DE632998C - Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses

Info

Publication number
DE632998C
DE632998C DEH142120D DEH0142120D DE632998C DE 632998 C DE632998 C DE 632998C DE H142120 D DEH142120 D DE H142120D DE H0142120 D DEH0142120 D DE H0142120D DE 632998 C DE632998 C DE 632998C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
low
ash
sulfur
charcoal
coke
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH142120D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Erich Faust
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HOCHOFENWERK LUEBECK AKT GES
Original Assignee
HOCHOFENWERK LUEBECK AKT GES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HOCHOFENWERK LUEBECK AKT GES filed Critical HOCHOFENWERK LUEBECK AKT GES
Priority to DEH142120D priority Critical patent/DE632998C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE632998C publication Critical patent/DE632998C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/04Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general using charges of special composition

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses jeder Steinkohlenkoks weist einen gewissen Aschegehalt auf, der im allgemeinen bei etwa fo °j" liegt. Dieser Aschegehalt ist nach Höhe und Zusammensetzung bedingt durch den Aschegehalt der Kokskohle. Ebenfalls enthält jeder Steinkohlenkoks einen gewissen Prozentsatz Schwefel, der seinen Ursprung im Schwefelgehalt der verkokten Steinkohle findet, von dem ein Teil zwar flüchtig ist, der größere Teil jedoch in den Koks übergeht. Bei deutschen Kokssorten beträgt der Schwefelgehalt etwa i °/a.
  • Es ist nun bekannt, daß es für gewisse technische, r_. B. metallurgische Zwecke wünschenswert ist, einen möglichst asche- und schwefelarmen Brennstoff zu erhalten. Da bei normalem Steinkohlenkoks gewisse Grenzen nicht unterschritten werden können, hilft man sich in vielen Fällen durch Gasfeuerung, Elektrowärme usw., oder durch die Verwendung von Holzkohle, die praktisch schwefelfrei und aschearm_ ist. So beruht z. B. die Überlegenheit des mit Holzkohle hergestellten Roheisens indirekt auf der Aschearmut und Schwefelfreiheit der Holzkohle, da infolge dieser Eigenschaften des Brennstoffes eine Schlackenführung ermöglicht wird, die ihrerseits die Güte des Erzeugnisses gewährleistet.
  • Wegen der schwierigen Beschaffung der Holzkohle in der z. B. für den Hochofen erforderlichen Güte kann z. B. das Verfahren der Herstellung von Roheisen rnit Holzkohle nur noch an Stellen ausgeübt werden, die über einen ungeheuren Holzüberschuß verfügen, wie z. B. Schweden. Einerseits können nämlich hierfür nur bestimmte Holzarten verwendet werden, andererseits muß die Holzverkohlung in einer Form durchgeführt werden, die infolge des Verlustes der evtl. Nebenprodukte höchst unwirtschaftlich ist. Die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten in Retorten hergestellte Holzkohle zeigt aber nicht die notwendigen physikalischen Eigenschaften (Festigkeit und Stückigkeit), die z, B. für den Hochofenbetrieb erforderlich sind.
  • Um jedoch zu einem Brennstoff zu gelangen, der die guten physikalischen Eigenschaften des _ Steinkohlenkokses mit den chemischen der Holzkohle zutn mindesten teilweise vereint, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, Holzkohle z. B. als Pulver mit geeigneter Steinkohle ztt mischen und die so erhaltene Mischung in üblicher Weise zu verkolzen. Hierbei hat sich herausgestellt, da1, es bei der Wahl geeigneter Steinkohle möglich ist, prozentual große Mengen Holzkohle beizumischen, wobei nicht nur die physikalischen Eigenschaften des so hergestellten Kokses nicht verschlechtert werden, sondern im Gegenteil dieser u. U. eine besonders hohe Festigkeit- und großen Widerstand gegen Abrieb aufweist. `.
  • Im gleichen Prozentsatz der Zumischung der Holzkohle sinkt- praktisch der Asche- --n'taü Schwefelgehalt des Kokses. Je nach' d' Wahl der Steinkohle und dem Verwendun@s:@' zweck des Kokses ist es möglich, bis _ zu-30 °/o Holzkohle und darüber der .zu verkokenden Steinkohle beiiumischen.
  • Wirtschaftlich bedeutsam ist hier die Tatsache, daß -es möglich ist, z. B. mit Abfallholzkohle sowie geringwertigem Holzkohlenstaub zu arbeiten, da die beiden einzigen in diesem Falle an die Holzkohle zu stellenden Forderungen, Aschearmut und Schwefelfreiheit, auch in diesem Falle gewährleistet sind.
  • Wichtig-ist auch, daß- man, zu diesem Resultat ohne Änderung der Apparatur und des Verkokungsverfahrens gelangen kann.
  • Das Verfahren soll im folgenden an einem zahlenmäßigen Beispiel erläutert werden. Beispiel Es wurde ein Hochofenkoks aus einem Gemisch zweier Kokskohlen hergestellt, und zwar von Zeche Minister Achenbach mit a5,3 % flüchtigen Bestandteilen, 1,45 % Schwefel und g",73 °/o Asche und `...=Zeche Lothringen ¢/5 mit a2-,5 °/o flüchtigen Bestandteilen, 1,o6 % Schwefel und 91ö5 % Asche.
  • 'Dieser in üblicher Weise hergestellte Koks enthielt 8,8o °/a Asche und 1,1q. °/o Schwefel. Das gleiche Kokskohlengemisch wurde mit 30 °/o (auf trocken umgerechnet) fein gemalilener Holzkohle (o,oa % Schwefel, z,1 °/" Asche) innig gemischt und in der gleichen Weise wie im Parallelversuch verkokt. Der entstandene Koks zeigte genau die gleichen physikalischen Eigenschaften in bezug auf Festigkeit, Abrieb, Porosität usw., wie der ohne Holzkohlenzusat7 hergestellte. - Die Asche- und Schwefelwerte waren auf 6,83 Asche und 0,79 °/o Schwefel gesunken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen eines asche-und schwefelarmen Kokses, dadurch gekennzeichnet, daß einer geeigneten Steinkohle Holzkohle zugesetzt und das- Gemisch verkokt wird.
DEH142120D 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses Expired DE632998C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH142120D DE632998C (de) 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH142120D DE632998C (de) 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE632998C true DE632998C (de) 1936-07-21

Family

ID=7178860

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH142120D Expired DE632998C (de) 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE632998C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE112013004937T5 (de) Verfahren zum Herstellen von Hochofen-Einblaskohle
EP0111616B1 (de) Verwendung von Zusätzen für umweltfreundliche Giessereiformsande
DE632998C (de) Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses
DE1808018C3 (de)
DE754071C (de) Verfahren zur Herstellung von Teerpechmassen durch Weichmachen (Fluxen) von Hartpechen
DE958554C (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer die Brikettierung von zerkleinerten Brennstoffen
DE112013004931T5 (de) Verfahren zum Herstellen von Hochofen-Einblaskohle
DE425541C (de) Verfahren zum Erzeugen von Koks- oder Halbkoksbriketten
DE2917800A1 (de) Verfahren zur herstellung von koks
DE860346C (de) Verfahren zur Reduktion von Metalloxyden durch aus materieller Kohle gewonnenem Kohlenwasserstoff bzw. Kohlenoxyd
DE2813578C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von schwefelarmem Elektrodenkoks aus schwefelhaltigen Petroleumrohstoffen und Steinkohleverarbeitungsprodukten
DE411207C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden
DE807275C (de) Heizbrikett
DE864694C (de) Verfahren zum Herstellen aschearmer Kohle-OEl-Dispersionen
DE762534C (de) Brennstoff fuer verbrennliche Feueranzuender
DE2914295C2 (de) Verfahren zur Erhöhung des Gehaltes an aliphatischen Kohlenwasserstoffen, insbesondere Methan, in Kokereigasen
DE894163C (de) Verfahren zur Verhuettung von Erzen, insbesondere von Eisenerzen
DE751321C (de) Verfahren zum Erzeugen von stand- und druckfesten Presslingen aus Braunkohlenkoks
AT202965B (de) Verfahren zur Herstellung von Koks, insbesondere für metallurgische Zwecke
DE272518C (de)
DE854194C (de) Verfahren zum Herstellen von druckfesten Formkoksstuecken aus Steinkohlenschwelkoks
DE864860C (de) Verfahren zur Herstellung gefuegefester Koksformstuecke
DE848986C (de) Verfahren zur Herstellung von Heizoel
DE425944C (de) Verfahren zur Erzeugung eines kohlenoxydhaltigen Stadt- und Haushaltgases
DE746346C (de) Gewinnung von Pechkoks zur Herstellung von Elektroden