DE633465C - Verfahren zur Herstellung harter geformter, fuer Gasadsorptionszwecke geeigneter Silikagelprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung harter geformter, fuer Gasadsorptionszwecke geeigneter Silikagelprodukte

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DE633465C
DE633465C DED61923D DED0061923D DE633465C DE 633465 C DE633465 C DE 633465C DE D61923 D DED61923 D DE D61923D DE D0061923 D DED0061923 D DE D0061923D DE 633465 C DE633465 C DE 633465C
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silica gel
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof
    • B01J20/02—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material
    • B01J20/10—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material comprising silica or silicate
    • B01J20/103—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material comprising silica or silicate comprising silica

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Description

  • Verfahren zur Herstellung harter geformter, für Gasadsorptionszwecke geeigneter Silikagelprodukte Bekanntlich weisen die im Handel befindlichen Silikagele leine verhältnismäßig geringe Härte und eine sehr unregelmäßige Gestalt auf. Für die verschiedenen Verwendungszwecke, wie z. B. Trocknen von Gasen oder Luft, Wiedergewinnung von Lösungsmitteln, ferner für Gasmaskeneinsätze und als Träger für Katalysatoren, ist aber größte Härte und eine bestimmte Form sehr vorteilhaft.
  • Die bisherigen Darstellungsverfahren, bei welchen die Gele mit sehr verschiedenen Korngrößen anfallen, zeigen auch den Übelstand, daß ein Teil der Produkte zufolge ihrer zu geringen Größe für die oben angeführten Zwecke nicht mehr verwendbar ist, da die zu kleinen Gelteile den Widerstand für die zu behandelnden Gase erheblich vergrößern würden. Man hat deshalb versucht, dem Gel während der Darstellung eine gewisse Form, beispielsweise durch Pressen, zu geben, ohne aber die gewünschte Wirkung restlos zu erzielen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich harte geformte, für Gasadsorptionszwecke geeignete Silikagelprodukte unter Verwendung von koksbildenden organischen Substanzen dadurch herstellen lassen, daß man erfindungsgemäß Silikagel mit Kaltasphalt- oder Teeremulsionen vermischt und die Mischung gegebenenfalls nach vorangegangener Formung unter Vermeidung des Schmelzens so lange vorsichtig erhitzt, bis die organische Substanz verkokt ist, worauf gegebenenfalls zur restlosen Entfernung der Destillationspro dukte geglüht wird. Bei dieser Arbeitsweise wird die Emulsion beim Zusammlenbringen mit dem pulverisierten aktiven Silikagel entmischt. Das Wasser füllt die Kapillaretn und verhindert das Eindringen des organischen Stoffes in dieselben, der an der Oberfläche bleibt und durch die weitere Behandlung ein Verkitten der Teilchen bewirkt.
  • Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die wäßrige Kaltasphalt- oder Teeremulsion in zerstäubtem Zustande auf das vorzugsweise bewegte Gel aufzubringen. Man bekommt bei Anwendung eines entsprechend fein gemahlenen Gels und entsprechender Menge Emulsion eine plastische Masse, die beliebig geformt und gepreßt werden kann. Die plastische Masse kann beispielsweise durch eine Strangpresse geschickt werden, um die verschiedensten Formkörper, wie z. B. Sternchen, Zylinderchen oder Ringe, herzustellen.
  • Sie kann auch zur Herstellung von Filterplatten dienen. Die fertig geformte Masse wird unter Vermeidung leines Schmelzens der organischen Substanz bei allmählich ansteigender Temperatur und möglichst rascher Abführung der gebildeten : flüchtigen Produkte abdestilliert und hierauf kurze Zeit auf höhere Temperatur erhitzt.
  • Der Wassergehalt der Emulsionwirdzweckmäßig zwischen 20 bis 700/0 eingestellt und richtet sich nach der Aktivität des Gels. Bei höherer Aktivität ist im allgemeinen eine Emulsion mit mehr Wassergehalt lerforderlich, während umgekehrt geringere Aktivität auch nur geringeren Wassergehalt erfordert.
  • Die Mischung der Emulsion mit dem Silikagel erfolgt beispielsweise bei Kaltasphaltemulsionen im Verhältnis von I Teil Silikagel auf 2,5 Teile Kaltasphaltemulsion Man kann jedoch mit bedeutend geringeren Emulsionsmengen auskommen, wenn man diteS wäßrige Emulsion in zerstäubtem Zustande mit dem Gel vermischt.
  • Beispiel Ein in übhcher Weise aus Wasserglas und Säure hergestelltes Silikagel wird pulverisiert.
  • Hierauf wird in das -pulverisierte Gel unter Rühren so lange Kaltasphaltemulsion eingetragen, bis sich eine plastische Masse bildet.
  • Die Masse wird gewalzt oder in einer Strangpresse geformt, geschnitten, getrocknet und bei allmählich ansteigender Temperatur vorsichtig, unter sofortiger Abführung der Destillationsprodukte, verschwelt und hierauf geglüht. Die erhaltenen Formlinge sind hart und die Adsorptionsleistung des gels ist, abgesehen von der Verminderung durch den in aktiven lioks, kaum beeinträchtigt. -Wenn tes-sich nieht um die Herstellung von Formlingen gleichmäßiger Formgröße handelt, kann man selbstverständlich das Gel auch in der körnigen Form, in der es beim Herstellungsprozeß anfällt, mit der Emulsion vermischen, verschwelen und gegebenenfalls glühen, wodurch die Körner des Gels härter und mechanisch fester werden.
  • - Es ist bereits vorgeschlagen, Adsorbentien von großer Oberfläche, z. B. Aktivkohle, dadurch zu härten, -daß man auf ihnen durch Glühen - einer verkohienden Substanz eine harte Schicht bildet. Das Verfahren gemäß der Erfindung zeigt demgegenüber, ein neues, leicht zugängliches und wirksames Mittel zur Verfestigung von Kieselsäuregel durch Vermischen mit Kaltasphalt- oder Teeremulsion.
  • Ferner sind Massen besonders hoher Adsorptionsfähigkeit bekannt, bei denen unter andeauf Ki@se@säuregel aktive Kohle niederg@@@chlagen@@@@@@d, bzw. bei denen die organnische @@bs@an@, die später verkokt wird, bereits bei der Herstellung des Kieselsäuregels zugesetzt wird. Demgegenüber handelt es sich bei vorliegendem Verfahren lediglich um eine Verfestigung des Silikagels durch die im Endprodukt vorhandenen ganz geringen Koksmengen, die vollständig inaktiv sind.
  • Ferner ist auch vorgeschlagen worden, zur Herstellung von Katalysatorträgern, Kaoline mit organischen Stoffen zu mischen, die Mischung ZU glühen und sodann die Destillationsprodukte zu entfernen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Herstellung harter geformter, für Gasadsorptionszwecke geeigneter Silikagelprodukte unter Verven-- dung von koksbildenden organischen Substanzen, dadurch gekennzeichnet, daß Silikagel mit Kaltasphalt- oder Teeremulsionen vermischt und die Mischung gegebenenfalls nach vorangegangener Formung unter Vermeidung des Schmelzens so lange vorsichtig erhitzt wird, bis die organische Substanz verkokt ist, worauf gegebenenfalls zur restlosen Entfernung der Destillationsprodukte geglüht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch glekennzeichnet, daß die Emulsion in zerstäubtem Zustand-auf das zweckmäßig bewegte Gut aufgebracht wird.
DED61923D 1931-09-18 1931-09-18 Verfahren zur Herstellung harter geformter, fuer Gasadsorptionszwecke geeigneter Silikagelprodukte Expired DE633465C (de)

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