DE638982C - Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in Mehrphasenstrom mittels gittergesteuerter Entladungsgefaesse - Google Patents
Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in Mehrphasenstrom mittels gittergesteuerter EntladungsgefaesseInfo
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- DE638982C DE638982C DES102568D DES0102568D DE638982C DE 638982 C DE638982 C DE 638982C DE S102568 D DES102568 D DE S102568D DE S0102568 D DES0102568 D DE S0102568D DE 638982 C DE638982 C DE 638982C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M7/00—Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output
- H02M7/42—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal
- H02M7/44—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal by static converters
- H02M7/445—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal by static converters using discharge tubes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur Umwandlung von Gleichstrom in
mehrphasigen Wechselstrom mittels gittergesteuerter Entladungsgefäße.
Es sind Schaltanordnungen für gittergesteuerte Hochvakuum-Entladungsgefäße bekannt, bei denen eine der Phasenzahl des erzeugten Wechselstroms entsprechende Anzahl von Entladungsgefäßen unter Verwendung von Transformatoren miteinander gekoppelt ist und die richtige Phasenfolge der Gittererregung der einzelnen Entladungsgefäße durch den Verbraucher selbst, z. B. eine Synchronmaschine, erzielt wird. Die Frequenz des erzeugten Wechselstroms kann dabei durch Organe des Verbrauchers oder durch in den Gitterkreisen der Entladungsgefäße liegende Schaltungselemente bestimmt werden.
Es sind Schaltanordnungen für gittergesteuerte Hochvakuum-Entladungsgefäße bekannt, bei denen eine der Phasenzahl des erzeugten Wechselstroms entsprechende Anzahl von Entladungsgefäßen unter Verwendung von Transformatoren miteinander gekoppelt ist und die richtige Phasenfolge der Gittererregung der einzelnen Entladungsgefäße durch den Verbraucher selbst, z. B. eine Synchronmaschine, erzielt wird. Die Frequenz des erzeugten Wechselstroms kann dabei durch Organe des Verbrauchers oder durch in den Gitterkreisen der Entladungsgefäße liegende Schaltungselemente bestimmt werden.
so Gemäß der Erfindung werden gas- oder dampfgefüllte gittergesteuerte Entladungsgefäße mit heißer oder kalter Kathode verwendet
und eine der Phasenzahl des erzeugten Wechselstroms entsprechende Anzahl einzelner
an sich selbständiger Entladungskreise derart miteinander kombiniert, daß nur einer
von diesen Entladungskreisen auf die Frequenz des zu erzeugenden Wechselstroms abgestimmt
ist und daß dieser Entladungskreis auf eine Steuerbrücke arbeitet, von der die
Steuerspannungen der übrigen Entladungskreise mit entsprechender Phasenverschiebung
abgenommen werden. Die Einrichtung wird vorzugsweise so getroffen, daß "der die Frequenz
bestimmende oder taktgebende Entladungskreis in Selbsterregung schwingt,
Wechselrichter, die auf die Frequenz des zu erzeugenden Wechselstroms abgestimmt
sind und in Selbsterregung schwingen, sind an sich bekannt. Bei Mehrphasenwechselrichtern
wurden jedoch bisher die den Mehrphasenwechselrichter bildenden einzelnen Entladungskreise
unter sich gleich ausgebildet, d. h. mit einer vollständigen Gittersteuerungseinrichtung
versehen. Bei dem Wechselrichter nach der Erfindung ist demgegenüber nur bei einem der Entladungskreise die auf
die Frequenz des zu erzeugenden Wechselstroms abgestimmte Gitterschaltung erforderlich,
während sie bei allen anderen Entladüngskreisen erspart wird, weil die Steuerspannung
diesen Entladungskreisen unter Vermittlung der Brückenschaltung von dem erstgenannten Entladungskreis her zugeführt
wird. Die Erfindung hat den bekannten An-Ordnungen gegenüber daher den Vorteil, daß
die Anlage wesentlich einfacher und billiger wird.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erßnder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Hans Klemperer in Berlin-Charlottenburg,
Die Erfindung soll an Hand des in der •Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert werden. Die drei an sich selbständigen Entladungskreise sind mit i, 2
• 5 und 3 bezeichnet. Jeder der Entladungskreise arbeitet auf eine Phase des Drehstromsystems
R, S3 T, beispielsweise auf die in
Dreieck geschalteten Sekundärwicklungen eines Transformators 4. Der taktgebende
Entladungskreis 1 enthält eine der drei Primärwicklungen 5 des Transformators 4, ferner
zwei gas- oder dampfgefüllte, zueinander parallel geschaltete Entladungsrohre 6 und 7 mit
nicht näher bezeichneten S teuer gittern, Anöden und heißen oder kalten Kathoden. Vorzugsweise
werden Rohre mit Lichtbogenentladung (Ionensteurer) verwendet. Der positive
Pol der Gleichspannungsquelle 8, deren Energie in Drehstrom umgeformt werden soll,
liegt an der Mittelanzapfung 9 der Wicklung 5, der negative Pol an der Kathodenverbindung
der Rohre 6 und 7. Parallel zur Wicklung 5 liegt der Überbrückungskondensator 10, ferner liegt parallel zur Wicklung S
und zu dem Kondensator 10 ein Zweig, der aus einem Kondensator 11, einer Wicklung
oder einem Widerstand 12 und einem zweiten Kondensator 13 besteht. Die Enden der
Wicklung oder des Widerstandes 12 sind je mit dem Gitter des in der Kombination nicht
benachbarten Rohres 6 oder 7 verbunden. Der Widerstandswert der Wicklung oder des
Widerstands 12 ist veränderlich und dient in Verbindung mit den übrigen Elementen des
Entladungskreises zur Festlegung der Frequenz der Stromimpulse, die, durch die Steuerung
der Entladungsbahnen der Rohre 6 und 7 hervorgerufen, abwechselnd nach jeder Seite der Wicklung 5 fließen. Derartige ihre
Frequenz selbst bestimmende Kreise wie der Kreis 1 dieses Beispiels oder auch andere ähnliche
Kreise sind an sich schon bekannt und werden als Wechselrichterkreise bezeichnet,
Die fremdgesteuerten Entladungskreise 2 und 3 enthalten im wesentlichen die gleichen
Elemente wie der selbstschwingende Entladungskreis ι mit Ausnahme derjenigen Elemente
des Kreises 1, die zur Festlegung von dessen Frequenz dienen. Infolgedessen enthalten
die Entladungskreise 2 und 3 in gleicher Schaltung wie der Entladungskreis 1 je
eine in der Mitte angezapfte und an den positiven Pol der Gleichspannungsquelle 8 gelegte
Wicklung 5. Parallel zu ihr liegt der Kondensator 10. An die Enden der Wicklung 5
sind die Entladungsrohre 6 und 7 angeschlossen, deren Kathodenverbindung am negativen Pol der Gleichspannungsquelle 8
liegt. Die Gitter der Rohre 6 und 7 der Entladungskreise 2 und 3 werden mit Hilfe einer
Steuerbrückenkombination gesteuert, von der die Steuerspannungen mit der notwendigen
Phasenverschiebung abgenommen werden. Die Steuerbrücke besteht aus einer in der Mitte angezapften Induktionswicklung 15,
die die Sekundärwicklung eines Transformators bildet, dessen Primärwicklung 14 mit den
Enden der Wicklung oder des Widerstandes 12 im Entladungskreis 1 verbunden ist. Die
Anordnung kann auch so getroffen werden, daß die Enden der Indukti ons wicklung 15 unmittelbar
mit den Enden der Wicklung oder des Widerstandes 12 verbunden sind. Die
Induktionswicklung 15 bildet zwei Zweige der Steuerbrücken und wird durch je zwei
weitere Zweige, die Ohmsche und induktive oder kapazitive Widerstände enthalten, zu
zwei vollständigen Steuerbrücken ergänzt. Den dritten Zweig der ersten von diesen
Brücken bildet ein Ohmscher Widerstand 17, den vierten Zweig der ersten Brücke ein
kapazitiver Widerstand (Kondensator) 18. Der dritte Zweig der zweiten Brücke besteht
ebenfalls aus einem Ohmschen Widerstand 19, während der vierte Zweig der zweiten Brücke
aus einer Selbstinduktivität 20 besteht. An die Mittelanzapfung 16 der Induktionsspule
15 und an die in elektrischer Hinsicht gegenüberliegenden
Punkte 21 bzw. 22 sind Transformatoren angeschlossen, deren Sekundärwicklungen
mit den Steuergittern der beiden Entladungskreise 2 und 3 verbunden sind.
Mit Hilfe der Brückenkombination werden den Rohren der Entladungskreise 2 und 3
Steuerspannungen zugeführt, die gegenüber den Steuerspannungen des Kreises 1 in der
notwendigen Weise phasenverschoben, jedoch von gleicher Frequenz mit ihnen sind.
Nachdem die Frequenz des Entladungskrei'ses I durch Veränderung des Widerstandswertes
der Wicklung oder des Widerstands 12 einmal festgelegt ist, müssen den
Widerständen 17 und 19 der beiden Steuerbrücken ganz bestimmte Werte zuerteilt werden,
die bei einer Änderung der Frequenz im Entladungskreis 1 gleichfalls geändert werden
müssen. Infolgedessen werden in solchen Anordnungen, in denen mit veränderlicher Frequenz
des von dem Transformator 4 abzunehmenden Drehstroms gearbeitet werden soll, die Widerstände 17 und 19 veränderlich
ausgebildet.
Claims (11)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in mehrphasigen Wechselstrom mittels gittergesteuerter Entladungsgefäße, insbesondere gas- oder dampfgefüllter Entladungsgefäße, mit einer der Phasenzahl des erzeugten Wechselstroms entsprechenden Anzahl von einzelnen Ent-ladungskreisen, dadurch gekennzeichnet, daß nur einer der Entladungskreise auf die verlangte Frequenz des zu erzeugenden Wechselstroms abgestimmt ist und auf eine Steuerbrücke arbeitet, von der die Gitterspannungen für die übrigen Entladungskreise mit entsprechender Phasenverschiebung abgenommen werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Frequenz bestimmende Entladungskreis in Selbsterregung schwingt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz des taktgebenden Entladungskreises verändert werden kann.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbrücke aus einer Induktionswicklung und einer der Zahl der zu steuernden Kreise entsprechenden Anzahl von aus Ohmschen und induktiven oder kapazitiven Widerständen zusammengesetzten Zweigen besteht.
- S- Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerspannungen einerseits an der Mittelanzapfung der Induktionswicklung und andererseits an den in elektrischer Hinsieht gegenüberliegenden Verbindungspunkten zwischen den Ohmschen und induktiven oder kapazitiven Widerständen der einzelnen, je einem der fremderregten Entladungskreise zugeordneten Zweige der Steuerbrücke abgenommen werden.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbrücke an das veränderliche, zur Festlegung der Frequenz benutzte Schaltelement des taktgebenden Entladungskreises angeschlossen ist.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbrücke über einen Transformator ange- schlossen ist, dessen Sekundärwicklung gleichzeitig die Induktionswicklung der Steuerbrücke bildet.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gitter je eines der Rohre der fremdgesteuerten Entladungskreise mit der mittleren Anzapfung der Induktionswicklung der Steuerbrücke und die Gitter der anderen Rohre mit dem in elektrischer Hinsicht gegenüberliegenden Punkt der verschiedenen zugehörigen Brückenzweige verbunden sind.,
- 9. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Erzeugung von Drehstrom, dadurch gekennzeichnet, daß je einer von drei Entladungskreisen auf eine Phase eines Dreh-Stromsystems arbeitet.
- 10. Einrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnetdurch einen Transformator, dessen Primärwicklungen die Induktionswicklungen der drei Entladungskreise sind.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen sekundärseitig vorzugsweise in Dreieck geschalteten Transformator.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES102568D DE638982C (de) | 1931-12-24 | 1931-12-24 | Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in Mehrphasenstrom mittels gittergesteuerter Entladungsgefaesse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES102568D DE638982C (de) | 1931-12-24 | 1931-12-24 | Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in Mehrphasenstrom mittels gittergesteuerter Entladungsgefaesse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE638982C true DE638982C (de) | 1936-11-26 |
Family
ID=7524530
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES102568D Expired DE638982C (de) | 1931-12-24 | 1931-12-24 | Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in Mehrphasenstrom mittels gittergesteuerter Entladungsgefaesse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE638982C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE761146C (de) * | 1937-01-26 | 1953-11-23 | Siemens Schuckertwerke A G | Einrichtung zur Umformung einer gegebenen Gleichspannung in eine Wechselspannung veraenderlicher Amplitude mittels gesteuerter Gas- oder Dampfentladungsstrecken |
-
1931
- 1931-12-24 DE DES102568D patent/DE638982C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE761146C (de) * | 1937-01-26 | 1953-11-23 | Siemens Schuckertwerke A G | Einrichtung zur Umformung einer gegebenen Gleichspannung in eine Wechselspannung veraenderlicher Amplitude mittels gesteuerter Gas- oder Dampfentladungsstrecken |
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