DE627653C - Verfahren zum Messen der in Textilfaeden waehrend ihrer Verarbeitung herrschenden Spannung - Google Patents

Verfahren zum Messen der in Textilfaeden waehrend ihrer Verarbeitung herrschenden Spannung

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DE627653C
DE627653C DER88452D DER0088452D DE627653C DE 627653 C DE627653 C DE 627653C DE R88452 D DER88452 D DE R88452D DE R0088452 D DER0088452 D DE R0088452D DE 627653 C DE627653 C DE 627653C
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Description

  • Verfahren zum Messen der in Textilfäden während ihrer Verarbeitung herrschenden Spannung Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, mit denen die in Kabeln, Seilen u. dgl. herrschenden Zugspannungen gemessen bzw. aufgezeichnet werden können. Bei diesen wird beispielsweise das Seil oder Kabel zwischen zwei Unterstützungspunkten geknickt. An der Knickstelle wirkt das Seil entweder auf einen Kolbenschieber, der einen Flüssigkeitsdruckmesser steuert, oder auf eine Membran o. dgl., deren Durchbiegung vermittels eines Zeigers angezeigt wird.
  • Es ist auch bekannt, die Spannung in Fäden durch Abwägen mittels einer Waage zu messen.
  • Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die in Textilfäden während ihrer Verarbeitung herrschende Spannung zu überwachen bzw. zu messen.
  • Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in gleicher Weise wie bei der Spannungsmessung an Drahtseilen der durch die Spannungsänderung hervorgerufene Ausschlag des zu prüfenden Fadens auf eine durch eine Band-oder Membranfeder gebildete Unterlage von hoher Eigenfrequenz einwirkt, die ihrerseits in an sich bekannter Weise die ihr erteilten Schwingungen auf eine Anzeigevorrichtung überträgt.
  • Beim Erfindungsgegenstand handelt es sich um die Messung von Spannungen in Textilfäden bis zu feinsten Nummern, wie sie beispielsweise auch aus Naturseide oder künstlicher Seide bestehen und deren Fortbewegung mit io bis 15 Sekundenmetern erfolgen kann. Es muß bei Messungen an solchen Fäden die Eigenschwingungszahl der federnden Unterlage das Vielfache der Zugkraft-_ Schwingungen betragen. Je größer das Verhältnis von Federeigenschwingung zur Zugkraftschwingung ist, desto fehlerloser erfolgt die Anzeige. Da nun bei Textilfäden die Spannungsschwankungen sehr rasch erfolgen können, besitzt die federnde Unterlage des Erfindungsgegenstandes eine hohe Eigenschwingungszahl und unterscheidet sich dadurch von den Kraftaufnahmegliedern bei der bekannten Spannungsmessung an Kabeln, Drahtseilen u. dgl. Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung können daher auch sehr geringe Padenspannungsänderungen gemessen werden, was .mit den eingangs erwähnten bekannten Einrichtungen nicht möglich ist, auch mit der angeführten Wägevorrichtung nicht, da bei dieser die Trägheit des Waagebalkens viel zu groß ist, um sehr geringen Fadenspannungsänderungen folgen zu können.
  • An Hand der Figuren soll die Erfindung im folgenden näher erläutert werden.
  • Es ist hierbei jeweils i der Faden, dessen Spannung bzw. Spannungsänderung festgestellt werden soll, und 2 die in an sich bekannter Weise durch eine Band- oder Membranfeder gebildete Unterlage, vermittels deren diese Feststellung ermöglicht wird. Der Faden wird in an sich bekannter Weise zwischen zwei Rollen, Führungsstäben, -Haken, äsen, Kanten, Nuten o. dgl. 3 durch ein mit bzw. in der federnden Unterlage befestigtes Führungsglied 4, ähnlich 3, in einem Winkel abgelenkt.
  • Der zu prüfende Faden kann sowohl so über Rollen 3 und unter Rolle 4 geführt werden (Fig. i), daß bei einer Fadenspannungsvergrößerung die federnde Unterlage nach außen gebogen wird, als auch so unter Rollen 3 und über Rolle 4 hergezogen werden (Fig.2), daß bei einer Vergrößerung der Fadenspannung die federnde Unterlage in an sich bekannter Weise nach innen gebogen wird. Statt einer beiderseitig eingespannten flachen Bandfeder (Fig. i) kann auch entsprechend Fig. 2 eine - beiderseitig eingespannte, mit Wellung versehene Bandfeder oder beispielsweise entsprechend den Fig.,3, 4 oder 5 eine an den Enden gebogene, beiderseitig eingespannteBandfederverwendetwerden. Diese Federn können in jedem der angeführten Ausführungsbeispiele über ihre ganze Länge gleich oder verschieden stark ausgeführt werden. Weiterhin kann die federnde Unterlage in an sich bekannter Weise als federnder scheibenförmiger Körper (Membran) ausgebildet werden, beispielsweise entsprechend Fig.6 als Zylindermembran oder gemäß Fig. 7 als plangewellte Membran, wobei die Art der Wellung den jeweiligen Meßverhältnissen angepaßt werden kann, oder entsprechend Fig. 8 als mit Wellung und Nut 4 o. dgl, für Aufnahme des Fadens ohne eigentliches Zwischenglied versehene Membran.
  • Um die Schwingungen der federnden Unterlage und damit die Schwankungen der Fadenspannung in an sich bekannter Weise sinnlich wahrnehmbar zu machen, kann jede der beschriebenen Ausführungsformen der Fadenführung und der federnden Unterlage mit jeder der in den Fig. 1, 2 und 9 bis 12 beispielsweise angedeuteten Meßeinrichtungen zusammengebaut werden. " Bei der Versuchsanordnung nach Fig. i ist in an sich bekannter Weise die untere Seite der federnden Unterlage durch ein Zwischenglied 5 an einen bei 6 ,gelagerten Zeiger 7 angelenkt, der mit einer Skala 8 zusammenwirkt.
  • Bei der Versuchsanordnung nach Fig. 2 ist die untere Seite der federnden Unterlage durch ein Zugelement 9 an eine drehbare, unter Federwirkung stehende Welle io angeschlossen, so da.ß der auf der Welle sitzende Zeiger 7 bei der geringsten Schwingung der federnden Unterlage ausschlägt und die Schwingung auf der Skala 8 angibt.
  • Bei der Versuchsanordnung nach Fig. 9 ist die federnde Unterlage in einer Dose i i befestigt, die durch einen Schlauch ia beispielsweise mit einer Bourdonschen Röhre 13 oder mit einer Gummiblase 14 (Fig. 10) o. dgl. verbunden ist. Das freie Ende der Bourdonschen Röhre steht durch ein Zugelement 9 wiederum mit einer Zeigerwelle io in Verbindung. Befindet sich in der Dose ii, Leitung 12 und in der Bourdonschen Röhre 13 ein gasförmiges oder flüssiges Fluidum, dann wird die Bewegung der federnden Unterlage 2 durch dieses auf die Bourdonsche Röhre 13 übertragen und diese entweder gestreckt oder zusammengezogen, so daß die Bewegung des freien Rohrendes auf die Welle io übertragen wird und dadurch der Zeiger 7 zum Ausschlag kommt, der an der Skala 8 abgelesen werden kann, Wird die Leitung 12 gemäß Fig. io mit einer Gummiblase verbunden, dann überträgt diese entsprechend den Schwingungen der federnden Unterlage z ihre Volumvergrößerung oder -verkleinerung auf den bei 6 gelagerten Zeiger 7, dessen Ausschlag an der Skala 8 abgelesen werden kann.
  • Bei der Versuchsanordnung nach Fig. i r gehört die federnde Unterlage 2 als Membran einem Telephon oder Mikrophon i 5 an, durch welches die Schwingungen der Membran auf größere Entfernung unter Verwendung eines zweiten Telephonapparates 16 übertragen werden können, so daß die Schwingung der Membran 2 in an sich bekannter Weise akustisch weitergegeben wird. Hierbei kann man einen der üblichen Tonverstärker in Anwendung bringen. Die Schwingungen der Membran 2d des Telephons 16 lassen sich aber auch auf einen Zeiger oder durch einen kleinen Spiegel 17 auf eine wandernde lichtempfindliche Schicht übertragen, indem man auf den Spiegel einen Lichtstrahl fallen läßt, der nach seiner Reflexion die lichtempfindliche Schicht diagramrnartig bestrahlt.
  • Bei der Versuchsanordnung nach Fig. 12 wird von dem bei der Aufzeichnung von Schwingungen bereits in der Metallverarbeitung verwandten Verfahren Gebrauch gemacht, wonach die Änderung des Ohmschen Widerstandes eines stromdurchflossenen Flüssigkeitsleiters durch Änderung seines Leitungsquerschnitts gemessen wird. Da die Änderung des Leitungsquerschnitts durch die Schwingungen der federnden Unterlage 2 hervorgerufen wird, ist die gemessene Änderung des Ohmschen Widerstandes ein Maß für die zu messende Fadenspannung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Messen der in Textilfäden während ihrer Verarbeitung herrschenden Spannung, dadurch gekennzeichnet, daß man in gleicher Weise wie bei der Spannungsmessung an Drahtseilen die durch die Spannungsänderungen hervorgerufenen Fadenausschläge auf eine durch eine Band- oder Membranfeder gebildete und mit einer Anzeigevorrichtung verbundene Unterlage hoher Eigenschwingungszahl einwirken läBt.
DER88452D 1933-07-30 1933-07-30 Verfahren zum Messen der in Textilfaeden waehrend ihrer Verarbeitung herrschenden Spannung Expired DE627653C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741196C (de) * 1937-03-28 1943-11-06 Diekmann Fa Franz Bremskraftpruefer fuer Kraftfahrzeuge
EP0574062A1 (de) * 1992-06-10 1993-12-15 Te Strake B.V. Einrichtung zur Fadenspannungsmessung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741196C (de) * 1937-03-28 1943-11-06 Diekmann Fa Franz Bremskraftpruefer fuer Kraftfahrzeuge
EP0574062A1 (de) * 1992-06-10 1993-12-15 Te Strake B.V. Einrichtung zur Fadenspannungsmessung

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