DE63612C - Presse zur Herstellung von mit Boden versehenen Hohlgegenständen aus Faserstoff - Google Patents
Presse zur Herstellung von mit Boden versehenen Hohlgegenständen aus FaserstoffInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J3/00—Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 54: Papiererzedgnisse.
in THE CITY OF ST. CLOUD
Vorliegende Erfindung hat diejenige Art von Pressen zum Gegenstande, vermittelst welcher
hauptsächlich Hohlgegenstände aus Papierstoff oder ähnlichem Faserstoff und einem Bindemittel
hergestellt werden.
Die vorliegende Presse erleichtert die Herstellung solcher Gegenstände bedeutend. Dieselbe
kennzeichnet sich dadurch, dafs eine innere, aus mehreren Theilen bestehende Form
mittelst eines Kniehebelsystems gegen eine ä'ufsere Form geprefst wird, wodurch die
Wandung des Gefäfses gebildet wird, während gleichzeitig durch einen geeigneten Mechanismus,
welcher mit dem Kniehebelwerk in Verbindung steht, ein Druckkopf dem von
unten wirkenden Druck von oben entgegenwirkt und den Boden des Hohlgefäfses herstellt.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht der Presse, theilweise im Schnitt, Fig. 2 einen waagrechten
Schnitt nach Linie Z-Z, Fig. 1; Fig. 3 die Oberansicht, Fig. 4 einen- waagrechten Schnitt
nach Linie Y- F, Fig. 1; Fig. 5 den Schnitt der inneren Form mit gegen das Material gedrückten
Abschnitten in vergröfsertem Mafsstabe, Fig. 6 die schaubildliche Darstellung eines
Abschnittes der inneren Form, Fig. 7 die Ansicht mehrerer Abschnitte, Fig. 8 einen waagrechten
Schnitt durch die Formtheile nach Linie X-X der Fig. 6.
Der untere Druckcylinder A, Fig. 1, besteht aus einem Stück mit radialen Armen α, welche
geschlitzt sind und Ueberwurfarme B tragen, die mit Handgriff b und inneren Haken c versehen
sind, um über den Flantsch E der Form K geschlagen zu werden. Die Kammer d
des Cylinders A steht mittelst der Röhre e mit einem Druckwasserbehälter in Verbindung,
durch welche Druckwasser unter den Kolben f gelassen werden kann, der die Kolbenstange C
trägt Der obere Theil der Kolbenstange kann aus Stahl hergestellt werden, der Kolben wird
aus Gufseisen hergestellt. Die beiden Theile der Kolbenstange können, wie Fig. 1 in Punktirung
zeigt, mit einander verschraubt werden.
Die untere Druckkammer wird mittelst Deckels g, der auf dem Cylinder mittelst
Schrauben h befestigt ist, oben geschlossen. Der Kolben f kann durch Druckwasser, Dampf
oder eine andere Kraft in Bewegung versetzt werden.
Auf die radialen Arme α sind die Träger D
aufgeschraubt, welche die Bodenplatte E der Form K tragen. Diese Platte besitzt eine
etwas ausgehöhlte Oberfläche i, und mit der Grundplatte E sind die unteren Lager k verbunden
, an welchen die Hebel F um Bolzen drehbar sind, die innen an ein Querhaupt G
angreifen, welches an der Kolbenstange C durch Druckschrauben I gehalten wird. Die Hebel F
sind durch Bolzen mit den Ueberwurfhebeln H verbunden, die mit Handgriffen m und Einschnitten
η versehen sind, welch letztere zur Verbindung der Hebel mit den Armen 0 eines
Druckkopfes I dienen.
Die zur Aufnahme von Dampf oder einer anderen Kraft bestimmte Kammer ρ des Druck-
kopfes besitzt die Einströmöffnung q und die Ausströmöffnung r (Fig. ι und 3), welche
erstere mit einem - Dampfkessel durch eine Röhre in Verbindung ist.
Die geschlitzten Augen s der Arme 0 des Druckkopfes I sind auf entgegengesetzten Seiten
der Arme angebracht, und in diesen Schlitzen befindliche Kopfschrauben t verbinden die
Arme mit den Augen u des äufseren Mantels der Prefsform K, welche die Aufsenwand des
Gefäfses formt.
Die rings um die Form K sich erstreckende Kammer ν ist mit dem Dampfeinströmrohr W
und dem Ausströmrohr X1 versehen, welche
wie bei den gewöhnlichen Pressen angeordnet werden können. Die durch die Mitte der
Grundplatte gehende Kolbenstange C ist mit der Bohrung L versehen, in welche der
Zapfen M der Prefsscheibe N eintritt. Letztere besitzt den ringförmigen Ansatz b\ der für die
oberen Enden der Prefsblöcke P einen Anschlag bildet.
Die ausgehöhlte Oberfläche i der Bodenplatte E und die untere dazu parallele Seite a1
der Scheibe N passen auf die entsprechenden Flächen der Piefsblöcke P der inneren Prefsform,
so dafs ein dichter Abschlufs hergestellt wird.
Der Zapfen M der Scheibe N dient der Scheibe als Führung. Die mit den Prefsblöcken
P verbundenen, an beiden Enden Kugelzapfen tragenden und als Kniehebel
wirkenden Glieder R kommen in die waagrechte Stellung, Fig. 5, zwischen dem oberen
Theil der Kolbenstange C und den Blöcken P, und der Zapfen M tritt in die Bohrung L voll
ein, wenn mittelst der Hebel F und der Ueberwurf hebel H auf den Druckkopf I beim Hochgang
des Kolbens f ein Druck übertragen wird. Die Glieder R stehen mit den Blöcken P und
der Kolbenstange C derart in Verbindung, dafs die Blöcke sich in beliebiger Richtung etwas
verschieben können, ohne einen Druck auf die Glieder R auszuüben, so dafs sich die Blöcke
sehr leicht bewegen können.
Die Kniehebel R sind aufsen und innen mit Kugeln c versehen, welche in Pfannen der
Blöcke P bezw. der Kolbenstange C eintreten. Um die Glieder mit der Kolbenstange C und
den Blöcken P zu verbinden, können auf der Stangenoberfläche und in den Blöcken Längsnuthen
angeordnet werden, welche so grofs sein müssen, dafs die Kugeln c der Glieder R
darin Platz finden. Zunächst wird ein unteres Glied von oben in die Nuth der Kolbenstange
C eingesetzt. Befinden sich dann sämmtliche Kugeln unten in den Nuthen, so werden
die der Gröfse der Nuthen entsprechenden Leisten £ eingesetzt. Hierauf wird ein oberes
Glied R nach dem anderen so eingebracht, dafs die Kugeln in der Wölbung der oberen
Leistenenden gelagert sind.
Nachdem die inneren Enden der Glieder R in die Nuthen der Kolbenstange eingebracht
sind und die Glieder in der Lage Fig. 5 sich befinden, werden Schlufsstücke T über die
Kugeln der Glieder gelegt und sodann Schraubzapfen U eingeschraubt, um diese am Platz zu
halten.
Die äufseren Enden der Glieder R sind mit den Nuthen der Blöcke P in gleicher Weise
verbunden und werden hierin durch Leisten V und Schlufsstücke W mittelst Schraubzapfen X
festgehalten (Fig. 5).
Die unteren Enden der, Leisten S und die oberen Schlufsstücke besitzen Schlitze, damit
die Glieder R die nöthige Schiefstellung, Fig. 1,
einnehmen können. Die Prefsblöcke P werden an der Bodenplatte E durch radiale Führungen
A1, Fig. 7, gehalten, welche mit der Platte verbunden und zwischen den Blöcken P angeordnet
sind.
Die Prefsblöcke bestehen aus einem bei C1, Fig. 8, in eine Kante auslaufenden Theil P und
einem seitlichen Flügel B1 mit Krümmung D1
und Spitze E1. Durch die Ueberlappung der in beliebiger Anzahl angeordneten Blöcke wird
verhindert, dafs beim Einwärts- und Auswärtsgange Staub oder Fasermasse zwischen dieselben
gelangt.
In Fig. ι befindet sich der Kolben f mit Stange C am Boden der Kammer des Druckcylinders,
während die Blöcke P nach innen gezogen sind, wodurch zwischen diesen und der äufseren Prefsform ein Raum entsteht, in
welchen die zur Herstellung der Hohlgegenstände dienende Fasermasse eingeführt wird.
Nachdem die Ueberwurfhebel H von den Armen ο des Druckkopfes / zurückgeschlagen
sind, können die Arme gedreht werden, um die Kopfschrauben t aus den geschlitzten
Augen s herauszubringen. Mittelst Kranes, der an das Auge D1 angeschlossen wird, wird dann
der Druckkopf J gehoben und nun die Fasermasse in den Raum zwischen Prefsform und
Prefsblöcken eingeführt. Dann setzt man den Druckkopf wieder auf und bringt seine Arme 0
wieder mit den Kopfschrauben t und dem Ueberwurfhebel H in Verbindung. Dann geht
der Kolben f aufwärts und die Prefsblöcke P werden dadurch gegen das Material geprefst
und dieses geformt, indem zugleich mittelst der Hebel .Fund Ueberwurfhebel H auch Druckkopf
/ abwärts geht, wodurch der Boden des Gefäfses gleichzeitig mit der Wandung desselben
fertig geformt wird.
Um den Druckkopf I bezw. die Prefsform K zu erhitzen, wird Dampf in die Kammern ρ
und ν eingelassen, so dafs bei Anwendung einer Mischung aus Holzstoff und einem Binde-
mittel das letztere durch den Dampf aufgeweicht wird und man ohne weitere Behandlung
einen Hohlgegenstand erhält, der alle Eigenschaften eines gehärteten oder vulcanisirten
besitzt.
Der Kolben/ geht nun wieder abwärts, wobei infolge der Kniehebelverbindung· die Prefsblöcke
P nach innen gezogen werden (Fig. i).
Die Ueberwurfhebel B, welche die äufsere Form K am Druckcylinder festhalten, werden
nun ausgelöst, ebenso die Ueberwurf hebel H von den Armen o. Nun tritt der Kran wieder
in Thätigkeit und die mit dem Druckkopf in Verbindung stehende Form K wird gehoben,
worauf das auf der Bodenplatte E sitzende Gefäfs F1 mittelst geeigneten Werkzeuges
herausgeholt werden kann. Dasselbe bringt man vor dem Verzieren oder dergleichen eine
Zeit lang auf eine kalte Form.
Die. äufsere Form K wird jetzt wieder auf die Bodenplatte E aufgesetzt und die Ueberwurfhebel
B werden in ihre frühere Lage gebracht, so dafs ihre Haken c den ringförmigen
Flantsch E1 der Form erfassen und denselben fest auf die Bodenplatte drücken.
Der Druckkopf I wird nun von der Form gelöst und gehoben, damit die Presse von
neuem gefüllt werden kann, worauf sich der Vorgang wiederholt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Eine Presse zur Herstellung von mit Boden versehenen Hohlgegenständen aus Faserstoff, bei welcher der Kern der Form durch einzelne Prefsblöcke (P) gebildet wird, die einander seitlich überlappen, um Eindringen von Staub oder Fasermasse zwischen dieselben zu verhindern und durch mit kugeligen Enden c versehene Glieder (R) in Gelenkverbindung mit der Kolbenstange (C) des Druckkolbens eines Druckcylinders (A) stehen, bei dessen Verschiebung nach der einen Richtung die Blöcke (P) gegen die Aufsenform rücken, wobei die Blöcke (P) zwischen der Bodenplatte (E) der Prefsform (K) und der Scheibe (b1) geführt sind, deren Zapfen in einer Bohrung (L) der Kolbenstange (C) Führung hat und den Boden des Hohlgegenstandes in Zusammenwirkung mit dem sich entgegengesetzt zu der Kolbenstange (C) verschiebenden Druckkopf (I) formt.Bei der unter i. bezeichneten Presse für Hohlgegenstände die Verbindung der Kolbenstange (C) des Druckkolbens (f) durch ein Gelenkstück mit den an der Bodenplatte (E) drehbar gelagerten Hebeln (F), an welchen die Ueberwurf hebel (H) drehbar sind, die zur Verbindung mit dem Druckkopf (I) dienen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63612C true DE63612C (de) |
Family
ID=337526
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63612D Expired - Lifetime DE63612C (de) | Presse zur Herstellung von mit Boden versehenen Hohlgegenständen aus Faserstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE63612C (de) |
-
0
- DE DENDAT63612D patent/DE63612C/de not_active Expired - Lifetime
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