DE628800C - Verfahren zur Darstellung von N-alkylierten Harnstoffen der ª‰-Chlor- oder Bromallylalylessigsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von N-alkylierten Harnstoffen der ª‰-Chlor- oder Bromallylalylessigsaeuren

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DE628800C
DE628800C DER89821D DER0089821D DE628800C DE 628800 C DE628800 C DE 628800C DE R89821 D DER89821 D DE R89821D DE R0089821 D DER0089821 D DE R0089821D DE 628800 C DE628800 C DE 628800C
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DE
Germany
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chloro
preparation
bromoallylalyl
acetic acids
acid
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Expired
Application number
DER89821D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Boedecker
Dr Heinrich Gruber
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Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel E de Haen AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/18Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas
    • C07C273/1854Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas by reactions not involving the formation of the N-C(O)-N- moiety

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von- jV-alkylierten Harnstoffen der ß-Chlor-oder Bromallylalkylessigsäuren Dialkyl- und Aralkylacetylharnstoffe lassen sich nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift .459 903 in der Weise gewinnen, daß man die entsprechenden disubstituierten Barbitursäuren in schwach alkalischer wäßriger Lösung zum Sieden erhitzt. Um die schwach alkalische Reaktion zu erzielen, verwendet man entweder Lösungen schwacher Basen, wie Ammoniak, Ammoniumcarbonat, oder beim Arbeiten mit starken Basen, wie Alkali, höchstens i -Mol derselben, in einzelnen Fällen sogar nur Bruchteile eines Mols.
  • Unterwirft man C, C-ß-Chlor- oder -Bromallylalkyl-N-barbitursäuren diesem Verfahren, so erfolgt.bei kurzer Einwirkungsdauer überhaupt keine Reaktion, bei längerer Einwirkungsdauer wird jedoch Halogenwasserstoff abgespalten, bevor noch eine Spaltung des Barbitursäureringes zum Harnstoff eintritt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Harnstoffbildung erzielen kann, und zwar mit guter Ausbeute und unter fast vollkommener Schonung des Chlor- oder Bromrestes, wenn man die Barbitursäuren mit mehr als i Mol Alkali in wäßriger Lösung bei mäßigen Temperaturen behandelt: Der Alkaliüberschuß beträgt zweckmäßig mindestens ioo °/o. Das Verfahren gelingt bereits bei gewöhnlicher Temperatur; zwecks Abkürzung der Reaktionsdauer kann man die Lösungen erwärmen, wobei jedoch 5o° übersteigende Temperaturen möglichst zu vermeiden sind. Je höher die Konzentration des Alkalis, um so rascher ist der Reaktionsverlauf; als besonders günstig haben sich Konzentrationen von 5 bis 15 °1o erwiesen. Zwecks Erzielung optimaler Ausbeuten hat man die Bedingungen für Alkaliüberschuß, Temperatur und Konzentration von Fall zu Fall aufeinander abzustimmen. Zweckmäßig trennt man von Zeit zu Zeit das ausgeschiedene Ureid ab und ersetzt das verbrauchte Alkali durch Zugabe neuer Mengen.
  • Der günstigste Erfolg des im vorstehenden geschilderten Verfahrens ist im Hinblick auf die eingangs erwähnten Erfahrungen bezüglich der Angreifbarkeit des Chlor- oder Bromallylrestes in den vorliegenden Säuren durch Alkali wie auch im Hinblick darauf, daß bei den am N nicht substituierten, im übrigen aber gleichen Barbitursäuren unter den hier beschriebenen Bedingungen die Bromwasserstoffabspaltung noch vor der Harnstoffbildung eintritt, besonders überraschend.
  • Aus der in der deutschen Patentschrift 469 395 wiedergegebenen Tatsache, daß Lösungen von Alkalibarbituraten einen Bodensatz ergeben, war erst recht nicht das vorliegende Verfahren abzuleiten, denn ganz abgesehen da-con, daß dort nichts darüber gesagt wird, ob etwa dieser Bodensatz aus Urenden besteht, bezieht sich die eryvähnte Literaturstelle weder- -auf stark alkalische Lösungen von Alkalibarbituraten noch auf trisubstituierte Barhitursäuren. Tatsächlich bestehen die sic1i beim Stehen der Lösungen von Alkalisalzen dieser Säuren ergebende Ahscheidungen nicht aus Harnstoffen, sorg: dern aus Barbitursäuren. .
  • Beispiel i 5o Gewichtsteile Isopropylbromallyl-N-methylbarbitursäure werden in ioo Volumteilen 1501oiger Natronlauge entsprechend einem Überschuß von i7o °/o, unter Zusatz von 5 Teilen Wasser gelöst und bei gewöhnlicher Temperatur mehrere Tage stehengelassen. Die abgeschiedenen farblosen Kristalle werden abgesaugt, ausgewaschen und getrocknet. Sie bestehen aus dem bereits - fast reinen Isop ropyl - ß -bromallylacetyl - N-methylharnstoff, den man durch Umkristallisieren aus- verdünntem Alkohol in farblosen, hexagonalen Kristallen vom F. 133 bis 15q.° erhalten kann.
  • Je nach Wahl kann man aus dem Filtrat die unveränderte Isopropylbromallyl-N-metliylbarbitursäure durch Ansäuern zurückgewinnen Oder durch weiteres Stehenlassen neue Mengen des Harnstoffs herstellen.
  • Arbeitet man mit nur der berechneten Menge Natronlauge bei ioo°, so bildet sich der Harnstoff weder nach kurzem noch langem, z. B. ioostündigem Erhitzen, dagegen tritt eine weitgehende Abspaltung von Bromwasserstoff ein. Durch Herabsetzung der Reaktionstemperatur wird zwar die Abspaltung von Chlor- öder Bromwasserstoff zurückgedrängt, ohne daß jedoch der Harnstoff gewonnen werden kann.
  • Bei.spiel2 io Gewichtsteile sec.-Butyl-ß-bromallyl-N-methylbarbitursäure, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 627 38o durch Einwirken von Diniethylsulfat auf eine Lösung von sec,-Butyl-ß-bromallylbarbitursäure in Natronlauge, F. io5 bis io6°, werden in 40 Volumteilen 7,5 o/oiger. Natronlauge gelöst und unter Rückfluß auf 3@° erwärmt. Nach 2tägiger Einwirkung hat bereits eine starke, kristallinische Abscheidung stattgefunden. Diese wird abgesaugt, gut ausgewaschen und getrocknet. Sie ist nahezu reiner sec.-Butylß-bromallyl-N-methylacetylharnstoff, der durch Umkristallisieren aus wäßrigem Alkohol in silbrig glänzenden Blättchen vom F. 127 bis r28°- erhalten wird.
  • Aus der Mutterlauge werden durch weiteres Erwärmen auf 35° neue Mengen dieses Harmstoffs gewonnen. . Beispiel 3 Aus 1, 2, 3-Tribrombutan und Ätznatron wird in üblicher Weise das i, 2-Dibrom-'@Süten-(2) vom Kp.58 bis 62° bei 12inzn Hg ;g6vübnnen, das mit isopropylbarbitursaurem '#Xatrium nach dem Verfahren der deutschen .°Pätentschrift 481 733 zur Isopropyl-ß-brom-Y-znethylallylbarbitursäure, F. Zoo bis 2oi°, umgesetzt wird. Hieraus wird dann nach dem Verfahren des Patents 627 38o durch Einwirkung von Dimethylsulfat in alkalischer Lösung die N-methylierte Barbitursäure, die bei 115 bis 116° schmilzt, hergestellt.
  • 3-1,7 Gewichtsteile dieser Säure werden in 63,4 Volumteilen 15 o/oiger Natronlauge gelöst. Es bilden sich dabei zwei Schichten, die durch Zusatz von 347 Volumteilen Wasser zur hompgenen Lösung gestaltet werden. Aus dieser Lösung scheidet,sich nach 3tägigem Stehen bei Zimmertemperatur der Isopropyl-(i -brom-Y-methylallyl -N- methylacetylharnstoff ab. Die Abscheidung nimmt bei weiterem Stehen rasch zu. Sie wird abgesaugt, mit Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Der in farblosen Kristallen erhaltene Harnstoff schmilzt bei 139 bis 1q.1°.
  • Durch genügend lange Einwirkung und wiederholte Abtrennung der ausgeschiedenen Mengen erhält man Ausbeuten von mehr als 9o °/o der Theorie. . Beispiel q. Zu io Gewichtsteilen Isopropyl-ß-chlorallyl-N-methylbarbitursäure (vgl. Patent 613 403, F. i 16 bis i 17°) werden 30 Volumteile 1o°/oiger Natronlauge zugegeben und die durch Schütteln erhaltene Lösung unter Rückfluß auf etwa q.5° erwärmt. Schon nach 36 Stunden hat sich der N-Methylharnstoff der Isopropyl-ß-chlorallylessigsäure in groben Kristallen ausgeschieden. Diese schmelzen nach dem Auswaschen und Trocknen bereits rein bei 147 bis 1q.8°.
  • Durch weiteres Erwärmen wird die in der Mutterlauge noch befindliche unveränderte Barbitursäure in der gleichen Weise gespalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung- von N-alkylierten Harnstoffen der ß-Chlor- oder Bromallylalkylessigsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man auf C, C-ß-ChloroderBromallylalkyl-N-alkylbarbitursäuren Lösungen von mehr als i Mol, zweckmäßig mindestens :2 Mol Alkalihydroxyd in Wasser bei mäßigen Temperaturen zur Einwirkung bringt.
DER89821D 1934-02-03 1934-02-03 Verfahren zur Darstellung von N-alkylierten Harnstoffen der ª‰-Chlor- oder Bromallylalylessigsaeuren Expired DE628800C (de)

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