DE64279C - Verfahren und Vorrichtung zur keimsicheren Auffüllung, Aufbewahrung, Versendung und Abfüllung von Gase nicht absorbirenden Flüssigkeiten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur keimsicheren Auffüllung, Aufbewahrung, Versendung und Abfüllung von Gase nicht absorbirenden FlüssigkeitenInfo
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- F17C13/00—Details of vessels or of the filling or discharging of vessels
- F17C13/002—Details of vessels or of the filling or discharging of vessels for vessels under pressure
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf ein Versandgefäfs für Gase nicht
absorbirende Flüssigkeiten und bezweckt, solche Flüssigkeiten in einem Gefäfs, in welchem mittelst
eines geeigneten Hahns ein bestimmter Ueberdruck erzeugt wird, zu transportiren, um
auf diese Weise einmal eine Verunreinigung (Reinfection) der zu versendenden Flüssigkeiten
von aufsen sowohl während des Befüllens und des Transportes, als auch während des Abfüllens
auszuschliefsen und ferner das Abfüllen bezw. Entleeren des Versandgefäfses schnell
und selbstthätig bewirken zu können, selbst dann, wenn es sich um Abfüllen dickflüssiger
Substanzen handelt.
Um den Ueberdruck in dem Versandgefäfs zu erzeugen, leitet man vor Einführung der
zu versendenden gasarmen Flüssigkeit in das Versandgefäfs ein reines bezw. steriles Gas
oder Gasgemisch und drückt alsdann erst die zu versendende gasarme Flüssigkeit in das Versandgefäfs.
Der Ueberdruck im Innern des Gefäfses wird so bemessen, dafs einmal eine Verunreinigung von aufsen unmöglich, und
dafs ferner der Ausflufs selbst dickflüssiger Substanzen beim Abfüllen rasch von Statten
geht. _ .
Es ist jedoch auch möglich, den Gasüberdruck im Gefäfs dadurch zu erzeugen, dafs,
wenn genügemder Raum freigelassen wird, auch nach dem Befüllen mit Flüssigkeit Gas
eingeprefst wird.
Das den Gasüberdruck bewirkende Gas oder Gasgemisch mufs nicht notwendigerweise in
dasselbe Gefäfs, wie die Flüssigkeit hineingeleitet werden, sondern es kann dafür ein besonders
im Flüssigkeitsversandgefäfs befindliches und mit dem letzteren fest verbundenes Gasgefäfs
angeordnet werden.
Die Verbindung dieser beiden in einander angeordneten Gefäfse geschieht durch besondere
Verschlüsse, welche selbstthätig wirken, oder welche man von aufsen handhaben kann, um hierdurch die Flüssigkeit in beliebiger
■ und gewünschter Weise während des Versandes und während des Abfüllens durch Einströmen des comprimirten Gases
unter Druck setzen zu können und so eine Verunreinigung von aufsen während des Transportes
auszuschliefsen und eine keimsichere Abgabe der Flüssigkeit bewirken zu können.
Eine sich durch ihre Einfachheit und Zweckmäfsigkeit auszeichnende Ausführungsform des
neuen Versandgefä'fses wird durch die Fig. ι und 3 der beiliegenden Zeichnung im Höhen-
und Querschnitt veranschaulicht; Fig. 2 ist eine Draufsicht.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, besteht das Gefäfs aus einem äufseren und einem von
letzterem am besten ganz umschlossenen inneren Behälter. Der äufsere Behälter a
dient zur Aufnahme der Flüssigkeit, welche durch die Verschlufsvorrichtung c in denselben
eingeführt und auch wieder aus demselben entnommen wird. Der Mantel αJ des Gefäfses
ist über die Böden a2 und as so weit
verlängert, dafs eine Beschädigung der auf den B'öd'en befindlichen und zum Ablassen der
Claims (1)
- Flüssigkeiten erforderlichen Vorrichtungen während des Versandes nicht zu befürchten ist.Der äufsere Behälter α umschliefst zum Theil oder ganz den inneren Behälter b, welcher zur Aufnahme eines unter Druck stehenden gereinigten bezw. keimfreien Gases oder Gasgemisches dient. Behälter b wird gefüllt durch den auf dem Boden aB angebrachten Hahn d, während er mit dem äufseren Behälter α durch eine verschliefsbare OefFnung e in Verbindung steht.Die Oeffnung e wird durch ein Ventil f oder eine ähnliche Vorrichtung derart beeinflufst, dafs die im Behälter b enthaltene sterile Luft etc. beim Ausfliefsen der im Gefäfse a enthaltenen Flüssigkeit auf diese mehr oder minder stark drückt und so deren Abzapfung leicht und ohne Wirbelbewegung, vornehmlich aber auch absolut keimsicher bewirken läfst.g ist der Luftauslafs des Gefäfses a.Anstatt des Hahnes d und des Ventiles f können auch Vielweghähne bekannter Construction angeordnet sein, um durch die jeweilige Stellung dieser Hahnverbindung das Nachströmen des Gases während des Versandes und des Abfüllens der an sich gasarmen Flüssigkeit je nach Bedarf zu ermöglichen.Patent-Aνspruch:Verfahren zur keimsicheren Auffüllung, Aufbewahrung, Versendung und Abfüllung von Gase nicht absorbirenden Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dafs entweder vor, während oder 'nach dem Füllen eines Gefäfses mit Flüssigkeit, aber stets vor dem Versand, ein gereinigtes bezw. keimfreies Gas oder Gasgemisch in das Gefäfs eingeprefst wird, oder dafs ein ebensolches Gas oder Gasgemisch unter Druck in einem im Versandgefäfs angeordneten und an letzterem befestigten besonderen Gefäfs b eingeprefst wird, welches letztere nach Oeffnung einer selbstthätig wirkenden oder von aufsen zu handhabenden Abschlufsvorrichtung e (Hahn, Ventil etc.) sowohl während des Versandes, als auch während des Abfüllens Gas unter Druck einströmen läfst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64279C true DE64279C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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