DE623376C - - Google Patents

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DE623376C
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C9/00—Special pavings; Pavings for special parts of roads or airfields
    • E01C9/001—Paving elements formed in situ; Permanent shutterings therefor ; Inlays or reinforcements which divide the cast material in a great number of individual units

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Bewehrung für Straßendecken, insbesondere Betonstraßendecken, aus aneinandergereihten Eisenrosten mit sich kreuzenden Rund- oder Flacheisen. Bekanntlich neigen Betonstraßendecken unter dem Einfluß der Schwindspannungen beim Abbinden des Betons und der Dehnung bei Wärmeschwankungen sowie bei Setzungen des Untergrundes zur Rissebildung.
Die Anordnung von Dehnungsfugen hilft diesem Ubelstand in vielen Fällen ab, bringt aber in den Dehnungsfugen neue Quellen zur Zerstörung der Decke.
Um schwere Verkehrslast aufnehmen zu können, müssen Betonstraßendecken zudem eine verhältnismäßig große Stärke haben. Verschiedenartige Bewehrungen brachten zwar große Vorteile, da durch sie die Deckenstärke gesenkt werden konnte, ohne die Tragfähigkeit der Decke zu beeinträchtigen, und zudem das Reißen der Fläche innerhalb der durch Dehnungsfugen begrenzten Abschnitte wesentlich beschränkt wurde; sie konnten aber die Anordnung von Dehnungsfugen nicht überflüssig machen und hatten besonders im städtischen Straßenbau den Nachteil erschwerter Auf brechbarkeit beim Verlegen und Ausbessern von Versorgungsleitungen.
Andere Versuche gingen dahin, durch stärkere Unterteilung der Straßendecke die Anordnung besonders ausgebildeter Dehnungsfugen überflüssig zu machen. Diese Versuche zeigten nicht den gewünschten Erfolg, da die Unterteilung verhältnismäßig umständlich in der Herstellung war und bei der Verwendung von weichem Baustoff zur Unterteilung der Decke durch Auswittern und Ausfahren dieses Stoffes die Zerstörung der Decke begünstigte.
Durch Einbau von guß- oder schmiedeeisernen Einlagen versuchte man, wenn auch nicht das Reißen der Betondecke zu verhindern, so doch die Straßenoberfläche verschleißfester zu machen und das Ausfahren vorhandener Dehnungsfugen und auftretender Risse zu verhüten. Abgesehen von den hohen Kosten brachten aber auch diese Versuche nicht den gewünschten Erfolg.
Die genannten Nachteile sollen gemäß der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß als Bewehrung der Straßendecke rechteckige Roste gewählt werden, die an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Längsnuten versehene Abschlußbleche aufweisen, während sie an den beiden übrigen Seiten offen sind. Diese Roste werden derart aneinandergereiht, daß die offenen Seiten an die durch Abschlußbleche begrenzten Seiten benachbarter Roste anschließen, und umgekehrt.
Durch den Einbau dieser Eisenroste, die den Beton vollständig durchschneiden und in kleine Flächen aufteilen, sollen die Schwindspannungen und Wärmeausdehnungen auf ein praktisch unbedeutendes Maß beschränkt werden. Sie sollen daher ermöglichen, große Betonflächen ohne Dehnungsfugeri herzustellen. Gleichzeitig bewehren diese Roste die
einzelnen Flächen, so daß es möglich ist, die Decke bei gleicher Tragfähigkeit schwächer herzustellen.
Eine weitere Ausbildung der Bewehrung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Roste aus sich kreuzenden, gegenseitig verkämmten, hochkant gestellten. Flacheisen be-' stehen, deren Enden an den offenen Seiten der Roste mit den Nuten der Abschlußbleche entsprechenden Vorsprüngen versehen sind.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Bewehrung nach der Erfindung dargestellt.
Die Bewehrung nach Abb. ι besteht aus verkänunten, sich, kreuzenden, hochkant gestellten Flacheisen, die an den Enden Vorsprünge haben. Die Flacheisen können andere Abmessungen und Höhen haben als die Abschlußbleche. In besonderen Fällen kann diese ao kreuzweise Bewehrung auch bis zur Oberkante der Abschlußbleche durchgehen, wie dies in Abb. 2 dargestellt ist.
Abb. 3 zeigt eine Bewehrung aus Rundeisen, während die Bewehrung nach Abb. 4 Rundeisen und Flacheisen' aufweist. Für besondere Zwecke lassen sich entsprechende Abwandlungen schaffen.
Die seitlichen Abschlußbleche sind mit Nuten und Vorsprüngen versehen und haben eine Fußlasche. Die Nuten e nehmen die Vorsprünge der Abschlußbleche c und der Enden der Flacheisen, die mit m bezeichnet sind, auf. Hierdurch werden die einzelnen Roste in ihrer Höhenlage festgehalten. Die Fußlasche verhindert das Einsinken der Roste während des Verlegens und Ausbetonierens.
Die Form der Nuten und Vorsprünge kann eine beliebige sein. Außer der Verhinderung gegenseitiger senkrechter Bewegungen der einzelnen Teile der fertigen Straßendecke hat die Nut- und Federausbildung noch die Aufgabe, zur Übertragung der Verkehrslast auf den Untergrund auch die Nachbarroste mit heranzuziehen.
. Die Roste können für die verschiedenen . Zwecke geeignet ausgebildet werden. Für Beläge, die einer besonderen Beanspruchung durch schlagende Kräfte, wie z. B. in Werkstätten, Umladeplätzen usw., ausgesetzt sind, ist es vorteilhaft, die Bewehrung bündig mit den Abschlußblechen abschneiden zu lassen, da dadurch örtliche Beschädigungen auf eine Kleinstfläche beschränkt werden. Die Ausbesserung ist in diesem Falle leicht möglich. In den übrigen Fällen bleibt die Bewehrung in der Zugzone des Betons liegen, während die Abschlußbleche die ganze Decke durchschneiden. Aus Abb. 5 ist die Art der Verlegung der Roste ersichtlich. Da jeder Rost zwei offene und zwei geschlossene Seiten hat, müssen die Roste zwangsläufig so aneinandergereiht werden, daß die offenen Seiten der Roste gegen die Abschlußbleche der benachbarten Roste stoßen, und umgekehrt. Auf diese Weise können niemals zwei Abschlußbleche aneinanderzuliegen kommen, trotzdem wird aber durch die Abschlußbleche ein geschlossenes Rechteck gebildet.
Durch diese Ausbildung und Anordnung der Roste wird eine zusammenhängende Rostbewehrung erreicht, die die Straßendecke in einzelne der Rostgröße entsprechende Flächen unterteilt und damit bei Senkungen des Bodens eine den Umrissen der Roste entsprechende Rissebildung bedingt. Die BiI-dung wilder Risse ist somit verhindert.
Die Vorteile des Verfahrens lassen sich wie folgt zusammenfassen. Durch die geschilderte Art der Verlegung entsteht ein Rostnetz, das nach dem Ausbetonieren eine geschlossene Decke von bewehrten, mit Kantenschutz versehenen rechteckigen Platten mit Preßfugen ergibt. Die Abschlußbleche bilden den Kantenschutz der Preßfugen und schützen diese gegen Beschädigungen. Andererseits sind die Abschlußbleche so schwach gehalten, daß ein gleichmäßiger Verschleiß des Betons und der Abschlußbleche eintritt. Da die kleinen Einzelplatten bei Wärmeschwankungen nur geringe Ausdehnung erfahren, die praktisch nicht in Erscheinung tritt, kann die gesamte Decke ohne Dehnungsfugen hergestellt werden.
Die Anwendung von Nut und Feder in den Abschlußblechen gibt dem ganzen Belag die Möglichkeit, sich bei Senkungen gelenkartig zu bewegen und den Höhenverhältnissen anzupassen. Der Hauptvorteil dieser Anordnung liegt aber darin, daß der Druck der Verkehrslast wirkungsvoll auf mehrere Platten verteilt wird. Die Wirkung der Nut- und Federausbildung' ist deshalb besonders günstig, weil der plastische Beton der Füllmasse das Rostnetz mit seinen Nuten und Federn vollständig füllt und so eine fugenlose Decke bildet.
Da bei derartig kleinen Plattenkörpern die Auflagerverhältnisse viel einwandfreier und bestimmter ermittelt werden können, als dies bei großen Flächen möglich ist, kann die notwendige Stärke der Decke so* bestimmt wer- no den, wie sie den Erfordernissen der Statik und der Wirtschaftlichkeit entspricht.
Trotz der geringen Plattenstärke tritt aber doch das so gefürchtete Reißen der Straßendecke nicht.ein;es zeichnen sich lediglich die Umrisse der einzelnen Platten in feinen ■inien ab.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Decke im Bedarfsfalle lediglich durch Ausbrechen einzelner Felder ohne Beschädigung der Nachbarfelder aufgebrochen und nach Beendigung von Arbeiten wieder sauber und
unsichtbar hergestellt werden kann. Durch einen derartigen Aufbruch leidet weder das Aussehen noch die Güte der Fahrbahndecke. Die Aufbrechbarkeit wird durch einen dünnen Isolieranstrich auf den Abschlußblechen wesentlich unterstützt. Der Isolieranstrich wird auf den Außenflächen der Abschlußbleche dünn aufgetragen und verhindert das feste Anbinden des Betons an das Abschlußblech und dichtet gleichzeitig die Preßfuge • gegen das Eindringen von Wasser.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Bewehrung von Straßendecken aus aneinandergereihten Eisenrosten mit sich kreuzenden Rund- oder Flacheisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste rechteckig sind und an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Längsnuten (e) versehene Abschlußbleche (c) aufweisen, während die beiden übrigen Seiten offen sind, und daß die Roste derart aneinandergereiht sind, daß die offenen Seiten der Roste an die durch Abschlußbleche begrenzten Seiten benachbarter Roste !anschließen, und umgekehrt.
  2. 2. Bewehrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste aus sich kreuzenden, gegenseitig verkämmten, hochkant gestellten Flacheisen bestehen, deren freie Enden an den offenen Seiten der Roste mit den Nuten (e) der Abschlußbleche (c) entsprechenden Vorsprüngen {m) versehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005054235A1 (de) * 2005-11-14 2007-05-24 FITR-Gesellschaft für Innovation im Tief- und Rohrleitungsbau Weimar mbH Verfahren und Anordnung zur Ausbildung fugenloser Verkehrsflächen aus Beton oder ähnlichen, Bindemittel enthaltenden aushärtenden Mineralstoffgemischen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005054235A1 (de) * 2005-11-14 2007-05-24 FITR-Gesellschaft für Innovation im Tief- und Rohrleitungsbau Weimar mbH Verfahren und Anordnung zur Ausbildung fugenloser Verkehrsflächen aus Beton oder ähnlichen, Bindemittel enthaltenden aushärtenden Mineralstoffgemischen

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