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Einrichtung an Karden zum Anheben der im Beschlag der Trommel haftenden
Fasern Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an Karden zum Anheben der
im Beschlag der Trommel haftenden Fasern und bezweckt, die Ansammlung von Fasern
in dem Beschlag der großen Trommel auf längere Zeit zu vermeiden.
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Es ist bekannt, daß bei Karden im Laufe der Arbeit zwischen den Spitzen
des Beschlages der großen Trommel eine Ansammlung von Fasern stattfindet; diese
Ansammlung erfolgt mit solcher Stärke und Gesch-,vindigkeit, daß man in sehr kurzen
Unterbrechungen alle 3 oder q. Stunden die Trommel reinigen muß.
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Diese Arbeit des Ausstoßens geschieht gewöhnlich in der Weise, daß
man die Karde anhält und die große Trommel der Wirkung einer Ausstoßbürste unterwirft,
deren Nadeln in den Beschlag der Trommel eindringen, um die dort angesammelten Fasern
zu entfernen. Ein anderes Verfahren ist das Absaugen durch pneumatische Vorrichtungen.
Bei allen diesen Verfahren ist man jedoch gezwungen, die Karde alle 3 bis q. Stunden
anzuhalten. Es wurde daher auch schon der Versuch gemacht, den Trommelbeschlag dadurch
länger aufnahmefähig zu erhalten, daß man unter der großen Trommel einen Volant
anbrachte, der fortlaufend- die im Beschlag der Trommel haftenden asern anheben
soll, doch wurde diese Vorrichtung bei Baumwollkarden wieder fallen gelassen wegen
der in der Arbeit der Karde verursachten Störungen und besonders aus dem Grunde,
weil sie den Beschlag der großen Trommel beschädigte.
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Demgegenüber -besteht die Einrichtung nach der Erfindung aus einer
oder mehreren zur Trommel konzentrischen und sich quer über diese erstreckenden
elektrostatischen Platten, die gegenüber dem Trommelumfang in solchem Abstand angeordnet
sind, daß die vom Trommelbeschlag gehaltenen Fasern über die Platte bzw. Platten
streichen und durch die entstehende elektrische Aufladung der Platte bzw. Platten
an die Oberseite des Beschlages gebracht werden.
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Diese Platte besteht aus einem Werkstoff oder ist mit einem Werkstoff
. bedeckt, der durch das Zusammenstoßen mit den Fasern und mit der Luft elektrisiert
wird, d. h. einem die Elektrizität isolierenden Werkstoff oder einem gut leitenden
Werkstoff, der jedoch entsprechend isoliert ist.
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Die. Wirkung der Platte oder Platten besteht in dem Heranziehen der
Fasern an das Ende der Nadeln des Trommelbeschlages. Dieses Anziehen der Fasern
erfolgt dadurch, daß sich ein elektrostatisches Feld in der oder den Platten bildet,
welches die Fasern nach dem allgemein bekannten physikalischen Prinzip anzieht,
nach dem Elektrizität leichte Körper, wie z. B. die Fasern, anzieht. Dieses
elektrostatische
Feld bildet sich in der Platte durch das Zusammenstoßen mit den Fasern, welche an
der Oberfläche des Trommelbeschlages überstehen, und auch infolge des' Zusammenstoßens
mit der Luft; die >E1i° ziehung der Platte wirkt sich nicht nur äiif die Fasern
aus, welche in Berührung mit der' oder den Platten treten, sondern auch auf die
Fasern, welche an der oder den Platten während des Arbeitens der Karde vorbeigehen,
weil alle diese Fasern in das elektrostatische Influenzfeld der Platten treten.
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Die Einrichtung gemäß vorliegender Erfindung ergibt für Karden wichtige
Vorteile. Karden ohne diese Einrichtung müssen, wie schon eingangs erwähnt, wenigstens
alle 3 oder ¢ Stunden ausgestoßen werden. Bei Anwendung der Einrichtung nach der
Erfindung dagegen- braucht das Ausstoßen des Beschlages nur nach längerer Zeit zu
erfolgen, und in der Praxis erstrecken sich die Perioden auf 24 bis ioo Arbeitsstunden,
je nach der Beschaffenheit der Fasern, der Art der Beschläge und dem allgemeinen
Zustand der Karde. Infolgedessen erzielt man mit der Einrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung beträchtliche- Ersparnisse an Arbeitskosten, da die Karde nur nach wesentlich
längerer Betriebszeit ausgestoßen zu werden braucht. Außerdem vermeidet man -den
Abfall der guten. Fasern. Ferner wird dadurch, daß keine Ansammlung der Fasern in
dem Beschlag stattfindet, eine gleichbleibende Regelmäßigkeit in der Stärke oder
Nummer des durch die Karde erzeugten Bandes erzielt.
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Zum. besseren Verständnis ist der Gegenstand der Erfindung auf der
Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt . Fig. i schematisch das Prinzip und Fig.
z eine Ausführungsform der Erfindung. In Fig. i bezeichnet i einen Teil der großen
Trommel, z den Abnehmer, 3 eine quer zur Trommel angeordnete Platte, die konzentrisch
zur Trommel und in geringem Abstand von dem Beschlag dieser Trommel liegt. In Fig.2
zeigt i' die quer zur Karde angeordnete, konzentrisch zur Trommele' und ,-in einem
geringen Abstand: von dem Beschlag 3' dieser Trommel liegende Platte; .=7@ :'ist
der entsprechende Vorreißer. Die -';glätte i' ist vor dem Rost 6 in einem Träger
5' - "des Kardengestelles q.' angeordnet.
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Die Praxis hat gezeigt, daß es zweckmäßig ist, die Platten in einer
sehr geringen Entfernung von dem Beschlag anzuordnen (o,8 mm), um die Wirkung des
elektrostatischen Feldes am besten auszunutzen, aber die Anziehungswirkung kann
auch eintreten, wenn man- die Platte auf einer ein wenig größeren Entfernung anbringt.
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Alles, was sich nicht auf das Wesen der Erfindung bezieht, kann veränderlich
sein, die Form, der Werkstoff der Platten oder ihres Überzuges, der Träger, in dem
die Platte angebracht ist, ebenso die Anordnung, um den Abstand von der großen Trommel
zu regeln, wenn man es für zweckmäßig hält.
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Das Anbringen der Platte oder Platten mit Bezug auf die große Trommel
wird je nach Zweckmäßigkeit erfolgen, es kann unter oder über der Trommel geschehen.
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Die Breite der Platte kann veränderlich sein, obgleich die Praxis
für die gegenwärtig gebräuchlichen Bauarten von Karden gezeigt hat, daß eine Breite
von ungefähr 1/,z des Umfanges der großen Trommel zweckentsprechend ist.