DE645283C - Verfahren zum Ausbessern von Bauhoelzern - Google Patents
Verfahren zum Ausbessern von BauhoelzernInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zum Ausbessern von Bauhölzern Die Erfindung betrifft das Ausbessern von Bauhölzern, bei welchem die Fehlerstellen durch Einschneiden länglicher Aussparungen entfernt und dann Holzflecken in die Aussparungen eingesetzt und mit Hilfe eines Klebmittels befestigt werden. Es ist bekannt, die Aussparungen mit schrägen Seitenwänden zu versehen, die nach einwärts zusammenlaufen, und die Holzflecken mit gleichartigen schrägen Flächen zu versehen und dieselben lose oder keilartig in die Aussparungen einzusetzen. Hierdurch werden zwar die fehlerhaften Stellen des Bauholzes beseitigt, aber es wird keine Verbesserung der mechanischen Festigkeit des Bauholzes erzielt werden.
- Gemäß der Erfindung wird aber das Bauholz an seinen Fehlerstellen auch in mechanischer Weise verbessert, so daß es trotz seiner ausgebesserten Stellen als vollwertiges Bauholz betrachtet werden kann. Dieses wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß beim Einschneiden der länglichenAussparungen die Enden derselben mit Zungen und Schlitzen versehen werden, die in entsprechende Schlitze und Zungen an den Enden der länglichen Holzflecken hineinpassen und beim Hineindrücken derselben in die Aussparungen in Keileingriff miteinander geraten. Die Benutzung vonKlammern o. dgl. zumFesthalten der Flecken, während der in üblicher Weise verwendete Leim trocknet, ist nicht notwendig. Vorteilhaft werden Holzflecken verwendet, die einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt haben als das auszubessernde Bauholz, damitbeimAustrocknen des letzteren dasselbe mit größerer Kraft die Holzflecken festhält.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung soll nun an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden, und zwar zeigen: Abb. i schaubildlich ein Stück eines Bauholzes, das mit einem Flecken versehen ist, während an einer anderen Stelle dieses Bauholzes eine Aussparung erkennbar ist und ein darüber angeordneter Flecken, der in diese Aussparung eingesetzt werden soll, Abb. a eine Draufsicht auf ein Bauholz mit einer darin befindlichen Aussparung zum Auf nehmen eines Fleckens, Abb.3 einen Längsschnitt durch ein geflicktes Bauholz, Abb. 4 einen Querschnitt nach Linie 4-4 der Abb. 3, Abb. 5 schaubildlich einen Holzflecken gemäß der Erfindung.
- In den Zeichnungen ist ein Bauholz i gezeigt, das aus einer gewöhnlichen Holzlatte besteht, und diese Latte ist mit einem Flecken a versehen sowie einer Aussparung 3, die zur Aufnahmeeines darüber eingezeichnetenHolzfleckenS 2a bestimmt ist.
- Bei der Erzeugung dieser Bauhölzer werden die Latten, während sie noch roh sind und wenn sie aus dem Trockenofen kommen, durch Verwendung von üblichen drehenden Schneidwerhzeugen o. dgl. von ihren Fehlerstellen, wie Knoten, Harztaschen, Narben u. dgl., derart befreit, daß an jeder Stelle, wo die Fehler-. stellen sich befinden, dann eine Aussparung 3' entsteht, deren Endflächen mit Zungen oder Schlitzen versehen sind, die zur Aufnahme" eines Holzfleckens bestimmt sind. Es ist ein-'-leuchtend, daß je nach Größe der Fehlerstellen auch verschiedene Schneidwerkzeuge benutzt werden können, da selbstverständlich nur so viel Material entfernt wird, als notwendig ist. Die Schneidwerkzeuge arbeiten vorteilhaft in der Faserrichtung des Holzes.
- Wie aus Abb. 5 ersichtlich ist, hat der Holzflecken 3 an seinen Enden V-förmige Zungen 12, die in Eindeckung mit den U-förmigen Nuten io der Aussparung geraten. Durch die ineinandergreifenden Zungen und Nuten wird eine Keilwirkung ausgeübt, wodurch dieFesthaltung des Holzfleckens wesentlich verbessert wird. Die Holzflecken, wie sie in der Abb. 5 gezeigt sind, werden in den bekannten Fräsmaschinen hergestellt, und zwar von verschiedener Größe, um in verschieden große Aussparungen hineinzupassen. Sie können von verschiedener Länge und Breite hergestellt werden und verfügen an ihren Enden über mehrere Zacken, die so lang und praktisch ausgeführt werden können, um eine, möglichst große Fläche für die Verleimung zu bilden.
- Das Verfahren zur Ausbesserung der Bauhölzer wird folgendermaßen ausgeführt: Die auszubessernden Bauhölzer werden zuerst durch einen Trockenofen hindurchgeschickt und derart getrocknet, daß ihr Feuchtigkeitsgehalt ungefähr 12 °/o beträgt; auch die vorher zurechtgeschnittenen Flecken werden in einem Ofen getrocknet, und zwar so weit, daß ihr Feuchtigkeitsgehalt ungefähr 9°/o beträgt. Hierbei wird gewährleistet, daß der Flecken stramm in dein Bauholz sitzenbleibt, selbst wenn später eine weitere Trocknung des Bauholzes stattfinden sollte, denn die Schrumpfung des Bauholzes wird infolge seines größeren Feuchtigkeitsgehaltes stets größer sein als die des Fleckens.
- Es ist ferner ratsam, die Holzflecken kurz vor ihrer Einsetzung in das Bauholz durch einen Wärineofen zu führen, damit sie etwas antrocknen und an den Enden schrumpfen, um irgendeine Ausdehnung auszugleichen, die etwa durch die Verwendung von Leim an diesen Teilen stattfinden könnte.
- In manchen Fällen oder für besondere Holzarten mag es wünschenswert sein, zwecks größerer Sicherheit einen oder mehrere Stifte durch die miteinander verbundenen Teile hindurchzutreiben, wie beispielsweise bei 14 in Abb.3 gezeigt ist. Es sei jedoch an dieser Stelle betont, daß in den meisten Fällen derartige Stifte nicht notwendig sind. Wenn die Holzflecken in die Aussparungen eingesetzt werden, so werden beispielsweise die Zungen 12 an den Enden der Holzflecken die Nuten 9 der Aussparung eingesetzt und '.werden darin durch Keilwirkung festgeklemmt, ::.4Pie dieses insbesondere aus der Abb. 4 her-"vorgeht. Die Abb. 3 zeigt ebenfalls eine genaue Einpassung der Zacken in die Nuten.
- Es ist vorteilhaft, daß die Länge der Nuten in den Aussparungen und die darin eintretenden Zungen des Holzstückes so lang als praktischmöglich hergestelltwerden und daß diese Nuten und Zacken möglichst genau ineinanderpassen müssen, um eine möglichst große Fläche und Festigkeit der geleimten Verbindung zu bilden.
- Bei der Einsetzung der Flecken wird ein an sich bekannter durchsichtiger Leim an den Seiten und den Endflächen angebracht, und ebenfalls werden die Seiten und Enden der Aussparung mit Leim bestrichen. Dann wird der Flecken in die Aussparung eingesetzt und durch Abwärtsdrücken in Stellung gebracht. Nachdem die Flecken in dieser Weise eingesetzt worden sind und der Leim genügend getrocknet ist, bearbeitet man das Bauholz in üblicher Weise mit der Hobelmaschine, um die Flächen zu glätten, so daß die Oberflächen des Fleckens mit der Oberfläche des Bauholzes in einer Ebene liegen.
- Flecken, die in dieser Weise angeordnet sind, bleiben in ihrer eingesetzten Lage richtig und fest liegen und können nicht heraus- gestoßen werden. Versuche haben bewiesen, daß in dieser Weise befestigte Flecken die Festigkeit des Bauholzes vergrößern, und zwar in einem solchen Maße, wie es ein Bau- holz ohne Flecken hat. Dieses ist hauptsächlich auf die Anordnung der gezahnten Enden der Holzflecken zurückzuführen, da hierdurch eine genügend große Oberfläche geschaffen wird, die eine äußerst gute Verieimung ge- stattet, so daß hierdurch die Festigkeit an der Leimstelle genau so groß ist wie die Festigkeit an irgendeiner fehlerfreien Querschnittsfläche des Bauholzes.
- In dieser Weise lassen sich minderwertige Bauhölzer äußerst vorteilhaft ausbessern, um gleichwertig mit hochwertigem Bauholzzu sein.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ausbessern von Bau- hölzern, bei welchem die Fehlerstellen. durch Einschneiden länglicher Ausspa- i rungen entfernt und dann Holzfleeloen in dieAussparungen eingesetzt und atitMlk . eines Klebmittels befestigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ein- schneiden der länglichenAussparungen(3) i die Enden derselben finit Zungen und Schlitzen (9, io) versehen werden, die in entsprechende Schlitze und Zungen (12) an den Enden der länglichen Holzflecken (3) hineinpassen und beim Hineindrücken derselben in die Aussparungen in Keileingriff miteinander geraten.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die länglichen Aussparungen quer durch das Bauholz hindurchgeschnitten werden und nach der einen Seite des Bauholzes hinzu konisch zusammenlaufen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Holzflecken verwendet werden, welche einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt als das auszubessernde Bauholz haben.
Priority Applications (2)
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Also Published As
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