DE632998C - Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen KoksesInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B57/00—Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
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Description
- Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses jeder Steinkohlenkoks weist einen gewissen Aschegehalt auf, der im allgemeinen bei etwa fo °j" liegt. Dieser Aschegehalt ist nach Höhe und Zusammensetzung bedingt durch den Aschegehalt der Kokskohle. Ebenfalls enthält jeder Steinkohlenkoks einen gewissen Prozentsatz Schwefel, der seinen Ursprung im Schwefelgehalt der verkokten Steinkohle findet, von dem ein Teil zwar flüchtig ist, der größere Teil jedoch in den Koks übergeht. Bei deutschen Kokssorten beträgt der Schwefelgehalt etwa i °/a.
- Es ist nun bekannt, daß es für gewisse technische, r_. B. metallurgische Zwecke wünschenswert ist, einen möglichst asche- und schwefelarmen Brennstoff zu erhalten. Da bei normalem Steinkohlenkoks gewisse Grenzen nicht unterschritten werden können, hilft man sich in vielen Fällen durch Gasfeuerung, Elektrowärme usw., oder durch die Verwendung von Holzkohle, die praktisch schwefelfrei und aschearm_ ist. So beruht z. B. die Überlegenheit des mit Holzkohle hergestellten Roheisens indirekt auf der Aschearmut und Schwefelfreiheit der Holzkohle, da infolge dieser Eigenschaften des Brennstoffes eine Schlackenführung ermöglicht wird, die ihrerseits die Güte des Erzeugnisses gewährleistet.
- Wegen der schwierigen Beschaffung der Holzkohle in der z. B. für den Hochofen erforderlichen Güte kann z. B. das Verfahren der Herstellung von Roheisen rnit Holzkohle nur noch an Stellen ausgeübt werden, die über einen ungeheuren Holzüberschuß verfügen, wie z. B. Schweden. Einerseits können nämlich hierfür nur bestimmte Holzarten verwendet werden, andererseits muß die Holzverkohlung in einer Form durchgeführt werden, die infolge des Verlustes der evtl. Nebenprodukte höchst unwirtschaftlich ist. Die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten in Retorten hergestellte Holzkohle zeigt aber nicht die notwendigen physikalischen Eigenschaften (Festigkeit und Stückigkeit), die z, B. für den Hochofenbetrieb erforderlich sind.
- Um jedoch zu einem Brennstoff zu gelangen, der die guten physikalischen Eigenschaften des _ Steinkohlenkokses mit den chemischen der Holzkohle zutn mindesten teilweise vereint, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, Holzkohle z. B. als Pulver mit geeigneter Steinkohle ztt mischen und die so erhaltene Mischung in üblicher Weise zu verkolzen. Hierbei hat sich herausgestellt, da1, es bei der Wahl geeigneter Steinkohle möglich ist, prozentual große Mengen Holzkohle beizumischen, wobei nicht nur die physikalischen Eigenschaften des so hergestellten Kokses nicht verschlechtert werden, sondern im Gegenteil dieser u. U. eine besonders hohe Festigkeit- und großen Widerstand gegen Abrieb aufweist. `.
- Im gleichen Prozentsatz der Zumischung der Holzkohle sinkt- praktisch der Asche- --n'taü Schwefelgehalt des Kokses. Je nach' d' Wahl der Steinkohle und dem Verwendun@s:@' zweck des Kokses ist es möglich, bis _ zu-30 °/o Holzkohle und darüber der .zu verkokenden Steinkohle beiiumischen.
- Wirtschaftlich bedeutsam ist hier die Tatsache, daß -es möglich ist, z. B. mit Abfallholzkohle sowie geringwertigem Holzkohlenstaub zu arbeiten, da die beiden einzigen in diesem Falle an die Holzkohle zu stellenden Forderungen, Aschearmut und Schwefelfreiheit, auch in diesem Falle gewährleistet sind.
- Wichtig-ist auch, daß- man, zu diesem Resultat ohne Änderung der Apparatur und des Verkokungsverfahrens gelangen kann.
- Das Verfahren soll im folgenden an einem zahlenmäßigen Beispiel erläutert werden. Beispiel Es wurde ein Hochofenkoks aus einem Gemisch zweier Kokskohlen hergestellt, und zwar von Zeche Minister Achenbach mit a5,3 % flüchtigen Bestandteilen, 1,45 % Schwefel und g",73 °/o Asche und `...=Zeche Lothringen ¢/5 mit a2-,5 °/o flüchtigen Bestandteilen, 1,o6 % Schwefel und 91ö5 % Asche.
- 'Dieser in üblicher Weise hergestellte Koks enthielt 8,8o °/a Asche und 1,1q. °/o Schwefel. Das gleiche Kokskohlengemisch wurde mit 30 °/o (auf trocken umgerechnet) fein gemalilener Holzkohle (o,oa % Schwefel, z,1 °/" Asche) innig gemischt und in der gleichen Weise wie im Parallelversuch verkokt. Der entstandene Koks zeigte genau die gleichen physikalischen Eigenschaften in bezug auf Festigkeit, Abrieb, Porosität usw., wie der ohne Holzkohlenzusat7 hergestellte. - Die Asche- und Schwefelwerte waren auf 6,83 Asche und 0,79 °/o Schwefel gesunken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen eines asche-und schwefelarmen Kokses, dadurch gekennzeichnet, daß einer geeigneten Steinkohle Holzkohle zugesetzt und das- Gemisch verkokt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH142120D DE632998C (de) | 1934-12-09 | 1934-12-09 | Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses |
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Publications (1)
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| DE632998C true DE632998C (de) | 1936-07-21 |
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ID=7178860
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH142120D Expired DE632998C (de) | 1934-12-09 | 1934-12-09 | Verfahren zum Herstellen eines asche- und schwefelarmen Kokses |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE632998C (de) |
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1934
- 1934-12-09 DE DEH142120D patent/DE632998C/de not_active Expired
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