DE629521C - Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen

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Publication number
DE629521C
DE629521C DEL78430D DEL0078430D DE629521C DE 629521 C DE629521 C DE 629521C DE L78430 D DEL78430 D DE L78430D DE L0078430 D DEL0078430 D DE L0078430D DE 629521 C DE629521 C DE 629521C
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DE
Germany
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connection
line
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Expired
Application number
DEL78430D
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Helmert
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
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Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG, C Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/12Calling substations, e.g. by ringing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 8. MAI 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 629521 KLASSE 21 a 3 GRUPPE 54oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Mai 1931 ab
In Fernmeldeanlagen, in denen verschiedenwertige Verbindungen hergestellt werden, ist es unter Umständen notwendig, eine gewöhnliche Verbindung zugunsten einer bevorzugten Verbindung zu trennen, nämlich dann, wenn für die bevorzugte Verbindung kein freier Verbindungsweg mehr zur Verfügung steht.
In derartigen bekannten Anlagen fällt nach der Zwangstrennung der ursprünglich bestehende Verbindungsweg zusammen, so daß die zuerst miteinander sprechenden Teilnehmer nicht ohne weiteres die Möglichkeit haben, nach der Abwicklung der bevorzugten Verbindung ihr Gespräch fortzusetzen.
In Nebenstellenanlagen gibt es eine Möglichkeit, die ursprüngliche Verbindung wieder aufzunehmen, aber bisher nur mit Hilfe der Beamtin. Wird beispielsweise ein Amtsge-
ao sprach geführt und wird dann der sprechende Nebenstellenteilnehmer vom Fernamt verlangt, so kann die Beamtin nach der Trennung der Amtsverbindung die Amtsleitung z. B. durch Umlegen eines sogenannten Warteschalters, durch welchen eine Drosselspule in die Amtsleitung eingeschaltet wird, so lange halten, bis-das Ferngespräch beendet ist. Danach kann die Beamtin dann die ursprüngliche Verbindung wiederherstellen.
Diese Betriebsweise setzt aber eine erhebliche Aufmerksamkeit und Arbeitsaufwand der Beamtin voraus.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, in derartigen Anlagen die Umständlichkeit in der Bedienung . und auch überflüssige Wartezeiten durch unaufmerksame Bedienung zu vermeiden. Dies gelingt gemäß der Erfindung dadurch, daß nach der Zwangstrennung die Wähler des gewöhnlichen Verbindungsweges eingestellt bleiben und das Prüfrelais des Wählers, welcher auf der Leitung des für die bevorzugte Verbindung in Anspruch genommenen Teilnehmers steht, nach Beendigung der bevorzugten Verbindung anspricht, um die ursprüngliche Verbindung wieder durchzuschalten.
An sich sind Anordnungen, bei denen die Wähler nach einer Zwangstrennung eingestellt bleiben, bekannt. Bei den bekannten Anlagen hatte eine Beamtin die Möglichkeit, während des Bestehens einer Verbindung nach dem Vorschaltprinzip unmittelbar in die Teilnehmerleitung einzuschneiden, indem sie ihren Abfrageschalter in die Arbeitsstellung brachte. Der bei der bestehenden Verbindung benutzte, der Teilnehmerleitung zugeordnete Wähler blieb dabei eingestellt. Beim Zurücklegen des Schalters wurde die Verbindung des Abfrageapparates der Beamtin mit der Teilnehmerleitung wiederaufgehoben und
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Robert Helmert in Berlin-Lichterfelde.
gleichzeitig die . .ursprüngliche Verbindung wieder durchgeschaltet. Auch bei·· dieser Anordnung erfolgte _ äls.0.. die Wiederaufnahme der ursprünglichen Verbindung nicht selbsttätig, sondern unter dem Einfluß einer Schaltmaßnahme der Beamtin.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für eine Nebenstellenfernsprechanlage dargestellt. ίο Es sei angenommen, daß der Nebenstellenteilnehmer T1 über einen Leitungswähler LW mit einer Amtsleitung (Leitung i) verbunden ist. Während des Amtsgespräches möge der Teilnehmer vom Fernamt gewünscht werden, welche Verbindung über die Leitung 2 hergestellt wird. Die Leitung 2 ist im übrigen genau so geschaltet wie die • Leitung 1, weshalb nur für letztere Leitung die wesentlichen Schaltmittel in die Abbildung aufgenommen sind. Um die Übersicht zu erleichtern, sind nur die zum \rerständnis des Erfindungsgedankens notwendigen Mittel dargestellt.
Im folgenden wird zunächst die Herstellung der Amtsverbindung .mit dem Teilnehmer T1, dann die Aufschaltung der bevorzugten Verbindung, die Trennung der ursprünglichen Amtsverbindung und die selbsttätige Wiederaufnahme der ursprünglichen Verbindung beschrieben.
Die Nebenstellenvermittlung wird über die Amtsleitung 1 durch einen Wechselstromstoß angerufen, welcher das Relais AR erregt. Letzteres bindet sich über seinen Eontakt Cf1 und den Abfrageschalter A1. Über den Kontakt % wird außerdem die Anruflampe AL eingeschaltet. Die Beamtin fragt nun durch Umlegen des Abfrageschalters ab. Ihr Apparat ist über die Kontakte .^2 und A3 mit der Amtsleitung verbunden. Durch den Kontakt A1 ist die Wicklung I des Relais U eingeschaltet, so daß dieses Relais anspricht. Der Kontakt^ schaltet den Drehmagneten DLW des Leitungswählers an den Nummern-Φ5 schalter NU an. Der Kontakt Ae verhindert ein vorzeitiges Prüfen des Relais P. Durch den Kontakt A1 wird das Relais AR stromlos, so daß sich der Kontakt Ci1 öffnet und die An: ruflampe AL erlischt. Dafür wird die Überwachungslampe UL über die Kontakte U2 und 4T1 eingeschaltet. In bekannter Weise stellt die Beamtin durch Betätigung des Nummernschalters NU den Leitungswähler auf die Leitung des Teilnehmers T1, welcher vom Amt aus gewünscht wird, ein. Nach dieser Tätigkeit legt die Beamtin den Abfrageschalter A in die Ruhelage zurück. Hierbei wird die Wicklung I des Relais U stromlos. Dieses Relais bleibt jedoch auf folgendem Wege über seine Wicklung II gehalten: Erde, Trenntaste Tr, UII, U13 Bürste LWit V1, A5, DLW,-Batterie, Erde. Über den geschlossenen Kontakt A6 spricht, falls der Teilnehmer T1 frei ist, das Relais P an: Erde, A6, us, Wicklungen des Relais P, Teil nehmer relais T, Batterie, Erde. Das Relais P sperrt die Leitung in'bekannter Weise durch Umlegen des Kontaktes P1. Durch den Kontakt p2 wird die Besetztlampe BL eingeschaltet, so daß die Beamtin durch das gleichzeitige Brennen der beiden Lampen UL und BL auf den Rufzustand aufmerksam gemacht wird. Der Rufstrom wird zur Teilnehmerstelle T1 auf folgendem Wege gesandt: Erde, Ruf maschine RM, C I, p„ v.2l LW2, T1, LW1, v» />4, CII, Batterie, Erde. Wenn sich der Teilnehmer meldet und dadurch einen Gleichstromweg schließt, spricht in bekannter Weise das durch einen Kupfermantel gegen Ansprechen auf Wechselstrom geschützte Relais C im Gleichstromweg an. Der Kontakt C1 schließt einen Stromkreis für das Relais /: Erde, X I, /I, C1, Widerstand Wi, /II, Batterie, Erde. Das Relais X ist als Differentialrelais ausgebildet, so daß es nicht anspricht. Über den Kontakt i'i wird das Relais V eingeschaltet: Erde, x2, I1, V, Batterie, Erde. Beim Ansprechen des Relais V wird über die Kontakte V2 und va die zum Teilnehmer führende Leitung vom Relais C auf das Relais / umgeschaltet. Das Relais C fällt ab, das Relais / hält sich aber nach dem öffnen des Kontaktes C1 üher der Teilnehmerschleife. Der Kontakt V1 öffnet den Stromkreis für die Wicklung II des Relais U, so daß letzteres abfällt. Der Kontakt V1 legt Erde an die Bürste 3 des Leitungswählers LW, so daß die Sperrung aufrechterhalten wird und das Relais P abfällt. Durch den Kontakt?^ bleibt nach dem Öffnen des Kontaktes p2 die Besetztlampe BL eingeschaltet. Die Überwachungslampe UL erlischt jedoch wegen des Öffnens des Kontaktes M2. Die Amtsleitung wird nach dem öffnen des Kontaktes % über den Kontakt ve weiter gehalten.
Die Sprechstföme fließen über die Kondensatoren C1, C2. Die Speisung des Teilnehmers T1 erfolgt über die Relais X und /. Die Amtsleitung wird über die Drosselspule Dr gehalten. xio
Wird jetzt der Teilnehmer T1 vom Fernamt verlangt, welches die Vermittlungsstelle über eine zweite Leitung Ltg 2, erreicht, so vollziehen sich folgende Vorgänge: Die Beamtin stellt .den Leitungswähler LWy des zweiten Verbindungsweges, über welchen die bevorzugte Verbindung hergestellt wird, auf die Leitung des Teilnehmers T1 ein. Durch Betätigen der Aufschalttaste AT wird Erde an die Leitung α gelegt. Infolgedessen spricht das Differentialrelais X über seine Wicklung II an und hält sich über die Kon-
takte χΆ und U5. Über den Kontakt X1 wird die Überwachungslampe UL an den Flackerunterbrecher FU gelegt, so daß diese flackert. Der Kontakt x2 öffnet den Stromkreis für das Relais V. Letzteres fällt ab. Am Kontakt w4 wird die Sperrung der Leitung des Teilnehmers T1 aufgehoben, so daß das Relais Pb der Leitung 2 ansprechen kann. Die Amtsleitung wird über den Kontakt weiter ge- halten. Die Durchschaltung zwischen Teilnehmer und Amtsleitung wird durch die Kontakte,·^ und va aufgehoben.
Die Beamtin erkennt am Flackern der Lampe UL, auf welcher Amtsleitung der Teilnehmer T1 gesprochen hat und kann nun durch Umlegen des Schalters^ in diese Leitung eintreten, um dem an das Amt angeschlossenen Teilnehmer von der Zwangstrennung wegen des Ferngespräches Mitteilung zu machen und ihn zu fragen, ob er die ursprüngliche Verbindung wiederaufzunehmen wünscht. In diesem Falle wird der Abfrageschalter einfach wieder in die Ruhelage zurückgelegt, und die Amtsleitung bleibt über den Kontakt ti4 gehalten. Das Relais U wurde nämlich bei der Umlegung des Abfrageschalters wieder über seine Wicklung I erregt und hält sich beim Zurücklegen des Abfrageschalters über seinen Kontakt U1 in dem oben beschriebenen Stromkreis über die Bürste 4 des Leitungswählers LW. Selbstverständlich kann die Wiedererregung des Relais U auch selbsttätig beim Ansprechen des Relais X erfolgen, wenn die Beamtin auch von der Mitteilung an den Amtsteilnehmer entbunden werden soll.
Nach der Beendigung der bevorzugten Verbindung wird die Leitung des Teilnehmers T1 wieder frei, so daß nun völlig selbst-
4.0 tätig das Relais P der Leitung 1 wieder in dem über den Kontakt W3 geschlossenen Prüfstromkreis anspricht. Die darauffolgenden Vorgänge: Rufen, Melden des Teilnehmers und das Durchschalten der Leitung I zum Teilnehmer vollziehen sich genau so, wie für den Anruf über die Leitung 1 oben beschrieben.
Soll die selbsttätige Durchschaltung der Amtsleitung zum Teilnehmer T1 nach Beendigung der Fernverbindung verhindert werden, weil der befragte Amtsteilnehmer auf eine Wiederaufnahme der Verbindung verzichtet, so wird nach dem Zurücklegen des Abfrageschalters der Leitung 1 die Taste Tr gedruckt, wodurch das Relais U abfällt und die Verbindung in bekannter Weise auslöst. Der Auslösestromkreis für den Leitungswähler ist folgender: Erde, Unterbrecher Ub, Kontakt x5, U1, LWi, V1, A5, DLW, Batterie, Erde.
Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Wird beispielsweise eine gewöhnliche Verbindung, vom Teilnehmer T1 aus gesehen, in abgehender Richtung hergestellt, so wird während der Abwicklung der bevorzugten Verbindung das Vorwahlorgan, über welches die abgehende Verbindung hergestellt wurde, gehalten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Schaltanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, bei welchen gewöhnliche, über Wähler verlaufende Verbindungen zugunsten bevorzugter Verbindungen zwangsweise getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Zwangstrennung die Wähler des gewöhnlichen Verbindungsweges in an sich bekannter Weise eingestellt bleiben und das Prüfrelais (P) des Wählers, welcher auf der Leitung des für die bevorzugte Verbindung in Anspruch genommenen Teilnehmers (T1) steht, nach Beendigung der bevorzugten Verbindung anspricht, um die ursprüngliche Verbindung wieder durchzuschalten.
2. Schaltanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein auf dem die Zwangstrennung bewirkenden Bedienungsplatz angeordnetes Schaltmittel (Tr) die selbsttätige Durchschaltung der Verbindung nach der Zwangstrennung unterdrückt werden kann.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
DEL78430D 1931-05-16 1931-05-16 Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen Expired DE629521C (de)

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DE629521C true DE629521C (de) 1936-05-08

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