DE640032C - Vorrichtung zum Feststellen der Kleidsamkeit von Stoffen - Google Patents

Vorrichtung zum Feststellen der Kleidsamkeit von Stoffen

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DE640032C
DE640032C DEE45942D DEE0045942D DE640032C DE 640032 C DE640032 C DE 640032C DE E45942 D DEE45942 D DE E45942D DE E0045942 D DEE0045942 D DE E0045942D DE 640032 C DE640032 C DE 640032C
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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47F—SPECIAL FURNITURE, FITTINGS, OR ACCESSORIES FOR SHOPS, STOREHOUSES, BARS, RESTAURANTS OR THE LIKE; PAYING COUNTERS
    • A47F7/00—Show stands, hangers, or shelves, adapted for particular articles or materials
    • A47F7/16—Show stands, hangers, or shelves, adapted for particular articles or materials for carpets; for wallpaper; for textile materials
    • A47F7/18—Show stands, hangers, or shelves, adapted for particular articles or materials for carpets; for wallpaper; for textile materials for clothing materials

Landscapes

  • Mirrors, Picture Frames, Photograph Stands, And Related Fastening Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Feststellen der Wirkung und Kleidsamkeit von zum Herstellen, von Kleidern bestimmten Stoffen, bestehend aus einer Vorführtafel mit einem der Körpersilhouette des Käufers angepaßten Atisschnitt, hinter dem die vorzuführenden Stoffbahnen herabhängend ausgebreitet sind.
Es sind Vorrichtungen zu diesem Zwecke bekannt, bei denen als Vorführplatte 'ein großer Spiegel verwendet wird, dessen Spiegelbelag im Ausmaße des vorzutäuschenden Kleidungsstückes entfernt ist, so daß durch diese Fläche hindurch der dahinter ausgebreitete Stoff sichtbar wird und Kopf, Hände und Füße aufgemalt sind. Abgesehen davon, daß das Aussehen des Stoffes durch die vorgelagerte Glasplatte verändert wird, wird hier dem Käufer der Stoff gleichsam an einer dritten Person dargestellt. Es ist aber für den Käufer erwünscht, zu sehen, wie ihn selbst das Kleidungsstück aus dem vorgelegten Stoff kleidet, d.h. es soll auch sein Gesicht, sein Schuhwerk und seine Kopfbedeckung zu sehen sein.
Es sind nun auch schon Vorrichtungen zu diesem Zwecke bekannt, bei denen sich der Käufer hinter die Vorführtafel so zu stellen hat, daß er diese und sein darüber hinausragendes Gesicht in einem gegenüberstehenden großen Spiegel so sieht, als ob er bereits ein Kleidungsstück aus diesem Stoff angezogen habe. Er ist dabei auf das Vorhandensein dieses großen Spiegels als zweites Gerät angewiesen, was, ganz abgesehen von dem höheren Preise der gesamten Vorrichtung, noch den Nachteil hat, daß man den Stoff selbst auf dem Umwege über einen Spiegel, also nur mittelbar, betrachten kann, wodurch der natürliche Stoffeindruck mehr oder weniger verändert wird. Er wird aber auch dadurch in seiner Aufmerksamkeit sehr gestört, daß er in diesem großen Spiegel nicht nur sich, sondern alles das sieht, was um ihn herum vorgeht. Auch der vor der Vorrichtung stehende, mit ihm sprechende Verkäufer, der im Spiegel erscheint, stört ihn.
Endlich hat man auch schon vorgeschlagen, in einem Schaufenster ein Kleidungsstück über eine Puppe zu ziehen und vor dieser in Höhe des Kopfes einen verstellbaren Spiegel aufzuhängen, so daß eine vor dem. Schaufenster stehende Person ihren Kopf im Spiegel über der Puppe zu sehen vermag, Es ist leicht Z1U erkennen, daß hier eine Person, die kleiner oder größer ist als die, für die das Schaufenster zurechtgemacht wurde, nur bei Anwendung besonderer Mühe und Geschicklichkeit die erstrebte Wirkung herbeiführen kann, weil die Höhe des Kopfes der Person den Ausschlag gibt. Der Käufer hat aber auch 6p
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deshalb nicht sein eigenes Bild vor sich, weil ja die mit dem Stoff bekleidete Puppe seiner eigenen Person höchstens zufällig einmal entsprechen wird.
Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung um ein Vorführungs- und Betrachtungsgerät, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß über dem Körperausschnitt an der Vorführungstafel in Kopfhöhe, vorzugsweise ίο auch in Fußhöhe, ein Spiegel angeordnet ist, der klein bemessen sein kann, da er nur den Hals und Kopf mit der Kopfbedeckung bzw. das Schuhwerk zeigen soll. Damit ist ein verkaufs- und gebrauchsfertiges, schnell der Persönlichkeit des Käufers anzupassendes, einheitliches Vorführgerät geschaffen, welches das Vorhandensein eines großen Betrachtung3-. spiegeis erübrigt. Der Stoffverkäufer beim Vorführen des Stoffes erscheint nicht mit im Spiegelbild, so daß der Käufer und Verkäufer dadurch nicht gestört werden. Es ist auch als Vorteil der Erfindung anzusprechen, daß Käufer und Verkäufer die übrigen Käufer im Verkaufsraum nicht mehr als unbedingt nötig stören, weil sie nur Raum für sich selbst, nicht für die oben geschilderte Vorführtafel benötigen, die gemäß der Erfindung völlig an die Wand aus dem Gehbereich der übrigen Personen herausgestellt werden kann. Um den Ausschnitt der Figur der Gestalt des Käufers besser und schneller anzupassen, kann man dabei so vorgehen, daß an diesem Ausschnitt in bei Meßvorrichtungen an sich bekannter Weise eine Reihe waagerecht beweglicher, nebeneinanderliegender Abdeckschieber irgendwie schlittenförmig geführt angeordnet sind, damit man zunächst einmal die Person, der der Stoff verkauft werden soll, in diese Figur treten lassen und nun durch Verschieben dieser Teile bis an die Person heran den Ausschnitt an deren ganz bestimmte Körperform anpassen kann. Ein anderer Weg besteht z. B. darin, daß die Vorführplatte aus elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, gebildet ist, deren den Ausschnitt begrenzende Einfassung durch einen in sie eingebetteten biegsamen Draht o. dgl. versteift wird, der durch waagerechte Stäbe gestützt werden kann. Infolgedessen kann man dann den innen freigelassenen Ausschnitt der Figur durch Biegen ganz genau dem Körper anformen, ja sogar seine Falten mit bilden.
Auf diese Weise wird daher ein überaus natürlicher Eindruck erreicht, und es kommt vor allen Dingen noch hinzu, daß diese Standvorrichtung immer das Kleid im durch das Fenster einfallenden Tageslicht zu zeigen vermag, weil man die Standvorrichtung und den Stoff daran diesem unmittelbar aussetzen kann. Der Käufer hat daher auch einen ganz natürlichen Farbeindruck von dem vorgeführten Stoff.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. ■·'■ Fig. ι zeigt sie schaubildlich,
" Fig. 2 in einem senkrechten Querschnitt, Fig. 3 in einem waagerechten Querschnitt, Fig. 4 die Einfassung des Ausschnittes im Querschnitt vergrößert.
Der Ständer 1 ist mit einem Fuß 2 versehen und bildet einen Rahmen für eine Platte 3, in der sich der Ausschnitt 4 einer menschlichen Figur befindet. Oberhalb dieser Platte 3 befindet sich ein kleiner Spiegel 5, ebenso unterhalb derselben ein kleiner Spiegel 6. An der Rückseite des Ständers befindet sich der bei sol-, eben Vorführeinrichtungen bekannte Behälter 7 zur Aufnahme eines Stoffballens 8, von dem aus eine Stoffbahn 8' über einen Stab 9 herunterhängt, so daß sie hinter dem Ausschnitt 4 der Platte 3 sichtbar ist. Der Stab 9 kann in Schlitzen 10 durch eine Flügelschraube 11 in der Höhe verstellt werden. Man kann aber auch den Stab 9 und/oder den Behälter 7 über Rollen 12 durch einen Seilzug 13 in der Höhe verstellen, indem man an einer Kurbel 14 dreht. Der Stab 9 und/oder der Behälter 7 können an einem Rahmen i" (Fig. 3) angebracht sein, der nach Art einer Tür um ein Scharnier 15 abschwenkbar ist, damit man leicht an die Stoffbahn 8' heran kann, um sie flach auszustreichen. Bei dieser Vorrichtung ruft die Stoffbahn 8' hinter dem Ausschnitt 4, der der Umrißform des Körpers entspricht, den Eindruck eines bereits fertiggestellten Kleidungsstückes hervor und der Käufer, der sein Gesicht und seine Schuhe in den Spiegeln 5, 6 erblickt, hat den Eindruck, sich selbst in diesem Kleide zu sehen, obwohl er augenblicklich ein ganz anderes Kleid an hat.
Wenn die Vorrichtung gemäß Fig. 1 fertiggestellt ist, so kann man besondere Teile, die das Bild eines fertigen Kleidungsstückes beleben, wie z.B. Knöpfe 16, Taschenaufsätze 17, Kragen 18, Stoffbegrenzungslinien 19 aufheften bzw. einstechen, wenn sie mit Nadeln versehen sind. Zu diesem Zwecke können einfache, biegsame Drähte verwendet werden, die mit irgendeinem farbigen Bezug oder Anstrich versehen sind. no
Die Platte 3 kann aus elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, bestehen. In diesem Falle wird gemäß Fig. 4 die den Ausschnitt 4 begrenzende Linie aus einem in den Stoff eingebetteten bzw. mit Stoff überzogenen biegsamen Draht 4' gebildet, an den die elastische Werkstoffbahn sich anschließt. Infolgedessen kann man diesen Draht 4' ganz genau der Körperform des Käufers durch Biegen anpassen. Dabei kann dieser Begrenzungsdraht
des Ausschnittes noch durch "waagerechte Stäbe 20 gestützt werden, die nach außen hin durch den Rahmen ι treten.
Man kann, wie Fig. ι rechts zeigt, aber auch eine Reihe waagerecht beweglicher Abdeckschieber 4" an der Platte 3 führen, um die Umrißlinien des Ausschnittes 4 der Körperform noch besser anzupassen, ohne jedesmal eine andere Platte 3 einzusetzen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Feststellen der Wirkung und Kleidsamkeit von zum Herstellen von Kleidern bestimmten Stoffen, bestehend aus einer Vorführungstafel mit einem der Körpersilhouette des Käufers angepaßten Ausschnitt, hinter dem die vorzuführenden Stoffbahnen ausgebreitet sind, die vorzugsweise über eine waagerechte Stange herabhängen und in einem Behälter hinter der Vorführungstafel im Ballen gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorführungstafel über dem Körperausschnitt in Kopfhöhe, Vorzugsweise auch unter ihm in Fußhöhe ein Spiegel (5, 6) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine aus elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, bestehende Vorführplatte (3), deren den Ausschnitt (4) begrenzende Einfassung durch einen in sie eingebetteten biegsamen Draht (4') o. dgl. versteift wird, der durch waagerechte Stäbe (20) gestützt werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorführplatte (3), deren Ausschnitt der Umrißf orm der menschlichen Figur annähernd angepaßt ist, eine Reihe waagerecht beweglicher, nebeneinanderliegender Abdeckschieber (4") angebracht ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEE45942D 1934-08-29 1934-08-29 Vorrichtung zum Feststellen der Kleidsamkeit von Stoffen Expired DE640032C (de)

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DE640032C true DE640032C (de) 1936-12-18

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