DE637524C - Verfahren zum Aromatisieren von Bierwuerze mit Hopfenoel - Google Patents
Verfahren zum Aromatisieren von Bierwuerze mit HopfenoelInfo
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Description
- Verfahren zum Aromatisieren von Bierwürze mit Hopfenöl Bei dem Hopfenkochen der Bierwürze setzt man bekanntlich in vielen Fällen einen Teil des Hopfens kurz vor dem Ausschlagen der Würze zu und kocht diesen Restteil des Hopfens nur eine kurze Zeit mit der Würze. Dieser Teil des Hopfens dient im wesentlichen dazu, der Würze und später dem Bier das gewünschte Hopfenaroma zu geben. Da dieser Hopfen nur kurze Zeit mit der Würze gekocht wird, so ist seine brautechnische Ausnutzung der Hopfenbitterstoffe nur gering, und die angegebene Maßnahme stellt in gewisser Weise eine Hopfenverschwendung dar, die aber bisher in vielen Fällen, wie schon gesagt, notwendig war, um dem Bier das gewünschte Hopfenaroma zu geben.
- Dem gleichen Zwecke der Aromatisierung des Bieres mit Hopfenaroma dient auch das bei manchen Bieren übliche Stopfen des Lagerbieres auf dem Lagerfaß mit frischem Hopfen, bei dem natürlich auch, da der Kochvorgang überhaupt fehlt, die Bitterstoffe in keiner Weise ausgenutzt werden.
- Um die angegebenen Nachteile zu vermeiden, ist schon vorgeschlagen worden, der Würze oder dem Bier Hopfenöl zuzugeben.
- Die sich bei der Zugabe von Hopfenöl zur Würze ergebende Sachlage ist nicht einfach. Hopfenöl, das sich in prozentual außerordentlich geringen Mengen z. B. bei dem normalen Hopfen der Würze oder auch bei Verwendung von Hopfenextrakt zunächst in der Würze befindet, destilliert beim Würzekochen mit ab (Wasserdampfdestillation).
- Wenn man also eine Hopfenölzugabe während der eigentlichen Würzekochung vornimmt, so geht auch der größte Teil dieses Hopfenöles, das man also im Überschuß zusetzen muß, um einen genügenden Effekt zu erreichen, wieder verloren. Bei dem hohen Wert des Hopfenöles ist eine solche, zunächst im Überschuß durchgeführte Aromatisierung der Würze praktisch unmöglich. Andererseits ist es erforderlich, das zugegebene Hopfenöl mit der Würze einwandfrei zu homogenisieren.
- Wenn man das Hopfenöl erfindungsgemäß der kochenden Würze kurz vor dem Ausschlagen zugibt, so erreicht man die gewünschte Wirkung der Homogenisierung, ohne daß dabei meßbare Verluste an Hopfenöl auftreten.
- Durch diese Maßnahme wird der praktische Weg gezeigt, um die Würze mit Hopfenöl in einwandfreier Weise zu aromatisieren; der Zeitpunkt des Zusatzes des Hopfenöles ist das ausschlaggebende und wesentliche erfinderische Moment. Wenn das Hopfenöl erst dem Bier zugesetzt wird, so tritt dabei auch die Schwierigkeit auf, daß sich das Hopfenöl nicht einwandfrei in dem Bier homogen verteilen läßt.
- Es genügt z. B., wenn man der kochenden Würze kurz vor dem Ausschlagen j e Hektoliter etwa 3 Tropfen Hopfenöl zufügt, um ein Hopfenaroma zu erreichen, das sonst nur durch Zugabe einer größeren Hopfenmenge im letzten Teil des Kochprozesses erzielt; wird. Das Hopfenöl braucht nicht in Foxen' des reinen Öles der Würze zugesetzt zu wex1 den, sondern es kann z. B. eine Hopfen-Ather; oder eine Hopfen-Äther-Alkoholextraktion zur Verwendung kommen, zu der im Überschuß Hopfenöl zugegeben worden ist.
- Hopfenöl kann man z. B. in . an sich bekannter Weise durch Wasserdampfdestillation von gegebenenfalls gemahlenem Hopfen unter vermindertem Druck gewinnen. Die Herstellung von Hopfenextrakten, in denen das Hopfenöl im Überschuß emulgiert werden kann, ist z. B. in den Paten-14 ?395 502 und 531 15:2 beschrieben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aromatisieren von Bierwürze mit Hopfenöl, dadurch gekennzeichnet, daß geringe Mengen Hopfenöl, gegebenenfalls in Form von mit Hopfenöl angereichertem Hopfenextrakt, mit der kochenden Würze kurz vor dem Ausschlagen homogenisiert werden.
Priority Applications (1)
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| DEH138585D DE637524C (de) | 1934-01-05 | 1934-01-05 | Verfahren zum Aromatisieren von Bierwuerze mit Hopfenoel |
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| DE637524C true DE637524C (de) | 1936-10-30 |
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|---|---|---|---|
| DEH138585D Expired DE637524C (de) | 1934-01-05 | 1934-01-05 | Verfahren zum Aromatisieren von Bierwuerze mit Hopfenoel |
Country Status (1)
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1934
- 1934-01-05 DE DEH138585D patent/DE637524C/de not_active Expired
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