DE644833C - Zangenartiges Werkzeug zur Herstellung einer Verbindung der ueberlappenden Enden von Metallbandumschnuerungen - Google Patents
Zangenartiges Werkzeug zur Herstellung einer Verbindung der ueberlappenden Enden von MetallbandumschnuerungenInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65B—MACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
- B65B13/00—Bundling articles
- B65B13/18—Details of, or auxiliary devices used in, bundling machines or bundling tools
- B65B13/24—Securing ends of binding material
- B65B13/34—Securing ends of binding material by applying separate securing members, e.g. deformable clips
- B65B13/345—Hand tools
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Description
Zum Verbinden der sich überlappenden Enden von Metallbandumschnürungen sind
zangenartige Werkzeuge bekannt, deren Verformungsbacken an den Enden im Werkzeugköpfe
gelagerter Winkelhebel sitzen, die von als Winkelhebel ausgebildeten Handhebeln oder Zangenschenkeln bewegt werden. Auch
kennt man bereits solche Werkzeuge mit spreizgelenkartigen Verbindungen.
Die bisherigen Werkzeuge dieser Art tragen aber den Besonderheiten des Arbeitsvorganges
nicht genug Rechnung, bei dem zunächst mit verhältnismäßig geringem Kraftaufwande die
Backen an das Metallband aus der voll ausgespreizten Lage der Backen herangebracht
werden, worauf ziemlich unvermittelt ein hoher Kraftbedarf für das Verformen der Metallbänder
aus der ursprünglich ebenen Form auftritt, der bei der weiteren Verformung wieder
ao abnimmt, um schließlich namentlich bei der endgültigen quetschenden Zusammenpressung
des gebildeten Falzes wieder anzusteigen. Bei den bisherigen Werkzeugen wird für den vorerwähnten
Leerhubteil und für die Stadien relativ geringen Widerstandes der Bandenden bei der Verformung zuviel vom Hube der
Handgriffe verbraucht, so daß zur Überwindung der oben erwähnten zeitweiligen hohen
Widerstände mit hoher Übersetzung nicht genug vom Handhebelwege übrigbleibt.
Auch sind die bisherigen Werkzeuge vielfach so ausgebildet, daß in Widerspruch zu den
natürlichen Voraussetzungen vom Arbeiter ein größerer Kraftaufwand bei weit ausgespreizten
Handgriffen oder auch ganz am Schlüsse des Arbeitsvorganges verlangt wird. Das Aufwenden
großer Kraft an weit ausgespreizten Zangenhebeln ist für den Arbeiter zu ermüdend,
und den großen Kraftaufwand am Ende des ganzen Arbeitsspiels wird er aus Bequemlichkeit
vielfach unterlassen, was mangelhafte Verbindungen ergibt.
Auch mußten die bisherigen Werkzeuge dieser Art zur Erzielung auch nur einigermaßen
befriedigender Ergebnisse für größere und stärkere Verbindungen sehr groß und schwer ausgeführt werden.
Bei manchen Werkzeugen dieser Art war auch ein Verwürgen des Werkzeuges durch
übergroße und ungünstig einwirkende Augenblickskräfte leicht möglich.
Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile durch die Verwendung von Lenkern, deren
Zapfen Kreisbogen beschreiben, zum Antrieb des zwischen die Winkelhebelgriffe und
WinkelhebelbacTsen eingeschalteten Spreiz-
lenkerwerks. Dadurch wird das Bewegungsverhältnis zwischen den Griffen und den
Backen richtig auf die leistende Arbeit abgestimmt. Zu Beginn der Handgriffbewegung
stehen die vorerwähnten Lenker etwa in eirtefr Linie, und die Hebel des Spreizlenkerwerlte*1
stehen etwa rechtwinklig aufeinander und1 etwa rechtwinklig auf den von ihnen erfaßten
Armen der Backenhebel. Dadurch wird erreicht, daß schon ein relativ kleiner Teil der
anfänglichen Handgriffbewegung zum ohne Widerstand erfolgenden Heranbringen der
Backen an das Metallband ausreicht und viel Handhebelhub für die Augenblicke hohen Verformungswiderstandes
übrigbleibt, in denen wiederum das Spreizlenkerwerk eine zur Erzielung hoher Kraftübersetzung günstige Lage
nahe der Strecklage hat.
Bei der nachstehend näher beschriebenen bevorzugten Ausführungsform wird der etwas
oberhalb der Klemmbackenenden angeordnete Preßblock von den beiden Backendrehzapfen
getragen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch
dargestellt.
Abb. ι zeigt das Verbindungswerkzeug in der Seitenansicht bei der Arbeitsstellung.
Abb. 2 ist eine vergrößerte Seitenansicht mit Teilschnitt, wobei die eine Seitenplatte
weggenommen ist und die Backen in weit offener Lage sind.
Abb. 3 ist ein Teillängsschnitt mit den Backen in der Deformationsstellung.
Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 3.
Abb. 5 zeigt eine mit dem neuen Werkzeug hergestellte Verbindung im Grundriß.
Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 9-9 der Abb. 5.
Die Handgriffe 10 bilden mit Armen 11 Winkelhebel, die auf Zapfen 12 zwischen
Seitenplatten 13 drehbar sind. Die Zapfen tragen Muttern 15. Die Arme 11 sind unter
*5 sich gleich und jeder ist an dem einen Ende bei 16 auf der einen Seite abgesetzt, während
die andere Seite sich winklig fortsetzt und sich in zwei Lageraugen 17 gabelt. Zwischen diesen
sind Lenker 18 mittels Zapfen 19 angelenkt. Diese Lenker greifen an einem gemeinsamen
Zapfen 20 an, der in Schlitzen 21 der Seitenplatten 13 geführt ist und Unterlagscheiben 22
mit Haltesplinten 23 trägt. An dem Zapfen 20 greifen Lenker 24 an (Abb. 3), deren durchbolzte
innere Teile 25 von geringerer Dicke aneinanderliegen und deren äußere Enden an den
Hebeln 30 mit den Backen 31 mittels der Zapfen 32 angreifen und zwischen die Gabelungen
29 der von den Backen 31 winklig nach außen gehenden Arme 30 eingepaßt sind. In
Gabeln der Arme 30 wird ein Preßblock 33 von den Zapfen 34 der Backen 31 gleich weit
entfernt von den Seitenplatten 13 zu ihnen parallel und in Flucht mit in den Seitenplatten
^Vj1 vorgesehenen Aussparungen 35 gehalten,
..τ|ί<>
das Verschlußband aufnehmen. Durch •rpieses Spreizlenkerwerk kann große Kraft auf
' die Backen ausgeübt werden.
Zwecks Herstellung einer Verbindung nach Art der Abb. 5 und 6 haben die Backen 31 7«
Nasen 37 und zylindrische Deformierstifte 38, die teilweise in Bohrungen 39 liegen und je
eine vorwärtsgerichtete, quer zu den Backen gekrümmte Deformierfläche 40 neben der inneren
Fläche der Backennase 37 haben. Löcher 43 der Backen gestatten ein Herausschlagen
der Stifte.
Das Werkzeug wird über den durch das Band S zu umschnürenden Gegenstand O gestellt
(Abb. 1). Die Enden des Bandes über- ·ο lappen einander mit oder ohne eine über sie
gelegte Hülse M. Die Handgriffe 10 und dadurch die Backen werden dann in die Stellung
nach Abb. 2 gespreizt. Die überlappenden Enden des Bandes werden dann zwischen die
Backen gefaßt (Abb. 1) und die Handgriffe in der aus Abb. 1 und 3 ersichtlichen Weise zusammenbewegt,
bis ihre Anschläge 44 sich berühren. Nähern sich dabei die Backen einander, so greifen zunächst die Nasen 37 unter 9«
die Bandenden und die Hülse und sichern sie gegen Verschiebung, worauf die Deformierstifte
die Ränder der Bandenden und einer etwaigen Hülse zusammenpressen und den
Verschluß nach Abb. 5 und 6 ausbilden sowie hierbei die Verbindungsstelle auf den Preßblock
33 bringen und so die Bandenden und die Hülse miteinander in Berührung halten.
Werden die Handgriffe in der aus Abb. 1 und 3 ersichtlichen Art gegeneinander in die »oo
Deformationsstellung gebracht, so schwingen die Arme 11, 17, schieben die Lenker 18 vorwärts
und verschieben den Stift 20 vom hinteren oder inneren Ende (Abb. 2) der Schlitze
21 zum vorderen Ende (Abb. 1 und 3). Diese »05
Bewegung wird auf die Backen durch die Lenker 24 übertragen, welche aus einer im
wesentlichen rechtwinkligen Stellung zueinander (Abb. 2) in eine im wesentlichen gestreckte
Stellung übergehen. Dabei gehen die »*o
Arme 30 auswärts und schwingen die Backen gegeneinander.
Bei Beginn der Hochkantfalzung des Bandes ist die erforderliche Kraft am größten, und die
Kurve des Kraftbedarfs erreicht schnell einen U5
Höchstpunkt. Dann geht sie je nach Breite und Stärke des Metallbandes und der Hülse
zurück. Dann nimmt die Kraft in einer im wesentlichen gleichmäßig und verhältnismäßig ,
scharf ansteigenden Kurve zu, bis der höchste »ao
Punkt beim flachen Zusammenpressen der erzeugten Verbindung erreicht wird, z. B. von
etwa 340 bis 680 kg aufwärts auf etwa 1040 oder 1360 kg in der Anfangskraft und dann in
der zurückgegangenen Lage von etwa 590 oder 1040 kg bis zu 1580 oder 3260 kg. Bei der beschriebenen
Anordnung steigt die anfängliche Handkraft und sinkt nach etwa derselben
Kurve, aber danach nimmt die Handkraft nur wenig zu und verläuft beim weiteren Arbeiten
in einer etwas welligen, aber im wesentlichen gleichmäßigen Kurve. Dadurch wird die zur
Herstellung der Verbindung erforderliche Kraft stark herabgemindert, und es ergibt sich
eine verhältnismäßig gleichförmige Verteilung der an den Handgriffen erforderlichen
Kraft, um die an den Backen zu leistende ungleiche Arbeit mit einer verhältnismäßig
glatten Kraftkurye ohne Überanstrengung des Arbeiters sicher zu leisten.
Sodann ist die Verteilung der Bewegungsgeschwindigkeit der Backen in bezug auf die
Handgriffe derart, daß kein Handhebelhub vergeudet wird, wenn die Backen sich ohne
Widerstand bewegen, während andererseits das Verhältnis der Bewegung der Handgriffe
relativ zur Bewegung· der Backen gesteigert wird, wenn die von den Backen zu leistende
Arbeit zunimmt.
Durch das Anschlagen des Stiftes 20 an die vorderen Enden der Schlitze 21 werden Bewegungen
der Hebel und Lenker über die zur Bildung der Verbindung erforderliche Grenze hinaus paarschlüssig verhindert. Wegen der
Berührung der Lenker 24 mit dem Preßblock 33 (Abb. 3) und des Eingriffs der einander
gegenüberstehenden Lenkeransätze als Anschläge wird eine Überlastung paarschlüssig
verhütet, die sonst wegen der sehr großen Hebelübertragung und der Spreizlenkeranordnung
möglich wäre.
φο Die neue Anordnung ermöglicht eine veränderliche
Verteilung der Kraft, insofern, als während die auf die Backen einwirkende Falzkraft
zunimmt, die auf die Handgriffe ausgeübte Handkraft nach der anfänglichen Falzarbeit
verhältnismäßig konstant bleibt. Auch wird die Überwindung der Spitze der Kraftbedarfskurve
bzw. des hohen Anfangsdruckes zur Einleitung der Verbindung erleichtert, was besonders bei breiteren und dickeren Bändern
wesentlich ist.
Bei der neuen Anordnung schwingen die Backen am Ende ihrer Bahn aufwärts und einwärts
gegen den Preßblock, pressen den Falz gerade am Vollendungspunkt der Verbindung kräftig zusammen und pressen ihn flach.
Claims (3)
1. Zangenartiges Werkzeug zur Herstellung einer Verbindung der einander
überlappenden Enden von Bandstreifenumschnürungen mittels an den freien Enden
von Winkelhebeln angebrachter Klemmbacken, die von als Winkelhebel ausgebildeten
Handhebeln spreizgelenkartig bewegt werden und mit einem Amboß zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die inneren Enden der Backenhebel (30) ein Spreizlenkerwerk
(24) eingeschaltet ist, dessen axial am Werkzeugkopf (13) geführter Mittelzapfen
(20) durch Zwischenlenker (18) mit den inneren Enden (17) der Handgriffwinkelhebel
(10, 11) verbunden ist.
2. Werkzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der etwas oberhalb der
Klemmbackenenden (31) angeordnete Preß block (33) von den beiden Backendrehzapfen
(34) getragen wird.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkarme
(24) bei der Schlußstellung der Backen mit Aussparungen an dem Preßblock (33) anliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BEM.i.V. GEDRÜCKT IN DKl!
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US375733A US1924844A (en) | 1929-07-03 | 1929-07-03 | Sealing tool |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE644833C true DE644833C (de) | 1937-05-14 |
Family
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Family Applications (1)
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| FR (1) | FR682192A (de) |
| GB (1) | GB336390A (de) |
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