DE638162C - Verfahren zur Maulwurfsdraenung - Google Patents

Verfahren zur Maulwurfsdraenung

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DE638162C
DE638162C DEP68130D DEP0068130D DE638162C DE 638162 C DE638162 C DE 638162C DE P68130 D DEP68130 D DE P68130D DE P0068130 D DEP0068130 D DE P0068130D DE 638162 C DE638162 C DE 638162C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F5/00Dredgers or soil-shifting machines for special purposes
    • E02F5/02Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches
    • E02F5/10Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches with arrangements for reinforcing trenches or ditches; with arrangements for making or assembling conduits or for laying conduits or cables
    • E02F5/101Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches with arrangements for reinforcing trenches or ditches; with arrangements for making or assembling conduits or for laying conduits or cables forming during digging, e.g. underground canalisations or conduits, by bending or twisting a strip of pliable material; by extrusion
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Description

Bei dem unter dem Namen Maulwurfsdränung bekannten unterirdischen Schneiden von Entwässerungskanälen hat man mittels umfangreicher Maschinen Beton, Zement und sonstige versteifende Mischungen, wie Sand mit Teer u. dgl., in den geschnittenen Rohrkanal gebracht, mm diesem einen festigenden Halt zu geben. Die Massen haben sich jedoch nicht bewährt, weil sie viel zu langsam oder
to nicht genügend erhärten und weder Poren noch irgendwelche Schlitze oder Fugen besitzen, durch welche das Wasser einsickern kann.
Es hat sich nun gezeigt, daß man die geschilderten Nachteile vermeiden kann, wenn man den an die Wandung des Maulwurfskanals heranzuführenden erhärtenden oder hydraulisch abbindenden Stoffen, sei es vor, an oder hinter dem Maulwurf, Erhärtungsbeschleuniger zusetzt, die ein sehr schnelles Hartwerden der Kanalwandungen bewirken und so einen Einsturz derselben verhüten.
Es ist dabei zweckmäßig, bis zur Erhärtung die Massen mittels Druckluft an die Kanal-Wandungen anzudrücken.
Die seither vorgeschlagenen Mittel, frisch geschnittene Kanalwände zu versteifen, waren vermöge ihrer langen Erhärtungsdauer nicht in der Lage, das Zusammensinken der frischen Kanalwand zu verhindern. Hier zeigt sich, in der vorgeschlagenen Druckluft das schützende Moment für die frische Kanalwand, die am Zusammensinken bis zur Härtung verhindert wird.
Als Schnellhärtungsmittel kommen ζ. B. bei Zement oder Beton in Frage: festes Ätznatron oder Natronlauge, dann weiter Keßlers ehe Fluate 'und viele andere, wie auch die zu. den Schnellbindern gegebenen Zusätze.
Da die geschnittene Kanalwand glattweg ohne wiederholte Stoßfuge gehärtet wird im Gegensatz zur Aneinanderreihung von einzelnen Tonrohren, so ist es erforderlich, für eine genügende Porosität des Wandbelages im Kanal Sorge zu tragen. Die Porosität wird dadurch erzielt, daß den Härtemitteln poröse Stoffe, wie z. B. Koks, Holzkohle, Kieselgur, Bimsstein, Ziegelsteingrus, Bauxiterde, Raseneisenstein u. dgl., zugesetzt werden. Auf diese Erfordernisse ist bei den bekannten Beton- und Zementverfahren noch in keiner Weise Rücksicht genommen.
Dem Übelstand des Zuwachsens der Kanäle mit Algen oder sonstigen Pflanzen wird bei dem vorliegenden Verfahren dadurch abgeholfen, daß den Härtemitteln Schwefel oder Schwefelverbindungen zugesetzt werden, die einen PfLanzenwuchs unmöglich machen. Dadurch ist die Kanalwand gegen das Zuwachsen geschützt, was man bisher durchzuführen gleichfalls übersehen hat.
Um ferner aber auch dem langsamen Versanden der Poren in der Kanalwand vorzubeugen, ist es ratsam, Schwefelverbindungen oder solche andere Verbindungen zu ver- e wenden, die sich langsam oxydieren und in geringer Menge auflösen. So zehrt sich z. B. Schwefel in Wasser und Luft sehr langsam
" auf und hinterläßt neugebildete Poren/~Ebenso wird z.B. aus Pyrit langsam-Eisensiitfät,■ das sich mit der Zeit auslaugt. Die ständig neue t Porenbildung gibt also einen Ausgleich gegeijr über versandeten und verschlammten Porefi&< so daß also auch dadurch Nachteile behoben^ werden, denen man seither ratlos gegenüber--^ stand. Die Lebensdauer und Nutzfähigkeit der Kanalwand wird dadurch eine sehr lange.
ίο Zweckmäßig werden die Stoffe für die Kanalwandbildung trocken in feiner Mischung und Verteilung an Ort und Stelle gebracht, weil in 60 bis 80 cm Tiefe der Boden meist feucht genug ist, um die Härtung und Abbindung einzuleiten. Wo infolge der Boden: beschaffenheit jedoch Wasser zur Bodenhärtung fehlt, werden die Kanalwände durch eine gesonderte Wasserzuführung angefeuchtet und damit für die Aufnahme der Härtemittel entsprechend vorbereitet.
So sind in der vorliegenden Erfindung eine Reihe von bewährten Mitteln zusammengetragen, eine gehärtete Kanalwand auf bisher nicht erreichtem schnellen Wege herzustellen, die bei genügendem Poreninhalt, eine ausreichende Entwässerungsarbeit leistet und eine lange Lebensdauer aufweist, da Versandung und Pflanzenwuchs ihre Funktion nicht beeinträchtigen kann.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Maulwurfsdränung, bei dem erhärtende oder hydraulisch abbindende Stoffe an die Wandung des Maulwurfskanals herangeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zu diesen i* Stoffen vor, an oder hinter dem Maulwurf * 'Erhartungsbeschleuniger eingebracht wer-. den, die das schnelle Hartwerden der „ Kanalwandungen bewirken, wobei die ■ ' Massen zweckmäßig bis zur Erhärtung mittels Druckluft an die Kanalwandungen angedrückt werden. λ
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Härtemitteln poröse Stoffe, wie Koks, Holzkohle, Kieselgur, Bimsstein u.a., zugesetzt werden, um den Wasserdurchgang durch die Kanalwand zu erleichtern.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß deii Härtemitteln Schwefel oder ähnlich wirkende Stoffe zugesetzt werden, die die Kanalrohre vor Pflanzenwuchs aller Art schützen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Härtemitteln zur Porenerhaltung bzw. -erweiterung Stoffe, wie Schwefel, Schwefelcalcium, Pyrit u.dgl., auch von organisehen Verbindungen zugesetzt werden, die sich in Wasser sehr langsam lösen oder oxydieren.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des Maulwurf skanals durch eine gesonderte Wasserzuführung angefeuchtet und damit für die Aufnahme der Härte- und Be-" schleunigungsmittel vorbereitet werden können.
DEP68130D 1933-09-02 1933-09-02 Verfahren zur Maulwurfsdraenung Expired DE638162C (de)

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