DE627208C - Einrichtung zum Unterbrechen eines Wechselstromkreises mit Hilfe einer engen Isolierhuelle - Google Patents

Einrichtung zum Unterbrechen eines Wechselstromkreises mit Hilfe einer engen Isolierhuelle

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DE627208C DES108185D DES0108185D DE627208C DE 627208 C DE627208 C DE 627208C DE S108185 D DES108185 D DE S108185D DE S0108185 D DES0108185 D DE S0108185D DE 627208 C DE627208 C DE 627208C
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    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02—Details
    • H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/16—Impedances connected with contacts
    • H01H33/161—Variable impedances
    • H01H33/162—Liquid resistors

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  • Circuit Breakers (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Unterbrechen eines Wechselstromkreises mit Hilfe einer engen Isolierhülle Es ist bekannt, zur Erleichterung der Unterbrechung von Hochleistungsstromkreisen einen Reihenwiderstand vor den Schalter einzuschalten.
  • Es war bisher nur möglich, Widerstände von verhältnismäßig kleinem Ohmwert einzuschalten, da bei größerem Ohmwert die in dem Widerstand verrichtete Leistung so groß wird, daß der Reihenwiderstand seine praktische Verwendung ausschließende große Abmessungen erhält.
  • Die Erfindung besteht in einer Einrichtung, welche die Einschaltung eines Reihenwiderstandes von sehr hohem Ohmwert und dabei kleinen Abmessungen ermöglicht. Sie geht dabei von der durch das Patent 626 72o bekannten Einrichtung aus, bestehend aus einer engen Isolierhülle für den Lichtbogen, welcher eine halbleitende Flüssigkeit unter äußerem Druck derart zugeführt wird, daß sie im Stromnulldurchgang_ dem zusammenschrumpfenden Lichtbogenquerschnitt verzögerungsfrei nachfolgen kann.
  • Die Erfindung besteht darin, daß zu dem innerhalb der Isolierhütte geschaffenen Teil der Unterbrechungsstrecke zusätzliche in Reihe liegende Lichtbögen gezogen werden.
  • Es ist hierdurch erreicht, daß der in der Isolierhülle sich bildende Flüssigkeitswiderstand hoher Ohmzahl nur für eine sehr kurze Zeitdauer, nämlich für die stromschwache Pause des Wechselstromlichtbogens eingeschaltet wird, weshalb die vom Widerstand aufgenommene Energiemenge keinen unzulässigen hohen Wert erreicht und mit praktisch anwendbaren Mitteln abgeführt werden kann. Die Bildung des Flüssigkeitswiderstandes in der Hülle ist mit einer Wechselwirkung zwischen dem Lichtbogen und der Flüssigkeit -in der Hülle zu erklären. Die in der Hülle befindliche Flüssigkeit wirkt nämlich auf den gezogenen Lichtbogen löschend ein, so daß der Isolationswiderstand des Lichtbogenpfades während der stromschwachen Pause des Wechselstromlichtbogens sich so stark, erhöht, daß die Stromleitung vom Lichtbogen auf die Flüssigkeit übergeht und der Lichtbogen also seinerseits die Einschaltung der Flüssigkeitssäule bewirkt.
  • Um die Einschaltung eines möglichst hochohmigen Flüssigkeitswiderstandes herbeizuführen, ist es notwendig, den Widerstand des zur Flüssigkeit parallel geschalteten Lichtbogenpfades in der stromschwachen ,Pause so schnell wie möglich in die Höhe zü treiben. Dies kann .zweckmäßig dadurch geschehen, daß die Flüssigkeit mit dem Lichtbogen auf eine bestimmte_ Länge ., in- innigen Kontakt gebracht und die Flüssigkeit in der Umgebung des Lihtbogens dadurch fortlaufend erneuert wird,- daB Gas und Flüssigkeit in heftige Strömung in der Richtung der Unterbrechungsstrecke versetzt werden. Hierdurch werden die gut leitenden Gase in der- unmittelbaren Umgebung der Lichtbogensäule fortlaufend durch Flüssigkeit mit dem der Flüssigkeit eigenen hohen Widerstand ersetzt. Insbesondere folgt jeweils im Stromnulldurchgang die Flüssigkeit dem zusammenschrumpfenden Lichtbogenquersclinitt verzögerungsfrei nach. Die Energie wird. - in. dem expandierenden Dampf rasch abgeführt.
  • Bei einem Schalter nach der Erfindung ist es insbesondere möglich, Hochleisturigströmkreise von sehr hoher. Spannung -zu unterbrechen, und - zwar-- mit . nicht isolierenden Flüssigkeiten. Die hohe Spannungsbeanspruchung kann nämlich durch die Anordnung nach der Erfindung besser getragen werden, als durch die Vorrichtung. nach dem Hauptpatent allein, da wesentliche Teile der- wie== derkehrenden Spannung auf die vorgeschalteten Unterbrechungsstrecken entfallen, und zwar aus folgendem Grunde: Bei Verwendung wasserähnlicher Flüssigkeiten als Druckflüssigkeit für den. Löschkanal tritt durch das Einschalten der Flüssigkeitssäule eine Verlängerung der natürlichen stromschwachen Pause des Wechselstromlichtbogens. ein, nämlich um die Zeit,- die der Wasserkanal zur Erhitzung und Verdampfung durch die -wiederkehrende Spannung. gebraucht. Diese Verlängerung der stromschwachen Pause ermöglicht ein weitgehendes Abklingen vorgeschalteter Reihenlichtbögen, wodurch ihr Widerstand und der auf sie entfallende Teil der Spannung vergrößert wird. Ein Durchschlagen der so. geschaffenen großen, von der Flüssigkeit nicht ausgefüllten Unterbrechungsstrecken ist dann nicht mehr möglich. Die Länge der stromlosen bzw, stromschwachen Pause kann um so größer gemacht werden; je größer -man=den Widerstand des Flüssigkeitskörpers im Löschkanal, d. h. z. B. je größer man die Länge des, Flüssigkeitskanals -nacht. Sie kann nach Bedarf von einem Bruchteil der Halbwellendauer-.des Wechselstromes bis auf die volle Ilafbwellendauer und auch noch darüber verlängert werden. Im allgemeinen wird es genügen, wenn sie sich auf den Bruchteil einer Halbwelle erstreckt.
  • Die Unterbrechung des Stromkreises kann nach der Erfindung schon durch einfaches Verlängern des Lichtbogens über den Löschkanal hinaus erreicht werden, weil bei einer gewissen Länge der Lichtbögen clie normalen Kühlungsverhältnisse genügen, um bei der verlängerten stromlosen Pause den Reihenlichtbogen so stark abklingen zu lassen, daß die Unterbrechungsstrecke eine genügende Isolierfestigkeit wiedererlangt. Man kann also den Löschkailal in der Unterbrechungsstrecke eines Schalters anordnen und so ausbilden, daß bei geöffnetem Schalter an den Löschkanal anschließende Lichtbogenstücke vorhanden sind, welche durch die -aus dem Löschkanal ausströmenden Gase beblasen werden. - Z: B. kann man den Löschkanal an einem oder" beiden Enden düsenförmig erweitern, um diese Blaswirkung zu steigern.
  • Man kann ferner einen mit Hilfskontakten ausgerüsteten Löschkanal als Hilfsschalter mit einem Hauptschalter, z. B. einem bereits vorhandenen Ölschalter, in Reihe schalten, wobei der Hilfsschalter etwa gleichzeitig mit dem-Hauptschalter ausgeschaltet wird. Die Löschung des Lichtbogens stellt dann an den Hauptschalter sehr kleine Anforderungen, so daß .dieser verhältnismäßig sehr klein bemessen werden kann. Als Hauptschalter kann auch ein Druckluftschalter oder ein Expansionsschalter verwendet werden. Ein weiterer Vorzug dieser Anordnung besteht darin, daß die Einschaltung des Stromkreises mit dem Hauptschalter erfolgen- kann, für den man dann einen Schalter wählt, der sich für das Einschalten größer Spannungen gut eignet, z. B. einen Ölschalter. Die Auslösung des Hilfsschalters muß zwangsläufig in Abhängigkeit vom Hauptschalter erfolgen, z. B. mit einer bekannten selbsttätigen Auslösung. Sie wird praktisch. stets -etwas früher oder etwas später als die Auslösung des Hauptschalters erfolgen. Wenn man es so einrichtet; daß die Ausschaltung des Hilfsschalters stets etwas später erfolgt, kann der vom Hauptschalter . entwickelte Druck - benutzt werden, um die Auslösung des Hilfsschalters und die Steuerung seiner Druckflüssigkeit zu bewirken oder um die Flüssigkeit in den Löschkanal- des - Hilfsschalters hineinzudrücken.
  • Man kann-diese Einrichtung auch vorteilhafterweise- vertuenden, um in bestehenden Anlagen, die -mit Schaltern zu kleiner Leistung ausgerüstet sind, die Schaltleistung dieser Schalter wesentlich zu erhöhen.
  • Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß an einer Seite des Löschkanals öder zu beiden Seiten Trockenkammern, angeordnet werden, die durch eine oder mehrere Wände mit zentralen Löchern für den Durchtritt des Lichtbogens gegen den Löschkanal-abgeschirmt sind. Man kann auf diese Weise einen Schalter für Stromkreise- von sehr hoher Spannung mit einer einzigen Unterbrechungsstrecke erhalten, wobei ein Schaltstück oder beide Schaltstücke des Schalters der Reihe nach durch den Löschkanal und den anschließenden Trockenraum hindurchgezogen werden. Der vorgeschaltete Trockenraum hat hierbei die Wirkung, daß er die Bildung einer güt isolierenden Unterbrechungsstrecke ermöglicht, insbesondere bei Verwendung halbleitender Flüssigkeiten. Zur weiteren Vervollkommnung kann man die Löcher der abschirmenden Wände des Trockenraumes mit beweglichen abschirmenden Einrichtungen versehen, z. B. können diese als drehbare oder verschiebliche Klappen mit einem bestimmten nicht zu kleinen Abstand von der Wand, um eine zu starke Erhöhung des Spannungsgradienten des Lichtbogens an diesen Steflen und Verbrennen des Isoliermaterials zu verhindern, ausgebildet werden. Man kann ferner die vorgeschalteten Trockenräume so ausbilden, daß sie zusätzliche Löschwirkungen auf den darin gezogenen Lichtbogen ausüben, beispielsweise dadurch, daß man die den Lichtbogenpfad umgebenden Wände aus gasabgebenden Stoffen, z. B. Borax, Fiber, herstellt, oder aber dadurch, daß man für das Zustandekommen einer starken Gasströmung durch den Lichtbogen hindurch sorgt.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • In Fig. i ist io die Löschvorrichtung, i i das feststehende Schaltstück und 12 der Schaltstift des -Schalters. 13 ist der Nachfüllbehälter für die Löschvorrichtung und 14 eine Druckgasflasche. Die- Löschvorrichtung io besteht aus einem isolierenden Körper; der eine zentrale Bohrung 15, den Löschkanal, besitzt. Dieser Kanal ist zu einer Höhlung 16 erweitert, in welche die Wände 17, 18 aus Isoliermaterial eingebaut sind. Diese Wände sind gegen den Löschkanal zu konisch verbreitert, so daß zwischen den Wänden nur schmale Ringschlitze i9 bis 21 für die Flüssigkeitszufuhr in den Löschkanal 15 freibleiben. Der Hohlraum 16 besitzt ferner nach oben eine Erweiterung 22, die als Windkessel dient, um die raschen Druckstöße, die durch den Wechselstromlichtbogen entstehen, auszupuffern. Nach oben und unten ist der Löschkanal 15 in dem Isolierkörper zo in Form sich erweiternder Düsen 23, 24 weitergeführt.- Der Flüssigkeitsbehälter 13 ist über einen Zuflußkanal 25 an den Hohlraum 16 angeschlossen. In diesen Zuflußkanal ist ein Absperrorgan 26 eingebaut, welches in Abhängigkeit von dem Schaltvorgang gesteuert wird. Diese Steuerung ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Sie kann z. B. eine elektromagnetische Steuerung des Ventils 26 in Abhängigkeit vom Auslöser des Schalters sein. Der Behälter 13 ist durch eine Druckgasleitung 27 über ein Druckminderungsventil°28 mit der Druckgasflasche 14 verbunden, so daß in dem Raum 29 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Gefäß 13 ein ständiger Gasdruck von beispielsweise 2o at herrscht.
  • Der Schalter ist in der Zeichnung in dem Augenblick kurz vor der Stromunterbrechung dargestellt. Da das Schaltstück ii in einem bestimmten Abstand von dem Löschkanal befestigt ist und der Schaltstift i2 bei der Stromunterbrechung ebenfalls eine bestimmte Strecke über den Löschkanal hinausgezogen wurde, besteht der zu löschende Lichtbogen aus drei Teilen, nämlich dem Teil 30 oberhalb des Löschkanals 15, dem Teil 31 innerhalb des Löschkanals und dem Teil 32 unterhalb des Löschkanals. 30 und 32 brennen zum Teil in den Düsen 23, 24. - In dem Ersatzschema Fig. 2 sind die Widerstände dieser Teile der Unterbrechungsstrecke dargestellt. Das Lichtbogenstück 3o besitzt den Widerstand R1, das Lichtbogenstück 31 den Wider-. stand r und das Lichtbogenstück 32 den Widerstand R2. Dem Lichtbogen 31- im Löschkanal 15 liegt parallel der Widerstand w der Flüssigkeit im Löschkanal. Die ganzen Widerstände liegen an der Betriebsspannung E.-Bei der Einleitung des Unterbrechungsvorganges wurde das Ventil 26 geöffnet und dadurch der Raum 16 mit Druckflüssigkeit aus dem Behälter 13 gefüllt. Aus dem Raum 16 dringt die Flüssigkeit durch die Schlitze i9 bis 21 in den Löschkanal ein. Sobald nun der Lichtbogen hindurchgezogen wird, 'bildet sich um die Lichtbogensäule herum ein dünner Dampfmantel, der in axialer Richtung rasch ausströmt. In dem Maße, wie sich der Wechselstrom dem Nullwert nähert, wird infolge dieser raschen axialen Expansion der Dampfhülle des Lichtbogens einerseits und infolge der Klammerwirkung der Druckflüssigkeit andererseits in der unmittelbaren Umgebung des Lichtbogens in jedem Augenblick das heiße Gas durch Flüssigkeit ersetzt, wodurch eine rasche Einschnürung des Lichtbogens auf einen immer enger werdenden Flüssigkeitskanal erfolgt. Durch die hohe Wärmeaufnahme/cm3, welche die Flüssigkeit bis zu ihrer Verdampfung hat, wird dem gasförmigen Kanal in der Flüssigkeit in zunehmendem Maß seine Leitfähigkeit entzogen, wodurch die Stromleitung auf -die Flüssigkeitssäule -übergeht.
  • Die Widerstände R1 und R2 der an den Löschkanal anschließenden Lichtbögen und der Widerstand r des Lichtbogens im Kanal sind während des Strommaximums sehr klein. In der Nähe des Stromnulldurchganges steigen nun diese Widerstände sehr rasch.. Besonders rasch steigt infolge der Kühlverhältnisse im- Löschkanal der Widerstand r. Im Stromnulldurchgang wird ' der Widerstand r--so- groß, daß der parallel- geschaltete Widerstand w der Flüssigkeit den Strom übernimmt. Die Spannung; welche nach dem Stromnulldurchgäng die Unterbreciiuügsstrec'ke beansprucht, _ verteilt sich nun auf die drei -in Reihe liegenden Widerstände R1, R2 .und w. Der Spannungsanteil, der auf w entfällt, muß nun durch entsprechende Hochhaltung der Widerstände R1 und R2 so klein gehalten. werden,' däß ein Durchschlag des Löschkanals nicht mehr erfolgt.. Wird z. B. Wasser oder eine wasserähnliche Flüssigkeit verwendet, so kann- für diese Steigerung der Widerstände R, und R2 der Zeitgewinn nutzbar gemacht werden, der in- der Verlängerung der stromlosen Pause durch die Einschaltung der Flüssigkeit an Stelle der Lichtbogenstreeke im Kanal erfolgt.- Da nämlich bei wasserähnlichen Flüs-. sigkeiten der Durchschlag durch die elektrische Spannung ein Wärmedurchschlag ist; so ist zum Anheizen der Flüssigkeit, eine längere Zeit erforderlich als zum Anheizen einer-gleichlangen Gasstrecke bis zum Durchschlag: --Solange ein Durchschlag der Flüssigkeit noch nicht erfolgt ist, ist natürlich infolge des spezifischen Widerstandes der Flüssigkeit der Strom sehr gering. Bei diesem ,geringen Strom sind aber auch -die Widerstände Ri und R2 der Serienlichtbögen 30 und 3a sehr hoch. Diese Verzögerungszeit, -während welcher nur, ,der durch 'den Flüssigkeitswiderstand begrenzte Strom fließt;, wird zur - Löschung der Reihenlichtbögen benutzt.
  • In dem vorliegenden Beispiel werden die -Reihenlichtbögen 30 und 32 durch die aus dem Löschkanal expandierenden - Gase bebläsen -und die Wirkung dieser Beblasung noch dadurch unterstützt, daß'- die expandierenden Gase in- Düsen 23, z4 geführt sind. Die Lichtbögen 30, 32' vergrößern daher sehr rasch ihre Widerstände und beschränken dadurch die Belastung- des Löschkanals unter das zu -seinem Durchschlag erforderliche Maß -Fig. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Diese Ausführungsform eignet sich besonders für Schalter für sehr 1%he Spannungen. 40 ist ein Isolierkörper mit dem Löschkanal 41, dem durch den Zuflußkanal 42 die Druckflüssigkeit, z. B. Druckwasser, in ' der Pfeilrichtung 43 während- der Unterbrechung zugeführt wird. Unterhalb des Kanals 41 ist in einer gewissen Entfernung das feste Schaltstück 44 befestigt. Oberhalb des Löschkanals befindet sich ein durch die Isolierwand 45 gegen den Kanal 41 abgeschirmter Raum, ' der durch die Seitenwandurigen 46, 47 und die obere Wand 48 begrenzt ist. In ihn sind die Querwände 49, 50 eingebaut. Die Wände-45, 48, 49, 5o besitzen zentrale enge -Löcher für den Schaltstift 51. In den Seitenwandungen 46, 47 sind -weite Löcher 52, 53 angebracht. Durch Querwände 54 bis 57 sind die Lichtbogenräume zwischen den Platten 45, 49 und 50, 48 verengt. 58 ist eine Klappe; die um einen Zapfen 59 drehbar ist' -und durch eine Feder bei herausgezoge-Bern Schaltstift in jene Lage gedreht wird,. in der sie-vor der Schaltstiftöffnung 6o steht. Der Schaltstift 51: dreht jedoch bei seinem Abwärtsgang- die Klappe 58 nach unten, so daß diese-- die Schaltstrecke freigibt. Die Klappe 58 ist in einem gewissen Abstand 61 von der Wand 45 angebracht. 62 ist ein Gefäß, 'welches dazu- dient, die aus dem Löschkanal 41 austretende Flüssigkeit aufzufangen. Der Schalter wirkt folgendermaßen: Bei der Zlnterbrechung wird die Zufuhr der Druckflüssigkeit -durch den Kanal 42 eingeleitet. -Der Stift 5i geht dann durch den Löschkanal 41 hindurch -und zieht den Lichtbogen durch den Löschkanal, wo dieser in inniger Berührung mit der Flüssigkeit brennt. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung tritt der .Stift -5 r über die Klappe 58, die bis dahin durch den Stift in der gestrichelten Lage gehalten wurde, und diese dreht sich nun aufwärts bis in die waagerechte. Lage; in der sie die.Öffnung 6o abschirmt. Der Stift geht -dann durch die Öffnung 6o der Wand 45 hindurch- und zieht den Lichtbogen in den-Trockenraum hinein, der durch die Kla,ppe 58 und die Wand 45 vor der aus dem Kanal 41 -ausspritzenden Flüssigkeit abgeschirmt ist. Der Lichtbögen biegt sich dabei nach links aus und geht durch den Zwischenraum 61 zwischen Klappe 5-8 und Wand 45 hindurch. --Derjenige Teil des Lichtbogens, der in den- Trockenraum hineingezogen wird, ist nun einer Gasströmung ausgesetzt, die sich durch die Schaltstiftöffnungen der Platten 45, 49, 5o und 48 hindurch ausbildet. In der gezeichneten Stellung des Schaltstiftes 5s nimmt z. B. der Druck innerhalb des von den Platten q.5; 49, 54 und 55 begrenzten Raumes einen höheren Wert an, wie der Druck in dem Räum oberhalb der Platte 49, wodurch eine lebhafte, den Druckausgleich bewirkende Strömung erhitzter Gase durch die Öffnung 63 hinddrch eintritt. Unter der Wirkung dieser Beblasung- und Verlängerung nimmt der Widerstand des Lichtbogenteiles oberhalb der Klappe 58 rasch zu. Im Stromnulldurchgäng wird der- Lichtbogen im Löschkanal 4z gelöscht und statt dessen liegt nun die Flüssigkeit im Kanal 41 vor dem Lichtbogen. Die Spannung und damit die Strombelastung oder- Flüssigkeitssäule im Kanal 4.z ist nach dem Stromnulldurchgang durch den hohen Widerstand des vorgeschalteten Lichtbogens so stark begrenzt, daß eine Wiederzündung im Löschkanal 41 nicht mehr eintritt, sondern auch der in den Trockenraum hinein verlängerte Lichtbogen erlischt. Da der im Trockenraum liegende Teil der Unterbrechungsstrecke gegen die aus dem Löschkanal austretende halbleitende Flüssigkeit geschützt ist, besitzt er eine gute Isolationsfähigkeit, und es kommt infolgedessen nicht mehr zu sekundären Rückzündungen über benetzte Wände.
  • Zur Löschung des Lichtbogens, der durch die Wandungen 45, 49, 50, 48 hindurchgezogen wird, trägt auch die Wandwirkung bei, welche von den engen Schaltstiftöffnungen ausgeht. Man kann diese Wirkung noch dadurch steigern, daß man die Wände aus einem gasabgebenden Faserstoff, z. B. aus Fiber, Holz oder gepreßtem Borax, macht.
  • Fig.4 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung die Reihenschaltung eines Hauptschalters 70, z. B. eines gewöhnlichen Ölschalters, mit einem Löschkanal 7i. Die Leitung führt von dem Ölschalter über das feste Schaltstück 72 und den durch den Kanal 71 hindurchgehenden Schaltstift 73, von dem der Strom beispielsweise mit Hilfe eines Gleitkontaktes 74 abgenommen wird. 75 ist der Kanal für die Flüssigkeitszuführung zum Löschkanal 7i, 76 ein Absperrventil. 77 ist ein Flüssigkeitsbehälter und-78 eine Druckgasflasche, die über. ein Druckminderungsventil79 und die Druckgaslei= tung 8o mit dem Behälter 77 in Verbindung steht und, wie im Falle der Fig. i, in dem Behälter einen gewissen Druck aufrechterhält, der an dem Druckmesser 9o abgelesen werden kann. In der Leitung 81 liegt ein Überstromauslöser 82, an dessen Kontakte Auslösestromkreise mit den Auslösespulen 84 und 85 angeschlossen sind. Die Auslösespule 84 öffnet das Ventil 76, während 85 die Auslösung des Schaltstiftes 73 beuvirkt.
  • Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende: Leichte Abschaltungen bewältigt der Ölschalter 70 allein, sobald jedoch ein kurzschlußartiger Strom abgeschaltet werden soll, der den ölschalter allein überlasten würde, spricht der Überstromauslöser 82 an. Infolgedessen kommt die Spule 84 unter Strom und öffnet das Ventil 76, wodurch Flüssigkeit aus dem Behälter 77 durch den Zuführungskanal 75 in den Löschkanal 71 hineingedrückt wird. Auch die Spule 85 wird vom Strom durchflossen und löst den Schaltstift 73 aus. Dieser wird aus dem Kontakt 72 herausgezogen, wodurch ein mit der Unterbrechungsstrecke des Ölschalters in Reihe liegender Lichtbogen durch den Löschkanal 71 hindurchgezogen wird. Beim ersten Stromnulldurchgang schaltet sich nun in derselben Weise, wie beim Ausführungsbeispiel Fig. i besprochen, die Flüssigkeit in dem Löschkanal als Widerstand vor den Unterbrechungslichtbogen im Ölschalter, und dieser Widerstand genügt, um den Lichtbogen im Ölschalter augenblicklich zum Erlöschen zu bringen. Auf diese Weise ist erreicht, daß der Stromkreis in dem Ölschalter nach wenigen Halbwellen unterbrochen wird, ehe der Lichtbogen im Ölschalter solche Längen angenommen hat, daß der Ölschalter überlastet wird.
  • Man kann auch an Stelle des ölschalters einen anderen Schalter verwenden, z. B. einen Druckluftschalter oder einen Expansionsschalter.
  • Anstatt die Auslösung des Hilfsschalters vom Überstrom abhängig zu 'machen, kann man sie auch vom Druck im Ölschalter oder vom Ausschaltweg der ölschaltertraverse abhängig machen.
  • Beispielsweise kann man'die Auslösestromkreise des Hilfsschalters an einen Druck-,messer am Ölkessel anschließen. Es ist auch denkbar, den im Hauptschalter durch den Hauptlichtbogen hervorgerufenen Druck unmittelbar zum Hineindrücken der Flüssigkeit in den Löschkanal zu benutzen.
  • Da der Hilfsschalter nur bei schweren Kurzschlüssen, also selten, in Funktion tritt, kann. er. sehr einfach ausgebildet werden, z. B. braucht er keinen fernsteuerbaren Einschaltmechanismus zu haben. Da der Verbrauch an Druckflüssigkeit klein ist, kann man auch die Flasche 78 weglassen, dafür den Raum oberhalb der Flüssigkeit im Behälter 77 größer ausbilden und ihn nur nach jeder Kurzschlußauslösung des Hilfsschalters mit Druckgas nachfüllen. .

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Unterbrechen eines Wechselstromkreises mit Hilfe einer engen Isolierhülle nach Patent 626 72o, welcher eine halbleitende Flüssigkeit unter äußerem Druck derart zugeführt wird, daß sie im Stromnulldurchgang dem zusammenschrumpfenden Lichtbogenquerschnitt verzögerungsfrei nachfolgen kann, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem innerhalb der Isolierhülle geschaffenen Teil der Unterbrechungsstrecke zusätzliche in Reihe liegende Lichtbögen gezogen werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierhülle in der Unterbrechungsstrecke des Schalters nach dem Hauptpatent derart angeordnet- und so ausgebildet ist, - daß bei geöffnetem Schalter an den Löschkanal anschließende Lichtbögenstücke vorhanden sind, welche durch die aus der. Isolierhülle ausströmenden Gase bebläsen werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, # dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Hilfskontakten ausgerüsteter Löschkanal mit einem Hauptschalter in Reihe liegt, wobei der Hilfsschalter =etwa' gleichzeitig mit dem. Hauptschalter ausgeschaltet wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch- r, dadurch gekennzeichnet, daß an einer -Seite des Löschkanals oder zu beiden Seiten Trockenräume angeordnet-sind, die durch eine oder mehrere Wände mit zentralen Löchern für den Durchtritt des Licht-` Bogens gegen den Löschkanal abgeschirmt sind (Fig:3):
  5. 5. Hochspannungsschalter nach Ansprach q., dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher der abschirmenden Wände mit be= weglichen abschirmenden - Einrichtungen versehen sind.
  6. 6. Hochspannungsschalter nach Ansprach 5, -dadurch gekennzeichnet, daß an den Wänden drehbare oder verschiebliche Platten (58) in einem bestimmten Ab= stand von der Wand angeordnet sind. i- Hochs pännungsschalter nach Ansprach 4a_ dadurch gekennzeichnet, daß die dem Löschkanal= zugeschalteten Trockenräume so ausgebildet und angeordnet sind, daß sie- eine zusätzliche Löschwirkung auf den darin gezogenen Lichtbogen durch das aus dem Löschkanal austretende Löschmittel ermöglichen. B. Einrichtung, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Löschkanal an einem oder beiden Enden düsenförmig erweitert ist. ,9. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch,gekennzeichnet,.daß der Hilfsschalter derart in Abhängigkeit von dem zu unterbrechenden Überstrom gesteuert ist, daß seine Kontakte und seine Flüssigkeitszufuhr nur bei sehr starken Über-, strömen ausgelöst werden. i o# Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet;- daß der von einem getrennten Hauptlichtbogen entwickelte Druck unmittelbar zum Hineindrücken der Flüssigkeit in den Löschkanal oder zur Steuerung des Hilfsschalters und der Druckflüssigkeit für den Hilfsschalter benutzt wird.
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