DE62517C - Aufzwickmaschine - Google Patents

Aufzwickmaschine

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DE62517C
DE62517C DENDAT62517D DE62517DA DE62517C DE 62517 C DE62517 C DE 62517C DE NDAT62517 D DENDAT62517 D DE NDAT62517D DE 62517D A DE62517D A DE 62517DA DE 62517 C DE62517 C DE 62517C
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DENDAT62517D
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English (en)
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L. I KESSLER, ip Firma EDUARD LlNGEL, in Erfurt, Löberflur 22 c
Publication of DE62517C publication Critical patent/DE62517C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/16Lasting machines with lasting pincers and toe- or heel-embracing wipers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/12Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
    • A43D21/125Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with a plurality of pincers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/18Lasting machines with lasting pincers and straight-acting wipers, also for forming the shank portions of shoes

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES PATENTAMT.
KLASSE 71: Schuhwerk.
Aufzwickmaschine.
Nachstehend beschriebene Erfindung betrifft eine Aufzwickmaschine mit stehendem Leisten, welcher nachgiebig von einer Leistenstütze, einer Fersenstütze und einer Zehenstütze freigehalten wird, während gegen die Unterseite desselben oder gegen die auf ihr liegende Brandsohle' eine Spannvorrichtung wirkt. Letztere dient dazu, den von der Leistenstütze und von der Zehenstütze gehaltenen Leisten auf der Seite der Brandsohle festzuhalten, damit der über den Leisten gezogene Schaft sowohl von den Spitzen- und Fersenzangen als von den Seitenzangen übergeholt und von der Spitzengabel und der Fersengabel fest an die Brandsohle gedrückt werden kann, worauf die Befestigung des über der Brandsohle liegenden Schaftrandes durch Nageln oder Leimen (Kitten) erfolgt.
Bei solchen Aufzwickmaschinen, bei denen der Leisten senkrecht steht und mit der Sohle dem Arbeiter zugekehrt ist, ist die Arbeit selbst eine leichtere und übersichtlichere und das Einsetzen, Aufzwicken und Herausnehmen des Leistens sehr schnell zu bewirken.
Bei der vorliegenden Neuerung ist die Spannvorrichtung mit den Seitenzangen in einem Rahmen gelagert, der drehbar an dem,vorderen Ende des Gestelles der Aufzwickmaschine angeordnet ist und seitlich nach hinten links herum gedreht werden kann, um ein leichteres Aufspannen und Einsetzen des Leistens sammt dem darüber gezogenen Schaft zu ermöglichen. Hierbei sitzen die Aufspannvorrichtung und die Seitenzangen an einem gemeinschaftlichen Schubrahmen und werden von demselben theils zwangläufig, theils frei geführt. Die Spannvorrichtung ist derart eingerichtet, dafs sie in ihrer vorgeschobenen Lage, in welcher sie gegen den Leisten drückt, festgestellt wird, bis jener Schubrahmen, welcher das Vorrücken der Spannvorrichtung bewirkt und die Seitenzangen trägt, so weit wieder zurückbewegt ist, dafs die Klinken, welche die Spannvorrichtung in vorgeschobener Lage halten, von dem Schubrahmen ausgehoben werden. Auch werden die Spannarme in der Längsachse des Leistens sofort angehalten, wenn der die Seitenzangen und die Spannvorrichtung bethätigende Schubrahmen vorwärts gegen den Leisten hin bewegt wird. Weiter ist der Schubrahmen derart eingerichtet, dafs er in solcher. Lage gehalten wird, dafs die Zangen, wenn sie angezogen werden, dem Zuge nicht nachgeben können, wenn der den Schubrahmen bewegende Hebel losgelassen wird.
Die Spannvorrichtung hat ferner die Eigen- ■ schaft, dafs sie, wieder ausgelöst, von selbst zurückspringt. Die Seitenzangen sind derart eingerichtet, dafs der Winkel, unter welchem sie gegen den auf den Leisten gezogenen Schaft treten, beliebig verstellt werden kann, und dafs sie das Bestreben haben, die Lage, in welche sie eingestellt sind, selbstthätig wieder einzunehmen, jedoch dem Zuge (welcher den Winkel, unter dem die Zangen, beim Spannen des Schaftes wirken, vergröfsert) zu folgen.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 die Seitenansicht, Fig. 2 die Vorderansicht der Aufzwickmaschine nach der vorstehend angegebenen Einrichtung dar. Fig. 3 zeigt eine theilweise Ansicht und theilweisen Verticalschnitt des Schwingrahmens und des in demselben ge-
führten Schubrahmens mit der Spannvorrichtung und den Seitenzangen. Fig. 4 ist die Oberansicht von Fig. 3, Fig. 5 ein Horizontalschnitt nach Fig. 3, Fig. 6 zeigt einen Horizontalschnitt durch die Rahmensäule in Richtung der Schnittlinie 2-2, Fig. 3, Fig. 7 in Oberansicht und in vergrößertem Mafsstabe die in Fig. 4 angedeutete Feststellvorrichtung für den Schubrahmen. Fig. 8, 9 und 10 sind Ober-, Seiten- und Hinteransicht einer der Seitenzangen zum Aufzwicken der Schaftseitentheile.
Der Tisch A der Maschine, sowie die obere Trägerbrücke sind nach hinten verlängert und nehmen zwischen ihren beweglichen Fufs- und Kopfplatten A1 und B1 den Schwingrahmen und den darin geführten Schubrahmen mit der Leistenspannvorrichtung und den Seitenzangen auf. Der Schwingrahmen hat folgende Einrichtung:
Um eine Achse C, welche die Platte A1 mit derjenigen B1 verbindet, ist eine Säule D drehbar. Die Achse C selbst ist zur Verhinderung der Drehung durch eine (nicht gezeichnete) Druckschraube in der Fufsplatte A1 festgelegt und durch eine Mutter gehalten. Die Säule D trägt an ihrem oberen Theile den Querriegel D1, an ihrem unteren Theile den Querriegel D2. Durch das freie Ende dieser beiden Querriegel ist eine Welle E geführt (Fig. 3, 4 und 6), welche (unter Vermittelung von Zahnradsegmenten E1) zur Hin- und Herbewegung des Schubrahmens F dient.
Der Schubrahmen F, welcher auch die Spannvorrichtung H bethätigt und die Zangen L verschiebt, besteht aus einem senkrechten, in der Mitte geschlitzten Träger F1 F1, welcher rückwärts verlängert ist und daselbst cylindrische Zapfen G trägt, die in Lagerbüchsen G1 an den Querriegeln D1 D2 des Schwingrahmens geführt sind. In die cylindrischen Zapfen G sind seitlich Zähne eingeschnitten, in welche die Zahnsegmente E1 auf der Welle E eingreifen. Diese Zahnsegmente werden dadurch bethätigt, dafs ein Hebel E2 auf der Welle E, mit dem unteren. Segment E1 ein Stück bildend, die Welle E dreht und damit durch Vermittelung der Zahnräder E1 und der Verzahnung in dem cylindrischen Zapfen G den Rahmen .F verschiebt. In dem Schubrahmen F sind waagrecht die Stangen H1 H1 des Spannrahmens H angeordnet und über den Schubrahmen F nach hinten (vom Leisten aus gesehen) verlängert. Die Stangen Ηλ 1 ragen an ihrer Vorderseite das Riegelgestell H2, dessen Stützen H3 Hs entsprechend der Form des Leistens verschieden lang abgeschnitten und an ihrer vorderen Stirnfläche gerauht sind. Die beiden Stangen H1 H1, welche senkrecht über einander liegen, tragen je zwei Bunde H* und H5, welche in folgender Weise zum Verschieben des Spannrahmens und zum Feststellen desselben in vorgeschobener Lage dienen. Die vorderen Stellringe HA legen sich gegen den Rahmen F, wenn derselbe vorwärts geschoben wird, und veranlassen dadurch ein Mitgehen des Spannrahmens H. Ferner sind an Lageraugen C1 C1 der Säule D, durch welche die Stangen H1 H1 hindurchgeführt sind, Klinken C2 C2 drehbar angeordnet, welche Nasen C3 C3 und Abschrägungen C4 C4, letztere an ihrem vorderen Ende, haben. Ueber die Stangen H1 sind Federn H6 geschoben, welche durch Stellringe H7 entsprechend gespannt werden und sich gegen die Lageraugen C1 an der Säule D legen. Wenn vermittelst der Bunde if4 beim Vorwärtsgehen des Schubrahmens F der Spannrahmen H vorgeschoben wird, so kommen die Ringe H5 schliefslich in solche Lage, dafs sich die Klinken C2 mit ihren Nasen C3 hinter die Ringe H5 legen. Wenn dann der Rahmen F zurückbewegt wird, so kann der Rahmen H nur so weit wieder zurücktreten, bis die Anschläge C3 an den Klinken C2 sich gegen die Ringe H% legen. Hierbei bleiben die Federn He theilweise gespannt. Da der Leisten in der bereits angedeuteten Weise von einer elastischen Leistenstütze und einer elastischen Zehenstütze gehalten wird, so ist er durch die Stützen Hz Hs vollkommen festgehalten.
Um beim Zurückgehen des Schubrahmens F ein selbstthätiges Auslösen des Spannrahmens nach vollendetem Aufzwicken zu erzielen, ist der Schubrahmen gegenüber den Klinken C2 mit Keilflächen F2 versehen. Diese Keilflächen legen sich bei nahezu vollendetem Rückgang des Schubrahmens F gegen die Abschrägungen C4 der Klinken C2, heben allmälig die letzteren aus, so dafs der Spannrahmen H durch die gespannten Federn He zurückgezogen wird.
Zwischen den beiden Seiten des geschlitzten senkrechten Trägers F1F1 des Schubrahmens F sind die Rahmen I für die Seitenzangen befestigt. Jeder solcher Rahmen trägt zwei Zangen, welche in gleicher Höhe an dem Seitentheile des Schaftes angreifen, und es sind so viele Rahmen / vorgesehen, als Seitenzangenpaare verwendet werden sollen. Nach Fig. 3 sind vier solcher Zangenrahmen I über einander angeordnet. Die Zangenrahmen / (Fig. 4 und 5) tragen drehbar die Zangenstellstützen I\ welche an ihrem hinteren Theil mit Ansätzen I- versehen sind, durch welche eine mit gerändertem Kopf versehene Stellschraube/3 greift, deren Spitze sich gegen die Seitenwand /4 des Zangenrahmens / legt. Vermittelst dieser Stellschraube wird die Zangenstütze und damit die Richtung der Zangen gegen die Mittellinie verändert. Diese Stellvorrichtung ist auf jeder Seite des Zangenrahmens angeordnet. Eine Blattfeder /r', welche sich in der Mitte gegen einen Ansatz I"6 an den Zangenrahmen / legt und
mit ι ihren beiden Enden gegen Nasen I7 an den Zangenstellstützen I1 drückt, veranlafst, dafs die letzteren so gestellt werden, dafs die Schraube /3 sich mit ihrer Spitze stets gegen die Seitenwä'nde /4 des Zangenrahmens / anlegt. Die Feder /5 gestattet aber fernerhin, dafs bei Ausübung eines Zuges die Zangen der Richtung des Schaftrandes folgen und nachgeben können.
Die Befestigung jedes Zangenrahmens 7 zwischen dem geschlitzten Träger F1 F1 erfolgt dadurch, dafs der Rahmen 7 mit einem rechteckigen Fortsatz /8 versehen ist, welcher nach hinten zu einem Auge P ausgebildet ■ ist und daselbst den mit Handgriff J11 versehenen excentrischen Daumen 710 trägt. Letzterer drückt gegen eine Platte 712 und hält damit den Zangenrahmen 7 an dem Träger F1F1 des Schubrahmens F fest. Die Zangen sollen so eingerichtet sein, dafs sie bei einem ungebührlichen Anzug federn und der auf den Leisten gezogene Schaft nicht verletzt wird. Weiter müssen die Zangen auch einem etwa gegen ihr Maul gerichteten Stofs, der bei unaufmerksamem Vorschieben des Spannrahmens infolge Anstofsens der Zangen an den Leisten erfolgen könnte, nachgeben. Um diese doppelte Nachgiebigkeit zu erreichen, ist die Zangenstellstütze 71 fest mit einem Rohr K verbunden, welches im Innern verschiebbar das Zangenhaltrohr K1 aufnimmt, Das Rohr K ist an seinem vorderen, der Zange zugekehrten Ende mit Schraubengewinde i£2 versehen, auf welchem die Stellmutter K3 sitzt. Ferner ist das Rohr K bei i£4 geschlitzt und trägt daselbst einen Durchstecker Kh. Zwischen diesem und der Stellmutter K3 liegt eine stark gespannte Schraubenfeder K6. Das Rohr K1 ist ebenfalls (bei K1) geschlitzt und legt sich mit seinem hinteren geschlossenen Ende. K8 gegen den Durchstecker Ks. Falls nun die bei K9 festgeklemmte Zange einem zu grofsen Zug ausgesetzt ist, so wird die Feder K6 weiter zusammengedrückt, indem durch das Rohrende Ks der Durchstecker K5 nach der Mutter K3 hingezogen wird. Der Zangenhalter K1 legt sich dann mit seinem hinteren Ende Ks gegen eine Feder K10, welche mit ihrem anderen Ende sich gegen die Zangen-1 stellstütze 71 stemmt. Infolge dieser Anordnung, sowie des Schlitzes K7 kann beim Anstofsen des Zangenmaules an einen festen Gegenstand der Zangenhalter Kl rückwärts nachgeben und so eine Zerstörung der Zange vermieden werden.
In dem Zangenhalter K1 wird die Zange L (Fig. 4, 5 und 8 bis io) durch Festziehen der Klemme K9 gehalten. Die Zange L ist demgemäfs mit dem cylindrischen Zapfen L1 versehen und besitzt ein vierkantiges Mittelstück L2, an dessen Kopf L8 bei Z.4 L5 die beiden Zangenbacken Le U drehbar sind. Zum Bethätigen der Zangen dienen die Schwanzenden L8 L9 und ist eine Vorrichtung M zum Oeffnen und Schliefsen der Zangen L vorhanden, welche in folgender ,Weise eingerichtet ist: Zwei Hebel M6M7, Fig. i, 2 und 4, an der Vorderseite der Maschine sind durch eine Stange Ms mit einander verbunden, wobei ' die Verbindung derart getroffen ist, dafs sich die Stange nicht. in< den Hebeln drehen kann. Die Stange Ms trägt festgekeilt den Handhebel M2. Der obere Hebel Me ist fest mit einer kurzen Welle M3 verbunden, auf welcher das Zahnsegment M' aufgekeilt ist. Letzteres greift in ein Zahnsegment M1 der Welle M5, und die letztere trägt den oberen Hebelarm M9 (auf der Hinterseite der Maschine), der mit einem anderen ähnlichen Hebelarm M10 durch die Stange M11 verbunden ist. Auf den Stangen Ai8 und M11 sitzen nun Oesen M12, s. Fig. 4. Die Oesen M12 greifen mittelst der Muttern M14, in die mit Gewinde M15 versehenen Stangen Af16, welche an ihrem oberen, an der Zange liegenden Ende M17 geschlitzt sind und daselbst an dem Zangenstellhebel L10 angreifen (Fig. 4, 8 und 10). Durch Mutter M14 kann die Zange beliebig verstellt und damit das Greifen der Seitentheile des Schaftes geregelt werden. Ein Hebel L10 ist in der Mittelstange Z.2 der Zange um den Zapfen Z,11 drehbar und besteht aus zwei Laschen Z,12 und Z,13, Fig. 9, welche bei L14 zusammengebogen sind, um von dem Gabelende M17 umfafst zu werden, innerhalb dessen sie durch Zapfen L15 gelenkig mit Stange M16 verbunden sind. Durch einen Stehbolzen Z.16 werden die beiden Laschen Z-12 und L13 in entsprechender Entfernung von einander gehalten. Der Stellhebel L10 legt sich mit einem Zapfen L17 gegen das Schwanzende Z,9 des einen Zangenbackens und schliefst die Zange. Um den Zapfen Z,18 des Stellhebels L i0 ist ein Doppelhebel Z,19 drehbar, dessen Ende L20 in der in Fig. 8 gezeichneten geschlossenen Stellung der Zange sich gegen die Mittelstange Z,2 anlegt. Der Doppelhebel Z,19 umgreift bei Z-21 gelenkartig eine Feder Z-22,' welche um den Zapfen Z,4 des Zangenmaules L6 drehbar ist und dazu dient, das Greifen der Zange derart zu verändern, dafs auch auf die Stärke des Schaftes Rücksicht genommen werden kann. Zu diesem Zweck legt sich das Schwanzende L8 nicht direct gegen die Feder L22, sondern wird durch eine mit Gegenmutter versehene Schraube L23 gegen diese Feder L22 geschützt. Wenn demgemäfs das Maul der Zange geöffnet bleiben soll, so wird die Schraube L23 derart gelüftet, dafs das Schwanzende Z.8 näher der Feder Z-22 liegt. In umgekehrter Weise wird verfahren, wenn die Zangenmäuler Z,8 und L7 besser schliefsen sollen.
Durch Bewegung des Hebels in Richtung des ■Pfeiles /, Fig. 4, werden somit die Stangen M16 angezogen und damit der Stellhebel Z,10 aus der in Fig. 4 bezeichneten Lage in die Lage Fig. 8 gebracht, wodurch die Schwanzenden L8 Z,9 aus einander gespreizt werden, indem, eine Feder L24, Fig. 8, gegen die Innenseiten der Zangenbacken L6 und U drückt.
Der Stellhebel X10 nimmt bei geschlossenem Zangenmaul mit seinen Zapfen X17 und Z,18 eine senkrechte Lage zur Zangenmittelstange Z,2 ein, so dafs' eine Selbstsperrung des Zangenmaules eintritt, indem sich der Hebel Z,19 in dieser Stellung gegen die Mittelstange Z.2 stemmt und dabei an selbstthätiger Bewegung gehindert ist. Die Zangenbacken Z,6 und Z,7 sind bei L25 verbreitert, um eine bessere Fassung des Leders zu. bewirken. Wenn die Zangen- zunächst geöffnet wurden, um das Oberleder zu erfassen, und dann festgeschlossen wurden, so ist zuerst der gefafste Schaft fest anzuziehen (überzuholen), und dies wird dadurch erreicht, dafs bei Bewegung des Handhebels Z?2 nach links in Pfeilrichtung II, Fig. 4, der Schubrahmen F zurückgezogen wird und damit auch die Zangen sammt "ihrer Stellvorrichtung M zurückgezogen werden. Hierbei mufs der Rahmen in der ihm gegebenen Grenzstellung verbleiben, und um dies zu erreichen, ist an dem unteren Riegel Z)2 ein Sperrradsegment Z)3 befestigt, in welches ein Sperrkloben Z)* greift, der an den Handhebel Z?2 geführt ist (Fig. 7). Diese Sperrvorrichtung verhindert, wenn nicht ausgelöst, das Zurückdrehen des Handhebels E.2 (nach Pfeil III, Fig. 4) und damit das Wiedervorwärtsgehen des Schubrahrhens F.
Die bei Bewegung des Handhebels Z?2 im Sinne des Pfeiles II nothwendig werdende Auslösung des Sperrklobens Z)4 wird wie folgt bewirkt: Der Sperrkloben Z)4 ist in einer Büchse Z)5 am Sperrhebel E2 geführt und wird durch eine Feder Z)6 vorwärts geprefst. Ein mit Handgriff Z)7 versehener, an dem Hebel Zi2 drehbarer Doppelhebel Z)8 ist mit dem verjüngten Ende Z)9 des Sperrklobens Z)4 verbunden. Drückt man beim Ergreifen des Handhebels Z?2 gegen den Handgriff Z)7, so wird der Sperrkloben Z)4 ausgelöst und eine Drehung des Handhebels Zi2 in der Pfeilrichtung III ermöglicht. Die; Aussparungen Z-28 und L27, Fig. 8, an der Mittelstange L2 der Zange L dienen zur Aufnahme des Doppelhebels L19 bezw. der beiden Stifte Lle und L17 bei vollständig geöffneter Zange.
Um nun die ganze Spannvorrichtung mit den Zartgen in einer solchen Lage zu halten, dafs die Stützen H3 des Spannrahmens genau gegen die Mittellinie des Leistens drücken, und dafs der Schwingrahmen in dieser Lage so lange festgelegt wird, als der Spannrahmen oder die Zangen vorgeschoben sind, ist eine Feststellvorrichtung an der unteren Platte A1 des Tisches vorgesehen, welche den unteren Riegel Z)2 des Schwingrahmens festhält, sobald der Schubrahmen Z^ nicht vollständig zurückgezogen sein sollte. Zu diesem Zweck ist die Platte ^1 an ihrer hinteren Seite mit einem Anschlag A2, Fig. 2, 3 und 6, versehen, gegen welchen der Riegel Z)2 stöfst, wenn der Schwingrahmen rechts herum in die Arbeitsstellung gedreht wird.
Beim Einsetzen des Leistens wird die Säule Z) sammt dem daran sitzenden Schwingrahmen nach links um den Zapfen C gedreht, um den Leisten bequemer in die Aufzwickmaschine einsetzen zu können. Bei anliegendem Riegel Z)2 wird der Schwingrahmen an seiner Vorderseite durch eine Sperrklinke AB gehalten (Fig. 3), welche an einem Zapfen A^ sitzt, der in der Büchse geführt ist. Eine Feder Αβ veranlafst das Hochgehen der Sperrklinke Aa ' derart, dafs sich dieselbe mit ihrem Ansatz Ä1 gegen die Vorderseite des Riegels Z)2 legt. Der Rahmen F trägt ferner an der Unterseite einen Daumen F3, welcher bei zurückgeschobenem Rahmen F gegen die Schrägen A9 an der Sperrklinke A3 drückt und letztere so weit abwärts bewegt, dafs der Riegel Z)2 und damit der Schwingrahmen freigegeben wird. . Sobald demgemäfs bei in Arbeitsstellung gedrehtem Schwingrahmen der Schubrahmen F etwas vorgeschoben wird, wird auch mittelst der Sperrklinke A3 der Riegel Z)2 und damit der Schwingrahmen fest und so lange in dieser Lage gehalten, bis durch Drehen des Handhebels Z?2 der Schubrahmen F wieder vollkommen zurückgeschoben wurde.
Die Gesammtwirkungsweise der vorstehend beschriebenen Aufzwickmaschineist folgende: . :
Wenn der Leisten mit dem zurückgezogenen Schaft in der bei Aufzwickmaschinen mit stehendem Leisten gebräuchlichen Weise auf die Leistenstütze und die Zehenstütze gesetzt ist, wird zunächst der Schwingrahmen, welcher beim Aufsetzen des Leistens zurückgedreht war, so weit rechts herum vorgedreht, dafs sein unterer Riegel Z)2 sich gegen den Anschlag^.2 der Tischplatte A anlegt. Dadurch wird der. Schwingrahmen durch Sperrklinke A3 gefangen.. Sodann wird der Handhebel Z?2 unter Andrücken des Handgriffes Z)7, d, h. unter Auslösung des Sperrklobens Z)4 nach rechts (in der Richtung des Pfeiles III, Fig. 4) gedreht und dadurch infolge des Eingriffes der Segmenträder E1 in die gezahnten Zapfen G der Rahmen F vorgeschoben. Hierbei verläfst der Anschlag F3 des Schubrahmens F die Sperrklinke A3, so dafs letztere vor den Riegel Z)2 des Schwingrahmens tritt. Bei weiterem Rechtsdrehen des Handhebels Z?2 wird der Spann-
rahmen H durch Vermittelung der Bunde if* ergriffen, vorwärts bewegt und fest mit seinen Stützen if3 gegen, den Leisten geprefst, wobei die elastische Leistenstütze und die elastische Zehenstütze, welche den Leisten auf der Oberseite halten, nöthigenfalls etwas rückwärts geprefst werden.
Die Bunde if4 und if5 sind derart gestellt, dafs die gegen die Bunde if5 fallenden Klinken C2 den Leisten genau festhalten. Durch die Klinken C2j welche mit der drehbaren Säule D verbunden sind, wird nun der Spannrahmen H festgehalten, so dafs der Schubrahmen F zurückgehen kann, ohne den Spannrahmen zu beeinflussen. Vor dem Vorbewegen des Schubrah mens F waren durch Bewegung des Hebels M2 nach links, das ist entgegengesetzt der Pfeilrichtung I, die Zangen geöffnet worden, und die Zangen werden durch Rechtsbewegung des Hebels M% jetzt geschlossen. Sodann wird der Handhebel F,2, ohne Druck auf denjenigen D1 auszuüben, vorwärts in Richtung des Pfeiles II bewegt und damit der Rahmen E sammt den daran sitzenden Zangen zurückgezogen. Beim Loslassen des Handgriffes Z?2 wird durch den Sperrkloben D4 ein Wiederzurückgehen des Schubrahmens F und der Zangen nach dem Leisten hin verhindert. Durch wiederholtes theilweises Freigeben des Leistens mittelst der Leistenstütze und der Zehenstütze und wiederholtes Weiterdrehen des Hebels Zf2 nach links und damit erfolgendes Anspannen der Zangen wird der Schaft in der richtigen Weise übergeholt. Es treten dann in der in Patentschrift No. 61033 beschriebenen Weise die Fersengabel, die .Zehengabel, sowie die Seitenbacken in Wirkung, wobei auch die Seitenzangen durch Bewegung . des Hebels M entsprechend gelöst werden. Wenn schliefslich der Schaft vollkommen aufgezwickt ist, so wird durch volles Linksdrehen des Handhebels E2 der Schub rahmen F zurückgezogen. Der zurücktretende Rahmen F legt seine Keilfläche F2 unter die Abschrägung C4 der Sperrklinken C2 und hebt diese schliefslich aus, so dafs die Federn H6 den Spannrahmen H vollständig zurückziehen. Im letzten Augenblick der Rückbewegung tritt der Ansatz F3 gegen die Sperrklinke A3 und preist letztere herab, so dafs der Riegel D2 sammt seinem zugehörigen Schwingrahmen freigegeben wird und letzterer nach links gedreht werden kann. Dadurch wird der Vordertheil der Maschine freigelegt und der Leisten sammt übergezogenem und aufgezwicktem Schaft kann bequem aus der Maschine herausgenommen werden.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . An Aufzwickmaschinen mit senkrecht stehendem Leisten und elastischen Leisten-, Zehen- und Fersenstützen ein vor dem aufgespannten Leisten um eine senkrechte Achse C schwingender, die Spannvorrichtung H und die Seitenzangen L indirect tragender Rahmen, . welcher einen vermittelst Handhebels F,2 gegen den. Leisten bewegbaren Schubrahmen F trägt, in dessen senkrecht geschlitzten Trägern F1 F1 die Seitenzangen paarweise, befestigt sind und welcher dadurch den Spannrahmen zum Halten des Leistens auf der Brandsohlenseite verschiebt und zurückzieht, dafs die verlängerten Stangen H1 des Spannrahmens H Bunde H1 tragen, welche sich gegen den sich vorwärts bewegenden Rahmen-F legen, und aufserdem Bunde /f5 tragen, gegen welche sich die am Schwingrahmen drehbaren Klinken C2 legen und die Rückwärtsbewegung des Spannrahmens H bei anfänglicher Rückwärtsbewegung des Schubrahmens F verhindern, während bei weiterer Rückwärtsbewegung des Rahmens F seine Keilflächen F2 die Klinken C2 ausheben.
  2. 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die Arretirung des in Arbeitsstellunggedrehten Rahmens zwischen einem fest am Maschinengestell befindlichen Anschlag A2 und einer beweglichen Federklinke A3, welche den Schwingrahmen in der Arbeitsstellung festhält und nur bei vollständig zurückgezogenem Schubrahmen F durch den Anschlag F3 des letzteren ausgelöst ist.
  3. 3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die Befestigung der Seitenzangen paarweise in dem geschlitzten Träger F1 F1 des Rahmens vermittelst excentrischer Daumen /10, zum Zweck der leichten Einstellung der Zangen in den Schubrahmen F .
  4. 4. Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die- Befestigung der Seitenzangen in Zangenhaltrohren K\ welche durch Vermittelung desDurchsteckersi£5, der Mutter^3 und der Spiralfeder K6 einem übermäfsigen Zug nachgeben und durch die Feder K10 im Innern der Büchse K ein Nachgeben' der Zange beim Anstofsen an einen Widerstand ermöglichen.
  5. 5. Bei der unter 3. gekennzeichneten Einrichtung die Anordnung der Blattfeder J5 in Verbindung mit der Stellschraube Is zur Einstellung der Zange nach der Leistenkante und zur Ermöglichung des Nachgebens der Zange in Richtung des Zuges.
  6. 6. Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung ein Zangenmechanismus, dessen ein Maultheil durch einen gegen das Schwanzende L9 sich legenden Stift L1T
    am Stellhebel L10 geschlossen und dessen anderer Maultheil indirect vermittelst der Feder Z,22 und des am Stellhebel Z,10 beweglichen doppelarmigen Hebels Z,19 geschlossen wird, wobei durch Schraube L2S das Fassen des Maules entsprechend der Schaftzeugstärke geregelt wird und der doppelarmige Hebel Z,19 die Zange in geschlossener Stellung festlegt. .
    Bei der unter i. gekennzeichneten Einrichtung ein Mechanismus zum Schliefsen und Oeffnen der Zangenmäuler, bestehend aus den Hebeln M6 und M9, welche durch Segmente Mv und M4 nach derselben Richtung bewegt werden und durch Stangen M8 und M11 mit einander verbunden sind, welche in Oesen M12 an den Zangenstangen M16 wirken.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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