DE635536C - OElbestaendiger elektrischer Isolierstoff - Google Patents

OElbestaendiger elektrischer Isolierstoff

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DE635536C
DE635536C DEA67568D DEA0067568D DE635536C DE 635536 C DE635536 C DE 635536C DE A67568 D DEA67568 D DE A67568D DE A0067568 D DEA0067568 D DE A0067568D DE 635536 C DE635536 C DE 635536C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/28Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances natural or synthetic rubbers

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  • Organic Insulating Materials (AREA)
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Description

  • Ölbeständiger elektrischer Isolierstoff Gummi ist für viele Anwendungsgebiete, bei denen es auf Biegsamkeit, Elastizität und Isolierfähigkeit ankommt, insbesondere für die verschiedenen elektrischen Vorrichtungen, ein fast unentbehrlicher Baustoff, der aber den einen empfindlichen Nachteil besitzt, gegen Mineralöle nicht beständig zu sein. In Berührung mit diesen oder mit anderen Kohlenwasserstoffen, Benzin, Petroleum usw. quillt Gummi auf und verzieht sich leicht.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, die längst bekannten Phenolharze mit Gummi zu vereinigen, um die Isolierfähigkeit zu verbessern und auch die Säure- und Alkalifestigkeit zu erhöhen. Auch ist bekannt, daß aus Mischungen alkalischer Lösungen von Phenolaldehydharzen und Latex beim Neutralisieren mit Säuren Harzgummi fein verteilt ausfällt. Indessen. haben die bekannten Mittel die Lebensdauer des Gummis in Gegenwart von Mineralöl und Kohlenwasserstof#en nicht zu steigern vermocht, und es ist auch nicht möglich gewesen, die Biegsamkeit des Gummis durch die Benutzung von Phenolharzen zu erhalten oder gar zu steigern.
  • Auch ist es bekannt, Emulsionen zur Erzeugung von Überzügen herzustellen, die Kondensationsprodukte aus mehrwertigen Alkoholen und mehrbasischen Säuren und Gummi oder gummiähnlichen Stoffen enthalten. Demgegenüber ist Gegenstand der Erfindung ,ein ölbeständiger Isolierstoff, bestehend aus .einem Gemisch von Kondensationsprodukten mehrwertiger Alkohole und mehrbasischer Säuren mit Kautschuk, das durch Ausfällung aus einem Lösungs-Suspensions- oder Emulsiöns-Gemisch erzeugt wird und in verschiedenen Abstufungen der Biegsamkeit erhältlich ist. Durch Mitverwendung fetter Öle> insbesondere trocknender Öle oder deren Fettsäuren oder Fettsäure und fette öle, wie auch Glykol und Bernstein- bzw. Adipinsäure bei der Kondensation von Glycerin und Phthalsäure wird das Endprodukt, beispielsweise in der Biegsamkeit, erheblich beein$ußt.
  • Die Herstellung des Isolierstoffes geht in der Weise vor sich, daß man eine alkalische Glycerinphthalsäureharzlösung herstellt, indem man 5o Gewichtsteile eines Glycerinphthalsäureharzes mit 25o Teilen 5%iger Ammoniaklösung erhitzt. Diese Lösung wird mit einer Lösung von Gummilatex, z. B. sog. Revertex, tüchtig gemischt, und es werden Säuren, z. B. eine 5 o/Dige Essigsäure, zur Ausfällung zugesetzt. Der Niederschlag wird gründlich mit Wasser gewaschen, um die überschüssige Säure und die gebildeten Acetate auszuwaschen, und dann bei Temperaturen zwischen 75 und 85° getrocknet. Dann mischt man den Niederschlag auf einer Gurnmimischwalze in üblicher Weise mit Schwefel oder anderen Vulkanisationsmitteln, Beschleunigern und beliebigen Füllstoffen. Eine brauchbare Mischung erhält man beispielsweise r,t' folgenden Bestandteilen: Zoo Gewichtstb Gummi-Harz-Mischung, 3 Teile @chwe,# 2 Teile Beschleuniger (Mercaptob.enzothiazä'j;:' Captax, 5o Teile Zinkoxyd.
  • Die Mischung wird in gewöhnlicher Weise vulkanisiert oder gehärtet. Man erhält eine zufriedenstellende Härtung beispielsweise durch etwa 3stündige Behandlung bei etwa 1q.0°.
  • Die Anteile von Schwefel, Ruß, Zinkoxyd, Ton oder anderen Zusätzen können je nach der Zusammensetzung der Härz-Gummi-Mischung und der gewünschten Biegsamkeit des Endproduktes in weiteren Grenzen geändert werden.
  • So hergestellte Massen zeigten, daß sowohl die Quellung wie auch die Längsdehnung der Kunstmassen in Transformatorenöl und in Petroleum umungefähr 5o% gegenüber gewöhnlichen Gummimischungen der gleichen Zusammensetzung; die kein Glycerinphthalsäureharzenthalten, vermindert waren.
  • Die Harz-Gummi-Mischungenenthalten die Gummiteilchen in außerordentlich inniger Verbindung mit dien Alkydharzen, welche gleichsam jedes einzelne Gummiteilchen einhüllen. Dadurch wird der Gununi besonders wirksam gegen den Angriff von Ölen und Kohlenyvasserstoffen geschützt. - Gleichzeitig wird keine_ irgendwie merkbare Beeinträchtigung in, .der Nachgiebigkeit des Gummis herbeigeführt, und auch sonst werden die wünschenswerten Eigenschaften des Gummis nicht verändert. Im Gegenteil wird die Nachgiebigkeit und Elastizität des Gummis mitunter sogar verbessert; insbesondere dann, wenn der dünne Schutzüberzug der einzelnen Gummiteilchen selbst von biegsamer und elastischer @@ atur ist.
  • @` # er Isolierstoff nach der Erfindung kann ' 'öder ohne die verschiedensten Füllstoffe, rbstoffe und Pigmente auch als ölbeständiger Isolierstoff für öldichte Gewebe, Diaphragmen für Benzinmeßinstrumente, für Überzüge auf Drähten u. dgl. zur Anwendung gelangen und überall da benutzt werden, wo ein biegsamer, elastischer oder nachgiebiger, gegen Mineralöl und andere Kohlenwasserstoffe beständiger Werkstoff gebraucht wird.
  • Wenn das verwendete Harz durch Hitze veränderlich ist, so geht es beim Härten in den unschmelzbaren unlöslichen Zustand über. Wenn aber, wie beispielsweise der- Glykolphthalsäureester, das Harz nicht durch Hitze veränderlich ist, so wird es beim Vulkanisieren des Gummis zu einem wesentlichen Bestandteil des vulkanisierten Kautschuks.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCIHE: i. ölbeständiger elektrischer Isolierstoff, bestehend aus einem Gemisch von Kondensationsprodukten mehrwertiger Alkohole und mehrbasischer Säuren mit Kautschuk, das durch Ausfällung aus einem Lösungs-Suspensions- oder Emulsions-Gemisch erzeugt ist. z. ölbeständiger- elektrischer Isolierstoff nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationsprodukte fette öle, insbesondere -trocknende öle oder deren Fettsäure oder Fettsäure und fette Öle gleichzeitig enthalten.
DEA67568D 1931-10-27 1932-10-28 OElbestaendiger elektrischer Isolierstoff Expired DE635536C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973484C (de) * 1941-11-30 1960-03-03 Siemens Ag Hochwaermebestaendiges Klebe- und Impraegniermittel fuer Isolierbaender, faserstoffisolierte Leitungen und Spulen fuer elektrische Zwecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973484C (de) * 1941-11-30 1960-03-03 Siemens Ag Hochwaermebestaendiges Klebe- und Impraegniermittel fuer Isolierbaender, faserstoffisolierte Leitungen und Spulen fuer elektrische Zwecke

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