DE632476C - Anlage zur Verwertung der Abhitze der Beheizungsanlage von Retorten- und Kammeroefen - Google Patents

Anlage zur Verwertung der Abhitze der Beheizungsanlage von Retorten- und Kammeroefen

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DE632476C
DE632476C DED64088D DED0064088D DE632476C DE 632476 C DE632476 C DE 632476C DE D64088 D DED64088 D DE D64088D DE D0064088 D DED0064088 D DE D0064088D DE 632476 C DE632476 C DE 632476C
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DE
Germany
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waste heat
furnace
retort
boiler
chamber furnaces
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DED64088D
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English (en)
Inventor
Dr Arnold Koerting
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CONTINENTAL GAS GES DEUTSCHE
Original Assignee
CONTINENTAL GAS GES DEUTSCHE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Combustion Of Fluid Fuel (AREA)

Description

  • Anlage zur Verwertung der A'bhitze der Beheizungsanlage von Retorten- und Kammeröfen Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Verwertung der Abhitze von Retorten- und Kammeröfen.
  • Es ist bekannt, die Abhitze der Beheizungsanlagen von Retorten- oder Kammeröfen durch Abhitzekessel zu verwerten, die hinter der Reküperation angeschlossen sind. Die Verbrennungsgase werden bei dieser Anordnung den Abhitzekesseln erst nach Durchstreichen der Rekuperationskanäle zugeführt. Man hat auch neuerdings vorgeschlagen, einen Teil der heißen Verbrennungsgase aus dem mittleren Teil der Rekuperationskanäle oder auch unmittelbar nach Verlassen der Kammerseite zur Abhitzeverwertung abzuzweigen. Bei derartigen Gaserzeugungsanlagen wird der Strom der heißen Verbrennungsgase in zwei Teile aufgeteilt, derart, daß durch die Rekuperation nur der zur Vorwärmung der Verbrennungsluft erforderliche Teil geleitet wird, während der übrige Teil den Abhitzeverwertern zugeleitet wird. Die Wärmeausnutzung in den Abhitzekesseln ist aber um so günstiger, je heißer die Verbrennungsgase sind; daher sind auch diejenigen Gaserzeugungsanlagen bezüglich der Abhitzeverwertung am vorteilhaftesten, bei denen der für die Abhitzekessel bestimmte Teil der heißen Verbrennungsgase unmittelbar nach Verlassen der Ofen noch vor Eintritt in die Rekuperation abgezweigt wird. Da während des größten Teiles des Jahres aber nur ein Teil der Retorten oder Kammeröfen in Benutzung ist, außerdem eine größere Anzahl Ersatzöfen vorhanden sein muß, die in Betrieb genommen werden, wenn an einem Ofen Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen sind, so werden bei. einer Anlage mit eingebauten Abhitzekesseln die Abhitzekessel nur zu einem Teil ausgenutzt. Eine solche Einrichtung 'verursacht außerdem erhebliche Anlagekosten, da einem jeden Retorten- oder Kammerofen ein Abhitzekessel zugeordnet werden muß.
  • Diese Tatsache hat bei kleineren Gasanstalten den Einbau von Abhitzeverwertungsanlagen verhindert, so daß gerade angesichts der großen Zahl derartiger kleiner Anlagen eine beträchtliche Menge von Abhitzewärme unbenutzt verlorengeht.
  • Dem Mangel einer geeigneten, die geschilderten Nachteile vermeidenden Abhitzevenvertungsanlage für die Beheizungsanlagen von Retorten- und Kammeröfen wird durch den Gegenstand der Erfindung abgeholfen. Bei der Anlage gemäß der Erfindung finden Abhitzekessel Verwendung, welche nach Größe und Ausbildung der Abhitze nur eines Ofens angepaßt und lösbar mit diesem verbunden sind, und welche erfindungsgemäß so ausgebildet sind, daß sie von Ofen zu Ofen auf den Geleisen für die Füllwagen verfahrbar sind. Infolge dieser Ausbildung ist man in der Lage, für ein vorhandenes Gaswerk oder beim Bau eines neuen Gaswerkes zunächst nur so viel Abhitzekessel anzuschaffen, wie währenddes größten Teiles des Jahres Öfen im Be-; triebe sind. Die Anschaffung von Abhitzekesseln für Öfen, welche während eines großen Teiles des Jahres außer Betrieb sind und bei denen daher Wärmeverluste nicht wesentlich ins Gewicht fallen, kann dabei unterbleiben. Diejenige Anzahl der Öfen, welche während des größten Teiles des Jahres in Betrieb gehalten werden, können ständig mit Abhitzekesseln versehen werden, da dann, wenn statt eines der Reparatur oder der Reinigung bedürftigen Ofens ein anderer in Betrieb zu nehmen ist, ohne weiteres die Möglichkeit besteht, den kleinen Abhitzekessel von dem stillzulegenden Ofen dahin zu befördern und an diesen anzuschließen. Die neue Anlage ermöglicht also, die Abhitzeverwertungsanlage in weitgehendem Maße den jeweiligen Betriebsverhältnissen anzupassen und bei-größer werdendem Betrieb je nach Bedarf zu vergrößern, so daß bestmögliche Ausnutzung des Anlagekapitals gegeben ist.
  • Bei den seit längerer Zeit außer Gebrauch gekommenen sogenannten Bienenkorbkoksöfen hat man bereits vorgeschlagen, kleine, der Größe eines Ofens angepaßte Abhitzekessel zur Ausnutzung der im erzeugten Leuchtgas enthaltenen Wärme zu verwenden. Die Abhitze, die sonst beim Kühlprozeß des Leuchtgases verlorenging, wurde auf diese Weise gewonnen. Eine eigentliche Beheizungsanlage, wie - sie bei den modernen Retorten- oder Kammeröfen vorgesehen ist, war jedoch bei jenen Bienenkorböfen nicht vorhanden.
  • Infolge der eigenartigen Ausbildung der Bienenkorböfen ist es erforderlich, zum Zwecke des Neufüllens des Ofens den Abhitzekessel von der Einfüllöffnung, an die dieser angeschlossen ist, zu entfernen. Es ist zu -diesem Zwecke bekannt, den Abhitzekessel zeitweilig von der Einfüllöffnung fortzubewegen.' Einen wahlweisen Anschluß an einen zweiten oder weitere Öfen gestattet die bekannte Anordnung jedoch nicht.
  • Es ist fernerhin bei dem gleichen Typ der Bienenkorböfen bekannt, einen einzigen Abhitzekessel zwei oder mehreren öfen einer Gruppe zuzuordnen, deren Einfüllöffnungen auf einem Kreisbogen liegen, so daß der Abhitzekessel durch Schwenkung um einen Drehpunkt an einen der Öfen angeschlossen werden kann.
  • Diese bekannte Anordnung setzt voraus, daß von einer Ofengruppe jeweils nur ein einziger Ofen in Betrieb ist, während die anderen stilliegen.. Eine solche Anlage hat nur Sinn, wenn man voraussetzt, daß beispielsweise bei einer Gruppe von zwei öfen die Abkühl- und Füllzeit eines Ofens gleich der Garungszeit, d. h. der Zeit ist, die der @?eergasungsprozeß im jeweils anderen Ofen in spruch nimmt.
  • Für moderne Retorten- und Kammeröfen ist die bekannte Anordnung ungeeignet. Bei diesen Öfen darf eine Abkühlung überhaupt nicht vorkommen, da hierdurch das Mauerlverk des Ofens zerstört wird. Bei Retorten-und Kammeröfen steht einer Füllzeit von i o bis 15 Minuten eine Garungszeit von 24 bis 36 Stunden gegenüber, so daß zu jedem in Betrieb befindlichen Ofen ein Abhitzekessel gehört. Die Zuordnung eines Abhitzekessels zu einer Ofengruppe gemäß der bekannten Anordnung würde eine außerordentlich ungünstige Kapitalsanlage bedeuten, da man hierbei gleichsam für einen einzigen Abhitzekessel eine Vielzahl von üfen in Bereitschaft halten müßte, von denen 'alle bis auf einen stilliegen.
  • Es ist schließlich bekannt, einer Bienenkorbköksofenbatterie einen Dampfkessel zuzuordnen und diesen ganz oder teilweise, entsprechend dem Dampfbedarf, durch die Abhitze des von einem oder mehreren Ofeneinheiten erzeugten Leuchtgases zu beheizen. Zu diesem Zwecke ist der Feuerraum des Kessels mit dem Inneren aller Koksöfen durch absperrbare Kanäle verbunden.
  • Diese bekannte Anlage gestattet nicht die restlose Ausnutzung der Abwärme aller in Betrieb befindlichen Koksöfen, gleichgültig von ihrer räumlichen Lage zueinander, und steht insbesondere einer Vergrößerung der Ofenanlage entgegen.
  • In den Zeichnungen ist eine Gaserzeugungsanlage nach der Erfindung dargestellt.
  • Die Zeichnungen zeigen eine Batterie von drei Kammeröfen in verschiedenen Ansichten, und zwar zeigt Abb. i einen Seitenquerschnitt, Abb. --'eine Ansicht von hinten, während Abb.3 einen Grundriß der Ofenbatterie darstellt.
  • Das Generatorgas wird den Feuerungskanälen der vorderen Retorten- oder Kammerseite i durch den Kanal 2 zugeführt, während die in der Rekuperation 3 vorgewärmte heiße Verbrennungsluft ,durch den Kanal zuströmt. Die heißen Verbrennungsgase werden nach Verlassen der Heizzüge aus der Retorten- oder Kammerseite dem Abgaskanal s zugeführt. An . den Abgaskanal 5 sind die Rekuperationskanäle in der üblichen Weise angeschlossen, die in den Fuchs 6 einmünden. Die Abgaskanäle werden durch Kanäle 5a angezapft, welche einen solchen Teil des Abgasstromes aufnehmen, daß der Wärmeinhalt des übrigen, der Rekuperation zugeführten Teiles der heißen Verbrennungsgase für die Vorwärmung der Verbrennungsluft in der Rekuperation ausreicht.
  • Die Zweigkanäle 5R führen zu den Abhitzeverwertern, welche, wie in den Abbildungen dargestellt, als verhältnismäßig kleine Kessel von etwa z bis 3 t Gewicht lösbar mit den Retorten oder Kammern verbunden und auf diesen angeordnet sind.
  • Die Kessel können auf den Ofen entweder liegend (Kessel 6) oder auch stehend (Kessel 7) aufgestellt werden. Stehende Kessel haben den Vorteil, daß die heißen Verbrennungsgase dem Kessel aus dem Abgaskanal unmittelbar unter Fortlassung eines besonderen Zweigkanals zugeführt werden können und daß ferner der Schornstein fast um die Kesselhöhe verkürzt werden kann, da bei dieser Ausführung der Kessel selbst eine Schornsteinwirkung ausübt.
  • Wie aus Abb.3 zu ersehen ist, wird die Anlage zweckmäßig so ausgeführt, daß die Kessel in unmittelbarer Nähe der Gleise 3 für die Generatorfüllwagen zu liegen kommen. Es ist dann ein Leichtes, die Kessel mit Hilfe der Generatorfüllwagengestelle im Bedarfsfall von einem Ofen zum anderen zu befördern. Die hierbei erforderliche lösbare Verbindung der Kessel mit den Ofen kann in verschiedenster Form ausgeführt werden.
  • Im großen und ganzen wird sich die Anordnung und Befestigung der Abhitzekessel sowie deren Größe und sonstige Ausbildung nach der Eigenart der vorhandenen Anlage richten, während bei Errichtung neuer Gaserzeugungsanlagen auf eine besonders vorteilhafte Anordnung und Verteilung der Abhitzekessel, insbesondere auch mit Rücksicht auf die Beförderungseinrichtungen für die Generator- und Retortenfüllwagen, Rücksicht genommen werden kann.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCI3: Anlage zur Verwertung der Abhitze der Beheizungsanlage von Retorten- und Kammeröfen für die Gaserzeugung unter Verwendung von Abhitzekesseln, welche nach Größe und Ausbildung der Abhitze nur eines Ofens angepaßt und lösbar mit diesem verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Abhitzekessel von Ofen zu Ofen auf den Gleisen für die Füllwagen v erfahrbar sind.
DED64088D 1932-08-17 1932-08-17 Anlage zur Verwertung der Abhitze der Beheizungsanlage von Retorten- und Kammeroefen Expired DE632476C (de)

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