu den Reiteraussparungen der in der Auswahlstellung befindlichen Druckplatte ausgerichtet
(Fig.2). Wenn eine Druckplatte in die Auswahlstellung gelangt, so befinden sich
die vertikal verschiebbaren Sperrstangen 137 in ihrer unteren Lage. Sobald jedoch
die Druckplatte in der Auwählstellung angekommen ist, so gehen die Sperrstangen
nach oben, und die Abfühlteile der Finger greifen in die Aussparungen der Druckplattenreiter.
Wenn sich die Abfühlfinger nach oben bewegen, so werden diejenigen Fingerabschnitte,
die gegen die Reiterfläche stoßen, gegen weitere Bewegung gesperrt, so daß die betreffenden
Finger um den Stift i9 geschwenkt werden. Die Abfühlfinger dagegen, die infolge
Fehlens eines Reiters oder infolge eines an dem Reiter angebrachten Ausschnittes
nicht anstoßen, werden nicht geschwenkt. Wenn die abgefühlte Druckplatte gar keine
Reiter trägt, so gehen alle Abfühlfinger hinter der Druckplatte hoch, ohne um den
Stift i9 geschwenkt zu werden. Um ein Ausweichen der Druckplatten zu verhindern,
wenn diese von den Fingern angestoßen werden, ist eine Leiste 22 zwischen den Oberkanten
der Rahmenteile 131 und 132 oberhalb der Stelle, an der die Abfühlfinger 14 tätig
sind, gespannt. An dieser Leiste befindet sich ein nach unten ragender Teil, in
dessen unterer Fläche eine Reihe von Schlitzen angebracht ist, die mit den Abfühlfingern
ausgerichtet liegen. Die Finger bewegen sich in die Schlitze hinein, wenn die in
der Auswahlstellung befindliche Druckplatte keine Reiter trägt, an die die Finger
stoßen können, oder wenn die Reiter an den betreffenden Stellen Ausschnitte aufweisen.