DE641506C - Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern - Google Patents
Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden WechselrichternInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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- H02M7/42—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal
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Description
Bekanntlich Ist es bei mit gittergesteuerteai
Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern in Parallelanordnung im
allgemeinen nicht möglich, den Wechselrichter allein mit der Gittersteuerung abzuschalten;
vielmehr sind außerdem Schalteingriffe in den
Hauptstromkreisen erforderlich» Hingegen bereitet das Einschalten von Wechselrichtern
mittels der Gittersteuerung nicht die geringsten Schwierigkeiten und ist bereits mit Erfolg
durchgeführt -worden. Es ist nun erwünscht, auch den Abschaltvorgang bei
Wechselrichtern mittels der Gittersteuerung durchzuführen. Besondere Bedeutung hat eine
ig solche Maßnahme für Wechselrichter, die
auf ein Wechselstromnetz ohne taktgebende Spannung arbeiten, bei denen also das ordnungsmäßige
Arbeiten im allgemeinen durch die Einfügung eines Eommutierungskondensators sichergestellt ist. Wechselrichter dieser
Art kommen in Frage für die Speisung von elektrischen Verbrauchern, die für Wechselstromnietzanschluß
gebaut sind, aber in einem Gleichstromnetz verwendet werden sollen, beispielsweise
Haushaltapparate von mit Niederspannung betriebenen Beleuchtungsanlagen bei Gleichstrombahnen mit Spannungen von
etwa 500 Volt an aufwärts usw. Für diese: Wechselrichter kommt im allgemeinen aussetzender
Betrieb in Frage, d.h. es ist haufiges Ein- und Ausschalten erwünscht.
Untersuchungen am Wechselrichter in ParaEelanordnung
haben nun gezeigt, daß es bei Erfüllung bestimmter Bedingungen möglich ist, eine Abschaltung allein durch die Gittersteuerung
vorzunehmen. Die Herstellung dieser für eine Abschaltung vorauszusetzenden Betriebsbedingungen kann erfindungsgemäß
in verschiedener Weise erfolgen. Bei Wechselrichtern, die in Gemeinschaft mit anderen 4„
Energiequellen das Wechselstromnetz speisen, deren Arbeitsfrequenz also fest gegeben ist,
wird zunächst der Wechselstromkreis derart beeinflußt, daß die Schwingungsdauer des
abgegebenen Wechselstromes verringert wird. Hierzu sind in den Hauptstromkreisen verschiedene
Möglichkeiten vorhanden. Beispielsweise kann die Kapazität des Kommutierungskondensators,
sofern ein solcher vorhanden ist, verkleinert werden, oder es kön- j0
nen die Induktivitäten des Hauptstromkreises verringert werden. In beiden Fällen wird die
Eigenfrequenz des von den Hauptstromkreisen .gebadeten Schwingungskreises erhöht.
Eine andere Möglichkeit zur Verkleinerung der Schwingungsdauer ist die Dämpfungsminderung, welche in einfachster Weise durch
eine vorübergehende Verkleinerung der Be-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Theodor Fecker in Stuttgart,
" lastung erzielt werden kann. Durch eine dieser genannten Maßnahmen oder auch durch
gleichzeitige Anwendung mehrerer Eingriffe in den Hauptstromkreisen kann man nun er-·
5 reichen, daß der Strom in jeder Entladunga.-: I; Wechselrichter die betriebsmäßige Speisung
strecke bereits vor dem Kommutierungsvor-.-J^/ies. .Verbrauchers durchführt, und eine zweite
gang den Wert Null erreicht. Nunmehr kann«-|.vniedrigere' Frequenz vorgesehen ist, die in
leuchtungsanlagen, auf Schalteingriffe in den Hauptstromkreisen verzichten und den Wechselrichter
in der Weise auslegen, daß eine !.normale Betriebsfrequenz besteht, bei der der
die eigentliche Abschaltung ohne weiteres allein dadurch erfolgen, daß sämtliche Gitter
auf Sperrpotential gebracht werden.
Der erwähnte Fall der Dämpfungsänderung kommt z. B. dann in Frage, wenn neben anderen
Verbrauchern, die dauernd an das Wechselstromnetz angeschlossen sind, Indukig
tionsmotoren, die nur zeitweise in Betrieb sind, wie es beispielsweise bei elektrischen
Kühlschränken der Fall ist, gespeist werden; man kann dann den Wechselstromkreis des
Wechselrichters derart auslegen, daß bei abgeschaltetem Motor die Bedingungen für die
Schwingungsdauer des Stromes gemäß der Erfindung erfüllt sind, so daß unmittelbar
anschließend an die Abschaltung des Motors der Wechselrichter allein durch Sperrung der
Steuergitter abgeschaltet werden kann; vorteilhaft wird man hierbei den Motorschalter
mit einem entsprechenden Schalter in den Gitterkreisen, der beispielsweise eine zusätzliche
negative Spannung zu- oder abschaltet, derart kuppeln, daß kurz nach der Abschaltung
des Motors die Einschaltung des Sperrpotentials im Gitterkreis erfolgt.
Bei Wechselrichtern, welche allein ein Wechselstromnetz speisen, d.h. bei selbstgeführten
Wechselrichtern, können die für die Abschaltung notwendigen Betriebsbedingungen natürlich grundsätzlich in gleicher Weise,
wie oben geschildert, hergestellt werden. Jedoch gibt es in diesem Fall gemäß der Erfindung
noch eine einfachere Möglichkeit der Einflußnahme, welche in einer Änderung der Steuerfrequenz besteht. Wird nämlich die
Steuerfrequenz eines selbstgeführten Wechselrichters bei unverändert belassenen Betriebsbedingungen
im Hauptstromkreis erniedrigt, so erreicht man dadurch, daß die Kapazitäten des vom Hauptstromkreis gebildeten
Schwingungskreises gewissermaßen zu klein werden; die durch die Eigenfrequenz des
Hauptstromkreises bestimmte Stromschwingung verschwindet frühzeitig, bezogen auf die
nunmehr eingestellte Steuerfrequenz, d.h. es entsteht dann ein »Kickender Betrieb« des
Wechselrichters. Sowie dieser Betriebsfall jedoch eintritt, kann die eigentliche Abschaltung
wieder durch Anlegung eines Sperrpotentials an die Gitter erfolgen. Man kann
also gerade in Fällen, in denen die Arbeitsfrequenz des Wechselrichters für den Verbraucher
belanglos ist und weitere Energiequellen nicht vorhanden sind, z. B. bei Beeinfacher
Weise durch Ändern eines Scheinwiderstandes im Steuerkreis hergestellt werden kann. Bei dieser sollen die Strombedingungen
im Sinne vorliegender Erfindung erfüllt sein, was durch entsprechende Bemessung der einzelnen Elemente des Wechselstromkreises
ohne weiteres sichergestellt werden kann. Nach Herstellung dieser höheren Frequenz kann die Abschaltung mittels der
Gitter vorgenommen werden.
Bei einer bewährten Ausführungsform im Sinne vorliegender Erfindung handelt es sich
um einen Induktionsmotor, der mit einem Emphasenwechselrichter unmittelbar, d. h.
ohne Schalter, gekuppelt ist. Als Wechselrichterhaupttransformator
ist ein Transformator vorgesehen, der derart gesättigt ist, 8g daß dem Induktionsmotor eine sinusförmige
Spannung und ein sinusförmiger Strom zugeführt werden. In diesem Fall läßt sich die
Abschaltung in folgender Weise durchführen: Ein während des normalen Betriebes offener
Schalter, der mit Vorkontakten versehen ist, ändert zunächst beim Bewegen der Schaltmesser
mittels der Hilfskontakte einen Scheinwiderstand im Steuerkreis und dadurch die Frequenz des Wechselrichters (die Änderung
kann in den Gitterkreisen oder im Primärkreis des Gittertransformators vorgenommen
werden) und alsdann die Gitterspannungen derart, daß keine weiteren Entladungsstrecken
mehr leitend werden. In diesem Fall ist bei normalem Betrieb der dem Wechselrichter
zugeführte Strom Jw stark gewellt (vgl. Zeichnung)
und würde, wenn im Zeitpunkt t2 der Kommutierungsvorgang verhindert wird, den
Wert Null annehmen. Legt man also im Zeitabschnitt ^1... t2 an die Gitter Sperrpotential,
so wird kurz nach dem Zeitpunkt ts der dem Wechselrichter zugeführte Strom /„, und damit
auch der Entladungsstrom in der zuletzt brennenden Entladungsstrecke erlöschen. Ein no
erneutes Leitendwerden der Entladungsstrecken ist nicht möglich, da an den Gittern
Sperrpotential liegt. Ein solches Sperrpotential kann z. B. über den Schalter von einer
Batterie geliefert werden. Zweckmäßigerweise wird man dabei die Anordnung derart treffen,
daß in der Verbindungsleitung von der Mittelanzapfung der Sekundärwicklung des Gittertransformators
zur Kathode ein Widerstand angeordnet ist, an dem während des normalen Betriebes, wo der Schalter geöffnet ist, im
wesentlichen keine Spannung liegt, an dem
aber beim Schließen des Schalters die bereit gehaltene negative Spannung zur Auswirkung
gelangt, so daß dadurch der Wechselrichter abgeschaltet wird. Vorzugsweise wird der
Schalter in Abhängigkeit von anderen Bedingungen gesteuert werden, z. B. in Abhängigkeit
von der Temperatur (Kühlschrank) oder von der Zeit (Beleuchtungsanlagen).
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern in Parallelanordnung, welche das Wechselstromnetz in Gemeinschaft mit anderen Energiequellen speisen, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Schwingungsdauer des vom Wechselrichter abgegebenen Stromes derart verringert wird (Verkleinerung etwa vorhandener Kommutierungskapazitäten, Verringerung der Induktivitäten in den Hauptstromkreisen, Dämpfungsminderung durch Lastverkleinerung), daß der Strom in der zuletzt brennenden Entladungsstrecke bereits vor dem normalen Kommutierungszeitpunkt den Wert Null erreicht, und daß alsdann die eigentliche Abschaltung mittels der Gitter erfolgt, indem sämtliche Gitter auf Sperrpotential gehalten werden.
- 2. Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern in Parallelanordnung, welche allein ein Wechselstromnetz speisen, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die Schwingungsdauer des abgegebenen Wechselstromes bei gleichbleibender Steuerfrequenz mit den in Anspruch 1 angegebenen Mitteln verringert wird, oder daß durch Verringerung der Steuerfrequenz bewirkt wird, daß der Strom in jeder Entladungsstrecke bereits vor dem normalen, der verringerten Arbeitsfrequenz entsprechenden Kommutierungszeitpunkt den Wert Null erreicht bzw. bei verhindertem Kommutierungsvorgang den Wert Null erreichen würde, und daß alsdann die Abschaltung mittels der Gitter erfolgt, indem sämtliche Gitter auf Sperrpotential gehal-, ten werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA69538D DE641506C (de) | 1933-05-21 | 1933-05-21 | Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA69538D DE641506C (de) | 1933-05-21 | 1933-05-21 | Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE641506C true DE641506C (de) | 1937-02-03 |
Family
ID=6945006
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA69538D Expired DE641506C (de) | 1933-05-21 | 1933-05-21 | Verfahren zum Abschalten von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE641506C (de) |
-
1933
- 1933-05-21 DE DEA69538D patent/DE641506C/de not_active Expired
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