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Verfahren zum Herstellen von stückigem Brennstoff aus Feinkohle Bei
der Gewinnung und Förderung von Kohle ist der Anfall von Feinkohle unvermeidbar.
Da bekanntermaßen die Absatzmöglichkeiten für Feinkohle nur gering sind, diese Kohlensorte
infolgedessen auch nur zu niederen. -Preisen verkäuflich ist, so stellt die Feinkohle
eine unerwünschte Wertminderung der Gesamtförderung dar. Das Feinkorn der Magerkohlen
gewinnt nun durch Überführung in stückige Form mittels Brikettierung Wert und Verkaufsfähigkeit.
Auch bei den Fett- und Gaskohlen. besteht an -sich die Möglichkeit, die Feinkohle
durch Verkokung auszunutzen. Für die nach diesem' Verfahren gewonnenen. Mengen an
Briketten und Koks sind aber zeitweise keine Abnehmer vorhanden, so daß die Zechen
gezwungen sind, entweder die Brikette bzw. den Koks oder die Feinkohle zu stapeln.
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Verstärkt werden diese Schwierigkeiten der Sortenverwertung noch dadurch,
daß je nach den Konjunkturschwankungen der Markt in erhöhtem Maße für bestimmte
Kohlensorten Bedarf zeigt, der aus der normalen Forderung nicht voll befriedigt
werden kann. Die Förderung müßte daher entweder verstärkt werden, was jedoch ekle
unerwünschte Erhöhung der Bestände an . weniger verlangten Sorten, insbesondere
auch an Feinkohle, zur Folge hat, oder die Zechen sehen sich genötigt, die fehlenden
Nußmengen durch Zerkleinerung hochwertiger, aber augenblicklich schlecht absetzbarer
NuBsorten zu schaffen. Die durch die Absatzbedingungen geschaffene Lage in der Kohlenindustrie
ist daher derart, daB das - Sortenproblem in den Vordergrund des Interesses gerückt
ist.
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Zur Lösung dieses Problems wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, aus
der Feinkohle durch,:- Brikettierung PreBlinge herzustellen und diese durch Weiterbehandlung
in ein den natürlich anfallenden Nwßsorten ähnliches. Gut umzuwandeln. Die Brikette
können hierbei nach beliebigen Verfahren hergestellt werden, z. B. mit oder ohne
Bindemittel -heiß öder kalt gepreßt werden. Die Form der Brikette ist an sich gleichgültig.
Es lassen sich die bekannten Eier-, Kissen-; Koffer-, Stückbrikette usw. verwenden,
jedoch wird man solche Formen. als besonders-geeignet bevorzugen,- die bei der Weiterbehandlung
Beinen - Höchstanfall- an - nußälinliehen Sorten. gewährleisten-.
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Die Weiterbehandlung kann auf beliebige Weise erfolgen, soweit dadurch
nur die Möglichkeit gegeben ist, die Brikette in ein den handelsüblichen Nußsorten
ähnliches Gut überzuführen. Zweckmäßig wird man- sie etwa auf Stachelwalzwerken
zerkleinern und anschließend klassieren. Die unmittelbare Aufeinanderfolge der einzelnen
Arbeitsgänge soll kein ausschlaggebendes Merkmal des Erfindungsgedankens
sein.
Es ist mitunter sogar vorteilhaft, die Brikettierung und Weiterbehandlung örtlich
bzw. zeitlich voneinander zu trennen.
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Die durch die Erfindung erzielbaren V@o teile sind mannigfacher Art.
Der Wert des;, Feinkohlen wird gesteigert, indem die Brt#" kettnüsse zu Preisen
verkauft werden können, die denen für gleichartige Kohlennußsorten entsprechen oder
nahekommen. Denn durch ihre muhe, den natürlichen Nüssen ähnelnde Beschaffenheit
der ,äußeren Form und demzufolge besseren Entzündbarkeit werden sie von den Verbrauchern
eher - abgenommen werden als die glatten Brikette. Die Hersteller dieser Brikettnüsse
sind daher in die Lage versetzt, bei verstärkter Nachfrage nach bestimmten Nußsorten
einen Teil des Bedarfs aus ihren Feinkohlenvorräten decken zu können. Diese Maßnahme
hat wiederum zur Folge, daß die gesamte Grubenförderung sich nicht einzelnen Forderungen
anzupassen, braucht, sondern -allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten stehen
kann. Die Koks- und Briketterzeugung kann zuzeiten schlechter Konjunktur auf das
notwendige Maß beschränkt werden, da die überschüssige Feinkohle nicht mehr eiü
lästiges Abfallprodukt ist, sondern sofort und vollwertig in den Produktionsprozeß
eingereiht wird.
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Zur Ausführung des Veffahrens sind u. a. zwei Wege gangbar, deren
Benutzung durch Zweckmäßigkeitsgründe bestimmt ist. Eine innerhalb eines Kohlenreviers
gelegene Zeche wird beispielsweise die Feinkohle brikettieren und unmittelbar daran
'anschließend die gewonnenen Brikette in die einzelnen Nußsorten überführen, wenn
es sich um den Absatz im Revier handelt. Infolge ihrer Lage innerhalb eines großen
Absatzgebietes ist sie als Erzeugerin und Großlieferantin imstande, sich einen fortlaufenden
Absatz zu sichern.
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Hingegen liegen die Verhältnisse bei einer vom Gewinnungsort der Kohle
-entfernt gelegenen. Kohlenhandelsgesellschaft nicht so einfach. Da sie sich nur
auf einen kleineren Kundenkreis verschiedenster Art stützen kann, so ist sie- gezwungen,
sich den Wünschen ihrer Kundschaft weitestgehend anzupassen. Während der eine Kunde
eine bestimmte Menge der einen Nullsorte verlangt, hat der andere gerade für eine-
andere Verwendung. Das Verfahren gemäß der Trf ndung setzt :die Handelsgesellschaft
nun in einfacher Weise 'in die Lage, diese Bedürfnisse zu befriedigen, ohne ein-
großes Lager der verschiedensten Nußsarten zu unterhalten. Für sie es daher zweckmäßig,
von den Zechen `@uS- nur die Brikette fortlaufend zu beziehen, si'e...dann je nach
Bedarf vom Lager zu ent-,..riehmen und etwa auf Stachelwalzwerken auf die gerade
verlangten Nußsorten zu brechen. Diese Arbeitsteilung, Herstellung der Brikette
auf der Zeche und Weiterbehandlung der Brikette beim Kohlenhändler, ist überhaupt
dann von besonderem Vorteil, wenn die Grenzen der handelsüblichen N ußklassierungen
schwanken. In jedem Fall kann durch einfache Änderungen des Brechwerkes den Wünschen
der Kundschaft sofort entsprochen werden.
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Zur Herstellung von festen Briketten ohne Bindemittel ist es bekanntgeworden,
die Verfestigung stufenweise derart zu bewerkstelligen, daß die Brikette nach dem
Pressen wieder auf eine Korngröße von etwa 12,5 X 1215 mm und darunter gebrochen
und die vorverdichteten Stücke erneut gepreßt werden. Dieses Verfahren wird so lange
wiederholt, bis die. Brikette festgenug sind. DasVerfahren gemäß Erfindung setzt
demgegenüber erst dann ein, wenn das bekannte Verfahren beendet ist. Die Voraussetzung
für das neue Verfahren ist das Vorhandensein fester Brikette, und das Erzeugnis
sind den natürlichen Kohlen ,ähnliche Brikettstücke, denen die Herkunft von den
Briketten kaum anzusehen ist, geschweige denn, daß sie mit der Brikettform überhaupt
noch etwas gemein haben.
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Es ist auch bereits bekannt, .Kohle in Ringwalzenpressen zu einem
zusammenhängenden Strang zu v erpressen, diesen dann in Einzelbrikette zu zerbrechen-
und den dabei anfallenden Grus durch Absieben auszuscheiden. Der Gegenstand der
Erfindung unterscheidet sich von diesem bekannten Verfahren insbesondere dadurch,
daß die fertigen Brikette in Stücke gebrochen und diese Bruchstücke in verschiedene
Kornklassen zerlegt werden.