DE635529C - Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE635529C
DE635529C DEM111662D DEM0111662D DE635529C DE 635529 C DE635529 C DE 635529C DE M111662 D DEM111662 D DE M111662D DE M0111662 D DEM0111662 D DE M0111662D DE 635529 C DE635529 C DE 635529C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
hardened
motor vehicles
brake lining
vulcanized
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM111662D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Raybestos Manhattan Inc
Original Assignee
Raybestos Manhattan Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Raybestos Manhattan Inc filed Critical Raybestos Manhattan Inc
Priority to DEM111662D priority Critical patent/DE635529C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE635529C publication Critical patent/DE635529C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/021Composition of linings ; Methods of manufacturing containing asbestos
    • F16D69/022Composition of linings ; Methods of manufacturing containing asbestos in the form of fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Die Anforderungen, die an moderne Bremsbeläge für Kraftfahrzeuge zu stellen sind, nämlich hohe Festigkeit, dichtes nichtblätteriges Gefüge, lange Lebensdauer und dauernd gleichbleibender Reibungskoeffizient, werden weitaus am besten von den formgepreßten Belägen erfüllt, die aus einem plastischen Gemisch von unverwebten Asbestfasern und einem härtbaren Bindemittel durch Pressen und Härten in einer Form erhalten werden. Ihr einziger, aber empfindlicher Nachteil besteht darin, daß sie praktisch völlig unbiegsam sind und deshalb von vornherein den Durchmesser des Bremsgliedes aufweisen müssen, für das sie bestimmt sind. Da nun die Bremstrommeln der Kraftfahrzeuge die verschiedensten Durchmesser von etwa 250 bis etwa 450 mm aufweisen, ist in Autoreparaturwerkstätten u. dgl. eine bedeutende Lagerhaltung erforderlich, die nicht nur beträchtliches Kapital festlegt, sondern auch die Gefahr von Verlusten durch Altern und Veralten der Beläge mit sich bringt.
Aus diesen Gründen stehen heute noch die sog. Bremsbänder in erheblichem Maße in Verwendung, die in der Regel ein Gewebe aus Asbestfasern mit oder ohne Metalldrahtseele darstellen und mehr oder minder vollkommen faltbar sind, so daß sie um Bremsglieder von verschiedenstem Diirchmesser herumgelegt werden können. Die erforderliche Lagerhaltung beschränkt sich dadurch auf eine einzige Bremsbandrolle, von der Stücke der gewünschten Länge bei Bedarf abgeschnitten werden, allein die mechanischen und bremstechnischen Eigenschaften sind bei weitem nicht so günstig wie die der obengenannten formgepreßten Beläge.
Man hat deshalb auch schon versucht, einen Mittelweg einzuschlagen, indem man aus Asbestfasern mit Drahtseele gewebte Bremsbänder mit Kunstharzen imprägnierte und die so gewonnenen Bahnen in mittlerem Maße härtete. Das Band bleibt dann immer noch so biegsam, daß es in fertigem Zustand ohne weiteres zusammengerollt, in dieser Form versandt und später durch Biegen jedem gewünschten Bremsglieddurchmesser angepaßt werden kann. Es hat sieh aber gezeigt, daß die günstigen Eigenschaften form- so gepreßter Beläge auf diesem Wege auch nicht erreicht werden können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, einen Bremsbelag zu schaffen, der sich hinsichtlich der Festigkeit, der Harte, Dichte und Gleichförmigkeit seines Gefüges und hinsichtlich seiner Lebensdauer sowie der Konstanz seines Reibungskoeffizienten von formgepreßten Belägen kaum mehr unterscheidet.
Wollte man ein mit härtbaren Stoffen imprägniertes Bremsband oder auch eine gefügelose, aus losen Asbestfasern und einem härtbaren Bindemittel zusammengesetzte Bahn so weit härten, als im Hinblick auf die geforderte Anpaßbarkeit auch an kleinere Bremsglieddurchmesser eben noch möglich ist, so gelangte man zu einer noch unzureichenden Grenzhärte, die zunächst nicht
685
überschritten werden kann. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird deshalb die Härtung des Belages nicht in gestreckter Bahn, sondern schon in Form einer annähernd kreisrunden Rolle mit mehreren Windungen vom ungefähren Durchmesser normaler Bremsscheiben vorgenommen. Dadurch ist man in die Lage versetzt, den Belag bis zu einer Steifheit zu härten oder zu vulkanisieren, die ίο für in ebenen Bahnen gehärtete Bremsbänder aus den genannten Gründen nicht mehr zulässig wäre, insbesondere bis zu einer solchen Steifheit, daß der Belag bricht, wenn er um einen Halbmesser vom Zehnfachen seiner Dicke gebogen wird. Da mit fortschreitender Härtung bzw. Vulkanisation nicht nur die Festigkeit und Härte des Materials ansteigen, sondern auch der Elastizitätsmodul, vermindert sich dabei die Biegsamkeit des Belages in fortschreitendem Maße, und aus diesem Grunde ist die Härtung zu unterbrechen, bevor die Anpaßbarkeit unter die zulässige, durch die erfindungsgemäß angewandte Rollenform allerdings stark herabgesetzte Grenze gesunken ist.
Das Härteverfahren nach der Erfindung setzt die Reparaturwerkstatt, welche sich mit der Neubelegung von Bremsgliedern beschäftigt, in den Stand, bei einem kleinen Durchmesser der Bremstrommel, z. B. von 250 mm, ein Belagstück von dem inneren Ende oder aus der Mitte der gehärteten Rolle abzuschneiden und durch ganz geringe Nachbiegearbeit dem Durchmesser der Bremstrommel genau anzupassen oder bei einem großen Durchmesser, z.B. von 400mm, ein Stück vom äußeren Ende der Rolle abzuschneiden. Die stetige Änderung des Durchmessers der Rolle gestattet auf diese Weise, mit einer einzigen Rolle für eine Anzahl verschiedener Durchmesser der Bremstrommel auszukommen. Das bedeutet, daß mit diesen günstigen Eigenschaften eine geringe Lagerhaltung verbunden ist.
Der fertig gehärtete Belag stellt eine steife, nur noch schwach federnde, annähernd kreisrunde Rolle dar, die in dieser ihrer Normalform die geringsten Spannungen aufweist und in sie, wenn sie gebogen und dann wieder sich selbst überlassen wird, stets wieder zurückkehrt. Dadurch unterscheidet sich der neue Belag auch wesentlich von Bremsbändern, die in ebenen Bahnen, in geringerem Maße gehärtet und später zusammengerollt wurden und demnach die ebene Bahn zur Normalform haben, in der sie sich befinden oder in die sie zurückkehren, wenn äußere Kräfte auf sie nicht einwirken. Abgeschnittene Stücke des neuen Belages itnterscheiden sich hinsichtlich der wichtigsten mechanischen xmd technischen Eigenschaften kaum mehr von formgepreßten Belägen, sind aber doch noch schwach biegsam und können deshalb durch Biegen auf einen etwas größeren oder ■ etwas kleineren Krümmungsradius gebracht werden.
In der Zeichnung ist als Beispiel in Abb. 1 ein fertiger Belag gemäß der Erfindung dargestellt, während Abb. 2 einen Querschnitt durch einen solchen Belag mit einer einseitigen Drahteinlage zeigt, die jedoch nicht unbedingt erforderlich ist.
Zur Herstellung des Belages kann man von einem teigigen Gemisch von Kautschuk und Asbestfasern oder einem anderen Mineralstoff und geeigneten Zusätzen, wie z. B. Schwefel, ausgehen. Eine geeignete Masse besteht beispielsweise aus 10 Gewichtsteilen Kautschuk, 46 Teilen Asbestfasern, 4 Teilen kohlensaurer Magnesia, 10 Teilen Bleiglätte, 25 Teilen Bariterde, ζ Teilen Schwefel und passenden Mengen eines Kautschuklösungsmittels. Man verformt die Masse zu einer Bahn, die in die Form einer annähernd kreisrunden Rolle von dem angegebenen Durchmesser gebracht und danach vulkanisiert wird, bis der oben näher gekennzeichnete Härtungszustand erreicht ist.
Günstiger ist es, die Vulkanisation in zwei Stufen vorzunehmen. Nach der ersten VuI-kanisation ist die Festigkeit des Streifens ausreichend, um ihn auf genaue Abmessungen zu bringen und seine Oberfläche schleifen zu können. Er wird dann in die Form einer annähernd kreisrunden Rolle gebracht und in einer zweiten Vulkanisationsstufe fertig gehärtet, beispielsweise so weit, daß er eine Brinellhärte von 10 bis 25 aufweist bei einer Belastung von 3000 kg mit einem flachen Stempel von 11 mm Durchmesser, 30 Sekunden nach der Belastung abzulesen.
Zur Herstellung des Streifens kann man auch von einem teigigen Gemisch von Kautschuk und Asbestfasern ausgehen und dieses durch Auspressen mit Hilfe einer Strangpresse in die gewünschte Streifenform bringen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Biegsamer Bremsbelag in Rollenform für Kraftfahrzeuge mit durch Erhitzen gehärtetem, insbesondere vulkanisiertem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag schon in Form einer annähernd kreisrunden Rolle (1) mit mehreren Windungen vom ungefähren Durchmesser der gebräuchlichen Brems- - scheiben gehärtet ist, und zwar bis zu einer Steifheit, die für in ebenen Bahnen gehärtete Bremsbänder nicht mehr zulässig wäre., insbesondere bis zu einer
    solchen Steifheit, daß der Belag bricht, wenn er um einen Halbmesser vom Zehnfachen seiner Dicke gebogen wird. '
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Bremsbelages nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der aus einer gefügelosen vulkanisierbarien plastischen Masse geformte Belagstreifen zunächst vorvulkanisiert, danach in seine endgültige Form gebracht und gegebenenfalls beschnitten und geschliffen und erst dann fertig vulkanisiert wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEM111662D 1929-08-31 1929-08-31 Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge Expired DE635529C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM111662D DE635529C (de) 1929-08-31 1929-08-31 Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM111662D DE635529C (de) 1929-08-31 1929-08-31 Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE635529C true DE635529C (de) 1936-09-19

Family

ID=7327307

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM111662D Expired DE635529C (de) 1929-08-31 1929-08-31 Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE635529C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0249592A2 (de) Kunstharz-Schichtpressstoffplatte sowie daraus hergestellter Bauteil mit zumindest einem gerundeten Oberflächenbereich
DE2230931A1 (de) Verfahren zur herstellung von kohlenstoffbremsscheiben
CH649612A5 (de) Rohrteil mit flansch.
EP3221514A1 (de) Schwellensohle
DE3322266A1 (de) Reifen mit verstaerktem wulst
DE635529C (de) Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge
DE102013016483A1 (de) Faserverbund-Torsionsfeder
DE2230324A1 (de) Rohrfoermiger schichtstoff und verfahren zu seiner herstellung
EP1147269B1 (de) Verfahren zur herstellung von aus flachbandlamellen bestehenden winkelförmigen bauteilen
DE2323997A1 (de) Reibungselement und verfahren zur herstellung desselben
DE3341437T1 (de) Riemchen für Textilfaserstreckwerk
DE2838464C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugluftreifen
AT133759B (de) Spinntopf, insbesondere für die Kunstseidenindustrie.
AT317733B (de) Ski od.dgl. mit einem als geschlossener Hohlträger ausgebildeten Kern
AT112117B (de) Verfahren zur Herstellung von Reibmaterial für Brems- und Kupplungszwecke.
DE566627C (de) Vorrichtung an Vulkanisiermaschinen
DE604528C (de) Zahnrad
EP0093790A1 (de) Reibbelag für Reibungskupplungen
DE4422473C2 (de) Blattfeder mit in Kunstharz eingebetteten Kunstfaserfäden
DE102014009728A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Faserverbundbauteils
DE593300C (de) Verfahren zum Herstellen von Brems- und Kupplungsbelaegen aus Textilscheiben mit senkrecht oder schraeg zur Reibflaeche verlaufenden Faeden
AT148331B (de) Treibriemen, insbesondere Keilriemen und Verfahren zu seiner Herstellung.
AT301163B (de) Verfahren zum kontinuierlichen herstellen von formfesten rohren
AT129902B (de) Verfahren zur Herstellung von Reibbelägen für Brems- und Kupplungszwecke.
DE482205C (de) Verfahren zur Herstellung von Staubscheiben fuer Achslager, insbesondere an Eisenbahnwagen