DE622525C - Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen und Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen und Kunststoffen

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DE622525C
DE622525C DEI33540D DEI0033540D DE622525C DE 622525 C DE622525 C DE 622525C DE I33540 D DEI33540 D DE I33540D DE I0033540 D DEI0033540 D DE I0033540D DE 622525 C DE622525 C DE 622525C
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DE
Germany
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parts
weight
films
plastics
animal oils
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Expired
Application number
DEI33540D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Eisenmann
Dr Wilhelm Pungs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE622525C publication Critical patent/DE622525C/de
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D101/00—Coating compositions based on cellulose, modified cellulose, or cellulose derivatives
    • C09D101/08—Cellulose derivatives
    • C09D101/16—Esters of inorganic acids
    • C09D101/18—Cellulose nitrate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen und Kunststoffen Zusatz zum Patent 6.13 902 In dem Patent 613 902 ist ein Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen und Kunststoffen beschrieben, bei dem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte in Gegenwart von Lösungsmitteln mit Nitröcellulose, welche gegebenenfalls zum Teil durch hochwertige Natur- oder Kunstharze ersetzt werden kann, und mit Rizinusöl, das mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur behandelt ist; zusammengebracht werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man hierbei an Stelle von Rizinusöl auch tierische Öle, insbesondere Trane jeder Art, allein oder in Mischung mit ersterem, verwenden kann. Der Vorteil bei der Verwendung "tierischer Öle liegt in erster Linie darin, daß sie'sich in ungleich kürzerer Zeit durch Behandlung mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur in hochviscose Produkte überführen lassen. Außerdem sind die meisten tierischen Öle, besonders die verschiedenen Transorten, billiger als Rizinusöl. So kann z. B. Dorschtran durch vierstündiges Behandeln mit Luft bei r5o bis z.(o° in ein hochviscoses Produkt von den erforderlichen Eigenschaften übergeführt werden, wogegen hierzu bei Rizinusöl eine so- bis 22stündige Behandlung nötig ist. Die Erzielung klarer; transparenter Produkte aus Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten, Nitrocellulose und mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur behandelten tierischen Ölen wird durch die Mitverwendung höher siedender neben niedriger sieelenden Lösungsmitteln erleichtert.
  • Es ist zwar bekannt, Lacke, Filme und Kunststoffe herzustellen, indem man Harnstoff - Formaldehyd - Kondensationsprodukte mit solchen, insbesondere organischen Stoffen vermischt, welche mit ihnen feste Lösungen bilden. Die mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur vorbehandelten tierischen Öle oder Mischungen dieser mit Rizinusöl bilden indessen mit Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten an sich keine festem Lösungen. Die Vereinigung beider Komponenten gelingt vielmehr erst durch Zugabe von Mitrocellulose, welche zum Teil durch natürliche oder künstliche Harze ersetzt werden. kann.
  • Den Geruch der durch Behandlung tierischer Öle mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur erhaltenen Produkte kann man beseitigen oder weitgehend verbessern, wenn man auf die Öle vor oder nach der Behandlang mit den oxydierenden Gasen in bekannter Weise Wasserst. ff'- ri Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren einwirken läßty doch ist hierbei -ünter so mifden'Bedingüngen zu arbeiten, 'daß ein Festwerden der erhaltenen Produkte oder die Abscheid_üng von Festbestandteilen aus diesen bei gewöhnlicher Temperatur nicht eintritt.
  • Beispiel i ' Man vermischt 14o Teile einer 43°/oigen isobutylalkoholisclzenLösung eines durch Kondensation von Dimethylolharnstoff in Isobutylalkohol hergestellten Harnstoff-Form; aldehyd-Kondensationsproduk'tes mit, einer Lösung von 6o Teilen Nitrocellulose und 45 Teilen: mit Luft bei 15o bis- 16o° vorbehandeltem . Haitran -in ioo Teilen- Butyl-. acetat, 2öo Teilen Äthylacetat, 3oo Teilen Äthylalkohol und 3oo Teilen Toluol. Man erhält einen klar und transparent :auftrocknen-. den Lack.
  • An Stelle von Haitran.lcönnen auch andere Trane, wie Wal-,Robben- oder Sardinentran, verwendet werden.
  • B,eisp.iel 2 Dorschtran wird bei i6o° ro Minuten: lang in Gegenwart eines Nickelkatalysators (1 ö/, bezogen auf` die Ölmenge) mit Wasserstoff behandelt, hierauf vom Katalysator befieit und sodann 4 Stunden lang bei i-6o bis 170' mit Luft in- ei4er geeigneten Apparatur geblasen. Man erhält ein hochviscoses; nicht Wiangenehm riechendes; braungefärbtes Produkt.
  • iö Gewichtsteile des sä vorbehandelten Trans werden zusammen mit z 5 Gewichtsteilen .Nitrocellulose in einem Lösungsmittelgemisch aufgelöst, das aus- 25 Gewichtsteilen Butylacetat, - 5o Gewichtsteilen Glykolmonöacetat, 75 Gewichtsteilen n-Butänol und 75 Gewic4tsteilen Toluol besteht: Die erhaltene Lösung wird sodann mit 35 Gewichts-; teilen einer 46°/oigen Lösung eines nach dem Verfahren der Patentschrift 495 79o hergestellten Harnstoff-Forrnaldehyd-Kondensationsproduktes , in n-Butylalkohol vermischt. Der so erhaltene Lack hinterläßt beim Auftrocknen auf der Unterlage klare, elastische Überzüge.
  • . _ Beispiel -3 35 Gewichtsteile einer Lösung eines nach dem Verfahren der Patentschrift 495 790 hergestellten Harnstoff=Formaldehyd-Kondensationsgroduktes in Isobutylalköhol werden mit* einer Lösung von 2o Gewichtsteilen Nitrocellulose und 7,5 Gewichtsteilen eines analog Beispiele vorbehandelten Sardinentrans in einem Lösungsmittelgemisch -aus 25 Gewichtsteilen Butylacetat, 37,5 Gewichtsteilen Glykolmonoacetat, 5 Gewichtsteilen e Trikresylphosphat, 7 5 Gewichtsteilen n-Butanol und 75 Gewichtsteilen Toluol vermischt. Der auf diese Weise hergestellte Lach hinterläßt beim Auftrocknen klare, hochglänzende. sehr elastische TJberzü2e.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Änderung. des - Verfahrens gemäß Patent 613 go2; dadurch gekennzeichnet, däß man an Stelle von Rizinusöl mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur vorbehandelte tierische Öle oder Mischungen beider verwendet. -
  2. 2. Weiterbildung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß solche tierische Öle - verwendet werden, die vor oder nach der 'Behandlung mit oxydierenden Gasen -in bekannter Weise mit Wasseistoff in Gegenwart von Hy-_ drierungskatalysätoren unter so milden Bedingungen behandelt wurden, daß ein Festwerden der erhaltenen Produkte oder -die Abscheidung von Festbestandteilen aus diesen bei, gewöhnlicher Temperatur nicht eintritt.
DEI33540D 1928-02-15 1928-02-15 Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen und Kunststoffen Expired DE622525C (de)

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