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Einrichtung zum Unterbrechen eines Wechselstromkreises mit Hilfe einer
engen Isolierhülle Es ist bekannt, zur Erleichterung der Unterbrechung von Hochleistungsstromkreisen
einen Reihenwiderstand vor den Schalter einzuschalten.
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Es war bisher nur möglich, Widerstände von verhältnismäßig kleinem
Ohmwert einzuschalten, da bei größerem Ohmwert die in dem Widerstand verrichtete
Leistung so groß wird, daß der Reihenwiderstand seine praktische Verwendung ausschließende
große Abmessungen erhält.
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Die Erfindung besteht in einer Einrichtung, welche die Einschaltung
eines Reihenwiderstandes von sehr hohem Ohmwert und dabei kleinen Abmessungen ermöglicht.
Sie geht dabei von der durch das Patent 626 72o bekannten Einrichtung aus,
bestehend aus einer engen Isolierhülle für den Lichtbogen, welcher eine halbleitende
Flüssigkeit unter äußerem Druck derart zugeführt wird, daß sie im Stromnulldurchgang_
dem zusammenschrumpfenden Lichtbogenquerschnitt verzögerungsfrei nachfolgen kann.
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Die Erfindung besteht darin, daß zu dem innerhalb der Isolierhütte
geschaffenen Teil der Unterbrechungsstrecke zusätzliche in Reihe liegende Lichtbögen
gezogen werden.
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Es ist hierdurch erreicht, daß der in der Isolierhülle sich bildende
Flüssigkeitswiderstand hoher Ohmzahl nur für eine sehr kurze Zeitdauer, nämlich
für die stromschwache Pause des Wechselstromlichtbogens eingeschaltet wird, weshalb
die vom Widerstand aufgenommene Energiemenge keinen unzulässigen hohen Wert erreicht
und mit praktisch anwendbaren Mitteln abgeführt werden kann. Die Bildung des Flüssigkeitswiderstandes
in der Hülle ist mit einer Wechselwirkung zwischen dem Lichtbogen und der Flüssigkeit
-in der Hülle zu erklären. Die in der Hülle befindliche Flüssigkeit wirkt nämlich
auf den gezogenen Lichtbogen löschend ein, so daß der Isolationswiderstand des Lichtbogenpfades
während der stromschwachen Pause des Wechselstromlichtbogens sich so stark, erhöht,
daß die Stromleitung vom Lichtbogen auf die Flüssigkeit übergeht und der Lichtbogen
also seinerseits die Einschaltung der Flüssigkeitssäule bewirkt.
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Um die Einschaltung eines möglichst hochohmigen Flüssigkeitswiderstandes
herbeizuführen, ist es notwendig, den Widerstand des zur Flüssigkeit parallel geschalteten
Lichtbogenpfades in der stromschwachen ,Pause so schnell wie möglich in die Höhe
zü treiben. Dies kann .zweckmäßig dadurch geschehen, daß die Flüssigkeit mit dem
Lichtbogen auf
eine bestimmte_ Länge ., in- innigen Kontakt gebracht
und die Flüssigkeit in der Umgebung des Lihtbogens dadurch fortlaufend erneuert
wird,- daB Gas und Flüssigkeit in heftige Strömung in der Richtung der Unterbrechungsstrecke
versetzt werden. Hierdurch werden die gut leitenden Gase in der- unmittelbaren Umgebung
der Lichtbogensäule fortlaufend durch Flüssigkeit mit dem der Flüssigkeit eigenen
hohen Widerstand ersetzt. Insbesondere folgt jeweils im Stromnulldurchgang die Flüssigkeit
dem zusammenschrumpfenden Lichtbogenquersclinitt verzögerungsfrei nach. Die Energie
wird. - in. dem expandierenden Dampf rasch abgeführt.
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Bei einem Schalter nach der Erfindung ist es insbesondere möglich,
Hochleisturigströmkreise von sehr hoher. Spannung -zu unterbrechen, und -
zwar-- mit . nicht isolierenden Flüssigkeiten. Die hohe Spannungsbeanspruchung kann
nämlich durch die Anordnung nach der Erfindung besser getragen werden, als durch
die Vorrichtung. nach dem Hauptpatent allein, da wesentliche Teile der- wie== derkehrenden
Spannung auf die vorgeschalteten Unterbrechungsstrecken entfallen, und zwar aus
folgendem Grunde: Bei Verwendung wasserähnlicher Flüssigkeiten als Druckflüssigkeit
für den. Löschkanal tritt durch das Einschalten der Flüssigkeitssäule eine Verlängerung
der natürlichen stromschwachen Pause des Wechselstromlichtbogens. ein, nämlich um
die Zeit,- die der Wasserkanal zur Erhitzung und Verdampfung durch die -wiederkehrende
Spannung. gebraucht. Diese Verlängerung der stromschwachen Pause ermöglicht ein
weitgehendes Abklingen vorgeschalteter Reihenlichtbögen, wodurch ihr Widerstand
und der auf sie entfallende Teil der Spannung vergrößert wird. Ein Durchschlagen
der so. geschaffenen großen, von der Flüssigkeit nicht ausgefüllten Unterbrechungsstrecken
ist dann nicht mehr möglich. Die Länge der stromlosen bzw, stromschwachen Pause
kann um so größer gemacht werden; je größer -man=den Widerstand des Flüssigkeitskörpers
im Löschkanal, d. h. z. B. je größer man die Länge des, Flüssigkeitskanals -nacht.
Sie kann nach Bedarf von einem Bruchteil der Halbwellendauer-.des Wechselstromes
bis auf die volle Ilafbwellendauer und auch noch darüber verlängert werden. Im allgemeinen
wird es genügen, wenn sie sich auf den Bruchteil einer Halbwelle erstreckt.
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Die Unterbrechung des Stromkreises kann nach der Erfindung schon durch
einfaches Verlängern des Lichtbogens über den Löschkanal hinaus erreicht werden,
weil bei einer gewissen Länge der Lichtbögen clie normalen Kühlungsverhältnisse
genügen, um bei der verlängerten stromlosen Pause den Reihenlichtbogen so stark
abklingen zu lassen, daß die Unterbrechungsstrecke eine genügende Isolierfestigkeit
wiedererlangt. Man kann also den Löschkailal in der Unterbrechungsstrecke eines
Schalters anordnen und so ausbilden, daß bei geöffnetem Schalter an den Löschkanal
anschließende Lichtbogenstücke vorhanden sind, welche durch die -aus dem Löschkanal
ausströmenden Gase beblasen werden. - Z: B. kann man den Löschkanal an einem oder"
beiden Enden düsenförmig erweitern, um diese Blaswirkung zu steigern.
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Man kann ferner einen mit Hilfskontakten ausgerüsteten Löschkanal
als Hilfsschalter mit einem Hauptschalter, z. B. einem bereits vorhandenen Ölschalter,
in Reihe schalten, wobei der Hilfsschalter etwa gleichzeitig mit dem-Hauptschalter
ausgeschaltet wird. Die Löschung des Lichtbogens stellt dann an den Hauptschalter
sehr kleine Anforderungen, so daß .dieser verhältnismäßig sehr klein bemessen werden
kann. Als Hauptschalter kann auch ein Druckluftschalter oder ein Expansionsschalter
verwendet werden. Ein weiterer Vorzug dieser Anordnung besteht darin, daß die Einschaltung
des Stromkreises mit dem Hauptschalter erfolgen- kann, für den man dann einen Schalter
wählt, der sich für das Einschalten größer Spannungen gut eignet, z. B. einen Ölschalter.
Die Auslösung des Hilfsschalters muß zwangsläufig in Abhängigkeit vom Hauptschalter
erfolgen, z. B. mit einer bekannten selbsttätigen Auslösung. Sie wird praktisch.
stets -etwas früher oder etwas später als die Auslösung des Hauptschalters erfolgen.
Wenn man es so einrichtet; daß die Ausschaltung des Hilfsschalters stets etwas später
erfolgt, kann der vom Hauptschalter . entwickelte Druck - benutzt werden, um die
Auslösung des Hilfsschalters und die Steuerung seiner Druckflüssigkeit zu bewirken
oder um die Flüssigkeit in den Löschkanal- des - Hilfsschalters hineinzudrücken.
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Man kann-diese Einrichtung auch vorteilhafterweise- vertuenden, um
in bestehenden Anlagen, die -mit Schaltern zu kleiner Leistung ausgerüstet sind,
die Schaltleistung dieser Schalter wesentlich zu erhöhen.
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Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß
an einer Seite des Löschkanals öder zu beiden Seiten Trockenkammern, angeordnet
werden, die durch eine oder mehrere Wände mit zentralen Löchern für den Durchtritt
des Lichtbogens gegen den Löschkanal-abgeschirmt sind. Man kann auf diese Weise
einen Schalter für Stromkreise- von sehr hoher Spannung mit einer einzigen Unterbrechungsstrecke
erhalten, wobei ein Schaltstück oder beide Schaltstücke
des Schalters
der Reihe nach durch den Löschkanal und den anschließenden Trockenraum hindurchgezogen
werden. Der vorgeschaltete Trockenraum hat hierbei die Wirkung, daß er die Bildung
einer güt isolierenden Unterbrechungsstrecke ermöglicht, insbesondere bei Verwendung
halbleitender Flüssigkeiten. Zur weiteren Vervollkommnung kann man die Löcher der
abschirmenden Wände des Trockenraumes mit beweglichen abschirmenden Einrichtungen
versehen, z. B. können diese als drehbare oder verschiebliche Klappen mit einem
bestimmten nicht zu kleinen Abstand von der Wand, um eine zu starke Erhöhung des
Spannungsgradienten des Lichtbogens an diesen Steflen und Verbrennen des Isoliermaterials
zu verhindern, ausgebildet werden. Man kann ferner die vorgeschalteten Trockenräume
so ausbilden, daß sie zusätzliche Löschwirkungen auf den darin gezogenen Lichtbogen
ausüben, beispielsweise dadurch, daß man die den Lichtbogenpfad umgebenden Wände
aus gasabgebenden Stoffen, z. B. Borax, Fiber, herstellt, oder aber dadurch, daß
man für das Zustandekommen einer starken Gasströmung durch den Lichtbogen hindurch
sorgt.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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In Fig. i ist io die Löschvorrichtung, i i das feststehende Schaltstück
und 12 der Schaltstift des -Schalters. 13 ist der Nachfüllbehälter für die
Löschvorrichtung und 14 eine Druckgasflasche. Die- Löschvorrichtung io besteht aus
einem isolierenden Körper; der eine zentrale Bohrung 15, den Löschkanal, besitzt.
Dieser Kanal ist zu einer Höhlung 16 erweitert, in welche die Wände 17, 18 aus Isoliermaterial
eingebaut sind. Diese Wände sind gegen den Löschkanal zu konisch verbreitert, so
daß zwischen den Wänden nur schmale Ringschlitze i9 bis 21 für die Flüssigkeitszufuhr
in den Löschkanal 15 freibleiben. Der Hohlraum 16 besitzt ferner nach oben eine
Erweiterung 22, die als Windkessel dient, um die raschen Druckstöße, die durch den
Wechselstromlichtbogen entstehen, auszupuffern. Nach oben und unten ist der Löschkanal
15 in dem Isolierkörper zo in Form sich erweiternder Düsen 23, 24 weitergeführt.-
Der Flüssigkeitsbehälter 13 ist über einen Zuflußkanal 25 an den Hohlraum 16 angeschlossen.
In diesen Zuflußkanal ist ein Absperrorgan 26 eingebaut, welches in Abhängigkeit
von dem Schaltvorgang gesteuert wird. Diese Steuerung ist in der Zeichnung nicht
dargestellt. Sie kann z. B. eine elektromagnetische Steuerung des Ventils 26 in
Abhängigkeit vom Auslöser des Schalters sein. Der Behälter 13 ist durch eine
Druckgasleitung 27 über ein Druckminderungsventil°28 mit der Druckgasflasche 14
verbunden, so daß in dem Raum 29 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Gefäß 13 ein
ständiger Gasdruck von beispielsweise 2o at herrscht.
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Der Schalter ist in der Zeichnung in dem Augenblick kurz vor der Stromunterbrechung
dargestellt. Da das Schaltstück ii in einem bestimmten Abstand von dem Löschkanal
befestigt ist und der Schaltstift i2 bei der Stromunterbrechung ebenfalls eine bestimmte
Strecke über den Löschkanal hinausgezogen wurde, besteht der zu löschende Lichtbogen
aus drei Teilen, nämlich dem Teil 30 oberhalb des Löschkanals 15, dem Teil
31 innerhalb des Löschkanals und dem Teil 32 unterhalb des Löschkanals.
30 und 32 brennen zum Teil in den Düsen 23, 24. - In dem Ersatzschema Fig.
2 sind die Widerstände dieser Teile der Unterbrechungsstrecke dargestellt. Das Lichtbogenstück
3o besitzt den Widerstand R1, das Lichtbogenstück 31 den Wider-. stand r und das
Lichtbogenstück 32 den Widerstand R2. Dem Lichtbogen 31- im Löschkanal 15 liegt
parallel der Widerstand w der Flüssigkeit im Löschkanal. Die ganzen Widerstände
liegen an der Betriebsspannung E.-Bei der Einleitung des Unterbrechungsvorganges
wurde das Ventil 26 geöffnet und dadurch der Raum 16 mit Druckflüssigkeit
aus dem Behälter 13 gefüllt. Aus dem Raum 16 dringt die Flüssigkeit durch die Schlitze
i9 bis 21 in den Löschkanal ein. Sobald nun der Lichtbogen hindurchgezogen wird,
'bildet sich um die Lichtbogensäule herum ein dünner Dampfmantel, der in axialer
Richtung rasch ausströmt. In dem Maße, wie sich der Wechselstrom dem Nullwert nähert,
wird infolge dieser raschen axialen Expansion der Dampfhülle des Lichtbogens einerseits
und infolge der Klammerwirkung der Druckflüssigkeit andererseits in der unmittelbaren
Umgebung des Lichtbogens in jedem Augenblick das heiße Gas durch Flüssigkeit ersetzt,
wodurch eine rasche Einschnürung des Lichtbogens auf einen immer enger werdenden
Flüssigkeitskanal erfolgt. Durch die hohe Wärmeaufnahme/cm3, welche die Flüssigkeit
bis zu ihrer Verdampfung hat, wird dem gasförmigen Kanal in der Flüssigkeit in zunehmendem
Maß seine Leitfähigkeit entzogen, wodurch die Stromleitung auf -die Flüssigkeitssäule
-übergeht.
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Die Widerstände R1 und R2 der an den Löschkanal anschließenden Lichtbögen
und der Widerstand r des Lichtbogens im Kanal sind während des Strommaximums sehr
klein. In der Nähe des Stromnulldurchganges steigen nun diese Widerstände sehr rasch..
Besonders rasch steigt infolge der
Kühlverhältnisse im- Löschkanal
der Widerstand r. Im Stromnulldurchgang wird ' der Widerstand r--so- groß, daß der
parallel- geschaltete Widerstand w der Flüssigkeit den Strom übernimmt. Die Spannung;
welche nach dem Stromnulldurchgäng die Unterbreciiuügsstrec'ke beansprucht, _ verteilt
sich nun auf die drei -in Reihe liegenden Widerstände R1, R2 .und w. Der Spannungsanteil,
der auf w entfällt, muß nun durch entsprechende Hochhaltung der Widerstände R1 und
R2 so klein gehalten. werden,' däß ein Durchschlag des Löschkanals nicht mehr erfolgt..
Wird z. B. Wasser oder eine wasserähnliche Flüssigkeit verwendet, so kann- für diese
Steigerung der Widerstände R, und R2 der Zeitgewinn nutzbar gemacht werden, der
in- der Verlängerung der stromlosen Pause durch die Einschaltung der Flüssigkeit
an Stelle der Lichtbogenstreeke im Kanal erfolgt.- Da nämlich bei wasserähnlichen
Flüs-. sigkeiten der Durchschlag durch die elektrische Spannung ein Wärmedurchschlag
ist; so ist zum Anheizen der Flüssigkeit, eine längere Zeit erforderlich als zum
Anheizen einer-gleichlangen Gasstrecke bis zum Durchschlag: --Solange ein Durchschlag
der Flüssigkeit noch nicht erfolgt ist, ist natürlich infolge des spezifischen Widerstandes
der Flüssigkeit der Strom sehr gering. Bei diesem ,geringen Strom sind aber auch
-die Widerstände Ri und R2 der Serienlichtbögen 30 und 3a sehr hoch. Diese Verzögerungszeit,
-während welcher nur, ,der durch 'den Flüssigkeitswiderstand begrenzte Strom
fließt;, wird zur - Löschung der Reihenlichtbögen benutzt.
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In dem vorliegenden Beispiel werden die -Reihenlichtbögen
30 und 32 durch die aus dem Löschkanal expandierenden - Gase bebläsen -und
die Wirkung dieser Beblasung noch dadurch unterstützt, daß'- die expandierenden
Gase in- Düsen 23, z4 geführt sind. Die Lichtbögen 30, 32' vergrößern daher sehr
rasch ihre Widerstände und beschränken dadurch die Belastung- des Löschkanals unter
das zu -seinem Durchschlag erforderliche Maß -Fig. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Diese Ausführungsform eignet sich besonders für Schalter für sehr
1%he Spannungen. 40 ist ein Isolierkörper mit dem Löschkanal 41, dem durch den Zuflußkanal
42 die Druckflüssigkeit, z. B. Druckwasser, in ' der Pfeilrichtung 43 während- der
Unterbrechung zugeführt wird. Unterhalb des Kanals 41 ist in einer gewissen Entfernung
das feste Schaltstück 44 befestigt. Oberhalb des Löschkanals befindet sich ein durch
die Isolierwand 45 gegen den Kanal 41 abgeschirmter Raum, ' der durch die Seitenwandurigen
46, 47 und die obere Wand 48 begrenzt ist. In ihn sind die Querwände 49, 50 eingebaut.
Die Wände-45, 48, 49, 5o besitzen zentrale enge -Löcher für den Schaltstift 51.
In den Seitenwandungen 46, 47 sind -weite Löcher 52, 53 angebracht. Durch Querwände
54 bis 57 sind die Lichtbogenräume zwischen den Platten 45, 49 und 50, 48 verengt.
58 ist eine Klappe; die um einen Zapfen 59 drehbar ist' -und durch eine Feder
bei herausgezoge-Bern Schaltstift in jene Lage gedreht wird,. in der sie-vor der
Schaltstiftöffnung 6o steht. Der Schaltstift 51: dreht jedoch bei seinem Abwärtsgang-
die Klappe 58 nach unten, so daß diese-- die Schaltstrecke freigibt. Die Klappe
58 ist in einem gewissen Abstand 61 von der Wand 45 angebracht. 62 ist ein Gefäß,
'welches dazu- dient, die aus dem Löschkanal 41 austretende Flüssigkeit aufzufangen.
Der Schalter wirkt folgendermaßen: Bei der Zlnterbrechung wird die Zufuhr der Druckflüssigkeit
-durch den Kanal 42 eingeleitet. -Der Stift 5i geht dann durch den Löschkanal 41
hindurch -und zieht den Lichtbogen durch den Löschkanal, wo dieser in inniger Berührung
mit der Flüssigkeit brennt. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung tritt der .Stift -5
r über die Klappe 58, die bis dahin durch den Stift in der gestrichelten Lage gehalten
wurde, und diese dreht sich nun aufwärts bis in die waagerechte. Lage; in der sie
die.Öffnung 6o abschirmt. Der Stift geht -dann durch die Öffnung 6o der Wand 45
hindurch- und zieht den Lichtbogen in den-Trockenraum hinein, der durch die Kla,ppe
58 und die Wand 45 vor der aus dem Kanal 41 -ausspritzenden Flüssigkeit abgeschirmt
ist. Der Lichtbögen biegt sich dabei nach links aus und geht durch den Zwischenraum
61 zwischen Klappe 5-8 und Wand 45 hindurch. --Derjenige Teil des Lichtbogens, der
in den- Trockenraum hineingezogen wird, ist nun einer Gasströmung ausgesetzt, die
sich durch die Schaltstiftöffnungen der Platten 45, 49, 5o und 48 hindurch ausbildet.
In der gezeichneten Stellung des Schaltstiftes 5s nimmt z. B. der Druck innerhalb
des von den Platten q.5; 49, 54 und 55 begrenzten Raumes einen höheren Wert an,
wie der Druck in dem Räum oberhalb der Platte 49, wodurch eine lebhafte, den Druckausgleich
bewirkende Strömung erhitzter Gase durch die Öffnung 63 hinddrch eintritt. Unter
der Wirkung dieser Beblasung- und Verlängerung nimmt der Widerstand des Lichtbogenteiles
oberhalb der Klappe 58 rasch zu. Im Stromnulldurchgäng wird der- Lichtbogen im Löschkanal
4z gelöscht und statt dessen liegt nun die Flüssigkeit im Kanal 41 vor dem Lichtbogen.
Die Spannung und damit die Strombelastung oder- Flüssigkeitssäule im Kanal 4.z
ist
nach dem Stromnulldurchgang durch den hohen Widerstand des vorgeschalteten Lichtbogens
so stark begrenzt, daß eine Wiederzündung im Löschkanal 41 nicht mehr eintritt,
sondern auch der in den Trockenraum hinein verlängerte Lichtbogen erlischt. Da der
im Trockenraum liegende Teil der Unterbrechungsstrecke gegen die aus dem Löschkanal
austretende halbleitende Flüssigkeit geschützt ist, besitzt er eine gute Isolationsfähigkeit,
und es kommt infolgedessen nicht mehr zu sekundären Rückzündungen über benetzte
Wände.
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Zur Löschung des Lichtbogens, der durch die Wandungen 45, 49, 50,
48 hindurchgezogen wird, trägt auch die Wandwirkung bei, welche von den engen Schaltstiftöffnungen
ausgeht. Man kann diese Wirkung noch dadurch steigern, daß man die Wände aus einem
gasabgebenden Faserstoff, z. B. aus Fiber, Holz oder gepreßtem Borax, macht.
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Fig.4 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung die Reihenschaltung
eines Hauptschalters 70, z. B. eines gewöhnlichen Ölschalters, mit einem Löschkanal
7i. Die Leitung führt von dem Ölschalter über das feste Schaltstück 72 und den durch
den Kanal 71 hindurchgehenden Schaltstift 73, von dem der Strom beispielsweise mit
Hilfe eines Gleitkontaktes 74 abgenommen wird. 75 ist der Kanal für die Flüssigkeitszuführung
zum Löschkanal 7i, 76 ein Absperrventil. 77 ist ein Flüssigkeitsbehälter und-78
eine Druckgasflasche, die über. ein Druckminderungsventil79 und die Druckgaslei=
tung 8o mit dem Behälter 77 in Verbindung steht und, wie im Falle der Fig. i, in
dem Behälter einen gewissen Druck aufrechterhält, der an dem Druckmesser 9o abgelesen
werden kann. In der Leitung 81 liegt ein Überstromauslöser 82, an dessen Kontakte
Auslösestromkreise mit den Auslösespulen 84 und 85 angeschlossen sind. Die Auslösespule
84 öffnet das Ventil 76, während 85 die Auslösung des Schaltstiftes 73 beuvirkt.
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Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende: Leichte Abschaltungen
bewältigt der Ölschalter 70 allein, sobald jedoch ein kurzschlußartiger Strom abgeschaltet
werden soll, der den ölschalter allein überlasten würde, spricht der Überstromauslöser
82 an. Infolgedessen kommt die Spule 84 unter Strom und öffnet das Ventil 76, wodurch
Flüssigkeit aus dem Behälter 77 durch den Zuführungskanal 75 in den Löschkanal 71
hineingedrückt wird. Auch die Spule 85 wird vom Strom durchflossen und löst den
Schaltstift 73 aus. Dieser wird aus dem Kontakt 72 herausgezogen, wodurch ein mit
der Unterbrechungsstrecke des Ölschalters in Reihe liegender Lichtbogen durch den
Löschkanal 71 hindurchgezogen wird. Beim ersten Stromnulldurchgang schaltet sich
nun in derselben Weise, wie beim Ausführungsbeispiel Fig. i besprochen, die Flüssigkeit
in dem Löschkanal als Widerstand vor den Unterbrechungslichtbogen im Ölschalter,
und dieser Widerstand genügt, um den Lichtbogen im Ölschalter augenblicklich zum
Erlöschen zu bringen. Auf diese Weise ist erreicht, daß der Stromkreis in dem Ölschalter
nach wenigen Halbwellen unterbrochen wird, ehe der Lichtbogen im Ölschalter solche
Längen angenommen hat, daß der Ölschalter überlastet wird.
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Man kann auch an Stelle des ölschalters einen anderen Schalter verwenden,
z. B. einen Druckluftschalter oder einen Expansionsschalter.
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Anstatt die Auslösung des Hilfsschalters vom Überstrom abhängig zu
'machen, kann man sie auch vom Druck im Ölschalter oder vom Ausschaltweg der ölschaltertraverse
abhängig machen.
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Beispielsweise kann man'die Auslösestromkreise des Hilfsschalters
an einen Druck-,messer am Ölkessel anschließen. Es ist auch denkbar, den im Hauptschalter
durch den Hauptlichtbogen hervorgerufenen Druck unmittelbar zum Hineindrücken der
Flüssigkeit in den Löschkanal zu benutzen.
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Da der Hilfsschalter nur bei schweren Kurzschlüssen, also selten,
in Funktion tritt, kann. er. sehr einfach ausgebildet werden, z. B. braucht er keinen
fernsteuerbaren Einschaltmechanismus zu haben. Da der Verbrauch an Druckflüssigkeit
klein ist, kann man auch die Flasche 78 weglassen, dafür den Raum oberhalb der Flüssigkeit
im Behälter 77 größer ausbilden und ihn nur nach jeder Kurzschlußauslösung des Hilfsschalters
mit Druckgas nachfüllen. .