DE635879C - Walze fuer Muehlen und Walzwerke - Google Patents

Walze fuer Muehlen und Walzwerke

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DE635879C
DE635879C DEM133395D DEM0133395D DE635879C DE 635879 C DE635879 C DE 635879C DE M133395 D DEM133395 D DE M133395D DE M0133395 D DEM0133395 D DE M0133395D DE 635879 C DE635879 C DE 635879C
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DE
Germany
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roller
mills
liquid
rollers
filled
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Expired
Application number
DEM133395D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Otto Moog
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IND AG
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Original Assignee
IND AG
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
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Publication date
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00—Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28—Details
    • B02C4/44—Cooling or heating rollers or bars

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

Walzen für Mühlen und Walzwerke werden häufig mit einer Kühleinrichtung versehen, die darin besteht, daß durch die hohlen Walzen eine Kühlflüssigkeit von außen her geleitet wird, die die Walzen durchströmt. Die Kühlflüssigkeit wird hierbei stets frisch zugeführt; sie wird auch häufig im Kreislauf benutzt, indem die austretende Flüssigkeit nach Abkühlung den Walzen von neuem zugeleitet wird. Ein solches gekühltes Walzenpaar ist in Abb. 1 dargestellt. Die Achsen der Walze oder die beiden eingepreßten Achsschenkel sind durchbohrt. Ein Rohr steckt in dem Schenkel, und die Flüssigkeit strömt
z. B. durch den linken Schenkel in das Innere der Walze und durch den gleichen Schenkel wieder heraus. Man kann die Flüssigkeit auch aus dem rechten Schenkel austreten lassen.
Der Zweck, die Allgemeintemperatur der Walze herabzusetzen, wird mit einer solchen Kühlung wohl erreicht; sie hat aber einen großen Nachteil, der darin besteht, daß durch den Temperaturunterschied am Umfang der Walze gegen die Kühlflüssigkeit Spannungen in der Walze hervorgerufen werden, wodurch die Walze an Genauigkeit verliert... Besonders bei gegossenen Walzen mit dicken Böden treten bei hohen Temperaturgefällen zwischen der arbeitenden Oberfläche und der Kühlflüssigkeit leicht Temperaturspannungen auf, die ein. Verziehen der Walzen bewirken, so daß die Genauigkeit der Arbeit verlorengeht. Die Erscheinung wirkt sich in folgender Weise aus:
Zwei zusammenarbeitende Walzen müssen so hergestellt sein, daß sie sich in einer genauen Linie berühren, wie es z. B. bei den Ausmahlwalzen der Müllereiwalzenstühle erforderlich ist. Diese Walzen arbeiten bekanntlich mit einer sogenannten Differentialgeschwindigkeit, d.h. die eine Walze läuft schneller als die andere, damit in der Berührungslinie Unter dem Anpreßdruck eine Vermahlung eintritt. Wenn die Walzen nicht genau hergestellt worden sind oder zufällig im Betrieb an einer Stelle, z.B. bei 3, mehr Mahlgut zufließt, dann entsteht an dieser Stelle mehr Vermahlungsarbeit und somit auch mehr Reibungswärme. Durch diese örtliche Erwärmung dehnen sich beide Walzen an dieser Stelle mehr aus, ihr Durchmesser wird größer, und somit zieht sich der Anpreßdruck, der über die ganze Länge der Walzen gleichmäßig sein sollte, mehr und mehr nach dieser Stelle, wodurch die örtliehe Erwärmung nur noch schlimmer und die Vermahlung nur noch ungleichmäßiger wird. Schließlich können die Walzen an dieser Stelle sogar fressen. Die örtliche Wärmestauung kann sich nicht über die ganze Walzenlänge so schnell verteilen, wie sie entsteht, besonders wenn die Wandstärke der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Otto Moog in Braunschweig.
Walzen eine geringe ist. Außerdem ist bei gegossenen Walzen das Gußeisen kein guter Wärmeleiter.
Die oben beschriebene Kühlung schafft für' solche Störungsfälle keine Abhilfe, weil $iß ein großes Temperaturgefälle hat und b ungleichmäßiger Wandstärke eher. Spannungen hervorruft.
Ein weiterer Nachteil der Wasserkühlung ίο ist folgender: Wenn die Achse wie in Abb. ι in den Walzenkörper eingepreßt ist, dann ist die Temperatur der Achse durch die strömende Kühlflüssigkeit wesentlich niedriger als die Temperatur der arbeitenden Walzenoberfläche und des Walzenwerkstoffs. Die Walze dehnt sich also beim Beginn des Arbeitens in ihrer Achsenrichtung aus, während die Achse sich, sobald die Kühlflüssigkeit eingelassen wird, zusammenzieht. Infolgedessen treten auch axiale Spannungen auf, welche zum mindesten ein Verschieben oEer Lockern der Achse, unter Umständen sogar ein Zerreißen der Achse oder der Walze herbeiführen können.
Die Erfindung besteht nun darin, daß die Walzen nach Abb. 2 nicht mehr von einem Kühlmittel durchströmt, sondern nur mit irgendeiner Flüssigkeit gefüllt werden, welche nicht kühlen, sondern die entstehende ört-.30 liehe Wärme schneller auf die ganze W;alze verteilen soll. Die Flüssigkeit hat also im Betrieb stets annähernd die gleiche Temperatur wie die Walze und soll die Walze gewissermaßen kompensieren. Die Flüssigkeit sorgt dafür, daß auch die Achse im Betrieb die gleiche Temperatur hat wie die Walze und daß sie die entstehende Oberflächenwärme der Walze schnell auf die Achse überträgt, damit Längsspannungen vermieden werden. 4.0 Tritt beim Arbeiten der Walze eine- örtliche Erwärmung am Umfang ein, dann zieht die Flüssigkeit diese Wärme schnell ab, bevor sie eine schädliche Ausdehnung der Walzenoberfläche hervorrufen kann. Die warmen Flüssigkeitsteilchen sind leichter als die kühlen, und somit ziehen sie sich, weil die Walze sich dreht, nach dem Innern der Walze in die Nähe der Achse, während die kühlen Flüssigkeitsteilchen an den inneren Umfang des Walzenmantels geschleudert werden. Die-
..;.·|ς^geschieht mit großer Schnelligkeit, weil
" fä^'die Zentrifugalkraft der kühleren und
■•;Si§iweren Flüssigkeitsteilchen ein Vielfaches
feder Schwerkraft ist, wenn die Walzen sich z.B. mit der in der Müllerei üblichen Geschwin digkeit drehen. Dadurch tritt ein sehr schneller Ausgleich der Wärme ein, und die ganze Walze bleibt mit ihrer Achse völlig gleichmäßig temperiert und ohne Spannungen.
- Die Walze wird bei der Herstellung einmal mit der Flüssigkeit durch den Zulauf 4 gefüllt, der dann fest verschlossen wird, ein späteres Nachfüllen ist nicht mehr erforderlich. Als Ausgleichsflüssigkeit genügt gewöhnliches Wasser. Es ist aber zweckmäßig, je nach der Spannungsempfindlichkeit des Walzenwerkstoffs auch andere Flüssigkeiten zu nehmen, deren Wärmeleitfähigkeit und deren spezifische Wärme von denen des Wassers abweichen^ wie Alkohol, Ammoniak, Glycerin, Öl, Benzin usw.
Weil die Walzen nach dem einmaligen Füllen nicht mehr entleert werden sollen, muß die Ausgleichsflüssigkeit auch frostsicher sein. Auch aus diesem Grunde empfiehlt es sich, eine andere Flüssigkeit als Wasser zu nehmen, z. B. Öl, Alkohol oder Glycerin.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Walze für Mühlen und Walzwerke mit geschlossenen Böden und hohlem Kern ohne Zu- oder Ableitung für Kühlflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zum Zweck der Wärmeverteilung in der Walze mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, die einmalig eingefüllt wird, worauf die Zulauföffnung fest verschlossen wird.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum mit Wasser oder je nach der Spannungsempfindlichkeit des Walzenwerkstoffs, mit einer anderen Ausgleichsflüssigkeit, z. B. Öl, Alkohol, Glycerin 0. dgl., gefüllt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM133395D 1936-02-02 1936-02-02 Walze fuer Muehlen und Walzwerke Expired DE635879C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2022111990A1 (de) 2020-11-30 2022-06-02 Maschinenfabrik Köppern Gmbh & Co. Kg Verfahren zur zerkleinerung von düngemittelschülpen in einer zweiwalzenmühle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2022111990A1 (de) 2020-11-30 2022-06-02 Maschinenfabrik Köppern Gmbh & Co. Kg Verfahren zur zerkleinerung von düngemittelschülpen in einer zweiwalzenmühle
DE102020131638B4 (de) 2020-11-30 2024-03-28 Maschinenfabrik Köppern Gmbh & Co. Kg Verfahren zur Zerkleinerung von Düngemittelschülpen in einer Zweiwalzenmühle

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