DE635657C - Hobel- oder Fraesmaschine mit zwei fuer sich allein oder gemeinsam zu benutzenden Arbeitstischen - Google Patents

Hobel- oder Fraesmaschine mit zwei fuer sich allein oder gemeinsam zu benutzenden Arbeitstischen

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DE635657C
DE635657C DER92608D DER0092608D DE635657C DE 635657 C DE635657 C DE 635657C DE R92608 D DER92608 D DE R92608D DE R0092608 D DER0092608 D DE R0092608D DE 635657 C DE635657 C DE 635657C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D1/00Planing or slotting machines cutting by relative movement of the tool and workpiece in a horizontal straight line only
    • B23D1/02Planing or slotting machines cutting by relative movement of the tool and workpiece in a horizontal straight line only by movement of the work-support

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Multi-Process Working Machines And Systems (AREA)

Description

Die bekannten Hobel- und Fräsmaschinen mit nur einem in der Längsrichtung zu bewegenden Arbeitstisch weisen Gebundenheiten auf, die es unmöglich machen, die Maschine so auszunutzen, wie es mit Rücksicht auf eine wirtschaftliche Betriebsführung erforderlich ist. So liegen in den meisten Fällen die Verhältnisse so, daß vornehmlich bei Arbeitsüberlastung Maschinen für die Bearbeitung kleiner Werkstücke herangezogen werden müssen, die für eine wesentlich höhere Leistung bestimmt sind. Dies ergibt sich, aus der Tatsache, daß man bei Beschaffung der Maschine die Tischbreite so wählen muß, daß auch die vorkommenden größten Arbeitsstücke auf dieser Maschine bearbeitet werden können. Ganz besonders gilt dies für kleinere Betriebe, wie Ausbesserungswerkstätten u. dgl. Man hat nun bereits bei Hobelmaschinen durch Anordnung von Quer- und Seitensupporten, von denen jeder noch mehrere Stähle tragen kann, versucht, die Ausnutzung der Maschine zu erhöhen. In gewissen Grenzen ist dies deshalb möglich, weil es sich dabei um die Bearbeitung desselben Materials handelt und somit der Vorschub des Tisches mit den Schnittgeschwindigkeiten der einzelnen Werkzeuge in Einklang steht. Es ist ferner auch möglich, auf einer solchen Hobelmaschine zwei gleichartige Werkstücke gleichen Materials zu bearbeiten, an denen dieselben Arbeits gänge vorgenommen werden müssen. Unzweckmäßig hingegen wird dieser Fall schon dann, wenn trotz gleichen Materials an dem einen Arbeitsstück mehr zu bearbeiten ist als an dem anderen. Handelt es sich jedoch um Werkstücke mit verschiedenen Werkstoffestigkeiten, so ist die gemeinsame Bearbeitung auf einer und derselben Maschine schlechthin undurchführbar, da die für die einzelnen Materialien erforderlichen Schnittgeschwindigkeiten nicht eingestellt werden können.
Bei Fräsmaschinen liegen die Verhältnisse an sich genau so; hier kommt aber noch -45 hinzu, daß auch schon mit Rücksicht auf die wesentlich höheren Beschaffungskosten für die Fräswerkzeuge das gleichzeitige Arbeiten mit zwei Fräs einrichtungen ausscheidet. Es sind nun aber auch bereits Fräsmaschinen bekanntgeworden, bei denen statt des bisherigen einen Aufspanntisches zwei solche benutzt werden; dabei ist von einer üblichen Fräsmaschine ausgegangen worden, bei der lediglich, an Stelle des einfachen Tisches ein Doppeltisch verwendet wird, um das Ausbringen zu vervielfachen.
Praktisch ist die Einrichtung bei diesen Maschinen so getroffen, daß die beiden Arbeitstischhälften von einem gemeinsamen Getriebe bewegt werden; lediglich ist dabei durch Einschaltung von Kupplungen in die
Zugspindel der einzelnen Tischhälften die Möglichkeit geschaffen, den einen oder anderen Tisch stillzusetzen. Bei dieser Anordnung ist es jedoch unmöglich, die beiden Arbeitstische unabhängig voneinander mit verschiedenen Geschwindigkeiten laufen zu lassen. Die einzigen Vorteile, die durch die Aufteilung des Arbeitstisches in zwei Hälften bei diesen Maschinen erzielt worden sind, ίο sind die, daß man beim Arbeiten mit der einen Tischhälfte schon auf dem andern Tisch ein neues Werkstück aufspannen kann, wie man auch gegebenenfalls nur mit einer Tischhälfte arbeiten kann und so ebenfalls nur geringere Massen zu bewegen braucht. Dabei muß dann jedoch nach wie vor zum Antrieb der Maschine 'ein Motor benutzt werden, der für eine Leistung gebaut ist, die ausreicht, um auf beiden Tischen arbeiten zu können. Andererseits ist es mit den -bekannten Einrichtungen auch " möglich, bei Kupplung der beiden Arbeitstische miteinander die Maschine genau so wie die nor ^ malen Maschinen benutzen zu können. 25, Der Erfindung liegt nun der Leitgedanke zugrunde, eine Teilung des Arbeitstisches und der Werkzeugeinrichtungen . (Hobelsupporte, Fräsköpfe) in dem Sinne durchzuführen, daß. die Tischhälften wie auch die Werkzeugeinrichtungen unabhängig voneinander angetrieben oder aber auch untereinander gekuppelt werden-können. Die damit erzielten Vorteile sollen im folgenden- näher aufgeführt werden; dabei ist zunächst festzustellen, daß bei. Kupplung der beiden Arbeitstische die Maschine nach der Erfindung in der gleichen vorteilhaften Weise'arbeitet wie eine moderne große Hobel- oder Fräsmaschine.
Die Zwillingsmaschine nach der Erfindung vereinigt gleichsam in sich drei Maschinen, und zwar zwei kleinere (bei funktioneller Trennung der Maschinenhälften) und eine große Maschine (bei funktioneller Kupplung der Maschinenhälften). Dadurch ergibt sich zunächst eine große Platzersparnis, die besonders für kleinere Betriebe, wie Ausbesserungswerkstätten u. dgl., von ganz besonderer Bedeutung ist.
Darüber hinaus ist jedoch festzustellen, daß eine Zwillingsmaschine in der Anschaffung billiger ist, als zwei einzelne Maschinen, die in ihrer Größe und Leistung den Maschinenhälften der Zwillingsmaschine entsprechen. Auf diese Weise sind also selbst kleinere •55 Werkstätten ohne Mehraufwand an' Kapital und Raum in der Lage, größere "Arbeite-' stücke selbst bearbeiten zu können,
Durch die bis zu den Werkzeugeinrichtungen bzw. sogar bis zu den Motoren durchgeführte Trennung. bietet die Zwillingsmaschine die Möglichkeit, unabhängig voneinander mit je einer Maschinenhälfte zu arbeiten, und zwar ist dies im Gegensatz zu den gebräuchlichen, mit mehreren Werkzeugeinrichtungen versehenen Maschinen auch mög-■ lieh, wenn es sich dabei um Werkstücke verschiedenen Materials handelt und sogar die Bearbeitung der Werkstücke verschieden ist.
Es besteht ferner die Möglichkeit, einen weniger guten oder jugendlichen Maschinenarbeiter mit einem tüchtigen, erfahrenen Hobler oder Fräser an einer Maschine zusammenarbeiten zu lassen; betriebstechnisch betrachtet ist das ein sehr großer Vorteil. Es kann natürlich auch ein Arbeiter gleichzeitig an beiden Tischen arbeiten; so kann z. B., wenn auf der einen Seite ein Werkstück bearbeitet wird, das eine längere Bearbeitungszeit unter Selbstgang erfordert, der gleiche Arbeiter auf der anderen Seite ein anderes Werkstück bearbeiten, wobei er bequem den Arbeitsvorgang am ersten Arbeitsstück mit beobachten kann.
Sind in einem Betrieb kleinere Werkstücke zu bearbeiten, so kann mit einer Maschinenhälfte bei Trennung der Maschineneinheit bis zu den Motoren mit dem kleineren Motor gearbeitet werden, wodurch bei Drehstrommotoren ein besserer Wirkungsgrad (cos. a) go erreicht wird. Handelt es sich dabei um sehr große Maschinen, so wird beim Arbeiten mit nur einer Tischhälfte infolge der wesentlich geringeren zu bewegenden Massen eine nicht zu unterschätzende Stromersparnis erzielt. Man ist ferner auch in der Lage, durch wechselseitiges Arbeiten mit den beiden Maschinenhälften die Verlustzeiten wesentlich herabzusetzen, da bei Bearbeitung eines Werkstücks auf der einen Hälfte der Arbeiter auf der anderen Hälfte schon ein neues Werkstück einspannen kann.
Auch bezüglich der Betriebssicherheit werden durch die Erfindung weitere Vorteile geschaffen, und zwar ist festzustellen, daß besonders bei Hobelmaschinen mit Umkehrmotor die Schützensteuerung häufig Anlaß zu Betriebsstörungen gibt, so daß die ganze Maschine ausfällt. Bei Durchführung der Trennung einer großen Maschine in zwei Hälften bis zu den Motoren fällt indessen nur eine Maschinenhälfte aus.
Wird bei einer Maschine nach der Erfindung mit gekuppelten Arbeitstischen gearbeitet, so wirken zwei Motoren auf zwei us Zahnstangen, wobei infolge der günstigen Kraftübertragung ein äußerst ruhiger Gang der Maschine erreicht wird. Dies ist insofern ein, ganz besonderer Vorteil, als der Arbeiter bekanntlich bestrebt ist, bei Bearbeitung eines kleineren Werkstücks auf einem großen Arbeitstisch dieses möglichst nahe an seinem
Arbeitsplatz, d.h. am Rande des Tisches aufzuspannen, um eine bessere Überwachung des Arbeitsvorganges zu haben. Da aber bei den bekannten Maschinen nur.eine Zahnstange in der Mitte des Tisches angeordnet ist, bilden die an dieser Zahnstange angreifende Antriebskraft und der Schnittdruck ein Kräftepaar, das die Tischführung einseitig beansprucht. Bei längerer Betriebszeit ergeben ίο sich daraus Ungenauigkeiten in der Bearbeitung, was gemäß der Erfindung durch die in diesem Falle zur Wirkung kommenden zwei Zahnstangen und die Prismenführungen vermieden wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. ι und 2 den Grundriß und Querschnitt einer Hobelmaschine mit Doppeltisch und Abb. 3 und 4 einen Ausschnitt aus den beiden Hobeltischen mit einer Abdeckung der Fuge zwischen den beiden Tischhälften.
Die Maschine nach den Abb. 1 und 2 entspricht sowohl im Gesamtaufbau als auch in den Einzelheiten den normalen neuzeitlichen Hobelmaschinen. Im Gegensatz zu den bekannten Maschinen bewegen sich aber auf dem Bett α zwei Tische b, die in vier Führungsbahnen c geführt werden. Für den Antrieb der Tischhälften ist auf jeder Maschinenseite je ein Gleichstrom-Umkehr-Regelmotor d vorgesehen. Beide treiben über die Kupplungen ß, die Kegelradgetriebe/, die Stirnrädergetriebeg, die Tischzahnstangen h an. Der Ständer/, der Querbalkenk mit den beiden Supporten I, der Hilfsmotoren m für die Schnellverstellung des Querbalkens und der Supporte entsprechen den Ausführungen der normalen Maschinen.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist für jede Tischhälfte ein Motor mit Räderübersetzung vorgesehen, so daß die Tische unabhängig voneinander in an sich bekannter Weise durch Anschläge und Anstoßsteuerschaltung bewegt und umgesteuert werden können. Die beiden Motoreni£ können aber auch in ebenfalls bekannter Weise elektrisch gekuppelt werden, so daß sie gleichzeitig auf die miteinander verbundenen Tische arbeiten. Zu diesem Zweck werden die Tische b so eingestellt, daß durch die an den Tischenden befindlichen Augen« Schrauben oder Bolzen gezogen werden können. In diesem Falle kann die Anstoßsteuerschaltung einer Tischhälfte abgeschaltet werden.
Die Maschine kann im Gegensatz zu den bekannten Maschinen auch ohne weiteres von zwei Hoblern bedient werden, die unabhängig voneinander arbeiten können. Damit die beiden Tischhälften gegeneinander abgegrenzt sind und Werkzeug o. dgl. nicht unabsichtlich von einem Tisch auf den anderen geschoben und mitgenommen wird, werden zweckmäßig die in Abb. 3 dargestellten Winkel ο vermittels der Zapfen ρ abnehmbar mit den Tischen verbunden. Diese Winkel decken gleichzeitig die Fuge zwischen den beiden Tischen ab. Außerdem entsteht aus der senkrechten Fuge zwischen den beiden Tischhälften eine waagerechte Fuge q, wodurch ein besserer Schutz gegen das Eindringen von Spänen erzielt wird.
Wie die Abb. 4 zeigt, können an Stelle der Winkele auch mit der Tischfläche in einer Ebene liegende Abdeckbleche r verwendet werden, falls auf die Abgrenzung der beiden Tischhälften verzichtet wird.
Die Erfindung kann naturgemäß ohne weiteres auch bei Fräsmaschinen angewandt werden. Die beiden Tische b sind lediglich noch mit Wasserrinnen zum Auffangen des Kühlwassers versehen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Hobel- oder Fräsmaschine mit zwei für sich allein oder gemeinsam zu benutzenden Arbeitstischen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Hobel- oder Fräsmaschinen mit eigenen Tischen, eigenen nach Hub und Geschwindigkeit regelbaren Antriebsmechanismen und eigenen Werkzeugeinrichtungen (Hobelsupporte, Fräsköpfe) auf einem gemeinsamen Bett mit gemeinsamem Widerlager (Querträger) für die B earbeitungseinrichtungen zusammengebaut sind, so daß sowohl eine individuelle Bearbeitungsweise verschiedener und verschiedenartiger Arbeitsstücke auf jedem Tisch als auch eine gemeinsame Bearbeitungsweise großer Arbeitsstücke unter Kupplung beider Tische durchgeführt werden kann.
2. Hobel- oder Fräsmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung über die Antriebsmechanismen hinaus bis zu den Antriebsmotoren durchgeführt ist, um die Motoren je nach der Arbeitsleistung entsprechend belasten zu können.
3. Hobel- oder Fräsmaschine nach An- no Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim getrennten Arbeiten beider Tische diese durch senkrecht stehende abnehmbare Bleche, Leisten oder Winkel (0) derart gegeneinander abgegrenzt sind, daß das Hineinfallen von Spänen in die Trennfuge und die Möglichkeit des Hinüberschiebens von Werkzeugen von der einen Tischfläche zur anderen ausgeschlossen ist, während bei ihrem Arbeiten unter Kupplung die Fuge zwischen beiden Tischen in an sich bekannter
Weise durch in der Ebene der Tische liegende Bleche oder Platten (r) abgedeckt wird.
4. Hobel- oder Fräsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechte Fuge zwischen den aufrecht stehenden Winkeln (0) noch durch eine waagerecht liegende Abbiegung überdeckt wird, so daß sie in eine waagerechte Fuge (q) verwandelt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DER92608D 1935-02-13 1935-02-13 Hobel- oder Fraesmaschine mit zwei fuer sich allein oder gemeinsam zu benutzenden Arbeitstischen Expired DE635657C (de)

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