DE629143C - Schiffspropellerantrieb, bestehend aus Synchrongenerator und Synchronmotor - Google Patents
Schiffspropellerantrieb, bestehend aus Synchrongenerator und SynchronmotorInfo
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- DE629143C DE629143C DEA72687D DEA0072687D DE629143C DE 629143 C DE629143 C DE 629143C DE A72687 D DEA72687 D DE A72687D DE A0072687 D DEA0072687 D DE A0072687D DE 629143 C DE629143 C DE 629143C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Iron Core Of Rotating Electric Machines (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. APRIL 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d2 GRUPPE 42os
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. März 1934 ab
Bei dem Antrieb von Schiffspropellern mit Synchronmotoren, welche von Synchrongeneratoren
gespeist werden, wird eine bestimmte Uberlastungsfähigkeit verlangt. Im normalen Betrieb arbeiten der Motor und der
Generator mit cos φ = ΐ,ο oder cos φ — ι,
was wegen der in allen Maschinen auftretenden Verluste zweckmäßig ist. Zur Erreichung
eines großen Kippmomentes hat man solche Maschinen mit großem Luftspalt, also kleiner
Ständerreaktanz ausgeführt.
Diese Verhältnisse sind in den Abb. 1 und 2 dargestellt, die z. B. für den Motor gelten:
/„ sei der Ständerstrom bei normalem Volllastbetrieb, Ja0 = -w- der vom Ständer auf-
genommene Leerlaufmagnetisierungsstrom, U die Nennspannung und S1 = S0 (1 + ?i)
die Ständerreaktanz, S0 die Hauptreaktanz
Je
_ 1+,T1 _
~ Jn *
as Zur Erreichung einer großen Überlastbarkeit
muß. also die Ständerreaktanz S1 klein sein, damit ergibt sich ein großer Erregerstrom
Je.
Erfindungsgemäß wird nun, sobald das Polrad in die der Abb. 2 entsprechende Kipplage geht, die Hauptreaktanz S0 vergrößert, so daß die Ständerreaktanz vS*! auf den Wert S[ ansteigt und damit der vom Ständer auf-Jk
Erfindungsgemäß wird nun, sobald das Polrad in die der Abb. 2 entsprechende Kipplage geht, die Hauptreaktanz S0 vergrößert, so daß die Ständerreaktanz vS*! auf den Wert S[ ansteigt und damit der vom Ständer auf-Jk
Je
Jd0 ■
Je
1+T1
Strom, Jd0 —
der Blindstrom.
Die Überlastbarkeit ist das Verhältnis des Kippmomentes K zum Normalmoment N:
J do
Jn
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Arthur Mandl in Berlin-Schöneberg.
und T1 die Ständerstreuung. ——-— ist der
dem auf die S tänder windungszahl umgerechneten Läufererregerstrom Je entsprechende
Dauerkurzschlußsfrom. Die Spannung U sei zunächst als konstant angenommen. Im Kipppunkt
ergibt sich das Diagramm der Abb. 2. Der Winkel zwischen Je\i + X1 und Jd0 ist
90°, und der zufließende Netzstrom Ik besteht aus zwei Teilen:
ist der drehmomentbildende Wirk-
genommene Leerlaufmagnetisierungsstroni Jd0
auf einen kleineren Wert Jd0 abfällt. Dadurch
ergibt sich für den Kippunkt das in Abb. 3 gezeichnete Diagramm. Aus diesem ist zu ersehen, daß sich der cos q>k auf den
Wert cos g?/c verbessert hat. Der Generator
wird vom Blindstrom entlastet, wodurch die Konstanthaltung seiner Spannung mit kleinerer
Übererregung des Motors oder des
Generators gelingt. Durch den Einfluß der Ständerstreuung (T1 verkleinert sich auf τ[)
steigt auch das Kippmoment etwas an.
Das Spannungsdiagramm der Übertragung Generator — Motor ist für den Fall, daß beide
Erregungen nicht geregelt werden, also konstant bleiben, in Abb. 4 dargestellt. Die Ohmschen
Widerstände sind vernachlässigt. Außerdem ist angenommen, daß die Längs- und
Querfeldreaktanz einander gleich sind. Es sind Jem und Ies die auf die Ständerwindungszahl
umgerechneten Erregerströme von Motor und Generator, Sm· (τ + tm) undSg · (1 + rg)
die Hauptreaktanzen, J der Strom in beiden Maschinen und U die Klemmenspannung an
beiden Maschinen. Bei mehreren parallel oder in Reihe geschalteten Maschinen sind die entsprechenden
Ersatzwerte zu bilden. In Abb. 4 ist z. B. die Richtung der Mo-
2a torpolradspannung (Motorleerlaufs-EMK)
hm' Sm — OM als festliegend angenommen.
Für die Normallast falle die Generatorpolradspannung Jeg · Sg in die Richtung O G, für
die Kipplast in die Richtung O Gk. Das übertragene
Drehmoment oder die übertragene Leistung ist der Fläche OMG bzw. 0MGk
proportional. Die Überlastbarkeit ist demnach durch das Verhältnis der Strecken
gegeben. Die Strecke MG stellt den Spannungsverbrauch
in den Ständerreaktanzen beider Maschinen, dar und teilt sich, wie in
Abb. 4 dargestellt ist, in den Verbrauch "MN = J · Sm · (1 + rm) im Motor und in den
Verbrauch NG = J·Sg · (1 + zg) im Generator.
Die Netzspannung U=ON an beiden Maschinen verringert sich bei Anstieg des
Drehmomentes bis zum Kippunkt allmählich bis zum Wert Uk = 0Nk, wobei der Endpunkt
N des Spannungsvektors ON auf dem eingezeichneten Kreis nach N& wandert.
Der von der Generatorpolradspannung
Jeg · S
Jeg
g getriebene Strom ist
leg-'
Sfn-{x+rm) + Sg-{i+Tg) -Dieser
Strom ist im Kippunkt
[(/eg·' Sg)k
Jem ' Sm]
mit der Polradspannung Jem · Sm des Motors
in Gegenphase. Es ist daher die Kippleistung je Phase
Jem *
J eg· Sg.
Erfindungsgemäß wird nun bei diesem Übergang die Hauptreaktanz, z. B. die Hauptreaktanz
Sm, des Motors vergrößert. Es gilt
dann für den Kippunkt das gestrichelte Diagramm. Die Polradspannung Jem · Sn, des
Motors hat sich auf den Wert Jem ■ S'm vergrößert.
Die Klemmenspannung U= ON an den Maschinen fällt jetzt weniger ab, und
zwar nur mehr auf den Wert Ui = O Ni.
Die Kippleistung ist in dem gleichen Verhältnis wie die Klemmenspannungen Ui: Uj1 gestiegen.
Durch den Einfluß der Ständerstreuung (die Streureaktanz S'm-Tm des Motors
bleibt in obiger Gleichung konstant) steigt die Kippleistung noch etwas mehr an.
Es ist klar, daß eine Vergrößerung der Ständerreaktanz des Generators oder der
Ständerreaktanzen von Generator und Motor beim Übergang von der Normallast zur Kipplast
in dem gleichen Sinn wirkt.
Die Vergrößerung der Hauptreaktanz wird dadurch bewirktj daß ein Teil des magnetischen
Kreises im Nennbetrieb so stark gesättigt ist, daß das dort verbrauchte magnetische
Gefalle beim Rückgang der Klemmenspannung U an den beiden Maschinen während
des Anstieges des Nennmomentes zum Uberlastmoment stark zurückgeht. Damit wird dieselbe Wirkung erzielt, als ob bei Überlast
der Luftspalt der Synchronmaschine kleiner gemacht würde. Für den stark gesättigten
Teil eignet sich z. B. besonders der Polkern. Durch entsprechende Bemessung seines Querschnittes
und seiner Länge kann man erreichen, daß die Hauptreaktanz etwa im gleichen oder noch größeren Verhältnis vergrößert
wird, als die Klemmenspannung !7 bei der geforderten Überlast zurückgeht, d. h.
Als Zahlenbeispiel sei folgende Rechnung durchgeführt. Für die in Abb. 4 gezeichnete
Übertragung ergab sich im Kippunkt ein Spannungsrückgang von U=ON auf
U'k= ÜWk um 10%. Beträgt die Luftspaltinduktion
im Normalbetrieb S3 =80
cm2
und der wirksame Luftspalt einschließlich Ständereisen I = X cm, so ergibt sich die erforderliche
Amperewindungszahl für Luftspalt und Ständereisen: für die Normalspannung U= O7N zu —*±-? =
- 0,4Jt-IO-'- 0,4 '71 HO
= 6400 AW und für die Spannung im Kippunkt
Uk = ON'k zu etwa 0,9 · 6400 = 5760 AW.
Die Polkerninduktion betrage im Mittel
= 181
für Nennlast und ermäßige
sich bei dem obengenannten io%igen Spannungsrückgang
durch den Einfluß des Polstreufeldes um etwa 6,5 °/0 auf 33^, = 169
Aus den Magnetisierungskennlinien erhält
Ui "VsIc A^W *
man für 33D = 181 140 und für
cm-=
cm
8 ο . Bei einer Polkernlänge
\*iXL
cm.
von Ip = 20 cm ergibt sich die erforderliche
Amperewindungszahl für den Polkern zu 140 · 20 = 2800 AW bzw. 80 · 20 == 1600 AW.
Insgesamt sind also erforderlich: Im Normalbetrieb 6400 + 2800 = 9200 AW bei
100 % Spannung, im Kippunkt 5760 + 1600
= 7360 AW bei 90 % Spannung.
Die Hauptreaktanz ist demnach von Sm zu SI in dem Verhältnis:
Die Hauptreaktanz ist demnach von Sm zu SI in dem Verhältnis:
100
90
—— = 0,0109 :0,01223
—— = 0,0109 :0,01223
9200 ' 7360
gestiegen, so daß die obige Ungleichung zahlenmäßig lautet:
0,01223 100
0,0109
oder 1,22 > 1,11.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schiffspropellerantrieb, bestehend aus Synchrongenerator und Synchronmotor, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Maschinen oder beide Maschinen so ausgelegt sind, daß die Änderung der Hauptreaktanz im Vergleich zur Änderung der Klemmenspannung von Normallast auf Überlast nach der FormelU'erfolgt, wobei JT0 und U die Hauptreaktanz und die Klemmenspannung der Maschinen bei Normallast und S'o und TJ' die Hauptreaktanz und die Klemmenspannung der Maschinen bei der gewünschten Überlast bedeuten.
- 2. Schiffspropellerantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung der Hauptreaktanz von dem Wert S0 auf den Wert S'o durch Sättigung eines Teiles des magnetischen Kreises der Maschine erzielt wird.
- 3. Schiffspropellerantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gesättigte Teil in dem Polkern des gleichstromerregten Teiles vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA72687D DE629143C (de) | 1934-03-07 | 1934-03-07 | Schiffspropellerantrieb, bestehend aus Synchrongenerator und Synchronmotor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA72687D DE629143C (de) | 1934-03-07 | 1934-03-07 | Schiffspropellerantrieb, bestehend aus Synchrongenerator und Synchronmotor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE629143C true DE629143C (de) | 1936-04-27 |
Family
ID=6945635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA72687D Expired DE629143C (de) | 1934-03-07 | 1934-03-07 | Schiffspropellerantrieb, bestehend aus Synchrongenerator und Synchronmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE629143C (de) |
-
1934
- 1934-03-07 DE DEA72687D patent/DE629143C/de not_active Expired
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