DE642805C - Anordnung zur Umsteuerung ventilgesteuerter, kollektorloser Motoren beim UEbergang von Motorbetrieb in Generatorbetrieb - Google Patents
Anordnung zur Umsteuerung ventilgesteuerter, kollektorloser Motoren beim UEbergang von Motorbetrieb in GeneratorbetriebInfo
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- DE642805C DE642805C DEA78732D DEA0078732D DE642805C DE 642805 C DE642805 C DE 642805C DE A78732 D DEA78732 D DE A78732D DE A0078732 D DEA0078732 D DE A0078732D DE 642805 C DE642805 C DE 642805C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K29/00—Motors or generators having non-mechanical commutating devices, e.g. discharge tubes or semiconductor devices
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- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
Es ist bei kollektorlosen Stromrichtermotoren bekannt,-.dien Übergang von Motorin
Generatorbetrieb bzw. umgekehrt ohne Umschaltung in den Hauptstromkreisen auszuführen.
Es ist dazu beispielsweise nur nötig, zuerst die nach Art einer Gleichrichtersteueriung
arbeitende .netzabhängige Steuerung in die WechseMchterstellung !umzuschalten
bzw. den die Steuerung bewirkenden Drehnegier entsprechend zu verdrehen und anschließend
dann die nach Art einer Wechselrichtiersteuerung
arbeitende drehzahlabhängige, mit Rücksicht auf die Gegien-EMK des Motors
erfolgende Steuerung der Entladungsstrecken in die Gleichrichterbetriebsstellung
zu bringen, beispielsweise durch entsprechendes Verdrehen der Bürsten des Steuerkommutators.
Dadurch ist dann die zuerst als Gleichrichtersteuerung arbeitende Teilsteuerung
(in obigem Beispiel der Drehregler) zur Wechselrichtersteuerung ,geworden und
die zuerst als' Wechselrichtersteuerung arbeitende Teilsteuerung (in obigem Beispiel der
Steuerkommiutator) zur Gleichrichtersteuerung.
Es muß dabei jeweils auf die richtige Reihenfolge der Umsteuerung geachtet werden,
derart, daß immer zuerst die Gleichrichtersteuierung
,und. dann erst die Wechselrichtiersteuerung'
lumgelegt wird. Die Umstevietfung erfolgt beispielsweise in Abhängigkeit
von dem Spannungsverhältnis: Netzspannung zu Maschinengegenspanniung oder
in Abhängigkeit von der Drehzahl oder ähnliche. Diese Art der Umsteuerung hat den
Nachteil, daß wähnend der Zeit bis zur Vollendung des Umstöuervorganges der Motor
praktisch überhaupt nicht in Betrieb ist. Er wird zwar nicht starkstromseitig abgeschaltet,
aber er ist infolge der Veränderung der Steuerungen auch nicht in der Lage, Arbeit
zu leisten oder Arbeit aufzunehmen. Dieser Nachteil wird durch die vorliegende Erfindung'
vermieden.
Nach dem neuen Vorschlag wird die Gesamteinrichtung des kollektorlosen Motors in
zwei selbständige Teile halber Leistung zerlegt. Diese beiden Einzelteile sind zwar mechanisch
wieder weitgehend vereinigt, so daß dadurch keine Verteuerung der Anlage ent-'
steht. Vor allem sind die beiden Arbeitswickhingen halber Leistung auf dem Ständer gemeinsam
angeordnet. Ferner sind sämtliche Transformatorwicklungen auf einem gemeinsamen
Kern untergebracht; desgleichen sind
*) Von dem Patentsucher ist als der Erßnder angegeben worden:
Max Stöhr in Berlin-Hermsdorf.
auch die Motorwicklungen örtlich vereinigt Die gittergesteuerten Anoden können alle in
einem einzigen Stromrichtgefäß !untergebracht werden. In elektrischer Hinsicht sind die
beiden Teilstromrichteranlagen vollkommen selbständig.
Die Abbildung gibt eine beispielsweise Schaltung eines solchen ia zwei selbständige
Teile unterteilten Stromrichtermiotors wieder, ίο Der erste Teüstromrichter besteht aus den Sekundärwicklungen
T2, T3, T1 des Transformators
T mit der Primärwicklung T1, der
Anodengruppe I des Stromrichtgefäßes G, der Kathodendrossel D1 und den Motorwicklungen
M1 des Stromrichtermotors M. Der zweite Teilstromrichter besteht dann aus den Sekundärwicklungen
T5, T61 T1, der Anodengruppe
II, der Kathodendnossel D2 und den Motorwicklungen M2- Jeder Teilstromrichter
ao erhält eine vollständige Gittersteuerungseinrichtung, bestehend aus dem Teil für die
Netzsteuerung (z. B. Drehregler) und dem Teil für die Motorsteuerung (z. B. Steiuerkommutator).
Beim Übergang von einer Betriebsart des Motors in die andere wird zunächst nur ein Teüstromrichter in der vorgeschriebenen
Weise mit Hilfe einer Gittersteuerung umgeschaltet, und erst nach erfolgter Umsteuerung des ersten Teilstromrichters
folgt der zweite nach, wenn es die Betriebsverhältnisse erfordern. Auf diese Weise wird mit Sicherheit vermieden, daß
während der Umsteuerung der Motor, wenn auch nur kurzzeitig, außer Betrieb ist.
Der Umsteuervorgang kann sich beispielsweise folgendermaßen abspielen: Es werde angenommen, daß zunächst Motorbetrieb vorliegt.
Wird der Motor mehr und mehr entlastet, beispielsweise auf 5 oder ioO/ö seiner
Nennlast, so wird der eine Teilstnomrichter bereits in die andere Betriebsart, d. i. in
vorliegendem Fall Generatorbetrieb, umgesteuert, so daß er sofort bereit ist, die etwa
vom Motor abgegebene Energie an das Drehstromnetz zurückzugeben. Erfolgt nun tatsächlich
eine Energierückgabe des Motors an das Netz über den einen Teüstromrichter und überschreitet die zurückgelieferte Energie
einen bestimmten Betrag (z. B. wieder 5 bis ioo/o des Nennstroms), so wird der andere
Teüstromrichter ebenfalls in die Generatorbetriebsschaltung umgesteuert. Der Motor
kann also jetzt mit seiner vollen Leistung als Generator betrieben werden. Die Zurückschaltung
in den Motorbetrieb erfolgt grundsätzlich genau so, nur daß jetzt die Reihenfolge
der Umschaltungen vertauscht wird. Der zuletzt von Motorbetrieb in Generatorbetrieb
umgeschaltete Teüstromrichter wird jetzt zuerst wieder in die Motorbetriebsschaltung
zurückgebracht, während der andere Teüstromrichter erst nachfolgt, wenn die Belastung
im Motorbetrieb einen bestimmten Wert erreicht hat.
Auf diese Weise wird erreicht, daß der Motor praktisch zu jedem Zeitpunkt für beide
Betriebsarten betriebsbereit ist. Die erfindungsgemäße Anordnung ist somit einer solchen
gleichwertig, bei der zwei getrennte Stromrichtgefäße vorgesehen sind, "von denen
das eine dauernd in der Gleichrichterschaltung und das andere dauernd in der Wechselrichterstellung
gesteuert wird. Gegenüber der letzteren Anordnung hat aber die Erfindung den Vbrteü, daß nur ein Stromrichtgefäß benötigt
und in den eigentlichen Arbeitsbereichen voll im Gleichrichter- bzw. Wechselrichterbetrieb
ausgenutzt wird. Die Vergrößerung der Zahl der Transformator- 'und Motorwicklungen sowie
die doppelte Anodenzahl bedeutet praktisch keine Vergrößerung der Typenleistung,
da die Belastung der einzelnen Wicklungen und Anoden auf die Hälfte herabgesetzt ist.
Die Erfindung gestattet also die Anwendung eines umsteuerbaren Motors mit bei
Normalbetrieb voll ausgenutzter Umformungseinrichtung auch in solchen Fällen, wo u.U.
wähnend des Umsteuerns plötzliche Belastungsstöße auftreten können und wo deshalb
bisher meist je ein besonderer, dauernd nur für eine Betriebsart betriebsbereiter
Stromrichter zur Verbindung des Motors mit dem Netz vorgesehen war.
Um wirklich elektrisch unabhängige Teüstromrichter zu erhalten, müssen die beiden
Motorarbeitswicklungen M1 und M2 voneinander
isolierte Sternpunkte erhalten. Auch erhält jeder Teilstromrichter zweckmäßig eine
besondere Kathodendrossel zur Glättung des der Motorwicklung M1 bzw. M2 zugeführten
Gleichstroms.
Es ist im Ausführungsbeispiel angenommen worden, daß die Umsteuerung in Abhängigkeit
von der Stromstärke erfolgt. Die Erfindung soll jedoch nicht hierauf beschränkt sein. Die Umsteuerung kann auch in Abhängigkeit
von der Spannung (z. B. in Abhängigkeit von dem Verhältnis der Netzspannung zur Motorgegenspannung) der
Leistung oder der Drehzahl u. dgl. erfolgen.·
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung zur Umsteuerung ventügesteuerter, kollektorloser Motoren beim Übergang von Motorbetrieb in Generatorbetrieb, und umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, daß der mit zwei gleichen, elektrisch getrennten Arbeitswicklungen arbeitende Motor über zwei gleichartige Gruppen von Entladungsstrecken gespeist wird, welche normalerweise beide entweder im Gleichrichterbetrieb oder imWechselrichterbetrieb !arbeiten, beim Übergang von einer Betriebsart in die andere jedoch derart nacheinander umgesteuert werden, daß unterhalb einer bestimmten, vorzugsweise durch den Strom, die Differenzspannung oder die Belastung gegebenen Grenze die eine Gruppe im Gleichrichterbetrieb, die andere Gruppe im Wechselrichterbetrieb betriebsbereit ist, so daß der Motor zu jedem Zeitpunkt des to Umsteuervorgangcs Leistung zu übertragen imstande ist.Hierzu I Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA78732D DE642805C (de) | 1936-03-06 | 1936-03-06 | Anordnung zur Umsteuerung ventilgesteuerter, kollektorloser Motoren beim UEbergang von Motorbetrieb in Generatorbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA78732D DE642805C (de) | 1936-03-06 | 1936-03-06 | Anordnung zur Umsteuerung ventilgesteuerter, kollektorloser Motoren beim UEbergang von Motorbetrieb in Generatorbetrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE642805C true DE642805C (de) | 1937-03-16 |
Family
ID=6947510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA78732D Expired DE642805C (de) | 1936-03-06 | 1936-03-06 | Anordnung zur Umsteuerung ventilgesteuerter, kollektorloser Motoren beim UEbergang von Motorbetrieb in Generatorbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE642805C (de) |
-
1936
- 1936-03-06 DE DEA78732D patent/DE642805C/de not_active Expired
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