DE631009C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen drallfreier Tragseile aus Formdraehten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen drallfreier Tragseile aus Formdraehten

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DE631009C
DE631009C DED65948D DED0065948D DE631009C DE 631009 C DE631009 C DE 631009C DE D65948 D DED65948 D DE D65948D DE D0065948 D DED0065948 D DE D0065948D DE 631009 C DE631009 C DE 631009C
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wires
bending device
rollers
stranding
bending
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DED65948D
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ADOLF DEICHSEL DRAHTWERKE und
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ADOLF DEICHSEL DRAHTWERKE und
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D07ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
    • D07BROPES OR CABLES IN GENERAL
    • D07B7/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, rope- or cable-making machines; Auxiliary apparatus associated with such machines
    • D07B7/02Machine details; Auxiliary devices
    • D07B7/025Preforming the wires or strands prior to closing

Landscapes

  • Wire Processing (AREA)
  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen drallfreier Tragseile aus Formdrähten Die Herstellung drallfreier oder nahezu drallfreier Tragseile aus Formdrähten beliebiger Art ist bereits bekannt. Bei diesen bekannten Verfahren werden die einzelnen Formdrähte meist schon vor der Verseilstelle in diejenige Schraubenform vorgebogen, die sie im fertigen Drahtseil einnehmen. Soweit es sich hierbei um Runddrähte handelt, ist es nicht schwierig, durch Biegen und gleichzeitiges Verdrehen der einzelnen Drähte die gewünschte Schraubenform zu erzielen, bei den eigentlichen Formdrähten dagegen muß noch die besondere Lage des Querschnitts im fertigen Seil berücksichtigt werden. Bei einem bekannten Verfahren, bei welchem $-förmige Formdrähte zu einer Decklage auf die Seele des Seiles gebracht werden, werden die Formdrähte beispielsweise über die entsprechend gestalteten Rillen zweier in einem gewissen Abstand voneinander auf der Hauptwelle der Verseilmaschine befestigten verstellbaren Führungsscheiben geführt, wobei sie vorgebogen und dann an der Verseilstelle unter Überbiegung über die Elastizitätsgrenze hinaus zum fertigen Seil zusammengeschlagen werden. Diese bekannten Verfahren haben den Nachteil, daß sie zum Betriebe der Verseilmaschine einen sehr großen Kraftbedarf erfordern, auch ist der Verschleiß ein sehr erheblicher.
  • Gegenstand der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen. Das neue Verfahren besteht in der Hauptsache darin, daß den bisher hierzu dienenden Führungsscheiben die Aufgabe der Biegung der Formdrähte abgenommen und einer besonderen, mit reibungsvermindernden Mitteln ausgestatteten Biegeeinrichtung übertragen wird, so daß die zur Führung dienenden Mittel völlig entlastet werden. Der Kraftbedarf der Verseilmaschine und der Verschleiß werden hierdurch sehr erheblich vermindert und somit auch die Herstellungskosten herabgesetzt. Formdrähte mit unregelmäßigem, beispielsweise $-förmigem Querschnitt werden hierbei in der Biegevorrichtung, welche auf der Hauptwelle der Verseilmaschine vor den der eigentlichen Führung dienenden Scheiben oder dem Führungskopfe befestigt ist, zunächst über die Achse des größten Widerstandmoments zu einer ebenen Kreisform mit dem erforderlichen Krümmungsradius gebogen und dann über die erwähnten Führungsglieder der Verseilstelle so zugeführt, daß beim Zusammenschlagen der Drahtlage auf der Seele nur noch eine schwache Abbiegung der einzelnen Drähte über die Achse des geringsten Widerstandsmoments erforderlich ist, die nur einen verhältnismäßig geringen Anteil des Kraftbedarfes der Verseilmaschine in Anspruch nimmt. Diese Biegeeinrichtung besteht für jeden Formdraht aus einer Rollengruppe, deren mit Spurrillen versehene Grundrollen im Gestell der Biegeeinrichtung in Form eines Kreisbogens mit dem zur Biegung erforderlichen Krümmungsradius angebracht sind, während die gleichfalls mit Spurrillen versehenen Gegenrollen diesen Grundrollen gegenüber v er- und einstellbar sind. Auch die Grundrollen-können zur Bildung von Kreisbögen verschiedener Krümmungsradien im Gestell der Biegeeinrichtung ver- und einstellT_ bar sein. Wie bereits erwähnt, werden die. Formdrähte in dieser Biegeeinrichtung über die Achse des größten Widerstandsmoments zu einer ebenen Kreisform gebogen, wobei die Spurrillen dafür sorgen, daß ein Verkanten der Drähte unmöglich ist, auch werden die Formdrähte hierbei gleichzeitig von allen falschen Krümmungen befreit und zum Verseilen fertig gerichtet.
  • Nach dem Verlassen der Biegevorrichtung werden dann die Formdrähte über die übliche Leitplatte zu einem kegelstumpfartig geformten, mit Führungsrillen versehenen Führungskopf geführt, dessen Mantellinie- entsprechend der kreisförmigen Biegung der Formdrähte etwas gewölbt ist, um beim Durchgang der Drähte deren Kreisform zu erhalten. Von . hier aus gelangen die vorgeformten Drähte unmittelbar zur Verseilstelle, wo sie zur fertigen Verseilung nur schwach über die Achse des geringsten Widerstandes gebogen werden.
  • Die Verseilbüchse selbst ist drehbar, wodurch nicht nur das gewünschte scharfe Abbiegen der Drähte erleichtert, sondern darüber hinaus noch erreicht wird, daß das fertige Seil hinsichtlich seiner Rundung und Qüerschnittsgestaltungaußerordentlich gleichmäßig ausfällt. Schließlich läuft das fertige Seil noch durch ein übliches, mit Gewichten belastetes zweiteiliges Backenfutter und hierauf durch ein Walzwerk, welches ebenso wie die Verseilbüchse im entgegengesetzten Drehsinn der Verseilmaschine umläuft. Auch hierdurch wird die Gleichmäßigkeit der Form= drahtlage in bezug auf genaue Querschnittsform-und Rundung verbessert.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. r eine Gesamtanordnung der neuen Einrichtung auf der Verseilmaschine, Abb. z einen senkrechten Querschnitt durch den Führungskopf in vergrößertem Maßstabe zur Darstellung der Führungsrillen, Abb. 3: eine Seitenansicht der Biegevorrichtung in vergrößertem Maßstabe, Abb. q. eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, eines Rollenpaares der Biegevorrichtung in vergrößertem Maßstabe mit in den Rillen geführtem Formdraht.
  • Die neue Biegevorrichtung a ist, wie ersichtlich, auf der Hauptwelle der Verseilmaschine zwischen dem die fest gelagerten Drahtspulen tragenden Radstern und der üblichen Leitplatte d- befestigt, so daß sie beim Umlauf der Verseilmaschine ihre Lage gegenüber den Spulen nicht ändert. Wie Abb. 3 °_xexgt, enthält die Biegevorrichtung ca für jeden :@g-r,9p eine Gruppe von fünf oder mehr `C'T@ündrollen na, die in einem der gewünschten Biegung des Formdrahtes entsprechenden Kreisbogen angeordnet sind. Diesen Grundrollen na stehen im Ausführungsbeispiele drei Gegenrollen ya gegenüber, die mittels der Stellschrauben o diesen genähert oder von diesen entfernt werden können. Im Ausführungsbeispiel sind die Grundrollen m im Gestell der Biegevorrichtung fest angebracht, da beim praktischen Betriebe der zur Biegung der Formdrähte über die Achse des größten Widerstandsmoments erforderliche Krümmungsradius in den meisten Fällen der gleiche ist. Es ist aber auch möglich, die Grundrollen na im Gestell der Biegevorrichtung a verstellbar anzubringen, um verschiedene Krümmungen den jeweiligen Erfordernissen entsprechend einstellen zu können. Die Rollen m und n sind am Umfang mit Spurrillen versehen, wie Abb. q. deutlich zeigt, um den Formdraht sicher zu führen und ein Verkanten desselben zu verhüten. In der beschriebenen Biegevorrichtung wird der Formdraht gleichzeitig gerichtet, so daß er beim Verlassen derselben eine ebene Kreisform erhält. Außerdem wird hierdurch die verschiedene Federkraft der Drähte, die durch die Ungleichheit der Querschnitte und der Festigkeitsverhältnisse den Drähten anhaftet, ausgeglichen. Gerade diese verschiedenen Spannungseigenschaften der Drähte wirken sich sonst bei gewöhnlicher Verseilung auf den Zusammenhalt der Formdrähte ungünstig aus und führen leicht zur Lockerung derselben. .
  • Die von der Biegevorrichtung a kommenden vorgebogenen Formdrähte werden dann in üblicher Weise durch die Leitplatte d geführt und gelangen auf den kegelstumpfartigen Führungskopf b, dessen Mantellinie gewölbt ist, so daß die angebrachten Führungsrillen in ihrer Krümmung genau der Krümmung des Formdrahtes entsprechen. Von hier aus gelangt der noch immer zu einer ebenen Kreisform gebogene Formdraht zu der Verseilbüchse e, die sich entgegengesetzt der Drehrichtung der Verseilmaschine dreht und in der der Formdraht nunmehr über die Achse des geringsten Widerstandsmoments seitlich so abgebogen wird, daß er diejenige Schraubenform erhält, die er im fertigen Drahtseil einzunehmen hat. Die Drehung der in üblicher Weise zweiteilig ausgeführten Verseilbüchse e erfolgt von der Maschine aus durch ein Zahnrad f . Die Drehgeschwindigkeit selbst kann durch Wechselräder beliebig gestaltet werden. ,Nach dem Verlassen der Verseilbüchse e wird das fertige Seil durch bekannte Preßbacken g geführt, die gleichfalls zweiteilig ausgebildet und mit entsprechenden Gewichten belastet sind. Um die Gleichmäßigkeit des Seiles bezüglich des Seildurchmessers und der Querschnittsform zu verbessern, ist schließlich noch ein an sich bekanntes Walzwerk h vorgesehen, welches gleichfalls drehbar ist. Die Drehung erfolgt durch ein Stirnrad i, welches hinsichtlich der Drehzahl und des Drehsinns durch Wechselräder beeinflußt werden kann. Der Drehsinn des Walzwerkes h ist der gleiche wie derjenige der Verseilbüchse e, also demjenigen der Verseilmaschine entgegengesetzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung drallfreier Tragseile aus Formdrähten beliebiger Art durch Vorformung derselben, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Formdrähte zunächst über die Achse des größten Widerstandsmoments gebogen und dann der Verseilstelle über Führungsglieder so zugeführt werden, daß beim Zusammenschlagen nur noch eine schwache Abbiegung der Drähte über die Achse des geringsten Widerstandsmoments erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Hagptwelle der Verseilmaschine für jeden-Formdraht (p) eine aus einer Rollengruppe (na, n) bestehende Biegevorrichtung (a) befestigt ist, deren mit Spurrillen versehene Grundrollen (m) im Gestell der Biegevorrichtung (a) in einem Kreisbogen mit dem zur Biegung erforderlichen Krümmungsradius angebracht und deren Gegenrollen (n) gegenüber den Grundrollen (m) verstellbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch :z, dadurch gekennzeichnet, daß im Gestell der Biegevorrichtung (a) auch die Grundrollen (m) zu einem Kreisbogen mit beliebigem Krümmungsradius verstellbar sind. q.. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Hauptwelle der Verseilmaschine als Führungsglied zwischen der Biegevorrichtung (a) und der Verseilbüchse (e) ein mit Führungsrillen versehener Führungskopf (b) befestigt ist, der kegelstumpfartig gestaltet ist und eine gewölbte Seitenfläche besitzt, deren Krümmungsradius demjenigen des in der Biegevorrichtung (a) v orgebogenen Formdrahtes entspricht.
DED65948D 1933-05-30 1933-05-30 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen drallfreier Tragseile aus Formdraehten Expired DE631009C (de)

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