DE644592C - Verfahren zur Bestimmung der Dichte einer Teilchenaufschwemmung mittels einer Schwimmwaage (eines Araeometers) und Schwimmwaage zur Dichtebestimmung - Google Patents
Verfahren zur Bestimmung der Dichte einer Teilchenaufschwemmung mittels einer Schwimmwaage (eines Araeometers) und Schwimmwaage zur DichtebestimmungInfo
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- G01N9/00—Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity
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Description
Zu den verschiedensten Zwecken, z. B. zur Bestimmung der Durchlässigkeit von, Bodenarten
für Dränarbeiten, der Mahlfeinheit von Zementen, der Teilchengröße von Kohlenstaub,
bedarf es einer Ermittlung der jeweiligen Korngrößen im betreffenden Stoff.
Diese Korngrößen werden u. a. aus den Ergebnissen wiederholter, in zeitlichen Abständen
mit der Schwimmwaage (dem Aräometer) vorzunehmender Bestimmungen der Dichte der Aufschwemmung ermittelt. Den Gegenstand
der Erfindung bildet ein Verfahren, um die für diesen Zweck erforderliche Dichtebestimmung
mittels der Schwimmwaage durchzuführen.
Die Dichtebestimmungen werden bisher
mittels der üblichen Schwimmwaage (dem Aräometer) so vorgenommen, daß man den Schwimmer in die Aufschwemmung ganz eintauchen
und das die Ableseskala tragende dünne Aufsatzröhrchen aus der Aufschwemmung nach oben herausragen läßt. Hierbei
ergeben sich aber große Ablesefehler. Einmal werden solche dadurch veranlaßt, daß
sich aus der Aufschwemmung Teilchen auch auf der Oberseite des Kopfes des Schwimmeirs
aufsetzen, weshalb man die Schwimmwaage nach jeder Ablesung herausnehmen und durch Abspülen reinigen muß. Aber
auch dadurch entstehen Ablesefehler, daß die Aufschwemmung in ihren den Schwimmer
und das Aufsatzröhrchen umgebenden Teilen je verschiedene Querschnitte besitzt, der Teilchenausfall aber bekanntlich durch
eine Querschnittsänderung der Aufschwernmung beeinflußt wird.
Diese Nachteile sind bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren
dadurch vermieden, daß man auf die Teilchenaufschwemmung
eine klare, durchscheinende Flüssigkeit von geringerem spezifischem Gewicht als demjenigen der Teilchenaufschwemmung
in solcher Schichtdicke aufbringt, daß sich in der aufgeschichteten
Flüssigkeit noch der obere Teil des eigent- *5 liehen Schwimmkörpers befindet.
Unter »klar« wird eine solche Flüssigkeit verstanden, die keine Schwebestoffe enthält,
die zu Boden sinken könnten. Um die Stellung des Schwimmerkopfes beobachten zu
können, muß die Flüssigkeit durchscheinend sein. Als Flüssigkeiten eignen sich beispielsweise
Paraffinöl, Benzol, Xylol u. a. m. Dadurch,
daß der Kopf des Schwimmers sich ständig in der klaren Flüssigkeit befindet, können sich auf ihm keine absinkenden Teilchen
absetzen, und auch Querschnittsänderungen der Aufschwemmung sind bis zum
unteren Ende des Schwimmers vermieden.
Die beiden Figuren der Zeichnung sollen
zur näheren Erläuterung des Verfahrens dienen. In beiden Fällen ist ι das Meßgefäß,
2 die Teilchenaufschwemmung, 3 die sie überlagernde Flüssigkeit, 4 der Schwimmer und 5
die Ableseskala ia. Im Fälle von Fig. 1 ist
die Ableseskala 5 am Kopfe des Schwimmers 4 und im Falle von Fig. 2 an einem vonf'
Kopf des Schwimmers 4 nach oben in die Luft ragenden dünnen Aufsatzröhrchcn 6 vorgesehen.
Der Kopf des Schwimmers 4 wird in beiden Fällen von der die Teilchenaufschwemmung
2 überlagernden Flüssigkeit 3 umschlossen.
Die Schwimmwaage kann auch mit einer Marke am Kopf oder am Aufsatzröhrchen
versehen sein, deren Abwärtsbewegung bei der Dichteänderung der Aufschwemmung durch ein Kathetometer beobachtet oder
durch eine Mikrometerschraube gemessen
ao werden kann.
Beispiel einer Dichtebestimmung
Ist G das Gewicht der Schwimmwaage, F der Querschnitt des Schwimmers, H seine
as Gesamtlänge, h seine Länge in der übergelagerten
Flüssigkeit, ρ das mittlere spezifische Gewicht der vom Schwimmer verdrängten
Teilchenaufschwemmung, s das spezifische Gewicht der übergelagerten klaren Flüssig keit,
so ist bei der Anordnung gemäß Fig. 1 das Gewicht der Schwimmwaage gleich dem
Gewicht der verdrängten Teilchenaufschwemmung zuzüglich des Gewichtes der verdrängten
übergelagerten Flüssigkeit, also Q = F (H — h) p~\-Fhs,
woraus sich das mittlere spezifische Gewicht der verdrängten
nach der Formel
nach der Formel
Teilchenaufschwemmung
G—Fhs F(H-K)
' berechnen läßt.
;- Die Formel für die Dichtebestimmung im Falle der Anordnung gemäß Fig. 2 ist verwickelter,
weshalb die Anordnung nach Fig. 1 zweckmäßiger ist.
Das neue Verfahren ist durch seine Einfachheit, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit
den bisher bekannten Dichtebestimmungen für die Ermittlung der Korngrößen erheblich
überlegen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur. Bestimmung der Dichte einer Teilchenaufschwemmung mittels einer Schwimmwaage (eines Aräometers), dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Teilchenaufschwemmung eine klare, durchscheinende Flüssigkeit von geringerem spezifischem Gewicht als demjenigen der Teilchenaufschwemmung in solcher Schichtdicke aufbringt, daß sich in der aufgeschichteten Flüssigkeit noch der obere Teil des eigentlichen Schwimmkörpers befindet.
- 2. Schwimmwaage mit stetngelloeem Schwimmkörper zur Bestimmung der Dichte einer Teilchenaufschwemmunig gemäß Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der stengelloee Schwimmkörper (4) an seinem oberen Teil die Ableseskala (5) oder eine Ablesemarke trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ22592D DE644592C (de) | 1935-07-02 | 1935-07-02 | Verfahren zur Bestimmung der Dichte einer Teilchenaufschwemmung mittels einer Schwimmwaage (eines Araeometers) und Schwimmwaage zur Dichtebestimmung |
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|---|---|
| DE644592C true DE644592C (de) | 1937-05-08 |
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ID=7625685
Family Applications (1)
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| DEZ22592D Expired DE644592C (de) | 1935-07-02 | 1935-07-02 | Verfahren zur Bestimmung der Dichte einer Teilchenaufschwemmung mittels einer Schwimmwaage (eines Araeometers) und Schwimmwaage zur Dichtebestimmung |
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1935
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