DE627452C - Vorrichtung zum Messen der Laenge von Draehten oder Seilen - Google Patents

Vorrichtung zum Messen der Laenge von Draehten oder Seilen

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DE627452C
DE627452C DEL82679D DEL0082679D DE627452C DE 627452 C DE627452 C DE 627452C DE L82679 D DEL82679 D DE L82679D DE L0082679 D DEL0082679 D DE L0082679D DE 627452 C DE627452 C DE 627452C
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    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/02—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring length, width or thickness
    • G01B5/04—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring length, width or thickness specially adapted for measuring length or width of objects while moving
    • G01B5/043—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring length, width or thickness specially adapted for measuring length or width of objects while moving for measuring length

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Messen der Länge von Drähten oder Seilen, die zwischen Meßscheiben hindurchgeführt werden, deren Meßbewegungen auf ein Anzeigegerät übertragen werden. Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind drei oder mehr als drei Meßscheiben oder Meßwalzen vorgesehen, deren Meßflächen den Werkstoff von drei oder mehreren Seiten, entsprechend der Anzahl der Meßscheiben, her erfassen. Vorteilhaft sind dabei die Meßscheiben untereinander derart gekuppelt, daß sie sich alle mit derselben Umfangsgeschwindigkeit drehen können.
In den Fig. 1 bis 7 ist ein Ausführungsbeispiel der Meßvorrichtung nach der Erfindung dargestellt, die insbesondere zum Messen der Längen von Drähten, Seilen o. dgl. geeignet ist. In diesen Figuren ist 100 eine Säule, an deren oberem Ende ein Gestell 101 durch Schrauben 102 befestigt' ist. Dieses Gestell 101 trägt eine Mehrzahl radial verlaufender Arme 103, um das Seil zwischen sich zu halten, von denen in der Zeichnung drei dargestellt sind; es können jedoch im Bedarfsfall auch mehr Arme verwendet werden. Das Gestell 101 hat eine mittlere Bohrung 104, in welcher ein Führungsrohr 105 durch eine Befestigungsschraube 168 festgehalten ist, das für den Durchlaß des zu messenden Seiles 106 bestimmt ist. Am äußeren Ende eines jeden Armes 103 befindet sich eine Öffnung 110, in welcher eine Stütze 112 durch eine Stellschraube 111 befestigt ist. Diese Stütze 112 bildet ein Lager für ein Paar in einer Linie liegender Wellenteile 113 und 114. Der Wellenteil 114 ist in Lagerteilen 115 und 116, die in einem gewissen Abstand voneinander liegen, abgestützt; die Lagerteile 115 und 116 sind durch Arme 117 aus einem und demselben Werkstoff miteinander und mit dem Hauptteil der Stütze 112 verbunden, in welcher die Welle 113 drehbar gelagert ist. Auf der Welle 114 zwischen den Lagern 115 und 116 ist eine Hülse 120 befestigt, die einen Stützteil für ein kurzes Wellenstück 121 bildet, das sich rechtwinklig zu der Welle 114 erstreckt. Auf diesem Wellenstück ist eine Meßwalze oder -scheibe 122 angeordnet, die einen schmalen Umfangsteil 123 hat und außerdem eine Nabe 124 besitzt, die sich von der einen Seitenfläche der Walze aus erstreckt. Außerhalb der Meßwalze 122 ist ein Stellring 125 mit einer Stellschraube 126 an dem kurzen Wellenstück 121 befestigt, um die Meßwalze gegen axiale Verschiebung gegenüber dem hülsenförmigen Stützteil 120 zu sichern.
Außerhalb des Lagers 116 ist auf der Welle 114 durch einen keilförmigen Stift 130 ein Winkelhebel 131 befestigt. Jeder Winkelhebel besitzt an seinen Armen Stifte 132, und sämtliche Winkelhebel sind durch Stangen 133 miteinander verbunden, um eine gleichzeitige Schwingbewegung zu bewirken. Eine Schwingbewegung der Winkelhebel ruft eine Schwingbewegung der Wellen 114 hervor, an denen die Winkelhebet befestigt sind, sowie der hülsenförmigen Stützteile 120, welche die Meßwalzen 122 um die Achsen der Wellen 114 schwingen lassen, um auf diese Weise deren Umfangsteile aufeinander zu oder voneinander weg zu bewegen.
Die Meßwalzen werden nachgiebig aufeinandergedrüekt, um das zu messende Seil zu ergreifen. Dies geschieht mittels Schraubenfedern 140, die sich von den Enden der WeI-lenstümpfe 121 auf Stangen 141 zu erstrekken, die Teile eines Käfigs bilden, der axial einstellbar um das Führungsrohr 105^ angeordnet ist (s. Fig. 3) und mit Hilfe einer Befestigungsschraube "147 in der richtigen Lage gehalten wird. Jede dieser Stangen 141 hält das innere Ende je einer Feder mittels einer Schraube 142 fest, und jede Stange ist mittels Schrauhen 143 an einem Halsteil· 144 festgeschraubt, dessen Winkelstellung in bezug auf das Führungsrohr 105 beliebig einstellbar ist. Die entgegengesetzten Enden dieser Stangen 141 sind an einem zylindrischen Block 145 festgeschraubt, der eine Strangführung 146 in einer darin befindlichen zentralen Öffnung trägt. Beim Schwingen des Käfigs mit den Stangen 141 um die Achse des Werkstoffs wird die Spannung sämtlicher Federn 140 auf diese Weise gleichzeitig eingestellt.
Das. Anzeigen des Durchmessers des Werkstoffs, der gemessen werden soll, erfolgt durch einen Zeiger 150, der am Ende eines der Wellenstümpfe 121 befestigt ist und sich über einer Teilung 152 bewegt, die an dem Teil 117 einer der Stützen 112 befestigt ist, die ihrerseits den einen oder anderen Meßwalzenträger bewegen, sobald sich der Abstand zwischen den Meßwalzen ändert.
Die Meßwalzen sind miteinander verbunden, um eine gleichzeitige Drehbewegung zu erreichen und um einen Längenanzeiger zu betätigen. Zu diesem Zweck ist jede Meßwalzennabe 124 an ihrem inneren Ende mit einem Kegelrad 160 versehen, das mit einem Kegelrad 161 kämmt, das auf die anliegende Welle 113 aufgekeilt ist. Dieses Getriebe 161 liegt zwischen dem Lager 115 und der Hauptstütze 112. Am anderen Ende einer jeden Welle 113 ist ein großes Getrieberad 165 befestigt. Jedes dieser Getrieberäder 165 kämmt mit einem Rad 166, das auf dem Rohr 105 für den Werkstoff befestigt ist und mit Hilfe eines Halsstücks 167 darauf befestigt ist, das seinerseits durch die Stellschraube 168 befestigt ist. Durch das Ineinandergreifen drehen sich sämtliche Meßwalzen gemeinsam derart, daß ein gegenseitiger Schlupf zwischen ihren nahe beieinanderliegenden Umfangsteilen vermieden wird, die mit dem Werkstoff in Eingriff stehen. Dieser Eingriff bei der Drehung wird in keiner Weise durch die Bewegungen der Meßwalzen aufeinander zu und voneinander weg gestört, die sich ja ihrerseits den verschiedenen Durchmessern des Werkstoffes anpassen müssen. Diese Meßwalzen sind mit einer Anzeigevorrichtung verbunden. Wie in den Fig. 6 und 7 gezeigt, wird diese Verbindung dadurch hergestellt, daß auf einer der Wellen 113 zwischen dem Lager 115 und dem Hauptteil des Stützteils 112 ein Rad 170 angeordnet wird, das mit einem Zahnrad 171 des Zählers oder Anzeigegeräts 172 kämmt, das seinerseits mit Hilfe eines Konsols 174 (s. Fig. 7) an den Armen 117 des Stützteils 112 befestigt sein kann.
Ein besonders wichtiger Vorteil, den die Meßvorrichtung gemäß der Erfindung besitzt, besteht darin, daß sie Änderungen in der Dicke oder dem Durchmesser des zu messenden Werkstoffs selbsttätig ausgleicht.
Da die Meßscheiben oder -walzen auf der Oberfläche des zu messenden Werkstoffs laufen, so ist, wenn sich der Durchmesser des Werkstoffs ändert, die Länge der Oberfläche größer als die axiale Länge des Werkstoffs. Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind die Meßscheiben nun derart angeordnet, daß sich bei Änderungen der Dicke des Werkstoffs die Berührungsstellen zwisehen dem Werkstoff und jeder Meßscheibe quer über die Meßfläche der betreffenden Meßscheibe verschieben, so daß die durch die Drehung der Scheiben auf das Anzeigegerät übertragenen Meßwerte -tatsächlich immer nur die axiale Länge des Werkstoffs und nicht die Länge seiner Oberfläche wiedergeben.
In den Fig. 5a und Sb ist die Wirkung dieser selbsttätigen Ausgleichung der Änderungen in der Werkstoffdicke wiedergegeben.
Aus Fig. 5a geht hervor, daß, wenn sich überhaupt kein Werkstoff zwischen den Meßscheiben 122 befindet, die Scheiben sich an ihren Kanten α berühren. Wenn sich ein Werkstoff von verhältnismäßig kleinem Durchmesser zwischen den Meßscheiben 122 befindet, dann berühren die Meßflächen 123 den Werkstoff in der Nähe der Kanten a (ausgezogene Linien). Wenn ein Werkstoff von größerem Durchmesser zwischen den Meßscheiben hindurchgeht, dann rücken die
Berührungsstellen nach den Kanten b (punktierte Linien).
Wenn sich also der Durchmesser des Werkstoffs in der Längsrichtung von Punkt zu Punkt ändert, dann bewirken diese Änderungen eine entsprechende seitliche' Wanderung der Berührungsstellen auf den endlosen Meßflächen 123 der Meßscheiben. Die Spur der Berührungsstellen ergibt z. B. eine Wellen-
to linie, wie sie in Fig. 5b durch die Linie c wiedergegeben ist. Dabei ist die Länge dieser Wellenlinie proportional der Länge der Oberfläche des zu messenden Werkstoffs. Der von den Meßscheiben auf das Anzeigegerät übertragene Wert ist jedoch nicht die Länge der Wellenlinie c, sondern die Länge der in der Längsrichtung der Meßfläche 123 liegenden geraden Linie d, was bedeutet, daß durch die seitliche Bewegung der Meßscheiben infolge von Änderungen in der Werkstoffdicke das Anzeigegerät nicht beeinflußt wird.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Messen der Länge von Drähten oder Seilen, die zwischen Meßscheiben hindurchgeführt werden, deren Meßbewegungen auf ein Anzeigegerät übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß drei oder mehr als drei Meßscheiben vorgesehen sind, deren Meßflächen den Werkstoff von drei oder mehreren Seiten, entsprechend der Anzahl der Meßscheiben, her erfassen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßscheiben untereinander derart gekuppelt sind, daß sie sich· alle mit derselben Umfangsgeschwindigkeit drehen können.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßscheiben gleichzeitig auch eine Schwingbewegung aufeinander zu oder voneinander weg dadurch ausführen können, daß jede Meßscheibenwelle (121) um eine senkrecht zu ihr stehende und außerhalb der Meßscheibenmittelebene liegende Welle (114) schwingbar ist, und daß diese Schwingbewegung, deren Größe von einer besonderen Anzeigevorrichtung (150, 152) sichtbar gemacht werden kann, über Kupplungsmittel (131, 133) von einer Meßscheibe auf die anderen Meßscheiben übertragbar ist, wobei die Meßscheiben durch Federn (140) gegeneinandergedrückt und in Eingriff mit dem zu messenden Werkstoff (106) gehalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL82679D 1931-12-15 1932-12-15 Vorrichtung zum Messen der Laenge von Draehten oder Seilen Expired DE627452C (de)

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