DE623690C - - Google Patents

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DE623690C
DE623690C DENDAT623690D DE623690DA DE623690C DE 623690 C DE623690 C DE 623690C DE NDAT623690 D DENDAT623690 D DE NDAT623690D DE 623690D A DE623690D A DE 623690DA DE 623690 C DE623690 C DE 623690C
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DENDAT623690D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/26Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by reciprocating or oscillating conveyors propelling materials over stationary surfaces; with movement performed by reciprocating or oscillating shelves, sieves, or trays

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

Evr. ; J r;j-'iclom
γη T:T. J- IU-Q
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82a GRUPPE Ιοί
Z2o6spVJ82a Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 12. Dezembsr 1935
©ipl.-3ng. Arnold Ziffzer in Freiberg, Sa.
Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von körnigen Gütern verschiedener Größe Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1932 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen von körnigen Gütern verschiedener Größe, insbesondere zu brikettierender Braunkohle, deren Teilchen bei der vorangehenden Zerkleinerung unregelmäßige Gestalt und. Größe angenommen haben. Diese Teile von einer Korngröße bis hinauf zu etwa 8 mm und mit einem Wassergehalt bis zu etwa 60 <>/0 müssen auf den gleichen Trocknungsgrad von etwa 15 0/0 Wassergehalt gebracht werden; jedoch ist es bisher schwierig gewesen, alle diese verschieden großen Teilchen auf einen 'solchen Zustand zu bringen, weil die bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu wenig Rücksicht auf die verschiedene Größe der einzelnen Teilchen nehmen..
So hat man z. B. Schüttelhorden mit mehreren Etagen zum Trocknen und Darren von
a° Früchten, also Gütern im wesentlichen gleicher Größe und die auch kaum gepreßt werden sollen, verwendet, bei denen das Gut einen langen Weg zurückzulegen hat. Würde man einen solchen für die Behandlung· zu brikettierender Kohle benutzen, so würden die Teilchen durchs die langdauernde stoßartige Bewegung auf den sie vorwärts bewegenden Unterlagen unter erheblicher Staubentwicklung noch weiter zerkleinert werden.
Wegen der Explosionsgefahr von Kohlenstaubluftgemischen ist eine solche Behandlung nicht zu empfehlen. Abgesehen davon, daß solche Apparate sehr viel Raum und Antriebskraft brauchen, ist bei ihnen keine Gewähr für den gleichmäßigen Trockenzustand der verschieden großen Teilchen geboten, wenn sie diese verlassen. Die kleinen sind übertrocknet, die großen zu wenig getrocknet, also Feuchtigkeitsunterschiede vorhanden, woraus sich Rißbildungen bei den gepreßten Steinen ergeben müssen. Darunter leidet das Ansehen desselben, ihre Lagerfähigkeit und Feuerbeständigkeit. · Die ungleichförmige Trocknung liegt im wesentlichen mit daran, daß der Trockenmittelstrom nicht in jeder Etage regelbar ist, sondern immer feuchter wird, je näher er der Gutzufuhr kommt. Aus den gleichen Gründen führen die bekannten Trommel-, Röhren- und Tellertrockner der Braunkohlenindustrie nicht zu dem gewünschten Erfolge.
Die Erfindung geht einen grundsätzlich anderen Weg zur Erreichung der gestellten Aufgabe durch selektive Trocknung der einzelnen Guiteilchen auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt infolge Ausnutzung ihrer spezifischen Gewichtsunterschiede, indem das Gut in einen durch Wände in mehrere Fächer unterteilten Behälter, in dem es geschüttelt wird, eingebracht wird und durch deren luftdurchlässige Böden für jedes einzelne Fach je nach dem Feuchtigkeitsgehalt seines Inhaltes bemessene Mengen heißer Luft bzw." Gase hindurchgeschickt werden. Durch die Schüttelung des Gutinhaltes und des Trokkenmittels erfolgt eine Sortierung des Gutes in Gruppen gleicher Große und Feuchtigkeitsgehaltes und ein guter gleichmäßiger
Durchgang des aufwärts durchgeblasenen Trocknungsmittels,
Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens besteht beispielsweise aus einem ein wenig geneigten, mit einem luftdurchlässigen Boden versehenen Behälter, in dem durch aufrechte Wände einzelne Fächer mit je nach Höhe und Größe verstellbaren Überströmöffnungen und Austragöffnungen gebildet werden und der unter dem. Boden· im Bereiche .der einzelnen Fächer Kammern aufweist, von denen aus durch schlauchartig bewegliche Leitungen zugeleitete heiße Duft oder Gase in die darüber gelegenen Fächer gelangt. Der Bellälter kann dabei zur wirksamen Trennung des Gutes nach Gutgruppen und Schüttelung auf gelenkigen.oder federnden Stützen gelagert sein, so daß er bei seiner Schüttelbeweguing zugleich eine geringe Aufwärtsbewegung erfährt, wodurch das Gut eine vorzügliche Lockerung erfährt und alle Teilchen so in einem Schwebezustand gehalten werden, daß sie gleichmäßig vom durchgeblasenen Trockenmittelstrom erfaßt werden. Dieses Verfahren und die Vorrichtung gestatten, auch während des Schütteins nach dem Trocknen einen Kühlmittelstrom durch das in beliebigen Fächern des Behälters befindliche Gut zu leiten. Es bedarf also keines besonderen Kühlhauses mehr.
Man wird das Brikettiergut in der alten Weise vortrocknen, daß es bei der weiterem Behandlung nicht zusammenballt und die feineren Kornklassen bereits den für die Brikettierung ex-forderlichen Wassergehalt aufweisen, so daß sie gegebenenfalls durch Siebung entfernt, gekühlt und gepreßt werden können, während das abgesonderte gröbere Gut, dessen Wassergehalt sehr verschieden ist, in der Vorrichtung behandelt wird, die natürlich verschiedene Gestalt besitzen kann, sofern sie eben eine selektive Trocknung des nach Gruppen zu sortierenden Gutes durch für jede Gutgruppe regelbare Trockenmittelströme gewährleistet, die aus unter den Gutgruppen liegenden Kammern nach oben durch diese hindurchgeschickt werden und für" sich allein hinsichtlich der Steigerung und Verringerung, der Temperaturhöhe, der Geschwindigkeit und Menge beeinflußbar sind. Das schließt natürlich nicht aus, daß die einzelnen Ströme von einem gemeinsamen Erzeuger ausgehen.
Diese Behandlung erlaubt eine außerordent-• lieh gleichförmige Trocknung, weil auf diese Weise eine Klassierung zwischen gröberen ' und feineren Teilchen des Stoffgemenges. eintritt und man durch Regelung der Übertrittsund Austragsöffnungen einen äußerst gleich-■ mäßigen Feuchtigkeitsgehalt der einzelnen ■ Körnergruppen einhalten kann. Die Heizdauer und die Heizwirkung kann dabei durch die Schüttelzahl, die Hublänge des Behälters, die Drosselung- des Austrages, Temperatur-, Mengen- oder Druckänderungen des Trockenmittels in den einzelnen Fächern beliebig geregelt werden, so daß man ein gleichförmig getrocknetes Gut erhält. Dabei läßt sich die Trocknung gegenüber den älteren Verfahren beschleunigen, woran insbesondere die innige Bewegung des aufgelockerten Gutes Anteil hat und infolgedessen verbilligen. Außerdem wird an Raum gespart.
Als besonderer Vorteil sei die Schonung des Gutes erwähnt. Die Abnutzung zwischen den einzelnen Teilchen durch gegenseitige Reibung, also Kohlenstaubbildung, war nach dem alten Verfahren bei weitem größer, weil dort die Körner außerordentlich lange Wege zurückzulegen halten und dabei mit metallischien Teilen der Trockenvorrichtung in Berührung standen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. · Fig. ι zeigt einen Aufriß,
Fig. 2 eine Aufsicht und
Fig. 3 den sich abspielenden Vorgang innerhalb eines Faches des Behälters. ■ Das Trockengut gelangt durch einen· Einlaß ι in das erste Fach eines Behälters·-2, dessen Boden 3 luftdurchlässig ist, z. B. durch Siebgaze, Filtertuch o. dgl. gebildet wird. Dieser langgestreckte Behälter 2,3 ist durch Wände 4 in einzelne Fächer unterteilt, in denen sich Überströmöffhungen 5 befinden, die durch Schieber 6 ihrer Größe und Hohe nach einstellbar sein sollen, also z.B. derart,, daß auch die Überströmöffnung sich an einem . an der Wand 4 verstellbaren Schieber befindet, der seinerseits dem Regelschieber als Führung dient, weil auch die Verstellung der Öffnung der Höhe nach für den Austragvorgang in gewissen Fällen von Bedeutung ist. Die Seitenwand dieses Behälters besitzt ebensolche Austragöffnungen 7 und das letzte Fach noch eine weitere, 7°. Unter den einzelnen Fächern befinden sich Kammern 8, die durch Schläuche 9 o. dgl. mit heißer Luft oder einem anderen heißen luftförmigen Trocknungsmittel beschickt werden, welches nun durch den zugehörigen Teil des Behälterbodens 3 hindurch in das darüberüiegende Fach gedruckt wird. In diesen. Fächern wird · das Gut dadurch in lockerem Zustande gehalten, daß die gesamte Anordnung auf Fedem 10 oder ähnlichen Vorrichtungen abgestützt wird, die durch einen Exzenterantrieb ϊ ι bewegt, d. h. geschüttelt wird. Das Gut . sortiert sich dabei nach der Korngröße in die einzelnen Fächer und wird zu gegebener Zeit durch die Austragöffhung 7 bzw. 7°, die durch ,Regelschieber 7' beeinflußt werden kön-
neu, oder sonst in' geeigneter Weise entfernt. Hierauf kann durch dieselbe oder die danebenliegende Leitung 9 ein Kühlstrom in die Kammern 8 und durch das: in den darüber befindlichen Fächern enthaltene Gut während des Schüttelns geleitet werden.
Die Schüttelung mit einer leichten Aufwärtsbewegung und das Durchblasen der heißen Luft von unten her durch das Fach hindurch führen, wie Fig. 3 zeigt, dazu, daß im aufsteigenden Luftstrom ein Zustand der fallenden Schwebe des Gutes in dem zugehörigen Fach eintritt, und zwar derart, daß das leichtere Gut (die genügend getrocknete Kohle) die oberste Schicht des betreffenden Faches bildet, während sich die noch feuchten (schwereren) Kohleteilchen infolge ihres scheinbar größeren spezifischen Gewichtes zunächst in die unterste Zone des Faches begeben, also zu Boden- sinken. Sie trocknen dann allmählich durch und steigen dabei in dem Luftstrom aufwärts, bis sie durch einen seitlichen Austrag mit dem erstrebten Wassergehalt von etwa 15 o/o das Fach verlassen,, um nun gegebenenfalls nach erfolgter Kühlung unmittelbar der Brikettierpresse zuzuwandern.
Größere und feuchtere Kohleteilchen hingegen werden infolge der Schüttelbewegung je nach ihrer Eigenart in das benachbarte Fach weiterwandern und dort genau den gleichen Trockenvorgang durchmachen, bis auch dort aus einer Öffnung 7 die Teilchen ausgetragen werden, die den erstrebten Wassergehalt von etwa 15 o/o erhalten haben.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Trocknen von körnigen Gütern verschiedener Größe, insbesondere zu brikettierender Braunkohle mit Hilfe eines Warmluftstromes, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut zum Zwecke einer selektiven Trocknung der einzelnen Gutteilchen auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt durch Ausnutzung ihrer spezi£ sehen Gewichtsunterschiede in einen durch Wände in mehrere Fächer unterteilten Behälter, in dem es geschüttelt wird, eingebracht wird und durch deren lüftdurchlässige Böden für jedes einzelne Fach nach dem Feuchtigkeitsgehalt bemessene Mengen heißer Luft bzw. Gase hindurchgeschickt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen ein wenig geneigten, mit einem luftdurchlässigen Boden (3) versehenen Behälter (2), in dem durch Wände (4) Fächer mit je nach Höhe und Größe verstellbaren Überströmöffnungen (5) und Austragöffnungen (7) gebildet werden und der unter dem Boden im Bereich der einzelnen Fächer Kammern (8) aufweist, von denen aus durch schlauchartig bewegliche Leitungen (9) zugeleitete heiße Luft oder Gase in die darüber gelegenen Fächer gelangt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) auf gelenkigen oder federnden Stützen (10) gelagert ist, so daß er bei seimer Schüttelbewegung zugleich eine geringe Aufwärtsbewegung ausführt.
  4. 4. Verfahren zum Trocknen von Gütern mittels einer Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Schüttelns nach dem Trocknen ein Kühlstrom durch das in beliebigen Fächern des Kastens befindliche Gut geleitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2876557A (en) * 1955-06-23 1959-03-10 Ducatteau Francis Apparatus for treatment of grains of cereals

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2876557A (en) * 1955-06-23 1959-03-10 Ducatteau Francis Apparatus for treatment of grains of cereals

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