DE641283C - Verfahren zum Herstellen von stueckigem Brennstoff aus Feinkohle - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von stueckigem Brennstoff aus Feinkohle

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DE641283C
DE641283C DESCH100925D DESC100925D DE641283C DE 641283 C DE641283 C DE 641283C DE SCH100925 D DESCH100925 D DE SCH100925D DE SC100925 D DESC100925 D DE SC100925D DE 641283 C DE641283 C DE 641283C
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DE
Germany
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coal
briquette
fine coal
nuts
lump fuel
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Expired
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DESCH100925D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Dietrich Ruehl
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Schuechtermann und Kremer Baum AG fuer Aufbereitung
Original Assignee
Schuechtermann und Kremer Baum AG fuer Aufbereitung
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00—Solid fuels
    • C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/26—After-treatment of the shaped fuels, e.g. briquettes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von stückigem Brennstoff aus Feinkohle Bei der Gewinnung und Förderung von Kohle ist der Anfall von Feinkohle unvermeidbar. Da bekanntermaßen die Absatzmöglichkeiten für Feinkohle nur gering sind, diese Kohlensorte infolgedessen auch nur zu niederen. -Preisen verkäuflich ist, so stellt die Feinkohle eine unerwünschte Wertminderung der Gesamtförderung dar. Das Feinkorn der Magerkohlen gewinnt nun durch Überführung in stückige Form mittels Brikettierung Wert und Verkaufsfähigkeit. Auch bei den Fett- und Gaskohlen. besteht an -sich die Möglichkeit, die Feinkohle durch Verkokung auszunutzen. Für die nach diesem' Verfahren gewonnenen. Mengen an Briketten und Koks sind aber zeitweise keine Abnehmer vorhanden, so daß die Zechen gezwungen sind, entweder die Brikette bzw. den Koks oder die Feinkohle zu stapeln.
  • Verstärkt werden diese Schwierigkeiten der Sortenverwertung noch dadurch, daß je nach den Konjunkturschwankungen der Markt in erhöhtem Maße für bestimmte Kohlensorten Bedarf zeigt, der aus der normalen Forderung nicht voll befriedigt werden kann. Die Förderung müßte daher entweder verstärkt werden, was jedoch ekle unerwünschte Erhöhung der Bestände an . weniger verlangten Sorten, insbesondere auch an Feinkohle, zur Folge hat, oder die Zechen sehen sich genötigt, die fehlenden Nußmengen durch Zerkleinerung hochwertiger, aber augenblicklich schlecht absetzbarer NuBsorten zu schaffen. Die durch die Absatzbedingungen geschaffene Lage in der Kohlenindustrie ist daher derart, daB das - Sortenproblem in den Vordergrund des Interesses gerückt ist.
  • Zur Lösung dieses Problems wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, aus der Feinkohle durch,:- Brikettierung PreBlinge herzustellen und diese durch Weiterbehandlung in ein den natürlich anfallenden Nwßsorten ähnliches. Gut umzuwandeln. Die Brikette können hierbei nach beliebigen Verfahren hergestellt werden, z. B. mit oder ohne Bindemittel -heiß öder kalt gepreßt werden. Die Form der Brikette ist an sich gleichgültig. Es lassen sich die bekannten Eier-, Kissen-; Koffer-, Stückbrikette usw. verwenden, jedoch wird man solche Formen. als besonders-geeignet bevorzugen,- die bei der Weiterbehandlung Beinen - Höchstanfall- an - nußälinliehen Sorten. gewährleisten-.
  • Die Weiterbehandlung kann auf beliebige Weise erfolgen, soweit dadurch nur die Möglichkeit gegeben ist, die Brikette in ein den handelsüblichen Nußsorten ähnliches Gut überzuführen. Zweckmäßig wird man- sie etwa auf Stachelwalzwerken zerkleinern und anschließend klassieren. Die unmittelbare Aufeinanderfolge der einzelnen Arbeitsgänge soll kein ausschlaggebendes Merkmal des Erfindungsgedankens sein. Es ist mitunter sogar vorteilhaft, die Brikettierung und Weiterbehandlung örtlich bzw. zeitlich voneinander zu trennen.
  • Die durch die Erfindung erzielbaren V@o teile sind mannigfacher Art. Der Wert des;, Feinkohlen wird gesteigert, indem die Brt#" kettnüsse zu Preisen verkauft werden können, die denen für gleichartige Kohlennußsorten entsprechen oder nahekommen. Denn durch ihre muhe, den natürlichen Nüssen ähnelnde Beschaffenheit der ,äußeren Form und demzufolge besseren Entzündbarkeit werden sie von den Verbrauchern eher - abgenommen werden als die glatten Brikette. Die Hersteller dieser Brikettnüsse sind daher in die Lage versetzt, bei verstärkter Nachfrage nach bestimmten Nußsorten einen Teil des Bedarfs aus ihren Feinkohlenvorräten decken zu können. Diese Maßnahme hat wiederum zur Folge, daß die gesamte Grubenförderung sich nicht einzelnen Forderungen anzupassen, braucht, sondern -allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten stehen kann. Die Koks- und Briketterzeugung kann zuzeiten schlechter Konjunktur auf das notwendige Maß beschränkt werden, da die überschüssige Feinkohle nicht mehr eiü lästiges Abfallprodukt ist, sondern sofort und vollwertig in den Produktionsprozeß eingereiht wird.
  • Zur Ausführung des Veffahrens sind u. a. zwei Wege gangbar, deren Benutzung durch Zweckmäßigkeitsgründe bestimmt ist. Eine innerhalb eines Kohlenreviers gelegene Zeche wird beispielsweise die Feinkohle brikettieren und unmittelbar daran 'anschließend die gewonnenen Brikette in die einzelnen Nußsorten überführen, wenn es sich um den Absatz im Revier handelt. Infolge ihrer Lage innerhalb eines großen Absatzgebietes ist sie als Erzeugerin und Großlieferantin imstande, sich einen fortlaufenden Absatz zu sichern.
  • Hingegen liegen die Verhältnisse bei einer vom Gewinnungsort der Kohle -entfernt gelegenen. Kohlenhandelsgesellschaft nicht so einfach. Da sie sich nur auf einen kleineren Kundenkreis verschiedenster Art stützen kann, so ist sie- gezwungen, sich den Wünschen ihrer Kundschaft weitestgehend anzupassen. Während der eine Kunde eine bestimmte Menge der einen Nullsorte verlangt, hat der andere gerade für eine- andere Verwendung. Das Verfahren gemäß der Trf ndung setzt :die Handelsgesellschaft nun in einfacher Weise 'in die Lage, diese Bedürfnisse zu befriedigen, ohne ein- großes Lager der verschiedensten Nußsarten zu unterhalten. Für sie es daher zweckmäßig, von den Zechen `@uS- nur die Brikette fortlaufend zu beziehen, si'e...dann je nach Bedarf vom Lager zu ent-,..riehmen und etwa auf Stachelwalzwerken auf die gerade verlangten Nußsorten zu brechen. Diese Arbeitsteilung, Herstellung der Brikette auf der Zeche und Weiterbehandlung der Brikette beim Kohlenhändler, ist überhaupt dann von besonderem Vorteil, wenn die Grenzen der handelsüblichen N ußklassierungen schwanken. In jedem Fall kann durch einfache Änderungen des Brechwerkes den Wünschen der Kundschaft sofort entsprochen werden.
  • Zur Herstellung von festen Briketten ohne Bindemittel ist es bekanntgeworden, die Verfestigung stufenweise derart zu bewerkstelligen, daß die Brikette nach dem Pressen wieder auf eine Korngröße von etwa 12,5 X 1215 mm und darunter gebrochen und die vorverdichteten Stücke erneut gepreßt werden. Dieses Verfahren wird so lange wiederholt, bis die. Brikette festgenug sind. DasVerfahren gemäß Erfindung setzt demgegenüber erst dann ein, wenn das bekannte Verfahren beendet ist. Die Voraussetzung für das neue Verfahren ist das Vorhandensein fester Brikette, und das Erzeugnis sind den natürlichen Kohlen ,ähnliche Brikettstücke, denen die Herkunft von den Briketten kaum anzusehen ist, geschweige denn, daß sie mit der Brikettform überhaupt noch etwas gemein haben.
  • Es ist auch bereits bekannt, .Kohle in Ringwalzenpressen zu einem zusammenhängenden Strang zu v erpressen, diesen dann in Einzelbrikette zu zerbrechen- und den dabei anfallenden Grus durch Absieben auszuscheiden. Der Gegenstand der Erfindung unterscheidet sich von diesem bekannten Verfahren insbesondere dadurch, daß die fertigen Brikette in Stücke gebrochen und diese Bruchstücke in verschiedene Kornklassen zerlegt werden.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von stüch.-gem Brennstoff aus geprellter Feinkohle in verschiedener Stückgröße, dadurch gekennzeichnet, daß die Steinkohlenbrikette ,grob zerkleinert und die Bruchstücke klassiert werden. .
DESCH100925D 1933-04-11 1933-04-11 Verfahren zum Herstellen von stueckigem Brennstoff aus Feinkohle Expired DE641283C (de)

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DE641283C true DE641283C (de) 1937-01-26

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