DE621299C - Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Roehre als Synchronoskop - Google Patents

Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Roehre als Synchronoskop

Info

Publication number
DE621299C
DE621299C DEA68400D DEA0068400D DE621299C DE 621299 C DE621299 C DE 621299C DE A68400 D DEA68400 D DE A68400D DE A0068400 D DEA0068400 D DE A0068400D DE 621299 C DE621299 C DE 621299C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
synchronoscope
tube
pair
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA68400D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Ernst Brueche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA68400D priority Critical patent/DE621299C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE621299C publication Critical patent/DE621299C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R23/00—Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra
    • G01R23/02—Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Röhre als Synchronoskop Wie sich aus theoretischen Überlegungen der geometrischen Elektronenoptik ergibt und durch praktische Versuche bestätigt wird, ist die Brennweite f eines elektrisch-,elektronenoptischen Systems, z. B. :einer elektronenoptischen Linse, gegebener Elektrodenform nur abhängig von dem Verhältnis EL , wo EL die Linsenspannung und E'o die die Elektronen beschleunigende Spannung darstellt. Daraus folgt, daß, wenn ein. solches @elektronenoptisches System mit phasengleichen Wechselspannungen betrieben wird, sich ,eine scharfe jelektronernoptische Abbildung ergeben muß, die sich .äußerlich nicht von einer mit Gleichspannungen verhaltenen Abbildung unterscheidet.
  • Daß tatsächlich kein Unterschied auftritt, erklärt sich daraus, daß bei Phasengleichheit der Wechselspannungen zu jedem Zeitpunkt das Verhältnis EL den gleichen Wert 0 behält, also die Brennweite den diesem Verhältnis entsprechenden konstanten Wert besitzt. Während der Zeiten, wo die elektronenbeschleunigende -Spannung negativ ist, treten die Elektronen nicht durch das elektronenoptische System, so daß also für die Abbildung nur die positive Halbwelle des Wechselstromes in Frage kommt. Es tritt zwar während der positiven Halbwellr, des Wechselstromes entsprechend dem sich .ändernden Momentanwert des Stromes eine Änderung der Geschwindigkeit des Elektronenstrahles und damit Beine Änderung der Helligkeit des Bildes sein, die jedoch bei genügend hoher Frequenz des Wechselstromes, d. h. schon bei der üblichen Frequenz der Wechselstromnetze, nicht mehr störend in Erscheinung treten kann.
  • Da auch. das Beschleunigungssystem, einer Brannschen Röhre als elektronenoptisches System aufgefaßt werden kann, haben auch hier dieselben. Überlegungen Gültigkeit. Wird also z. B. das 'in Abb. t dargestellte, aus Hohlkathode 1(, Voranode Al, Wehneltzylinder Z und HauptanodeA2 bestehende Beschleunigungssystem, wie es zur Erzeugung eines strukturlosen Leuchtfleckes an Braunschen Niederspannungsröhren mit Gaskonzentration vorgeschlagen ist, mit Wechselspannungen betrieben, in der Weise, daß zwischen Ka-, thode I( und die Anoden A1 und A2 eine Wechselspannung und zwischen Kathode I( und Wehneltzylinder Z seine geeignete phasengleiche -Abzweigung dieser Wechselspannung gelegt wird, so ergibt sich auf dem LeuchtschirmF ein scharfer. LeuchtfleckFo.
  • Wird nun an die an der Braunsehen Röhre vorhandenen Ablenkplatten Pi ebenfalls eine Wechselspannung gelegt, die die gleiche Frequenz und Phase wie die am Beschleunigungssystem liegende Spannung aufweist, so ergibt sich auf dem Leuchtschirm ein ;entsprechend der- Größe der an P1 liegenden Wechselspannung mehr !oder weniger abgelenkter Leuchtpunkt F, Weicht die Phase dieser zweiten an ,P1 liegenden Spannung um r8o° von der am Beschleunigungssystem liegenden Spannung ab, so iergibt sich eine gleich große Ablenkung des Strahles nach der entgegengesetzten Richtung, und ges entsteht ein Leuchtfleck F2. Besitzt die Phase zwischen beiden Wechselspannungen andere Werte, so entsteht auf dem Leuchtschirm ein Strich. Es ist dies ohne weiteres verständlich, wenn man bedenkt, daß das Plattenpaar P1 elektronenloptisch als Prisma aufgefaßt werden kann, so daß auch hier die analoge Beziehung gilt, daß .die Ablenkung nur von dem Verhältnis abb,ängt, wenn U die an dem Platten-0 paar liegende Spannung bedeutet.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß sich diese Erscheinungen ,ändern, wenn an dem Plattenpaar P1 Beine Spannung liegt, deren Frequenz nicht mehr mit der Frequenz der an dem Beschleunigungssystem liegenden: Wechselspannung übereinstimmt. Besitzt z. B. die am Beschleunigungssystem liegende Spannung einte Frequenz von 5o Pier., die am Plattenpaar P1 liegende Spannung 51 Pier., so ergibt sich folgendes Bild: Auf dem Fluoreszenzschixm erscheint ein Strich veränderlicher Länge und Intensität, der hin und her wandert, sich jedoch in den Punkten F1 und F2 zu seinem scharfen Leuchtfleck zusammenzieht. Das Zusammenziehen des Leuchtfleckes in F1 und F2 erfolgt jedesmal in. den Zeitpunkten, wo die Phase zwischen der Wechselspannung am Beschleunigungssystem und der Wechselspannung am Plattenpaar den Phasenunterschied o oder 18 o° besitzen. Das Hinundherwandern erfolgt also bei dem angenommenen Frequenzunterschied mit seiner Frequenz von r Per. je Sekunde. Je kleiner der Frequenzunterschied wird, um so langsamer erfolgt das Wandern, bis bei Frequenzgleichheit das Wandern aufhört und bei Phasengleichheit :oder Phasenopposition der Strich sich an dem Leuchtfleck F1 bzw. F2 zusammenzieht.
  • Wird ,erfindungsgemäß in der angegebenen Weisse an. die Elektroden des Beschleunigungssystems einer Braunschen Röhre eine Wechselspannung und :die zu vergleichende Wechsielspannung an das eine Ablenkplattenpaar der Röhre bzw. zwecks Feststellung der Vor- ioder Naeleilung sowohl an das erste als auch an das zweite Ablenkplattenpaar angelegt, so kann die Anordnung als Synchrornoskop dienen. Darüber hinaus läßt sich aus dem Abstand der beiden entstehenden Leuchtflecke Fi und F2 -auch ein Maß über die Größe der zu vergleichenden Wechselspaxinung gewinnen.
  • Auf dem Leuchtschirm. entsteht jeweils eine Mehrzahl von Strichen, die als Tangenten auf einem Kreis mit den beiden. Punkten F1 und F2 :als Durchmesser verlaufen, wie dies in Abb. z, die den Leuchtschirm der Braunsehen Röhre von vorn gesehen zeigt, in einem Beispiel dargestellt ist. Je nachdem, ,ob die zu vergleichende Spannung der Vergleichsspamung gegenüber voreilt oder nacheilt, läuft die Kreistangente im Sinne des Uhrzeigers !oder entgegengesetzt um. den Kreis. Durch Einschalten des zweiten Plattenpaaxes lädt sich also mit einem Blick die Vor- ioder Nacheilung der zu vergleichenden Spannung feststellen.
  • Es iergibt sich also durch die beschriebene .Einordnung ein besonders einfaches und übersichtliches Synchronoskop, das alle ierforderlichen Ablesungen gestattet. Die Anordnung besitzt ferner den Vorzug, daß sie nur mit Wechselstrom betrieben zu werden braucht, -da ja auch die Kathode der Röhre mit Wechselstrom geheizt werden kann, indem sie als indirekt geheizte Kathode ausgebildet wird.
  • Der besondere Vorteil der Anordnung liegt darin, daß die zu vergleichende Wechselspannung lediglich elektrostatisch auf die Anordnung zur Anwendung gebracht wird, so daß also kein merklicher Leistungsverbrauch stattfindet, was für viele Anwendungen des Synchronoskops von entscheidender Bedeutung ist.
  • Statt des beschriebenen Beschleunigungssystems können mit dem gleichen Erfolg auch andere bekannte Beschleunigangssysteme, die leinen genügend scharfen Leuchtfleck zu. erzeugen gestatten, benutzt werden.
  • Bei der Benutzung der Anordnung ist darauf zu achten, daß der Einf3.uß störender elektrischer oder magnetischer Fremdfelder ausgeschaltet bzw. kompiensnert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Röhre als Synchronoskop, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Spannung an die Elektroden des Beschleunigungssystems der Röhre angelegt ist und die zu vergleichende zweite Wechselspannung an das eine Ablenkplattenpaar und zwecks Feststellung der Vor- oder Nacbeilung sowohl an das :erste als auch an das zweite Ablenkplattenpaar angelegt ist.
DEA68400D 1933-01-21 1933-01-21 Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Roehre als Synchronoskop Expired DE621299C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA68400D DE621299C (de) 1933-01-21 1933-01-21 Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Roehre als Synchronoskop

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA68400D DE621299C (de) 1933-01-21 1933-01-21 Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Roehre als Synchronoskop

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE621299C true DE621299C (de) 1935-11-05

Family

ID=6944679

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA68400D Expired DE621299C (de) 1933-01-21 1933-01-21 Vorrichtung zur Verwendung einer Braunschen Roehre als Synchronoskop

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE621299C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2929549C2 (de) Feldemissions-Elektronenkanone
DE1015948B (de) Elektronenstrahlerzeugungssystem fuer eine Kathodenstrahlroehre, insbesondere fuer Fernsehzwecke
DE839837C (de) Kathodenstrahlroehre
DE815069C (de) Elektronenoptisches System, insbesondere fuer Bildwandlerroehren
DE616017C (de) Schaltrohrsteuerung mit gesteuerter Hilfsentladung
DE2825900A1 (de) Elektronenstrahlroehre-elektronenstrahlerzeuger
DE2353872A1 (de) Feldemissions-elektronenkanone
AT143946B (de) Braun'sche Röhre mit Gasfüllung für den Empfang von Fernsehsendungen.
AT150762B (de) Elektronenröhre mit Sekundäremission.
DE895349C (de) UEbermikroskop
DE349838C (de) Braun'sche Roehre mit Gluehkathode, insbesondere fuer die Zwecke der elektrischen Bilduebertragung
DE2726663C2 (de) Elektronenstrahlerzeugungssystem
DE714101C (de) Schaltung zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen
DE683751C (de) Verfahren zur Erzeugung von Ablenkspannungen bzw. -stroemen mit Hilfe eines Sekundaerelektronenverstaerkers
AT150573B (de) Glühkathode mit Beschleunigungsblende für Elektronenstrahlröhren.
DE697953C (de) Elektrodenanordnung fuer Kathodenstrahlroehren fuer Fernseh- und Tonfilmzwecke
AT222241B (de) Elektronenstrahlerzeugungssystem für Laufzeitröhren
AT148915B (de) Sammelvorrichtung für Elektronen.
AT54011B (de) Relais für undulierende Ströme.
DE672510C (de) Magnetronroehre mit Kathode, mehreren dazu achsparallelen Anodensegmenten und Hilfselektroden
DE839236C (de) Elektronenroehre mit magnetischer Steuerung
DE764294C (de) Braunsche Roehre mit Sekundaer-Emissions-Verstaerkung, insbesondere fuer Fernsehzwecke
DE69308439T2 (de) Kathodenstrahlröhre
AT153600B (de) Verfahren zur Erzielung vorwiegend frequenzmodulierter Schwingungen bei Magnetron- und Bremsfeldgeneratoren.
AT157812B (de) Einrichtung mit Kathodenstrahlröhre.