DE622836C - Verfahren zum Zuenden von Metalldampfentladeapparaten - Google Patents

Verfahren zum Zuenden von Metalldampfentladeapparaten

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DE622836C
DE622836C DEE40484D DEE0040484D DE622836C DE 622836 C DE622836 C DE 622836C DE E40484 D DEE40484 D DE E40484D DE E0040484 D DEE0040484 D DE E0040484D DE 622836 C DE622836 C DE 622836C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J13/00Discharge tubes with liquid-pool cathodes, e.g. metal-vapour rectifying tubes
    • H01J13/02Details
    • H01J13/48Circuit arrangements not adapted to a particular application of the tube and not otherwise provided for
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0072Disassembly or repair of discharge tubes
    • H01J2893/0073Discharge tubes with liquid poolcathodes; constructional details
    • H01J2893/0074Cathodic cups; Screens; Reflectors; Filters; Windows; Protection against mercury deposition; Returning condensed electrode material to the cathodic cup; Liquid electrode level control
    • H01J2893/0087Igniting means; Cathode spot maintaining or extinguishing means

Landscapes

  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Zünden von Metalldanäpfentladeapparaten Es ist bekannt, daß die Teilchen eines vom Strom durchflossenen Flüssigkeitsquerschnittes sich gegenseitig anziehen und daß diese Teilchen in Bewegung geraten, wenn diese anziehenden Kräfte so groß sind, daß sie den inneren hydrostatischen Druck der Flüssigkeit überwinden. Die durch eine derartige Flüssigkeitsbewegung entstehende Querschnittsverminderung bewirkt eine Steigerung der Stromdichte in dem betreffenden Querschnitt und dadurch eine erhöhte gegenseitige Anziehung und Bewegung, welche in kurzer Zeit zum vollständigen Abreißen des Flüssigkeitsfadens in der Stromrichtung führt. Diese Erscheinung wird in der metallurgischen Industrie, vor allem bei den Induktionsöfen, wo sie erstmalig auftrat, als Pincheffekt bezeichnet. Beim Abreißen des Flüssigkeitsfadens erfolgt eine Stromunterbrechung, welche von einer Lichtbogenbildung begleitet ist.
  • Da es sich bei der Zündung von Dampfgleichrichtern, also z. B. Quecksilberdampfgleichrichtern, darum handelt, im Innern. des Gefäßes einen Lichtbogen zu erzeugen, kann diese Erscheinung gemäß dem Verfahren nach der Erfindung zur Zündung von Dampfgleichrichtern benutzt werden" was wesentliche Vorteile gegenüber den bekannten Einrichtungen ergibt. Die ursprünglich angewendete Art, den Zündfunken zwischen dem Kathodenquecksilber und einer mechanisch bewegten Zündelektrode zu erzeugen, hat verschiedene große Nachteile. Der Zündmechanismus ist mindestens zum Teil im Lichtbogen gelegen und daher einer Zerstörung durch denselben ausgesetzt, außerdem kommt durch die mechanische Konstruktion eine nicht minder unwesentliche Komplikation des Gleichrichtergefäßes bzw. .der Gleichrichteranordnung zustande. Ein weiterer großer Nachteil aller mechanischen Zündeinrichtungen ergibt sich aus der bekannten Tatsache, daß das Niveau der Kathodenflüssigkeit im Betrieb je nach der Belastung stark schwankt. Je nach der Größe der Gleichrichter beträgt die Niveauschwankung zwischen Ruhezustand und Betrieb mit Vollast 3 bis 6 mm und mehr. Zufolge dieses Niveauunterschiedes ist es notwendig, daß der Kontaktweg .der Zündeinrichtung größer als die größte betriebsmäßige Spiegelschwankung ist, aus welchem Grunde sich ziemlich lange Intervalle zwischen den einzelnen aufeinanderfolgenden Kontaktgaben und damit ziemlich lange Zündzeiten ergeben, da bekanntlich das Brenners des Gleichrichters meistens erst nach mehreren Zündfunken erzielt wird.
  • Um nun die angeführten Nachteile der mechanischen Zündeinrichtung-zu vermeiden, sind bereits verschiedene Wege bekanntgeworden, die Zündung ohne mechanisch bewegte Teile durchzuführen. So wurde z. B. versucht, eine Quecksilberbrücke zwischen der Kathode und einer Hilfselektrode durch die Wechselwirkung zwischen einem hindurchfließenden Strom und einem quer dazu gerichteten Magnetfeld zu zerreißen, eine Anordnung, welche mit Rücksicht auf -die Erzeugung des ,äußeren Feldes entsprechendex Intensität namhafte konstruktive Schwierigkeiten mit sich bringt. Ein anderer bekannter Vorschlag geht dahin, die Trennung einer Quecksilberbrücke zwischen Kathode und Hilfselektrode ähnlich wie bei einer Sicherung durch einen kurmchlußartigen Stromstoß durch Verdampfung zu erzielen. Hierzu ist es aber notwendig, einen sehr kleinen Querschnitt zu verwenden, um mit der zum Verdampfen erforderlichen Stromstärke in den beherrschbaren Grenzen zu bleiben. Dieses ist aber wegen der betriebsmäßigen Schwankungen des Quecksilberstandes sehr nachteilig; lediglich durch komplizierte zusätzliche Einrichtungen könnte eine Anpassung an verschieden hohes Niveau; der Kathodenflüssigkeit vorgenommen werden.
  • Die Erfindung vermeidet die erwähnten Nachteile der bekannten Anordnungen dadurch, daß beim Zünden von Metalldampfentladeapparaten, bei welchen die Zündung durch plötzliche Trennung einer zwischen der Kathode und einer Elektrode verlaufenden stromleitenden Brücke 'aus flüssigem Kathodenmetall durch Verdampfen mittels elektrischen Stromes erfolgt, erfindungsgemäß derart verfahren wird, daß zur Herabsetzung des zur Verdampfung notwendigen Stromes Größe und Form des Brückenquerschnittes und die Stromstärke so gewählt werden, daß infolge der gegenseitigen Anziehung der Stromfäden (Pincheffekt) die Brücke an einer Stelle merklich eingeschnürt wird.
  • Die Anwendung des Erfindungsgedankens erlaubt es, die erwähnten Nachteile vollständig zu vermeiden und ein Verfahren auszubilden, das einerseits von den betriebsmäßigen Niveauschwankungen des Kathodenquecksilbers unabhängig ist, anderseits. sehr einfache Wirkungsweise besitzt und schließlich in konstruktiver Hinsicht überhaupt nur solche Elemente verwendet, die im Gleichrichtergefäßbau längst bekannt und erprobt sind, nämlich stabförmige Stromeinführungen, die mit Sicherheit den größten Strombeanspruchungen gewachsen sind.
  • . Fig. z zeigt eine sehr einfache Anordnung am Kathodenunterteil eines Kolbens, zur Ausübung des Verfahrens. gemäß der Erfindung. K ist die normale Kathodeneinführung, Z- die den Zündstrom zuführende Elektrode. In der die beiden Elektroden verbindenden Brücke steht das Quecksilber so hoch, daß auch bei der stärksten im Betrieb vorkommenden Spiegelabsenkung die stromleitende Quecksilberverbindung zwischen K und Z in zur Zündung ausreichender Stärke erhalten bleibt. Fließt zwischen K und Z ein genügend starker, zweckmäßigerweise von einem kleines Hilfstransformator zu liefernder Strom, so tritt der Psncheffekt ein. Bei Überschreitung eines kritischen Stromwertes beginnt sich die Ouecksilberbrücke im horizontalen Teil der Zündelektrode an der Stelle des kleinsten Querschnitts, etwa im Querschnitt A-B, einzuschnüren und führt in ganz kurzer Zeit durch Verdampfen zum Abreißen der leitenden Ouecksilberbrücke. Mit dem Abreißfunken verschwindet der Strom und die magnetische Kraft, so daß das Quecksilber sofort wieder zusammenschlägt, die Anordnung also in sehr rascher Aufeinanderfolge Zündfunken gibt, bis man nach Einsetzen des Ldchtbogens im Gleichrichter den Stromkreis des Hilfstransformators . (der Einfachheit halber auf der Primärseite) unterbricht. -Diese Unterbrechung wird zweckmäßig nicht von Hand aus, sondern, wie es von den anderen automatischen Zündeinrichtungen bekannt ist, selbsttätig durch ein vom Betriebsstrom oder der Betriebsgleichspannung, evtl. auch vom Erregerstrom oder der Erregergleichspannung des Gleichrichters beeinflußtes Relais vorgenommen.
  • Bei gegebener Querschnittsgröße und Querschnittsform ist das Auftreten des Pincheffektes von der Größe des durch den erwähnten kleinen Hilfstransformators gelieferten Stromes abhängig. Um im Rahmen des Verfahrens gemäß der Erfindung mit möglichst kleinen Stromstärken auszukommen, ist daher eine möglichst kleine und zweckmäßige Ouerschnittsform erwünscht. Theoretisch am günstigsten erscheint ein Querschnitt des Quecksilbers etwa nach Fig. 2, d. h. eine Form mit möglichst geringer vertikaler und großer horizontaler Ausdehnung. Bei dieser Ouerschnittsform des Quecksilbers wirken die den Pincheffekt erzeugenden Kräfte vorwiegend in horizontaler Richtung, während. der hydrostatische Druck des Quecksilbers infolge der geringen Druckhöhe sehr gering ist, also durch .die horizontalen Kräfte des Pincheffektes leicht überwunden werden kann.
  • Diese Querschnittsform ist aber nur dann günstig, wenn sich die Höhe des Quecksilberspiegels im Betrieb nur wenig ändert. Bekanntlich kondensiert die Flüssigkeit in erheblichen Mengen an den außerhalb der Flüsligkeit liegenden Innenwänden des Gefäßes, wodurch eine Absenkung des Quecksilberspiegels bzw. beim Herabfließen des Kondensats, etwa infolge von Erschütterungen, wieder ein Ansteigen des Quecksilberspiegels eintritt. In Betriebsfällen, welche .diese Erscheinung in stärkerem Maße befürchten lassen, also bei Kolben mit verhältnismäßig kleiner Oberfläche des Kathodenquecksilbers und verhältnismäßig großer Oberfläche des Kondensationsgefäßes, ist die in Fig. 3 dargestellte Querschnittsform vorzuziehen. Es sind darin Quecksilbermenisken in den extremsten Stellungen entsprechend, einer Höhenschwankung des Spiegels um den Betrag h angedeutet. Der beirrt niedrigsten Stand des Quecksilberspiegels verbleibende Ouecksilberquerschnitt in Fig.3 stellt den kleinstmöglichen, mit Rücksicht auf die Flüssigkeitszirkulation, Wärmebeanspruchung durch den Lichtbogen und technologische Gesichtspunkte noch wählbaren Flüssigkeitsquerschnitt dar. Beim Ansteigen des Quecksilberspiegels vergrößert sich der Querschnitt nicht proportional dem .Anstieg, sondern in geringerem Maße, weil die Quersahnitts"mrand nach oben zu eingeschnürt ist.
  • In Fällen, in denen kein großer Wert darauf gelegt zu werden braucht, daß der Brückenquerschnitt bei abgesenktem Quecksilberspiegel eine Mindestbreite aufweist, ist auch die Verwendung eines eine kleine horizontale Komponente aufweisenden Brückenquerschnittes bzw. eines Querschnittes, dessen Breite sich bei Absinken des Quecksilberspiegels in stärkerem Maße verkleinert, am Platz, wie z. B. der in Fig. q. dargestellte, aus Festigkeitsrücksichten ungefähr elliptisch geformte. In allen Fällen ist es nicht notwendig, den Querschnitt über die ganze Länge des Verbindungsrohres zwischen Kolben und Zündanode (Fig. i) beizubehalten, sondern- es genügt vollständig, die Querschnittsverengung nur an einer Stelle dieses Verbindungsrohres vorzusehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zünden von Metalldampfentladeapparaten mit Zündung durch plötzliche Trennung einer zwischen der Kathode und einer Hilfselektrode liegenden stromleitenden Brücke aus flüssigem Kathodenmetall durch Verdampfen mittels elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herabsetzung des zur Verdampfung notwendigen Stromes Größe und Form des Brückenquerschnittes. und die Stromstärke so gewählt werden, daß infolge der gegenseitigen Anziehung der Stromfäden (Pincheffekt)- die Brücke an einer Stelle merklich eingeschnürt wird. z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke an einer Stelle verengt ist. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Abreißen benötigte Strom der Sekundärwicklung eines Hilfstransformators entnommen wird. q.. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfstransformator durch den Erreger- oder Hauptstrom oder durch die Erreger-Haupt- oder Gleichspannung automatisch ausgeschaltet wird. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Brückenquerschnitt eine nach oben sich verjüngende Form aufweist.
DEE40484D 1930-08-26 1931-01-13 Verfahren zum Zuenden von Metalldampfentladeapparaten Expired DE622836C (de)

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