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Schützenführung Die Erfindung hat eine weitere Ausbildung einer Schützenführung
für Webstühle nach Patent 604 igo zum Gegenstande, bei der der Schützen während
seines Laufes durch das Webfach außer durch die an sich bekannten, in eine Nut an
der Schützenvorderwand eingreifenden fingerartigen Teile in seiner Lage gegenüber
dem Riet noch durch von oben gegen den Schützen anliegende Finger oder Arme gegenüber
der Ladenbahn geführt wird.
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Das Wesen der Zusatzerfindung liegt darin, daß bei einer derartigen
Schützenführung die Schützenlaufbahn aus einer oder mehreren Schienten besteht,
die auf dem Ladenklotz befestigt sind und j e mit einer schwalbenschwänzförmigen
öder unterschnittenen Aussparung versehen sind, in die entsprechend gestaltete und
aus der Aussparung herausragende Stanzstücke eingepaßt sind, die durch ebenfalls
in die Aussparung eingepaßte Abstandsstücke in Abständen voneinander gehalten werden.
Diese Stanzstücke bilden gleichzeitig die Rippen und die Finger der Ladenbahn und
sind außerdem so ausgebildet, daß ihre Enden sich bis zu einem Punkt unterhalb der
Ebene der Oberfläche der zugehörigen Tragschiene erstrecken, die an ihren Rändern
abgeschrägt oder genutet ist, um sich den abwärts erstreckenden Enden der Stanzstücke
anzupassen. -Eine entsprechend der Erfindung ausgebildete Schützenlaufbahn ist mit
geringen Gestehungskosten herzustellen, läßt sich sehr schnell zusammenbauen oder
reparieren, wobei es für eine Reparatur nur notwendig ist, das beschädigte oder
die beschädigten Stanzstücke durch neue zu ersetzen, während die übrigen Teile der
Schützenlaufbahn beibehalten werden können. Außerdem hat die Ausbildung einer Schützenlaufbahn
nach der Erfindung noch den Vorteil, daß dadurch, daß die Enden der Stanzstücke
abwärts gerichtete Ansätze besitzen, die bis unterhalb der Ebene der Tragschiene
reichen, ein Fangen der Kettfäden zwischen den Kanten der Stanzstücke und der Oberfläche
der Schiene mit Sicherheit vermieden ist.
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Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in beispielsweiser
Ausführungsform dargestellt.
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Fig. i zeigt eine schaubildliche Ansicht einer Weblade mit Schützen
und Riet.
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Fig. z bis 7 sind Einzelansichten von Teilen der Webschützenführung
der in Fig. i gezeichneten
Lade, wobei jeder Teil schaubildlich
und in Stirnansicht gezeichnet ist.
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Fig. 8 ist eine schaubildliche Ansicht einer abgeänderten Ausbildungsform
der Schützenführung der Lade.
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F'ig. 9 und io sind Einzelansichten der entfernbaren Teile der in
Fig.8 dargestellten Schützenführung.-In Fig. i bis 7 ist der Ladenklotz a mit zwei
Schienen b, c versehen, die an dem Ladenklotz durch Aufschrauben oder in anderer
Weise befestigt sind. Die Schiene c hat eine schwalbenschwanzförmige Aussparung
d, die zur Aufnahme der Stanzteile e, f und kurzer, streifenförmiger Abstandsstücke
g dient. Jeder der Stanzteile e und f steht über die Oberfläche der
Schiene c hinaus. Die Stanzteile e wechseln mit den Stanzteilen f ab. Jeder Stanzteil
ist mit einer flachen Fläche bei e1, - f l- versehen, auf der der
Schützen h (Fig. i) entlang gleiten kann. Vorzugsweise sind, wie in Fig. 5 und 7
dargestellt, die Kanten der Flächen e1 und f l- stark gebrochen, um das Abschaben
des Webschützen durch die Kanten der Stanzstücke zu verringern. Das Stanzstück f
besitzt auch einen aufwärts stehenden Teil fz, der gegen die vordere untere Kante
des Schützen bei hl anliegt, an welcher Stelle der Schützen mit einem Hartholzstreifen
versehen ist, so daß der Schützen bei seiner Bewegung durch das von den Kettenfäden
j gebildete Fach gegen das Riet i gehalten wird. Der Schützen wird in bekannter
Weise gegen den Ladenklotz durch die Finger, oder Arme lz niedergehalten.
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Die Schiene c hat, wie dies ersichtlich ist, zwei Nuten oder Aussparungemm
und n, die sich über die ganze Länge der Schiene auf den beiden Seiten dir schwalbenschwanzförmigen
Nut c, erstrecken. Diese Nuten oder Aussparungen in« und n dienen zur Aufnahme
der abwärts gerichteten Enden es und f 'ä der Teile e und f, die in Fig.
4 und fr deutlich dargestellt sind. Die Teile e3 und f3 stehen über die Ebene der
Kettenfäden j des Unterfaches nach unten hinaus, so daß sie diese Kettenfäden nicht
beschädigen können. Sie sind-dadurch geschützt, daß sie in die Nuten m und n eingreifen.
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Die Schiene b - hat eine halbschwalbenschwanzförmige Aussparung o
zur Aufnahme der Grundteile der Stanzstücke p, von denen eines im. einzelnen in
Fig. 2 und 3 gezeichnet ist, und der Abstandstücke q: Die obere Oberfläche jedes
Stanzstückes p bildet ebenfalls einen Teil der Schützenbahn, uni ihre Kanten sind
ebenfalls stark gebrochen, wie. dies- in Fig. 3 gezeichnet ist, zu dem gleichen
Zweck, wie dies weiter oben bei den Stanzstücken e und f erläutert ist. Die abwärts-
gerichteten Enden p1 der Stanzstücke p treten in die Nut r in der Schiene
b ein, so daß - sie die Kettenfäden des Unterfaches nicht beschädigen können.
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Die Kettenfäden des Unterfaches gehen durch die zwischen den Stanzstücken
p und den Stanzstücken e und f gebildeten Nuten hindurch, so daß sie
in bekannter Weise unterhalb der Ebene der Schützenlaufbahn liegen, so daß der Schützen
die Kettenfäden nicht berührt. .
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Bei der in den Fig. 8, 9 und io dargestellten Ausführungsform ersetzen
die Stanzstücke s' die beiden Sätze von Stanzstücken p und e oder f, die in Fig.
i dargestellt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 ist nur eine Schiene t zur
Aufnahme der Stanzstücke s und der Abstandstücke u notwendig, und die Schiene t
hat eine schwalbenschwanzförmige Nut, in die die Stanzstücke und die Abstandsstücke
eingreifen. Die Stanzstücke besitzen einen flachen Führungsteil bei s1 für den Schützen,
derart, daß der Schützen auf diesem flachen Oberflächenteil s1 bei seiner Bewegung
durch .das Fach entlang gleitet. Die Stanzstücke s besitzen außerdem einen aufwärts
gerichteten Vorsprung s2, um den Schützen gegen das Riet i zu halten. Die unteren
Enden der Teiles erstrecken sich abwärts über die Ebene der Kettenfäden des Unterfaches
hinaus und legen sich gegen die abgeschrägten Kanten der Schienet, so daß die Kettenfäden
nicht durch Einklemmen beschädigt werden können.
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Die Schienen b, c und t können aus Holz; Metall oder anderem Baustoff,
die Abstandsstücke g, o und u aus irgendeinem beliebigen Baustoff hergestellt sein.
Die Stanzstücke und Abstandsstücke e, f, p und s sind wohlfeil herzustellen,
so daß sie eine billige Erzeugung der Schützenlaufbahn und Schützenführung ermöglichen.