DE626880C - Verfahren zur Verbesserung der Emulgierbarkeit von OElen, Fetten und Wachsen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Emulgierbarkeit von OElen, Fetten und Wachsen

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DE626880C
DE626880C DEF75502D DEF0075502D DE626880C DE 626880 C DE626880 C DE 626880C DE F75502 D DEF75502 D DE F75502D DE F0075502 D DEF0075502 D DE F0075502D DE 626880 C DE626880 C DE 626880C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents

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  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)
  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Emulgierbarkeit von Ölen, Fetten und Wachsen Bei der Herstellung von Emulsionen ist man schon seit längerer Zeit bestrebt, an Stelle von bekannten Stabilisatoren und Emulgatoren, wie z. B. Gummiarabikum, Traganth, Casein, Alkalisalze des Caseins, Eigelb usw., andere wirksamere Substanzen zu venvenden.
  • So sind für diese Zwecke u. a. folgende Stoffe vorgeschlagen worden: Sulfonierungsprodukte aromatischer und aliphatischer Säuren und Oxysäuren, Salze und Amide der Fettsäuren.
  • Aber nicht immer können die erstgenannten Stabilisatoren und Emulgatoren, beispielsweise bei der Herstellung von Emulsionen für kosmetische und pharmazeutische Zwecke, entbehrt werden, weil gerade diese infolge ihrer vollkommenen Unschädlichkeit hierfür sehr geeignet sind. Andererseits sind die kokienhydrat- und eiweißartigen Stabilisatsren bzw. Emulgatoren, hauptsächlich in den Emulsionen, aus vielerlei Ursachen sehr leicht zersetzlich, und sie verursachen in solch einem Falle die Zerstörung der Emulsion. Diese Erscheinung wird noch u. a. dadurch beschleunigt daß man verhältnismäßig größere Mengen derartiger Stabilisatoren und Emulgatoren verwenden muß, um haltbare Emulsionen zu gewinnen.
  • Vorliegende Erfindung bezweckt, die Emulgierbarkeit der Öle, Fette und Wachse durch Zusatz geeigneter Substanzen zu verbessern.
  • Es ist bereits aus der Patentschrift 432 942 bekannt, daß durch die Einführung von Alkylgruppen, wie z. B. von Propyl-, Butyl- und Amylresten, in hydroaromatische, insbesondere mehrkernige Carbonsäuren und durch Überführung derartig behandelter Säuren in wasserlösliche Salze Emulgatoren von großer Wirkung gewonnen werden. Es s ist aber aberraschenderweise gefunden worden, daß Ester aus Propyl-, Isopropyl-, Butyl- und Isobutylalkohol mit aliphatischen Monocarbonsäuren, welche nicht mehr als acht Kohlenstoffatome enthalten, den Ölen, Fetten und Wachsen eine ganz bedeutende Erhöhung ihrer Emulgierfähigkeit verleihen.
  • Zur Emulsionsbildung solcher mit den genannten Estern versetzter Öle, Fette und Wachse werden dann geringere Mengen von Stabilisatoren oder Emulgatoren gebraucht, und trotzdem sind derartig hergestellte Emulsionen sehr stabil.
  • Die Bildung von Estern aus einfachen aliphatischen Alkoholen und aliphatischen Monocarbonsäuren kann auch oft auf chemischem oder biologischem Wege innerhalb der Öle, Fette und Wachse bzw. der aus diesen Stoffen gebildeten Emulsionen erfolgen. So ist es z. B. bekannt, daß das aus den Pankreasdrüsen des Schweines gewonnene Ferment imstande ist, aus Alkohol und Monocarbonsäure den entsprechenden Ester zu bilden. öl-, £ett-und wachshaltige Emulsionen, welche derartige Fermente uder bestimmte Arten von Bakterien enthalten, können solche Ester aus den zugesetzten Komponenten bilden und dadurch eine bessere Emulgierfähigkeit erhalten.
  • Man kann nach Behandlung der Öle, Fette und Wachse mit den genannten Estern zwecks Bildung von Emulsionen selbstverständlich auch andere bekannte Emulgatoren oder Stabilisatoren verwenden.
  • A u s f ü h r u n g s b e i s p i e l e I. 200 g Rizinusöl werden mit 2 g isovaleriansaurem Propyl vermischt und dann mit einem Gemenge von 20 g Gummiarabikum und 10 g Traganth innig verrieben. Danach fügt man 120 g Zuckersirup und zuletzt langsam und unter dauerndem Umrühren 650 g Wasser hinzu.
  • 2. 10 kg gelbes Wachs und 1/2 kg Wollfett werden zunächst geschmolzen, dann fügt man unter Umrühren 100 g propionsaunes Isobutyl hinzu. Zu der noch flüssigen Masse setzt man nun 10 kg Gummischleim hinzu und verarbeitet das Gemisch zu einer Emulsion. Danach gibt man langsam und in dünnem Strahl 79kg lauwarmes Wasser hinzu.
  • 3. 3,2 g valeriansaures Silber und 3,5 g heptansaures Silber werden mit 3,4 g Isopropyljodid innig verrieben. Zu diesem Gemisch fügt man Soog Mohnöl hinzu und erwärmt das Ganze 12 bis 16 Stunden am Rückflußkühler im Wasserbad. Dann wird von den überschüssigen Silbersalzen und dem sich gebildeten Silberjodid abfiltriert; etwa noch vorhandene geringe Mengen von nicht umgesetztem Isopropyljodid können am absteigenden Kühler bei 89,5°C abdestilliert werden.
  • Dann wird das Öl, welches nun valeriansaures und heptansaures Isopropyl enthält, mit 60g Gummiarabikum, 40 g Traganth und 5 g Gelatinelösung verrieben, und hierauf gibt man tropfenweise unter dauerndem Umrühren 3,5 kg Wasser hinzu.

Claims (2)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zur Verbesserung der Emulgierbarkeit von Ölen, Fetten und Wachsen, dadurch gekennzeichnet, daß den Ölen, Fetten und Wachsen Ester des Propyl-, Isopropyl-, Butyl- oder Isobutylalkohols mit aliphatischen Monocarbonsäuren, welche nicht mehr als acht Kohlen stoffatome lenthalten, oder Gemische dieser Ester zugesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung der Ester aus ihren Komponenten innerhalb der Öle, Fette und Wachse bzw. der aus diesen Stoffen gebildeten Emulsionen auf chemischem oder biologischem Wege erfolgt.
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