DE630903C - Verfahren zur Vorbereitung von Feinkohle fuer die Verkokung - Google Patents

Verfahren zur Vorbereitung von Feinkohle fuer die Verkokung

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DE630903C
DE630903C DEO20824D DEO0020824D DE630903C DE 630903 C DE630903 C DE 630903C DE O20824 D DEO20824 D DE O20824D DE O0020824 D DEO0020824 D DE O0020824D DE 630903 C DE630903 C DE 630903C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/04Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general using charges of special composition

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vorbereitung von Feinkohle für die Verkokung In der Keramik sind Untersuchungen angestellt worden, besonders dichte Massen aus Teilchen verschiedener Korngröße so herzustellen, daß der gewichtsmäßige Anteil, in dem die verschiedenen Korngrößen in der Mischung vertreten sind, in einer bestimmten Weise bemessen wird. Diese Untersuchungen gingen von der Überlegung aus, daß bei einem gleichmäßigen Anteil aller Kornklassen, vom Grobkorn bis zum feinsten Korn herab, nicht eine so dichte Lagerung erreicht werden kann, als wenn zwischen den in einem bestimmten Verhältnis stehenden Korngrößen bestimmte dazwischenliegende Bereiche von Korngrößen fortgelassen werden bzw. in geringerem Anteil vorhanden sind. Es kommt im wesentlichen darauf an, zwischen zwei bestimmten Korngrößen bzw. Korngrößenbereichen eine mittlere Korngröße auszulassen.
  • Die Erfindung besteht darin, derartige Grundsätze bei der Vorbereitung von Feinkohle für die Verkokung anzuwenden - und sich nicht mit demj enigenVerhältnis der Anteile der einzelnen Korngrößen zu begnügen, das sich. bei der durch die Förderung anfallenden, durch darauffolgende Aufbereitung, z. B. Trennung von Gangart, Mahlen, Waschen, Trocknen, sich ergebenden, einen weiten Bereich von Korngrößen umfassenden Feinkohle einstellt. Vielmehr soll durch geeignete weitere Zerkleinerung einzelner Kohlefraktionen und Mischung der Fraktionen in entsprechendem Verhältnis der Anteil der verschiedenen Korngrößen bzw. Korngrößenbereiche so gehalten werden, daß eine besonders dichte Lagerung der Kohle erreicht wird. Das für eine besonders dichte Lagerung erforderliche Verhältnis der Anteile einzelner Korngrößen bzw. Korngrößenbereiche kann auch dadurch erzielt werden, daß in verschiedenartiger Weise aufbereitete Fraktionen der gleichen Kohleart oder mehrerer Kohlearten gemischt werden. Unter einer besonders dichten Lagerung soll hierbei immer eine solche verstanden sein, bei der 'eine möglichst große Menge Trockenkohle sich in der Raumeinheit befindet; wenn von Schüttgewicht die Rede ist, so ist damit das Trockengewicht gemeint. Die angegebenen Körnungsverhältnisse beziehen sich auf Kohle ,mit Feuchtigkeitsgehalten, wie sie bei Kokskohlen zur Zeit üblich sind, also sowohl auf grubenfeuchte Kohlen, die nicht weiter aufbereitet werden, als auch auf solche Kohlen, die bei der nassen Aufbereitung einen erheblich höheren Wassergehalt bekommen.
  • Die Vorteile einer besonders dichten Lagerung der Kohle sind bekannt. Sie bestehen einmal darin, eine größere Menge Kohlen in einem durch die Verhältnisse gegebenen Raum, z. B. innerhalb einer Verkokungskammer, verarbeiten zu können, und vor allem darin, daß der gewonnene Koks selbst eine größere Dichte besitzt. Viele Kohlearten besitzen ein zu geringes Backvermögen, um bei der üblichen Einschüttung in die Kammer einen genügend zusammenhängenden Koks zu liefern; bei diesen in der Regel gäs; reichen, z. B. oberschlesischen Kohlen. hhft man sich vielfach dadurch, daß man sie vor' dem Einsetzen in die Ofenkammer, gegebenenfalls auch -in dieser selbst, durch Stampfen, Pressen, Rütteln, Schleudern oder andere Maßnahmen verdichtet. Durch Anwendung der Erfindung können diese Maßnahmen entweder überflüssig gemacht oder aber die durch sie angestrebte Wirkung noch erhöht werden, worüber weiter unten noch Näheres gesagt werden soll.
  • In welcher Weise die einzelnen Korngrößen sich zu einem dichten Gefüge zusampenschließen, hängt in hohem Maße von der geometrischen Form der Körner, d. h. von dem strukturellen Aufbau des zu verarbeitenden Stoffes ab, z. B. ist der zweckmäßig zu wählende Anteil der einzelnen Korngrößen verschieden, ) e nachdem ob die Masse bei der Zerkleinerung annähernd kugel- oder würfelförmige Gestalt annimmt oder in Plättchenform zerfällt.
  • Bisher hat man sich vorgestellt, daß man nur dann zu einer sehr dichten Lagerung der Kohle gelangen kann, wenn man die Zwischenräume zwischen dem Grobkorn (Korn über 2 mm) mit allerfeinstem Staub ausfüllt, und daß es zur Ausfüllung der Zwischenräume einer sehr großen Menge von Staubkorn bedarf. Man hat daher vorgeschlagen, der gemahlenen Besatzkohle, falls der in ihr enthaltene Anteil an feinst gemahlenem Kohlenstaub zu gering sein sollte, um sämtliche Zwischenräume zwischen den gröberen Körnungen auszufüllen, gesondert gemahlenen reinen Feinstkohlenstaub in dem Ausmaße zuzusetzen, bis diese Zwischenräume praktisch völlig ausgefüllt sind. Im Gegensatz zu diesem Verfahren, bei dem auch in der Besatzkohle bestimmte Korngrößen zwischen dem Grobkorn und dem Staubkorn nicht völlig fehlen, wurde festgestellt, daß ein überraschend großer Anteil von Grobkorn zur Herstellung einer dichtesten Lagerung benötigt wird und daß beim Zerkleinern von Kokskohle oder einzelner Kohlefraktionen in der Regel ein erheblicher Überschuß an Feinkorn anfällt. Dies beruht darauf, daß bei allen Korngrößen das Verhältnis zwischen dem von den Körnern ausgefüllten Raum und dem nicht ausgefüllten Raum genau das gleiche ist, wenn man gleichgeformte Körner gleicher Größe aufhäuft, und daß daher nur eine Mischung von Körnern stark verschiedener Größe, bei der bestimmte Korngrößenbereiche praktisch völlig ausgeschieden sind, eine besonders dichte Lagerung ergeben kann.
  • Für Kokskohle haben sich unter Berückg:htigung einer möglichsten Vereinfachung Aufbereitung und der Zerlegung in @)~"äktionen die folgenden Maßnahmen als die :zweckmäßigsten erwiesen Es würde zu große Schwierigkeiten bereiten, wenn man nur genau festgesetzte Korngrößen für die Herstellung einer Feinkohlenmischung verwenden wollte. Man muß daher davon ausgehen, die geeignete Mischung aus Bereichen von Korngrößen zusammenzusetzen und die däzwischenliegenden Korngrößenbereiche in möglichst geringem Anteil zu verwenden. Das Grobkorn, hierunter soll Kohle verstanden werden, deren kleinste Teilchen einen Durchmesser haben, der zwischen 1 und 3 mm liegt, aber auch größer sein kann, das , von allen Bestandteilen immer die größere Menge ausmacht, darf einen Bereich umfassen, dessen Durchmesser zwischen dem des größten Kornes und einem Drittel dieses Wertes liegt. Der Anteil des Grobkornes an der Gesamtmischung beträgt vorzugsweise 35 bis 6o'/" und zwar ist ein höherer Grobkornanteil (45 °/o) dann zu wählen, wenn eine besondere Verdichtung (z. B. durch Stampfen) nicht vorgenommen werden soll, ein geringerer Grobkornanteil (35 °/o), wenn eine nachträgliche Verdichtung durch Stampfen oder Pressen stattfindet. Bei der Verarbeitung einer Feinkohle, wie sie bei der üblichen Aufbereitung anfällt, geht man zweckmäßig so vor, daß zunächst eine untere Grenze des Grobkornes festgesetzt wird, und zwar so, daß 35 bis 6o Gewichtsprozent der Kohle über dieser unteren Grenze liegen. Bei der Aufbereitung der- Kohle wird nun das unter der unteren Grenze des Grobkornes liegende Korn abgetrennt und einer weiteren Zerkleinerung unterworfen. Die Zerkleinerung muß so weit getrieben werden, daß weniger als 5 °f, dieser zerkleinerten Mischung über einem Viertel der unteren Grobkorngrenze liegen. Ob man die Zusammensetzung der Bestandteile aus zwei oder mehr Korngrößenbereichen vornimmt, ist Sache der praktischen Erwägung; es ist natürlich wichtig, mit einem möglichst geringen Aufwand zusätzlicher Aufbereitungsvorrichtungen und laufender Betriebskosten für diese auszukommen. An sich ist eine Mischung, die aus drei Korngrößenbereichen besteht, einer solchen aus zwei Bereichen vorzuziehen. Zwischen den drei Bereichen, die man etwa als Grobkorn, Feinkorn und Staubkorn bezeichnen kann, sollen zwei Korngrößenbereiche liegen, deren Anteil an der Gesamtmischung 5 % nicht überschreitet. Der Umfang dieser möglichst fortzulassenden Zwischenbereiche, d. h. das Verhältnis des Durchmessers des kleinsten Grobkornes zu dem des größten Feinkornes, ebenso das Verhältnis des Durchmessers des kleinsten Feinkornes zu dem des größten Staubkornes, soll etwa 4 : 4 betragen.
  • Bei der Bestimmung der Korngrößenanteile ist die bekannte Erscheinung zu berücksichtigen, daß das Schüttgewicht der feinkörnigen Kohle in viel höherem Maße vom Wassergehalt abhängig ist als das des Grobkornes. Eine Mischung trockener Kohlekörnungen mit einem beträchtlichen Anteil sehr feinen Gutes, die in trockenem Zustande etwa ein größtes Schüttgewicht gegenüber anderen Mischungen aufweist, ergibt mit Wassergehalten von 6-bis io 0/0 (innerhalb deren bekanntlich das Minimum des Schüttgewichts in Abhängigkeit vom Wassergehalt liegt) oft ein viel geringeres Schüttgewicht als Mischungen, die in trockenem Zustande im Schüttgewicht niedriger liegen. Dies führt zu der Regel, bei Kohlen, die ohne nachträgliche Verdichtung, verkokt werden sollen, das Feinkorn (etwa unter i mm oder o,5 mm) in geringerer anteilmäßiger Menge zuzugeben, also, wie schon oben angegeben, den Grobkorngehalt höher zu wählen.
  • Es wurde nun aber gefunden, daß durch Stampfen oder Pressen der Einfluß des Wassergehaltes auf das Schüttgewicht weitgehend ausgeschaltet wird. Sofern eine nachträgliche Verdichtung vorgenommen wird, empfiehlt es sich daher, zur Ausfüllung der Zwischenräume, die auch zwischen dem feineren Kohlekorn noch bleiben, für das Vorhandensein eines größeren Anteiles an staubförmiger Kohle (Korngröße unter o, i2 mm) zu sorgen, und zwar in einer Menge von 2.5 bis 35'/o.
  • Die Erhöhungen des Schüttgewichts, die durch geeignete Absiebung und Zerkleinerung einzelner Fraktionen gegenüber dem Schüttgewicht der üblicherweise anfallenden Kokskohle zu erzielen sind, sind nun bedeutend geringer als diejenige Erhöhung, die durch Stampfen erreicht werden kann; diese beträgt nämlich etwa 2;5 bis 45 %. Allerdings kann man beim Stampfen den unteren Wert von 25 010 zumeist nicht unterschreiten, da sonst eine standfeste, zum Transport und Einsetzen in die Verkokungskammern geeignete Kohle nicht zu erzielen ist. Geht man nun von der Auffassung aus, daß jeder Kohle gemäß ihrem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen ein bestimmtes Schüttgewicht entspricht, bei dem sie den besten Koks ergibt, so stellt man fest, daß gasreiche Kokskohlen, wie sie insbesondere von Gaswerken verarbeitet werden, ein optimales Schüttgewicht besitzen, das über demjenigen liegt, das man bei üblicher Aufbereitung erzielt, aber auch unter demjenigen, das durch Stampfen erreichbar ist. Wird eine solche Kohle in der üblichen Weise aufbereitet und geschüttet, so ergibt sie einen schaumigen Koks. Wird sie gestampft, so ist in dem Kokskuchen zuviel Kohle in der Raumeinheit enthalten; das Gas kann daher nur schwer entweichen und bildet zahlreiche Risse im Koks; der Koks wird stengelig. Gerade für solche Kohle bietet die Erfindung ein Mittel, besonders guten Koks zu erhalten. Manverzichtet auf den umständlichenStampfbetrieb und bereitet die Kohle so auf, daß neben staubförmigem Gut zwei Körnungen anfallen, ein Grobkorn und ein Feinkorn, unter Fortlassung der Zwischenbereiche, die einen Bereich von Durchmessern im Verhältnis 4 : i umfassen sollen; das Grobkorn kann dann z. B. zwischen 4 und 7 mm, das Feinkorn zwischen o,5 und i mm liegen. Bei einem Wassergehalt über 5 % ergibt sich dann ein höchstes Schüttgewicht bei einem Anteil an Staubkohle (unter o,i2 mm) von i20%. Da mit höherem Staubanteil dasSchüttgeWicht schnell absinkt, darf der Wert von 12% nicht merklich überschritten werden. Als grobes Korn kann man in diesem Falle auch -Nüsse verwenden (Korngröße zwischen io und 2o mm), die von den Gaswerken wegen ihrer größeren Beständigkeit gegen die Einflüsse der Luft gern auf Lager gehalten werden und sich auch zum Transport besser eignen; als Feinkorn kann dann etwa Kohle von i bis 3 mm gewählt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Vorbereitung von Feinkohle für die Verkokung mit dem Ziele einer besonders dichten Lagerung derselben, dadurch gekennzeichnet, daß durch Zerkleinerung einzelner Kohlenfraktionen und Vereinigung von Fraktionen der gleichen oder verschiedener Kohlearten eine Mischung gebildet wird, in der Kohleteilchen aus Zwischenbereichen, die Korngrößen im Verhältnis i. : 4 umfassen, in möglichst geringer Menge vorhanden sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Grobkornes zwischen 35 und 651/, liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Grobkorn einen Korngrößenbereich umfaßt, dessen Durchmesser zwischen dem des größten Kornes und nicht weniger als einem Drittel dieses Wertes liegt. Verfahren zur Vorbereitung einer Kokskohle nach. Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß drei Korngrößenbereiche ausgewählt werden, nämlich ein Grobkorn, ein Feinkorn und ein Staubkorn, wobei von den dazwischenliegenden Bereichen, die Korngrößen vom Verhältnis i : q, umfassen, weniger als 5 °/o in der Kohle belassen werden. 5. Verfahren zur Vorbereitung Kokskohle, die vor der Verkokung i-: Stampfen oder Pressen verdichtet In z nach Anspruch i bis q., dadurch geke anj,'
    zeichnet, daß der Anteil des Grobkornes 35°% und der Anteil an staubförmiger Kohle (unter o,i2.mm) 25 bis 35°% beträgt. 6. Verfahren zur Vorbereitung einer vor der Verkokung nicht künstlich zu verdichtenden Kohle, insbesondere gasreicher Kohle, mit einem über 5 °% liegenden Wassergehalt nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Grobkornes 45 % und der Anteil an staubförmiger Kohle (unter o,12 mm) 12 "/o beträgt. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Grobkorn Nüsse (io bis 2o mm) verwendet werden.
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