DE637637C - Verfahren zur Herstellung von Reibmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reibmassen

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KAETHE URSULA SCHMITZ GEB HART
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/025Compositions based on an organic binder
    • F16D69/026Compositions based on an organic binder containing fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L81/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of polysulfones; Compositions of derivatives of such polymers

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Description

Es sind Verfahren zur Herstellung von Reibmassen z. B. als Bremskörper, Kupplungsbelag, Treibscheibenfutter usw. bekannt, bei welchen Faser- oder Füllstoffe (gegebenenfalls unter Zusatz von Metallteilen) mit Harzprodukten als Bindemittel versetzt werden. Als solche Bindemittel sind zunächst Phenol-• formal dehydharze vorgeschlagen worden. Diese Bremsmassen haben aber den Nach-
xo teil, daß der Reibungskoeffizient mit zunehmender Temperatur stark abnimmt. Man hat ferner vorgeschlagen, als Bindemittel Phthalsäure-Glycerin-Harz zu verwenden, doch hat sich dieses Bindemittel nicht nur wegen seines hohen Preises in die Praxis nicht einführen können, sondern es besitzt auch den weiteren Nachteil, daß man aus der Mischung von Fasermaterial und Harzlösung das Lösungsmittel vor dem Pressen verdampfen muß.
Außerdem wird das Fasermaterial bei der Herstellung von Bremsklötzen sperrig und hart, so daß es sich schlechter in Formen pressen läßt. Ähnliche Nachteile besitzt das in der Literatur als Bindemittel vorgeschlagene Phenol-GIyoerin-Harz. Andere bekannte Mittel sind Resinotannolharz mit Formaldehyd oder Hexamethylentetramin, die aber wegen ihres hohen Preises und ihrer umständlichen Herstellung auch keine praktische Verwendung gefunden haben. Das weiter als Bindemittel vorgeschlagene Harnstoff-Formaldehyd-Harz hat den Nachteil, daß es ebenfalls ein Entfernen des hochsiedenden Lösungsmittels (Wasser bzw. Isobutylalkohol) erfordert. Ferner ist es mit einem Harnstoffharz bisher nicht gelungen, brauchbare Bremsklötze herzustellen, da die Oberfläche der Masse nach dem Erhitzen sehr hart und spröde wird.
Erfindungsgemäß wird als. Bindemittel ein synthetisches Harz oder Kondensationsprodukt verwendet, welches in bekannter Weise durch Behandeln von Phenol und seinen Homologen mit Schwefel oider Schwefelverbindungen, beispielsweise Chlorschwefel, gewonnen wird. Wie Versuche gezeigt haben, hat eine derartige Bremsmasse (z. B. als Bremsfutter für Treibscheiben) den Vorteil, daß die Reibungsziffer auch bei hohen Temperaturen (wie sie sich bei Dauerbelastung ergeben) praktisch gleichbleibt. Außerdem ist das gemäß der Erfindung benutzte Bindemittel infolge der Verwendung von Schwefel statt Formaldehyd, Glycerin usw. wesentlich billiger als alle bekannten Bindemittel, auch ist die Herstellung des Bindemittels so einfach, daß es auch in kleinen Betrieben wirtschaftlich hergestellt werden kann. Je nach dem Verwendungszweck kann das Bindemittel nach der Erfindung in Verbindung mit den verschiedensten Grundstoffen (z. B. Faserstoff) Anwendung finden, gegebenenfalls auch

Claims (3)

  1. unter Zusatz von Metallteilchen, wie Drähte, Späne, Gewebe, wodurch die Festigkeit erhöht wird.
  2. Ein brauchbarer Reibkörper wird z. B. nach. folgender Vorschrift erzielt: * *..'.
  3. 3 Teile der 'alkoholischen Lösung l
    Schwefelharzes (2 Teile Alkohol und 8 Teife Harz),, das in bekannter Weise durch
    diges Kochen am Rückflußkühler von
    len Schwefel, 50 Teilen Phenol und 1 Teil Ätzkali erhalten wird, werden mit 7 Teilen fein zerhackter Asbestfaser, die Messingfäden eingelagert enthalten, gut vermischt und in einer Form unter 150 Atm. Druck' gesetzt. Darauf wird die Form unter diesem Druck auf 200 bis 2200 etwa
    Stunden
    erhitzt. Eine weitere Härtung läßt sich dadurch erreichen, daß der aus der Form bejreite Körper noch einige Zeit weiter auf .^gleiche oder höhere Temperatur erhitzt wird.
    Vfl£.- Patentanspruch:
    Reibmasse für Bremskörper, Kupplungsbeläge u. dgl., bestehend aus einem Gemisch von durch Schwefeln von Phenol und seinen Homologen erhältlichen Kunstharzen und Faser- oder Füllstoffen.
    -11
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