DE636128C - Verfahren zur Herstellung eines leichten, feuerbestaendigen Pulvers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines leichten, feuerbestaendigen Pulvers

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DE636128C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/18Waste materials; Refuse organic
    • C04B18/24Vegetable refuse, e.g. rice husks, maize-ear refuse; Cellulosic materials, e.g. paper, cork
    • C04B18/26Wood, e.g. sawdust, wood shavings
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines leichten, feuerbeständigen Pulvers Unter den bekannten feuerbeständigen Pulvern nimmt Kieselgur die erste Stelle ein. Sie ist bekannt als ein sehr leichtes, feuerbeständiges und wasserunlösliches Pulver. Durch ihr schlechtes Wärm@eleitvermögen und ihr großes Aufsaugvermögen ist sie für verschiedene Industrien von großer Bedeutung geworden. Das Raumgewicht der Kieselgur beträgt etwa Zoo bis 30o kg/cbm. Es gibt auch besonders hochwertige Guren, deren Raumgewicht bis auf etwa i 3 o bis r 5 o kg/cbm herabgeht. Ferner ist es bekannt, durch Verbrennen von Reiskaff feuerbe's:tändikle leichte Pulver herzustellen, die ein Raumgewicht von etwa i 15 kg/cbm- aufweisen.
  • Das Leichtpulver dieser Erfindung, welches von kieselgurähnlicher Beschaffenheit ist, kann mit Raumgewicht bis unter 5o kg/cbm hergestellt werden. Als Ausgangsstoff zur Herstellung des Pulvers werden Papiere, Papierstaub, -Altpapier .oder papierähnliche Stoffe verwendet. Diese Stoffe werden bei Temperaturen über 60o° gebrannt. Bei dieser Herstellung gehen sämtliche organische Bestandteile verloren, @es bleibt lediglich ein dünnes Gerüst bestehen, welches aus feinst verteilten anorganischen oder mineralischen Bestandteilen besteht, hauptsächlich aus Ton, Kaolin oder verschiedenen Arten der Kieselsäure, denn bekanntlich enthalten die meisten Papiersorten Beimengungen von Ton und Kaolin, Fließpapier enthält z. B. Beimengungen von Kieselgur. Das erreichbare Raumgewicht des Leichtpulvers hängt einerseits von der Höhe der Brenntemperatur ab, andererseits von der Feinheit der Verteilung und der Menge der brennbaren und unverbrennbaren Stoffe.
  • Die Herstellung des Pulvers wird durchgeführt, indem man die Papiersorten, beispielsweise als Blätter, in Stapeln, zerstückelt, gepulvert oder zu größeren Stücken geformt, dem Brennprozeß unterwirft. Wesentlich ist, daß das Material gebrannt wird. Es handelt sich bei dieser Herstellung nicht nur um ein Verbrennen der brennbaren Stoffe, sondern um ein keramisches Brennen der unverbrennbaren Bestandteile in der feinen Verteilung, welche das Gerüst der brennbaren Bestandteile ergibt. Brenntemperaturen von 60o bis 80o° haben sich .als vorteilhaft verwiesen. Da ungefähr 8o bis 9o9/0 des Papierstoffes aus brennbarem Material bestehen, ist eine zusätzliche Feuerung, wenn einmal die Entzündungstemperatur erreicht ist, in den meistexr Fällen nicht mehr erforderlich. Das fertige Pulver ist von einer überraschenden Feinheit. Der Brand wird zweckmäßig in keramischen öfen, z. B. Tunnelöfen, Schachtöfen usw., durchgeführt.
  • Das Leichtpulver besitzt durch sein bis jetzt von keinem feuerbeständigen Pulver @erreichtes Raumgewicht für die Isoliertechnik große Bedeutung. Seine Feuerbeständigkeit und sein chemisch neutrales Verhalten sind weitere wertvolle Eigenschaften des Pulvers. Das Aufsaugvermögen des Pulvers ist sehr groß.. Versuche haben ergeben; daß das Leichtpulver etwa 6500o Wasser aufsaugen kann. Diese hervorragende Eigenschaft wird dem Pulver große Verwendungsmöglichkeiten geben, z. B. in des . Sprr)gstofftechnik, f ü3 Filtrierzwecke, als Kontaktmasse, für die @fx stellung von Puder usw. Sehr wesentlich i$;@yY daß die Herstellung aus Abfallstoffen vorgeV' nommen werden kann. Das Verfahren ermöglicht, aus geringwertigen Abfällen unter Verwendung eines sehr wirtschaftlichen Prozesses einen veredelten, hochwertigen Stoff zu gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines leichten, #'eu#erbeständigen und wasserunlös--lichen Pulvers durch Brennen von organi-,'schen Stoffen, welche geringe Mengen an feinst verteilten anorganischen Stoffen enthalten, bei Temperaturen über etwa 6oo°, dadurch'- gekennzeichnet, daß Papier, Papierstaub, Altpapier oder papierähnliche Stoffe als Ausgangsstoffe verwendet werden.
DED69282D 1934-12-05 1934-12-05 Verfahren zur Herstellung eines leichten, feuerbestaendigen Pulvers Expired DE636128C (de)

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