DE636665C - Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium oder Aluminiumlegierungen - Google Patents

Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium oder Aluminiumlegierungen

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DE636665C
DE636665C DEM130475D DEM0130475D DE636665C DE 636665 C DE636665 C DE 636665C DE M130475 D DEM130475 D DE M130475D DE M0130475 D DEM0130475 D DE M0130475D DE 636665 C DE636665 C DE 636665C
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    • C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00—Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02—Anodisation
    • C25D11/04—Anodisation of aluminium or alloys based thereon

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Description

  • Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium oder Aluminiumlegierungen Es ist bekannt, bei der Oxydation von Aluminium oder seinen Legierungen mit Hilfe der Elektrolyse einen Wechselbetrieb mit Gleich- und Wechselstrom durchzuführen. Auch hat man bereits vorgeschlagen, bei der anodischen Aluminiumoxydation einen zerhackten Gleichstrom zu verwenden, der z. B. aus normalem Wechselstrom durch Auslöschung der Minusteile der Sinuskurve gewonnen werden kann.
  • Die erwähnten Verfahren bezogen sich jedoch stets. .auf die Behandlung reinen Ahiminiums, das vor der elektrolytischen Oxydation von Verunreinigungen an der Oberfläche durch einen besonderen Arbeitsgang befreit worden war.
  • Bei der vorliegenden Erfindung bedient man sich des im Handel vorliegenden Aluminiums, das praktisch stets gewissen mechanischen Bearbeitungsverfahren, wie Walzen, Feilen usw., unterworfen worden ist. Diese Werkstoffe zeigen bei genauerer Betrachtung oberflächliche Verunreinigungen durch Metallflitter u. dgl., die sich bei der unmittelbaren elektrolytischen Behandlung sehr störend auswirken. Es bilden sich .an den Stellen der Verunreinigung Unstetigkeitspunkte der Stromdichte, die zu einer Überhitzung der betreffenden Stelle und zu Anfressungzn Anlaß geben. Die Metallflitter können die Störungen auch dann hervorrufen, wenn sie sich so dicht unter der Oberfläche Ve$iiden, daß sie im Laufe des Oxydationsvorganges durch die Porigkeit der gebildeten Oxydschicht an die Oberfläche gelangen.
  • Überraschenderweise gelingt die elektrolytische Oxydation solcher verunreinigten Handelsware ohne besondere Reinigungsarbeit dadurch, daß man mit Stromunterbrechungen von mindestens 3 Sekunden Dauer arbeitet, wobei die Gegenstände während der Pause im Bade verbleiben. Worauf die Wirkung der kurzzeitigen Stromunterbrechung zurückzuführen ist, ist nicht mit Bestimmtheit anzugeben.
  • Auch die starke Schwächung des Stromes während .einer gleich langen Zeitdauer hat sich in manchen Fällen als vorteilhaft erwiesen. Wesentlich ist jedenfalls, daß dem ohne Reinigungsbearbeitung in das elektrolytische Oxydationsbad .eingehängben Aluminiumblech Zeit gegeben wird, die durch oberflächliche Verunreinigungen erzeugten örtlichen Überhitzungserscheinungen ,auszugleichen.
  • Besonders vorteilhaft wirkt sich in der Praxis die neue Regel zur anodischen Oxydation des Aluminiums dadurch #aus, daß es überraschenderweise gelingt, auch bereits in Gang befindliche Anfressungen zurückzubilden und .ausschußfreie Ware zu erzielen. Bei der Behandlung von Massenware zeigt sich durch plötzlichen Abfall der Badspannung der Beginn einer Anfressung an ,einem der eingehängten Stücke an. Es ist nun erfahrungsgemäß sehr schwierig, aus der Menge der behandelten Stücke den die Störung verursachenden _Gegenstand schnell herauszufinden. Gemäß der neuen Regel bedarf @es jedoch beim. Abfall der Spannung lediglich eines Ausschaltens des Stromes, das dannperiodisch wiederholt werden kann. Dis, behandelten Gegenstände können einwax frei oxydiert werden.
  • Die Zeitdauer der Unterbrechung richtet sich nach der Größe der oberflächlichen Verunreinigung. Ist die Verunreinigung sehr klein, z. B. nur mikroskopisch, so kann man mit Stromunterbrechungen von wenigen Sekunden auskommen. Bei makroskopischen Verunreinigungen arbeitet man jedoch zweckmäßig mit 30 und mehr Sekunden Stromlmterbrechung.
  • Weiterhin bietet das voYstehend beschriebene Verfahren den Vorteil; daß zur Einleitung des Oxydationsvorganges kein hoher Anfangsstromstoß erforderlich ist, sondern daß von Anfang an. mit der gleichen Stromstärke gearbeitet werden kann; die auch bei dem weiteren Verlauf der Oxydation Anwen-4ung findet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur anodischen Oxydation von ioberflächlich verunreinigtem Aluminium oder von oberflächlich verunreinigten Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß mit Stromunterbrechungen von mindestens 3 Sekunden Dauer gearbeitet wird; wobei die Gegenstände während der Pause im Bade verbleiben.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß statt der völligen Unterbrechung des Stromes eine zeitweise Stromstärkeschwächung angewendet wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2920018A (en) * 1957-04-22 1960-01-05 Electro Chem Mfg Co Inc Anodizing process and system

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US2920018A (en) * 1957-04-22 1960-01-05 Electro Chem Mfg Co Inc Anodizing process and system

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