DE635111C - Verkittung von metallischen und keramischen Gegenstaenden - Google Patents
Verkittung von metallischen und keramischen GegenstaendenInfo
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- DE635111C DE635111C DEB166014D DEB0166014D DE635111C DE 635111 C DE635111 C DE 635111C DE B166014 D DEB166014 D DE B166014D DE B0166014 D DEB0166014 D DE B0166014D DE 635111 C DE635111 C DE 635111C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/24—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
- C04B28/26—Silicates of the alkali metals
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Description
- Verkittung von metallischen und keramischen Gegenständen Die Herstellung vieler, insbesondere aus vielen Einzelteilen aufgebauter Erzeugnisse oder Vorrichtungen läßt sich oft sehr vereinfachen, wenn an Stelle einer mechanischen Befestigung der einzelnen Bauteile aneinander eine ausreichend feste und auch sonst geeignete Verbindung durch Kitten bewirkt werden kann.
- Die Erfindung betrifft einen Kitt zur Verbindung von Bauteilen aus metallischen und keramischen Stoffen, der innerhalb der angegebenen Stoffgruppe die vielseitigste Anwendungsmöglichkeit besitzt, und der sowohl für die Verbindung von Metall mit Metall, wie für die Verbindung von Metall mit keramischem Werkstoff, wie für die Verbindung von keramischem Werkstoff mit keramischem Werkstoff geeignet ist. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, einen Kitt, der aus einem mit konzentrierter Wasserglaslösung angemachten Gemisch aus 95 bis 99,8% fein gemahlener Tonerde, vorzugsweise Korundmehl, und o,2 bis 50/0 Silicofluoriden, vorzugsweise Magnesiumsilicofluorid, besteht, zur Verbindung von-Bauteilen aus metallischen und keramischen Stoffen, insbesondere zur Herstellung von Zündkerzen, zu verwenden.
- Erfahrungsgemäß ist ein und derselbe Kitt im allgemeinen nur für einen ganz bestimmten Zweck brauchbar. So haben z. B. die bekannten, als Säurekitt bezeichneten und verwendeten Kitte aus Flintsteinpulver und Wasserglas eine zu starke Schwindung und eine zu geringe Haftfähigkeit, um als Kitt für metallische Bauteile verwendet werden zu können. Phenolharze haften gleichfalls schlecht an Metallen. Asphaltkitte, die gut haften, erweichen schon bei wenig über Raumtemperatur liegenden Temperaturen. Die Kittfähigkeit der letzgenannten Kitte wird wesentlich durch eine Ölhaut auf den zu verbindenden Metallteilen vermindert. Keramische Bauteile können, wenn sie glasiert sind, nicht mit Phenolharzen und, wenn das Fertigerzeugnis im Gebrauch einer Wärmebeanspruchung ausgesetzt sein soll, nicht mit Asphalt verkittet werden.
- Der gemäß der Erfindung zu verwendende Kitt bedeutet dem Bekannten gegenüber einen großen Fortschritt. Die Vorzüge des Kittes sind: Weiter Anwendungsbereich, hohe mechanische Festigkeit und Härte, hervorragende Haftfähigkeit, geringe Schwindung, Unabhängigkeit von der Beschaffenheit der Oberfläche der zu-verbindenden Teile (rauhe oder glatte Metalloberfläche, Ölhaut, poröser oder glasierter Scherben), Beständigkeit bei höheren Temperaturen, Alterungsbeständigkeit, Säurefestigkeit. Diese Vorzüge sind sowohl im einzelnen wie in ihrer Gesamtheit 'von großer Bedeutung.
- Zur Herstellung des gemäß der Erfindung zu verwendenden Kitts wird fein gemahlene Tonerde, vorzugsweise Korundmehl, mit Silicofluoriden, vorzugsweise Magnesiumsilicofluorid, vermengt, und zwar Korundmehl anteilig mit 95 bis 99,8 Gewichtsprozent, Silicofluorid anteilig mit o,z bis 5 Gewichtsprozent. Das pulverige Gemisch aus- Korundmehi und. Silicofluorid wird alsdann mit konzentrierter Wasserglaslösung zu einem Kitt angemäcIit@@, der alsbald verarbeitet werden muß,. it
Versuche haben das Ergebnis- gehäl#;.-, daß die Konzentration der Wasserglaslösurig` ausschlaggebend für die Güte des Kittes für bestimmte Zwecke innerhalb des angegebenen Anwendungsbereiches sein kann.Die Konsistenz des Kittes ist na . '@ abhängig von der Konzentration und'-,vond Menge der zugesetzten Wasserglaslö': - Es empfiehlt sich daher, bei der, Bereitung eines Kittes von der beschriebenen Zusammensetzung eine solche Konzentration der zuzusetzenden Wasserglaslösung zu wählen, daß die für den besonderen Verwendungszweck optimale Kittgüte erzielt wird. Man hat damit über- den einen der beiden Faktoren, die die Konsistenz des Kittes bestimmen, die Konzentration der Wasserglasiösung, verfügt. Durch Änderung der Menge der zugesetzten Wasserglaslösung kann alsdann die Konsistenz des Kittes nach Bedarf eingestellt werden.
- So ist z. B., wenn.- es sich um die Einkittung der Mittelelektrode einer Zündkerze in den.Zündkerzenstein handelt, eine Wasserglaslösung von -weniggr als 35' Baume,- vorzugsweis.e 30.° Baume, zu. verwenden;, während für die meisten Zwecke, wo das fertige Erzeugnis keinen großen thermischen Beanspruchungen gewachsen zu sein braucht, eine ßiasser,glaslösun,- von mehr als g5° Baume,
Ae1"xe vielseitigste Anwendungsmöglichkeit. Der Kitt ist für das Einkitten der Mittelelektrode einer Zündkerze in den Zündkerzenstein besonders dann vorteilhaft, wenn der Zündkerzenstein eine große Wärmeausdehnung zeigt.'FtS@ ugsweise 40 ° Baume, zweckdienlich ist. x,,er gemäß der Erfindung zu verwendende X t hat innerhalb des angegebenen Bereiches
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Die Verwendung eines Kitts, der aus einem mit konzentrierter Wasserglaslösung angemachten Gemisch aus 95 bis 99,8 % fein gemahlener Tonerde, vorzugsweise Korundmehl, und o;2 bis gfl/o Siiicofluoriden, vorzugsweise Magnesiumsilicofluorid;, besteht, zur Verbindung von Bauteilen aus metallischen und keramischen Stoffen,. insbesondere zur Herstellung von Zündkerzen.
- 2. Die Verwendung eines Kitts nach Anspruch i, dessen Wasserglaslösung eine Konzentration von weniger als 35° Baume, vorzugsweise 3o°- Baume, aufweist, zurr Einkitten der Mittelelektrode einer Zündkerze iR- den Zündkerzenstein.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB166014D DE635111C (de) | 1934-06-21 | 1934-06-21 | Verkittung von metallischen und keramischen Gegenstaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB166014D DE635111C (de) | 1934-06-21 | 1934-06-21 | Verkittung von metallischen und keramischen Gegenstaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE635111C true DE635111C (de) | 1936-09-10 |
Family
ID=7005562
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB166014D Expired DE635111C (de) | 1934-06-21 | 1934-06-21 | Verkittung von metallischen und keramischen Gegenstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE635111C (de) |
-
1934
- 1934-06-21 DE DEB166014D patent/DE635111C/de not_active Expired
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